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Milch/Milchprodukte = gesund oder ungesund?

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philwen
Beigetreten: 13.05.2007

Hi,

In diesem Thread soll es um die frage gehen ob milch bzw milchprodukte wirklich gesund sind oder ob sie sogar ungesund sind.

für die tl&dr leute hab ich die vorgeschichte in den spoiler gepackt ;)

Spoiler

ich bin gerade dabei meine zukünftige ernährung neu zu planen.

Bisher hab ich eigentlich alles gegessen worauf ich bock hatte und mir dabei keine gedanken gemacht ob es gut für meinen körper ist oder was ich moralisch davon halte(massentierhaltung etc). Da ich einigermaßen motiviert fitness betreibe war bei mir uA eine hohe proteinzufuhr wichtig und hab deswegen eigentlich jeden tag ein halbes kilo huhn (das billigste vom aldi ;)) oder eine ähnliche menge lachs verdrückt.

Wenn ich mir meinen ganzen fleischkosum (+milchprodukte) anschaue dann ist es halt oftmals nicht aus "geschmacklichem genuss" (mit bisschen hirn anschalten und umgewöhnen bekommt man die selben nährstoffe vegan und gleichzeitig auch leckerer) sondern aus faulheit - dazu zähle ich uA die 2kg hühnerbrust jede woche, kuhmilch jeden morgen oder auch die übliche wurst/käse auswahl jeden abend...

Aus diesem grund hab ich mir jetzt vorgenommen mich 1 monat lang komplett (zumindest zu 98% - honig werde ich zB nicht vermeiden) vegan zu ernähren.

Ich bin über die frage gestolpert ob kuhmilch für den menschlichen körper wichtig ist, gesund ist, oder sogar ungesung ist. Ich hab bisschen im internet recherchiert aber ich konnte zu keiner entgültigen meinung kommen weil beide seiten oft einfach nur argumente in den raum werfen und diese nicht belegen...

Die werbung und industrie will uns ja weiß machen dass milch gut für den menschlichen körper ist und für kinder sogar essentiell wichtig ist. grob gesehen gibt es eigentlich 2 argumente:
- Calcium
- Protein

Beispiel:
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ernaehrung-oeko-fundis-halten-milch-fuer-schaedlich-1.1149095

Vielmehr sei "Kuhmilch ein wertvolles Lebensmittel für Kleinkinder", die täglich etwa einen Drittel Liter davon trinken sollten.

"Aber wenn die Milch wegfällt, wird es kritisch."

Die Milch-Verleumder verweisen gerne auf schmackhaft klingende Alternativen wie Getreide-, Soja- oder Mandelmilch. "Die haben aber mit Milch gar nichts zu tun", sagt Kersting. Sie seien kein Ersatz, sondern eine Mischung der jeweiligen Feldfrucht mit Wasser. "Deren Gehalt an Eiweiß und Kalzium ist vernachlässigbar."

Man vergleiche dann nur mal kurz kuhmilch mit sojamilch:
http://fddb.info/db/de/lebensmittel/molkerei_vollmilch_3_5prozent_fett/index.html
http://fddb.info/db/de/lebensmittel/alpro_alpro_sojamilch_natur/index.html

kuhmilch auf 100ml:
65 kcal
3,4g Protein
120mg Calcium

sojamilch auf 100ml:
38 kcal
3g Protein
120mg Calcium

mandelmilch auf 100ml:
45 kcal
1g protein
200mg calcium

vorzeitiges fazit:
sojamilch enthält vergleichbar viel protein und calcium mit dem unterschied dass es nur die hälfte der kalorien wie kuhmilch besitzt - da hab ich mir das erste mal gedacht "wtf?"

Jetzt ein paar Argumente Pro/Contra Milch die oft in den Raum geworfen werden aber von beiden Seiten nur bedingt belegt werden:

Calcium aus Pflanzen wird nicht gut aufgenommen, http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ernaehrung-wie-gesund-ist-eigentlich-milch-page2.ec735deb-ed4b-4c36-98f9-8fff85647ed8.html :

Sie gibt jedoch zu bedenken, dass Kalzium aus Pflanzen vom Körper nicht in den Mengen aufgenommen werden kann wie es über Milchprodukte der Fall ist.

