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Wozu wünscht ihr euch die nächste Videoserie? Die Umfrage wurde am Aug. 11, 2014 erstellt

  
  
  

Probleme mit der Redline? - eroticjesus hilft!

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Schreib nur kurz vom handy:

Ich mach mir immer nur sorgen um die blinds..wird halt viel gesqueezed..wenn ich da kqs ständig nur calle,kann ich ja meisst dann aufn sqeeze folden..nagut ich habe ja posi..nen normales squeeze geht der call dann vllt in ordnung mit kqs..aber schwächere hände..67s oder kjo?

Aber dein nächstes vid wird mir dabei bestimmt helfen :)


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eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Jop, nächstes Vid und dann fragen.

Ich wollte auch gerade deine BBvsSB Strategie checken und hab a) gesehen, dass du bspw. 54o callst, aber auch 3bettest b) deine 3betting-strategie insgesamt nicht so gut aufgestellt ist. Hab ich dir glaub ich schonmal geschrieben, du 3bettest da komisches Zeug, was schwer spielbar ist und lieber in den Muck wandern sollte, ohne dass man allzugroße Fehler gemacht hat.

Du hattest geschrieben, du nimmst es genau, ich auch (no offense obv), also wäre es nice, wenn du mir mal genaue Ranges geben würdest, wie du das spielst, das ist btw. ne Chance für dich ein potentiell teures Leak zu fixen und du stillst meinen Drang mehr mit CREV zu mache, win win, also gogogo :)


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onese7en
Beigetreten: 19.12.2010

BB vs. SB finde ich auch recht schwierig, weil man aufgrund des großen Positionsvorteils halt viel callen kann, aber dann irgendwie wenig tolle Hände zum Bluff3betten bleiben. Hände wie A2s lassen sich BB vs. SB imo halt schon ganz gut callen.

Meine Ranges sind da in etwa:

3bet/broke: JJ+, AK+ (3,02%, 40 Kombis)
Coldcall: TT-22, AQs-A2s, K8s+, Q9s+, J9s+, T8s+, 97s+, 87s, 76s, AQo-A7o, K9o+, QTo+, JTo (23,98%, 318 Kombis)
3bet/fold: K7s, Q8s, J8s, T7s, 86s, 65s, 54s, A6o (3,02%, 40 Kombis)

A6o gefällt mir in der 3bet/fold-Range nicht wirklich, da sich die Hand einfach scheiße spielt.
Stattdessen doch lieber suited Aces aus der Calling-Range in die 3bet/fold-Range nehmen?

Also beispielsweise:
3bet/fold: A5s-A2s, K7s, Q8s, J8s, T7s, 86s, 65s, 54s (3,32%, 44 Kombis)

Gefällt mir irgendwie besser :)

Gegen Spieler, die viel auf 3bets folden würde ich meine 3bet/fold-Range natürlich erweitern. Dann wahrscheinlich mit Händen wie 85s, T6s, usw., also würde da schon auch Hände mit Playability den offsuit Aces vorziehen.

Kann gut sein, dass ich letztlich noch nicht genug defende, da ich ja bei >57% Fold vs. Steal schon Autoprofit zulasse. Denke aber nicht, dass ich bei meinem Skill und Postflop-Game da Hände wie A2o oder K2s profitabel spielen kann...


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eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

@onese7en

Okay, ich werd mich mal kürzer halten, als ursprünglich geplant. Ich habe hier eienn Tree aus dem CREV (ich hoffe ich habs nicht wieder irgendwo verbockt, vielleicht schaut Tackleberry ja auch rein^^):

Es geht mir hier weniger um euere 3bet Strategie, sondern eher um eure Overall-Strategie, denn die ist bei den meisten schon extrem fehlerhaft, egal was 3bettet wird und was nicht.

Annahmen: 5% Rake 35% Rakeback (habs noch nicht auf Stars umgestellt, aber als Annährung reicht das.

Wenn ich openraise aus dem SB gegen deine BB Strategie, gebe ich mir 70% Equityrealsierung, was ein sehr geringer Anteil am Pot ist und sehr sehr pessimistisch gewählt ist (ich denke sowas um die 80% kommen eher hin, vielleicht auch mehr, wenn ich meine ganze Range nehme).

