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Mitarbeitermotivation- Frage

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derStud1986
Beigetreten: 06.02.2009

Hey Leute,

ich werde die nachstehende Frage in der Uni beantworten müssen und dachte mir, ich hole mir von euch auch noch ein paar Ideen ab. Wäre toll wenn euch noch was konkretes einfällt. Nicht wundern, denn die Frage erscheint enorm simpel und lässt sich oberflächlich innerhalb von einer Minute, unter Berücksichtigung standardisierter Möglichkeiten u.a. Gleitzeit, beantworten. Ich werde die Frage mit konkreten Beispielen beantworten müssen.

Fallbeispiel:
- Es handelt sich um eine PR Firma
- 6-10 MitarbeiterINNEN
- Alter: 25-35 Jahre
- Feste Arbeitszeiten: 9-18 Uhr mit Mittagspause

Problem:
- Viele Überstunden, die nicht vergütet und/oder abgebummelt werden können
- sehr hoher Krankheitsstand
- hohe Fluktuation

Frage:
Wie kann die Chefin das Anreizmodell kostengünstig gestalten, damit sich die Probleme des hohen Krankheitsstandes und der der Fluktuation verbessern und eine hohe Arbeitszufriedenheit und -motivation gewährleistet wird.

Als Anreizsysteme habe ich zusammengestellt:

Materielle Anreize:
Leistungslohn
Betriebliche Sozialleistungen
Erfolgs- und Kapitalbeteiligungen
Cafeteria- System

Immaterielle Anreize:
Führungsstil
Work-Life Balance
Kommunikation
Mitarbeitergespräche
Personalentwicklung
Betriebsklima und Arbeitsinhalte.

Mein persönliches Konzept/eigene Gedanken:
Wir haben es hier mit einer überschaubaren Anzahl an Mitarbeitern zu tun, die alle Feminin und im geschlechtsreifen Alter sind.
Es scheint eine physische (hoher Krankheitsstand) und psychische (hohe Fluktuation+ geringe Mitarbeitermotivation) Überbeanspruchung stattzufinden.
Diese Überbeanspruchung scheint nicht gewürdigt zu werden (keine Vergütung der Überstunden).
Wir gehen davon aus, dass die MitarbeiterINNEN aufgrund der Aufgabenvielfalt in ihren Kreativitäts- und Innovationsfähigkeiten verbessert werden, sodass es keine Personalentwicklungsmaßnahmen geben muss. Die Tätigkeit an sich ist also gut und muss nicht verändert werden.

Die MitarbeiterINNEN sollten hinsichtlich ihrer Leistung auch mit einem Leistungslohn vergütet werden, entweder durch die Arbeitsstunden oder in Form durch einer Erfolgsbeteiligung an dem Projekt. Hierzu müsste vor dem Projekt eine Messskala erstellt werden, mit dessen Faktoren ein Erfolg messbar wird. Folglich kann die Erfolgsbeteiligung ausgeschüttet werden. Zudem wird ein Cafeteria-Modell eingeführt, sodass sich die Mitarbeiter ihre Belohnung aussuchen können. Bei Erfolgen kann die Mitarbeiterin somit z.b zwischen einem Dienstwagen, einer Altersvorsorge, Sozialleistungen aussuchen. Man kann soweit gehen, dass z.b. sich die Mitarbeiterin wünscht in jedem Monat ein Freitag frei zu nehmen, sollte sie einen Erfolg verbuchen können.
Mit Hilfe eines guten Work-Life Balance finden die Frauen einen Ausgleich zwischen der Arbeit und ihrem Privatleben. es kann Gleitzeit eingeführt werden, sodass die Frauen zwischen 7 und 20 Uhr arbeiten können, es können Home Offices eingerichtet werden. Zudem werden Mails ab 20 Uhr nicht mehr aktualisiert. Desweiteren muss in gewissen Abständen Mitarbeitergepräche über das Betriebsklima und die Arbeitsinhalte gehalten werden, mit anonymen Befragungen.