Milch ist doch kein guter Calcium-Lieferant, http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krankheiten-ia.html

Es ist ein Trugschluss, dass Milch wegen ihrem Calcium-Gehalt gut für die menschlichen Knochen ist. Im Gegenteil, Milch scheint sogar das Risiko an Osteoporose zu erkranken zu steigern. In der Nurses' Health Study wurde beispielsweise gezeigt, dass der Verzehr von Milch keinen positiven Effekt auf die Knochendichte oder -stabilität hat und sogar das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen kann. (1) Aber warum ist das so, wenn doch so viel Calcium in der Milch steckt?

Ein Grund, warum Milch den Knochen eher Mineralstoffe entzieht, anstatt sie ihnen zur Verfügung zu stellen, ist, dass Milch den Körper übersäuert. Ist der Körper übersäuert, braucht er Mineralstoffe, um die angefallenen Säuren zu neutralisieren. Diese Mineralstoffe entzieht er dann körpereigenen Depots wie den Knochen oder Zähnen.

Laut der oben genannten Studie, stecken wohl in pflanzlichen Proteinen auch wichtige Faktoren, die den Knochenabbau verhindern können. Daher ist es doch sinnvoller das nötige Calcium über pflanzliche Quellen anstatt über tierische Milchprodukte zu sich nehmen zu wollen.

also:
kuhmilch enthält höchstens so viel calcium wie andere "milch"-sorten. Kann es aber jetzt besser oder schlechter aufgenommen werden?
Kuhmilch und wichtiges protein? die proteinmenge in milch ist ja mal ein witz, das kann easy ersetzt werden - entweder durch andere milch oder durch andere proteinhaltigen narhungsmittel
15% der deutschen bevölkerung sind laktoseintolerant. viele wissen dies sogar gar nicht und haben mit beschwerden zu kämpfen die eigentlich einfach zu beseitigen wären...
tierisches eiweiß übersäuert den körper? wie wichtig ist dieser effekt? normales fleisch übersäuert den körper dann doch auch?
die milchproduktion an sich ist sehr fragwürdig, und nicht so toll wie oft dargestellt - siehe spoiler

Spoiler

Leider produziert die Kuh nicht aus der laune heraus milch, die wir dann ihr netterweise abnehmen. Kühe sind säugetiere und produzieren milch um ihren nachwuchs zu füttern. Aus diesem grund produziert eine kuh nur milch wenn sie ein kalb geboren hat (und dann etwas für ein jahr). Deshalb werden kühe dauergeschwängert (1 mal po jahr), die kälber werden aber von der mutter wenige tage nach der geburt getrennt da man die milch ja verkaufen will. weibliche kälber werden auch zu milchkühen, männliche werden kurz gemästet und als kalbfleisch verkauft.
da die kuh darauf gezüchtet ist wesentlich mehr milch zu produzieren als es eigentlich von der natur vorgesehen ist, ist die milchkuh nach nur ein paar jahren (weniger als 10) nicht mehr profitabel (= produziert zu wenig milch) und wird ebenfalls geschlachtet.
bei meiner recherche bin ich noch darüber gestolpert dass 70% der rindfleischproduktion aus der milchproduktion entsteht (bzw diese hand in hand zusammenarbeiten)

das menschen aus moralischen gründen vegetarier sind aber gleichzeitig milch zu sich nehmen find ich dann doch ein bisschen amüsant ;)

Ich bin jetzt echt ein wenig ratlos inwieweit milch jetzt wegen dem calcium wichtig ist, und ob (übermäßig) komsumiertes tierisches protein schlecht für den körper ist...