Ich habe auch eingestellt, dass ich alles auf 3bets folde, weils grad nicht so wichtig ist.

Erstmal kurz zu deinen Ranges:

- obv viel zu tight., ich zeige dir auch gleich wie grausam tight^^
- Die prinzipielle Handwahl für Bluff3bets ist schon mal ganz okay

Die %-e neben deinen Actions sind deine entsprechenden Frequenzen. Lass es dir mal auf der Zunge zergehen ;)

Folgendes ist der EV für meine Hände, wenn ich 100% im SB openraisen würde, alles auf deine 3bets folden würde und ich nur 70% Equity realisiere.

Ich kann gegen dich also any two stealen, ohne weitere Action zu machen. Das schon alleine anhand deiner 70%. Ich weiß leider nicht mehr welches Limit du spielst, aber ab NL50 wirst du hier wohl zum Spot und das Leak wird angefangen hart zu exploiten.

Du schreibst, dass du ja postflop nicht so gut bist. Das ist gar nicht mal so schlimm. Du musst mit deinen Defend-Händen longterm ja nur weniger als -100bb/100 verlieren um schon mehr Geld zu machen, das ist machbar ;) .

Du hast Position, bekommst sehr gute Odds (Pokergrundschule) und musst daher nicht so viel Equity realsieren (okay, das konzept ist etwas advanced, aber da gibts nen Vid von alderfalder für Gold glaub ich, was das Thema sehr gut veranschauligt), durch die Position wirst du das aber.

Zwei "Hausaufgaben":

1) Mich würden gängige SB RFIs auf deinem Limit interessieren, poste mal von 10 random Gegnern auf die du mehr als 2k Hände sample hast, deren RFI-Werte aus dem SB.

2) Was würdest du gegen meine derzeitige Strategie machen? Also ich sitze jetzt mit dir am Tisch und openraise 100% den SB, wenn du im BB sitzt(obv folde ich nicht zu 100% auf deine 3bets^^, wäre ja jetzt einfach zu schreiben, "lol, 100% 3betten obv"^^). Nehmen wir an, ich kann Preflop sehr gut exploiten (so wie ich es grad mache), bin aber postflop genauso gut wie du.


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onese7en
Beigetreten: 19.12.2010

Cool, danke!
Dass ich da zu tight bin, habe ich quasi gewusst, aber ich hatte halt immer so die Einstellung "Okay, in dem Spot bin ich zu tight, generiere halt Autoprofit, aber wenn ich postflop zu schwach bin, dann folde ich marginale Hände einfach und generiere meinen EV in anderen Spots".

Dein Post hat mir aber gezeigt, dass ich da definitiv mehr defenden muss, weil es einfach schon sehr krass exploitet werden kann und eigentlich ein Spot ist, in dem ich ja IP bin und da eigentlich EV generieren sollte, wenn der SB jetzt nicht gerade 2 Levels über mir spielt.

Zu den beiden Punkten:

1.) Ich habe durch Seiten- und Limit-Wechsel leider aktuell keine ausreichende Samplesize... Ich vermute den RFI SB in etwa bei 40% bei den meisten Regs, ist aber nur eine Schätzung von dem, was ich so an den Tischen gesehen habe und kann letzlich auch woanders liegen.
Ich spiele aktuell NL20 Speed, vielleicht hat da ja jemand anderes Zahlen!?

2.) Wenn du 100% openraist, würde ich dagegen eine sehr weite Range defenden, bestimmt 70-80%. Vielleicht könnte ich sogar noch mehr defenden, weil ich IP bin. Da du aber Initiative hast, will ich auch keine 100% defenden und lasse die ganz schwachen Hände weg.
Wenn du preflop gut bist und gut exploiten kannst, würde ich nicht übermäßig viel 3betten, sondern anhand meine Value-3betting-Range von JJ+, AK eine Bluff3betting-Range erstellen, die gegen 4bets unexploitable ist und eben eine sehr große Range coldcallen.
Wenn du postflop ähnlich weak bist, wie ich ( ) würde ich sehr viel backplayen, d.h. viel floaten, viel raisen und viel vs. missed Cbets betten, da du mit deiner 100%-Range auch einfach viel folden musst.
Ich würde halt quasi jeden Gutshot raisen, jeden ordentlich Backdoor-Draw floaten und eigentlich nur Hände aufgeben, die wirklich keine Equity mehr haben. Also wenn ich 9h8h coldcalle und du AsKc2d cbettest, dann würde ich so eine Hand natürlich auch aufgeben.