Das ist mir jetzt so eingefallen aber entspricht auch eher dem standard, oder?


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6 Antworten
michimanni
Beigetreten: 03.08.2006

Ins richtige Forum verschoben.


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Zitat
Nafti
Beigetreten: 08.01.2007

Am sinnvollsten ist es man führt eine Organisationsdiagnose durch und befragt die Mitarbeiter, bei so wenigen am besten mit qualitativen Interviews. Das wertet man aus und leitet dementsprechend Maßnahmen ab. Nur so kannst du sichergehen, dass du auch die richtigen Maßnahmen triffst.

Ich weiß aber nicht ob das die Intention des Fragestellers war, oder ob er tatsächlich, so wie du es gemacht hast ein paar Maßnahmen hören will. In dem Fall Wertschätzung auf keinen Fall vergessen, ist eine kostenlose und sehr effektive Maßnahme. ;)


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Zitat
derStud1986
Beigetreten: 06.02.2009

Original von Nafti
Am sinnvollsten ist es man führt eine Organisationsdiagnose durch und befragt die Mitarbeiter, bei so wenigen am besten mit qualitativen Interviews. Das wertet man aus und leitet dementsprechend Maßnahmen ab. Nur so kannst du sichergehen, dass du auch die richtigen Maßnahmen triffst.

Ich weiß aber nicht ob das die Intention des Fragestellers war, oder ob er tatsächlich, so wie du es gemacht hast ein paar Maßnahmen hören will. In dem Fall Wertschätzung auf keinen Fall vergessen, ist eine kostenlose und sehr effektive Maßnahme. ;)

es geht tatsächlich nur um konkrete Maßnahmen. und danke mit der Wertschätzung:)


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Zitat

Hallo derStud1986,

je nachdem, wie diskussionsfreudig Dein Prof so ist, würde ich mich ggf. auf Kontra in Sachen "Leistungslohn" einstellen. Mir wurde letztes Jahr die diesem Artikel zugrundeliegende Studie verbal um die Ohren gehauen, als ich "pro Leistungslohn" argumentiert habe:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/mitarbeiter-motivation-geld-allein-ist-ein-zu-schwacher-motor-a-816970.html

Zumindest solltest Du Dich auf entsprechende Äußerungen einstellen. =)

Viele Grüße,

Gela


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derStud1986
Beigetreten: 06.02.2009

hey,

ich habe meine Präse bzw. Disputation gehabt und ist alles gut verlaufen.

Ich finde den Artikel sehr interessant. Es ist bekannt, dass eine monetäre Vergütung als Hygienefaktor zu begreifen ist, aber dass so ein großer Teil sogar Leistungslöhne ablehnt finde ich enorm und hätte ich definitiv nicht erwartet.


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Dschaaan
Beigetreten: 07.06.2010

Im Prinzip ist Geld halt nur der Hygienefaktor. Du musst so gut bezahlen, dass die Leute nicht über Geld nachdenken.

Ebenfalls brauchst du in der Arbeit intrinsische Motivation. Ohne die macht jeder nur Arbeit nach Dienst und nicht mehr. Die vielen Überstunden deuten einerseits auf Überlastung oder aber auf starke intrinsische Motivation hin, die es zu fördern gilt.

Dazu das schon angesprochene Vertrauen und die Wertschätzung. Ich hab es schon oft erlebt dass es nur 2 Arten von Feedback für die eigene Arbeit gibt.

1. schlechte, weil die Arbeit nicht das war, was der Chef sich vorgestellt hat oder
2. keine, weil der Chef es so erwartet hat.

Was hier völlig fehlt ist positive Rückmeldungen. Dem Mitarbeiter sagen, warum seine Aufgabe, die er gut gemacht hat, jetzt dem Chef oder sogar dem ganzen Unternehmen weiterhilft. Sowas schürt den Willen, sich noch mehr reinzuhängen.

Habe über das ganze Thema mal im Studium gearbeitet :)


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