Antwort
Zitat
90 Antworten
ElBasadero
Beigetreten: 03.03.2007

kann zum Thema an sich nicht zu viel sagen, aber bitte gib den Zentrum der Gesundheit Link wieder raus, die sind nicht seriös.
Übersäuerung des Körpers ist Eso-blabla
http://psiram.com/ge/index.php/Gesellschaft_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrungsheilkunde


Antwort
Zitat
madein1984
Beigetreten: 06.02.2007

Vorsicht Halbwissen:

Meine Meinung aus den Dingen, die ich über Milch gehört habe, ist, dass sie nicht wirklich gesundheitsfördernd ist, aber sicher auch nicht schädlich. Aus Gesundheitsbewusstsein täglich einen Liter Kuhmilch zu trinken ist vermutlich unfug, aber wenn man morgens Müsli ist, weil einen danach körperlich anstrengende Arbeit erwartet, und dieses mit Milch vermengt, sehe ich darin kein Problem.

Zum letzten Spoiler:
Ich finde es sehr gut, dass ein Großteil der Rindfleischproduktion aus der Milchproduktion kommt, sollen dafür etwa seperat Rinder und Kühe gezüchtet werden? Das wäre ja aus moralischer Sicht schlimmer, oder übersehe ich etwas? Ich bin ein Anhänger davon, dass Tiere, wenn ihr Leben schon ausschließlich der Nahrungsbeschaffung für Menschen dient, auch richtig "ausgeschlachtet" werden und man sich zB nicht nur die Flosse vom Hai nimmt.


Antwort
Zitat
ElBasadero
Beigetreten: 03.03.2007

Wir Mitteleuropäer (und auch ein paar andere) sind aber zumindest an den Konsum von Kuhmilch angepasst. Laut diesem deutschen Anthropologen http://derstandard.at/1376534909250/Die-Geheimwaffe-im-steinzeitlichen-Kulturkampf-Milch hatten wir auch zumindest mal Selektionsvorteile durch die Milchwirtschaft. Ob es unserer Gesundheit zuträglich, oder nicht bekömmlich ist, kann man deswegen aber leider nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass wir an Milchtrinken gewöhnt sind.

Ich denke, wenn der Durchschnittseuropäer gesünder leben wollen würde, sollten die wenigsten bei der Milch beginnen etwas zu verändern, da doch ganz andere Baustellen einen höheren Impact haben werden (Rauchen, Alkohol, Gemüse).


Antwort
Zitat
philwen
Beigetreten: 13.05.2007

Original von madein1984
Zum letzten Spoiler:
Ich finde es sehr gut, dass ein Großteil der Rindfleischproduktion aus der Milchproduktion kommt, sollen dafür etwa seperat Rinder und Kühe gezüchtet werden? Das wäre ja aus moralischer Sicht schlimmer, oder übersehe ich etwas? Ich bin ein Anhänger davon, dass Tiere, wenn ihr Leben schon ausschließlich der Nahrungsbeschaffung für Menschen dient, auch richtig "ausgeschlachtet" werden und man sich zB nicht nur die Flosse vom Hai nimmt.

natürlich hast du recht, aber du hast mich missverstanden.
klar wird alles soweit wie möglich verarbeitet und nix weggeworfen, die bauern wären ja auch schön blöd.
die leute sollten sich halt nur von dem bild verabschieden dass ne kuh glücklich 20 jahre lang lebt, milch produziert weil sie einfach lust drauf hat und sie uns diese freiwillig zur verfügung stellt und wir ihr praktisch mit dem melken einen gefallen tun und dabei ein glückliches leben auf der weide führt (selbst öko-milchkühe leben in D zu 75% in "anleinehaltung" , d.h. sie werden angebunden und können sich zwischen stehen und liegen entscheiden. den wert hab ich aber von irgendeinem veganer-blog, also mit vorsicht genießen :P)

edit:

Original von ElBasadero
Wir Mitteleuropäer (und auch ein paar andere) sind aber zumindest an den Konsum von Kuhmilch angepasst. Laut diesem deutschen Anthropologen http://derstandard.at/1376534909250/Die-Geheimwaffe-im-steinzeitlichen-Kulturkampf-Milch hatten wir auch zumindest mal Selektionsvorteile durch die Milchwirtschaft. Ob es unserer Gesundheit zuträglich, oder nicht bekömmlich ist, kann man deswegen aber leider nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass wir an Milchtrinken gewöhnt sind.

wir sind mehr an milchtinken gewöhnt als asisaten, das stimmt ;). insgesamt sind glaub ich 75% der weltbevölkerung laktoseintolerant.

es kann natürlich sein dass uns die milchproduktion in der evolution extrem geholfen hat. zu der zeit gab es aber eventuell noch keine anderen nahrungsmittel mit der wir wichtige nähtstoffe zu uns nehmen konnten (heutzutage kriegt man jedes gemüse über das ganze jahr, eigentlich hat aber jedes gemüse eine saison von ein paar monaten in der es geernet werden kann. soja gabs zB auch noch nicht in der steinzeit in mitteleuropa)


Antwort
Zitat
ElBasadero
Beigetreten: 03.03.2007

Original von philwen
edit:

Original von ElBasadero
Wir Mitteleuropäer (und auch ein paar andere) sind aber zumindest an den Konsum von Kuhmilch angepasst. Laut diesem deutschen Anthropologen http://derstandard.at/1376534909250/Die-Geheimwaffe-im-steinzeitlichen-Kulturkampf-Milch hatten wir auch zumindest mal Selektionsvorteile durch die Milchwirtschaft. Ob es unserer Gesundheit zuträglich, oder nicht bekömmlich ist, kann man deswegen aber leider nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass wir an Milchtrinken gewöhnt sind.

wir sind mehr an milchtinken gewöhnt als asisaten, das stimmt ;). insgesamt sind glaub ich 75% der weltbevölkerung laktoseintolerant.

es kann natürlich sein dass uns die milchproduktion in der evolution extrem geholfen hat. zu der zeit gab es aber eventuell noch keine anderen nahrungsmittel mit der wir wichtige nähtstoffe zu uns nehmen konnten (heutzutage kriegt man jedes gemüse über das ganze jahr, eigentlich hat aber jedes gemüse eine saison von ein paar monaten in der es geernet werden kann. soja gabs zB auch noch nicht in der steinzeit in mitteleuropa)

Der Link oben sagt eventuell auch gar nichts über den Vorteil der Makro- und Mikronährstoffe der MIlch aus, vl war es eher die Milchwirtschaft. Man war im damals harten Norden halt nicht auf Feldfrüchte und Jagderfolge angewiesen, sondern man konnte halt immer die Kuh melken (bevor mich wer flamed, ich weiß es ist sehr vereinfacht). Muss nicht direkt mit den physiologischen Vorteilen des Milchtrinkens zusammenhängen, sondern eventuell auch mit dem Vorteil der Verfügbarkeit von Nährstoffen.


Antwort
Zitat
OrcaAoc
Beigetreten: 06.08.2006

Es gibt diverse Begründungen von verschiedenen Seiten wieso Milch eher ungesund ist.
Das es unzweifelhaft kann man einfach daran sehen das ca. 80% der Weltbevölkerung Lactose intolleranz aufweisen, es ist extrem unwahrscheinlich das so eine anpassung enstehen würde wenn Kuhmilch irgendwie besonders gesund wäre.


Antwort
Zitat
ElBasadero
Beigetreten: 03.03.2007

Original von OrcaAoc
Es gibt diverse Begründungen von verschiedenen Seiten wieso Milch eher gesund ist.
Das es unzweifelhaft kann man einfach daran sehen das ca. 80% der europäischen Bevölkerung Lactose tolleranz aufweisen, es ist extrem unwahrscheinlich das so eine anpassung enstehen würde wenn Kuhmilch irgendwie besonders ungesund wäre.

FYP

... und jetzt?


Antwort
Zitat
HillBilly
Beigetreten: 31.03.2005

wer sich nicht anschauen will,was er über die Food Pyramid sagt,kann zur minute 5 vorspulen.

was er im video nicht erwähnt.milch kann autoimmunerkrankungen auslösen und in der milch steckt eiter vom dauerschwangersein der kuh und den saugnäpfen.
außerdem sind noch viren und bakterien in der milch die von den infektionen des dauerschwangersein kommen


Antwort
Zitat
klick4FUN
Beigetreten: 30.12.2008

Leider finde ich die berichte jetzt nicht aber soweit ich das noch wiedergeben kann gibt es verschiedene milchtypen bzw mutationen des caseinaufbaus.
Die in mitteleuropa eingesetzte kuh gib genau diesen typ von milch ab der mehr schadet als hilfreich wäre.
in neuseeland wird schon vermehrt auf andere typen gesetzt bzw schaf und ziegenmilch fallen auch in das für uns bessere profil hinein.
Also hier geht es nur um den aufbau der milch und nicht um die ganzen substanzen die zusätzlich noch herumschwirren wie antibiotiker, wachstumshormone, beruhigungsmittel blablub


Antwort
Zitat
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Original von OrcaAoc
Es gibt diverse Begründungen von verschiedenen Seiten wieso Milch eher ungesund ist.
Das es unzweifelhaft kann man einfach daran sehen das ca. 80% der Weltbevölkerung Lactose intolleranz aufweisen, es ist extrem unwahrscheinlich das so eine anpassung enstehen würde wenn Kuhmilch irgendwie besonders gesund wäre.

Das ist ja keine Anpassung sondern eher eine Nichtanpassung würde ich sagen. Ist halt nicht unbedingt normal, dass man die Milch von anderen Tieren trinkt. In der westlichen Welt sind wir aber denke ich so angepasst, dass ein normaler Konsum in der Regel nicht ungesund ist.
Denke ich einfach mal so. Wissen oder belegen kann ichs nicht.
Man sollte auch mal aufhören nur in dieser - ist es nicht gesund, ist es ungesund- Denkweise zu denken.
Wasser ist auch nicht gesund im eigentlichen Sinne, kein Wasser hingegen ziemlich ungesund.


Antwort
Zitat
Heinz021
Beigetreten: 27.09.2007

finde deinen schritt vom billigst-fleisch massen konsument zum veganer ein bisschen krass auch wenn es sehr löblich ist, dass du dir gedanken darüber machst.

mach lieber dauerhaft ein kleinerer schritt in dem du zbsp ein teil deines fleischkonsumes auf eier (freiland+) verlagerst. die sind für muskelaufbau sogar noch geeigneter als hühnerbrust, da die meisten den fehler machen zwar mehr als genug (eher zuviel) protein zu schauffeln, aber bei zuwenig kcal landen. von den positiven eigenschaften der restlichen inhaltsstoffe ganz zu schweigen...


Antwort
Zitat
OrcaAoc
Beigetreten: 06.08.2006

Das ist ja keine Anpassung sondern eher eine Nichtanpassung würde ich sagen. Ist halt nicht unbedingt normal, dass man die Milch von anderen Tieren trinkt

Hmm sorum habe ich das noch gar nicht gesehen, d.h. wenn mans sorum sieht dann wäre die weitgehende Anpassung der nordeuropäischen Bevölkerung aufgrund eines Selektionsvorteils enstanden und die Schlussfolgerung wäre genau die umgekehrte nämlich das Milch Gesund ist.

Ich lese gerade 'Nutrition and Physical Degenaration' von Weston Price.
Dort gehts darum das er im frühen 20 ten Jahrhundert rumgereist ist um abgeschiedene Gegenden aufzufinden wo Leute noch keine Zivilisationskrankheiten haben.

Im Bezug auf Milch sind insbesondere zwei dieser Gebiete interessant. Einmal die Schweiz mit einigen sehr abgelegen Bergregionen, dort war Milch und Käse neben traditionell gebackenen Brot eins der Hauptnahrungsmittel und die Leute erfreuten sich bester Gesundheit.

Das andere Gebiet ist das des afrikanischen Stamms der Massai wo Milch ein noch zentralerer Aspekt der Ernährung war und die Leute ebenfalls sehr gesund waren.

Auf der anderen Seite sind auch einige Gebiete aufgeführt wo Milch keine Rolle gespielt hat und die Leute trotzdem extrem Gesund waren, zb. Inseln nördlich von Schottland wo das Klima so ist das Viehhaltung nicht möglich ist.

Die Schlussfolgerung die man daraus ziehen könnte ist das frische unpasteurisierte (!) Milch gesund aber nicht zwingend notwendig für eine gesunde ernährung ist.


Antwort
Zitat
klick4FUN
Beigetreten: 30.12.2008

SOLLEN WIR MILCH TRINKEN?

Er erwähnt auch wieso die massai keine probleme haben.


Antwort
Zitat
philwen
Beigetreten: 13.05.2007

Original von Heinz021
finde deinen schritt vom billigst-fleisch massen konsument zum veganer ein bisschen krass auch wenn es sehr löblich ist, dass du dir gedanken darüber machst.

mach lieber dauerhaft ein kleinerer schritt in dem du zbsp ein teil deines fleischkonsumes auf eier (freiland+) verlagerst. die sind für muskelaufbau sogar noch geeigneter als hühnerbrust, da die meisten den fehler machen zwar mehr als genug (eher zuviel) protein zu schauffeln, aber bei zuwenig kcal landen. von den positiven eigenschaften der restlichen inhaltsstoffe ganz zu schweigen...

ich hab inzwischen gemerkt dass es wohl ein bisschen heftig ist gleich so viel zu ändern ;)
werde erstmal grundsätzliche dinge ausprobieren (viele vegane rezepte, anstatt milch sojamilch etc) und den milch/fleischkomsum immer mehr runterschrauben...

vielen dank für den ganzen input!


Antwort
Zitat
Zwetschke82
Beigetreten: 03.01.2007

Original von OrcaAoc

Das ist ja keine Anpassung sondern eher eine Nichtanpassung würde ich sagen. Ist halt nicht unbedingt normal, dass man die Milch von anderen Tieren trinkt

Hmm sorum habe ich das noch gar nicht gesehen, d.h. wenn mans sorum sieht dann wäre die weitgehende Anpassung der nordeuropäischen Bevölkerung aufgrund eines Selektionsvorteils enstanden und die Schlussfolgerung wäre genau die umgekehrte nämlich das Milch Gesund ist.

Nich ganz. Es bedeutet nur, dass die Gruppen, die Milch zu sich genommen haben einen Vorteil den anderen gegenüber hatten. Der kann aber auch einfach nur gewesen sein, dass sie mehr kalorien zur Verfügung hatten, was damals ja oft über Leben und Tod entschieden hat. Über gesund oder nicht sagt das erstma nix aus.


Antwort
Zitat
KalleTorsten
Beigetreten: 21.07.2006

Original von ElBasadero
Ich denke, wenn der Durchschnittseuropäer gesünder leben wollen würde, sollten die wenigsten bei der Milch beginnen etwas zu verändern, da doch ganz andere Baustellen einen höheren Impact haben werden (Rauchen, Alkohol, Gemüse).

Was ist das Problem mit Gemüse? Sonst galt das immer noch als eines der gesündesten Lebensmittel. Wenn das jetzt auch schädlich sein soll, was bleibt dann überhaupt noch?


Antwort
Zitat
HillBilly
Beigetreten: 31.03.2005

Was ist das Problem mit Gemüse? Sonst galt das immer noch als eines der gesündesten Lebensmittel. Wenn das jetzt auch schädlich sein soll, was bleibt dann überhaupt noch

ich denke mal er meinte,dass man mehr gemüse essen sollte.anders kann ich seine aussage nicht verstehen.
ansonsten sollte elbasadero mal mit fakten oder irgendwelchen studien kommen anstatt mit "ich denke" oder "ich finde".
hast dich wohl mal garnicht informiert

Man war im damals harten Norden halt nicht auf Feldfrüchte und Jagderfolge angewiesen, sondern man konnte halt immer die Kuh melken (bevor mich wer flamed, ich weiß es ist sehr vereinfacht). Muss nicht direkt mit den physiologischen Vorteilen des Milchtrinkens zusammenhängen, sondern eventuell auch mit dem Vorteil der Verfügbarkeit von Nährstoffen.

du redest ziemlichen mist.
man konnte die kuh nur melken,wenn die kuh ein kalb hatte und selbst dann konnte man nicht ständig milch trinken,weil sonst fürs kalb nicht mehr viel übrig geblieben wäre

Ich denke, wenn der Durchschnittseuropäer gesünder leben wollen würde, sollten die wenigsten bei der Milch beginnen etwas zu verändern, da doch ganz andere Baustellen einen höheren Impact haben werden

das gegenteil ist wohl eher der fall.selbst wenn ~20% der menschen laktosenintolerant sind (dunkelziffer ist bestimmt höher), haben viele menschen eine milchunverträglichkeit.
dabei bekommen sie keine akuten allergischen beschwerden ,sondern die beschwerden sind größtenteils verzögert.
milch kann sachen wie migräne,gelenkbeschwerden,schnupfen,müdigkeit,blähungen etc auslösen. (das gleiche gilt für gluten).


Antwort
Zitat
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Wäre mal vorsichtig mit deinem Mist ;):

Mit dem Beginn der Domestizierung von zunächst vermutlich Ziegen, dann Schafen und zuletzt von Rindern und der sich ausbreitenden Weidewirtschaft in der Mittelsteinzeit, etwa zwischen dem 10. und 8. Jahrtausend v. Chr., standen dem Menschen erstmals größere Mengen an tierischer Milch zur Verfügung. Um diese größeren Mengen verderblicher Milch länger aufbewahren zu können, entwickelten die damaligen Menschen nach und nach die Kunst der Käseherstellung. Die vielfältigen Traditionen der Käserei legen nahe, dass sich die Käserei zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten entwickelte. In tönernen Gefäßen oder Tierblasen bevorratete Milch wurde in der Sonne oder an einem wärmenden Feuer zunächst sauer, um bald darauf zu gerinnen. Dabei entstand unter günstigen Umständen ein essbares, lagerbares Lebensmittel.


Antwort
Zitat
ElBasadero
Beigetreten: 03.03.2007

Original von HillBilly

Was ist das Problem mit Gemüse? Sonst galt das immer noch als eines der gesündesten Lebensmittel. Wenn das jetzt auch schädlich sein soll, was bleibt dann überhaupt noch

ich denke mal er meinte,dass man mehr gemüse essen sollte.anders kann ich seine aussage nicht verstehen.
ansonsten sollte elbasadero mal mit fakten oder irgendwelchen studien kommen anstatt mit "ich denke" oder "ich finde".
hast dich wohl mal garnicht informiert

Man war im damals harten Norden halt nicht auf Feldfrüchte und Jagderfolge angewiesen, sondern man konnte halt immer die Kuh melken (bevor mich wer flamed, ich weiß es ist sehr vereinfacht). Muss nicht direkt mit den physiologischen Vorteilen des Milchtrinkens zusammenhängen, sondern eventuell auch mit dem Vorteil der Verfügbarkeit von Nährstoffen.

du redest ziemlichen mist.
man konnte die kuh nur melken,wenn die kuh ein kalb hatte und selbst dann konnte man nicht ständig milch trinken,weil sonst fürs kalb nicht mehr viel übrig geblieben wäre

Ich denke, wenn der Durchschnittseuropäer gesünder leben wollen würde, sollten die wenigsten bei der Milch beginnen etwas zu verändern, da doch ganz andere Baustellen einen höheren Impact haben werden

das gegenteil ist wohl eher der fall.selbst wenn ~20% der menschen laktosenintolerant sind (dunkelziffer ist bestimmt höher), haben viele menschen eine milchunverträglichkeit.
dabei bekommen sie keine akuten allergischen beschwerden ,sondern die beschwerden sind größtenteils verzögert.
milch kann sachen wie migräne,gelenkbeschwerden,schnupfen,müdigkeit,blähungen etc auslösen. (das gleiche gilt für gluten).

werde morgen, falls ich nach der Arbeit die Muße finde, noch darauf antworten und von mir aus auch ein paar Studien posten. Aber was ich dir eigentlich sagen wollte ist, dass du etwas an deinem Diskussionsstil arbeiten solltest, du kommst nämlich so eher als unangenehmer Zeitgenosse rüber.

abgesehen davon, ist die Faktendichte bei dir auch nicht gerade sehr hoch ;). Ich hab oben einen Link über Milchwirtschaft gepostet, der geht auf eine Studie zurück, falls du das nicht wahrgenommen hast. Alles was von dir kommt ist bis jetzt nur ein Video, das auch keine Studien vorlegt, und wilde Behauptungen.


Antwort
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