Werde spätestens zum 01.08. wieder Gold kaufen und mir dann deine Videos mal anschauen und natürlich auch die von alderfalder und Internet. Die KTU-Videos kenne ich schon ;)


Antwort
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eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Ich glaub ich hab gereade ein Denk-Leak bei dir entdeckt^^

Wenn du also wüsstest, dass ich 100% gegen dich openraisen würde, dann würdest du auf einmal eine richtig harte Adaption vornehmen (tipp mal 80% Range in den Equilab ein und schaue dir den Bottom-Teil der Range mal an), adaptest jetzt aber schon zu weak auf den Durchschnittsreg... . Wir sind Postflop beide gleich gut/schlecht, was bedeutet, dass ich auf deine Backplays ja auch reagiere, wir werden uns da beide nicht viel nehmen, es kann höchstens sein, dass du auf einmal schlechter wirst als ich, nur weil du mich unter Druck setzen willst^^

Desweiteren glaube ich auch nicht, dass du dort so hart adapten wirst ingame ;) Ich habe ja nicht den Wert 100% RFI im SB im HUD, sondern ggf. sowas wie 40 oder 50%, wenn ich aber 1k Hände gegen dich gespielt habe und deine Stats dann langsam so sehe, dann wird sich der tatsächliche Wert bei mir auf 80-85% steigern, da ich davon ausgehe, dass du deine Range eher zwischen max. 10-25% erweiterst, werde ich (aufgrund der Equityrealsierung) ggf. immer noch einen positiven EV mit 32o haben und kann eigentlich bei meiner 100%-OR Strategie bleiben (was ich ungern tue, weil ich eine harte Adaption ganz einfach vollkommen vermeiden will). Lass das mal bitte sacken und denke drüber nach, dass es ja ambitionierte Spieler gibt, dass auch auf NL10 Hände gekauft werden und das die Gegner preflop wohl am besten exploiten können bzw. am ehesten exploiten werden (okay, ich denke eine große Schwäche von Micro und Lowstakes-Spielern ist es, dass sie das Große Ganze nicht sehen und nicht kapieren, dass sich das ganze Spiel nur um die Blinds dreht und sie den Wert des bb nicht erkennen und deshalb nicht hart genug stealen werden). Vielleicht raised dich der ein oder andere schon 100% im SB, obwohl sein Wert 40% zeigt, weißt du das? Deshalb ist es hier wichtig nicht zu sagen "ich gebe autoprofit und hole mir das woanders wieder", sondern eher "oha, da muss ich was tun".

Nochmal zu der Aussage:

"Okay, in dem Spot bin ich zu tight, generiere halt Autoprofit, aber wenn ich postflop zu schwach bin, dann folde ich marginale Hände einfach und generiere meinen EV in anderen Spots"

Das ist genau die Denkweise, die viele exploitive-Spieler an den Tag legen und diese Denkweise drücke mal ganz schnell in die Tonne. Es ist natürlich rational gedacht ganz ordendlich, aber du wirst dann in genau diesem Spot auch nicht besser und wirst exploitet (selbst von schlechten Regs wirst du unbewusst exploitet), anstatt in einem Spot selbst zu exploiten, der wie dafür gemacht ist. Du hast Position, bekommst gute Odds und closed die Action, das sind alles Faktoren, die nur danach schreien mit einer weiten Range zu defenden und zu profitieren.

Nehmen wir an, du sitzt im SB und hast default eine einfache Raising-Strategie, keine Ahnung, ich nehme an, du wirst zwischen 40-50% openraisen im SBvsBB. Deine "Grenz-Hände" sind hier natürlich noch ziemlich stark (vllt. K6o, Q8o-98o, 54s usw.), aber auch mit einer 40%-Range hittest du ja äußerst selten und wirst mit deinen Grenzhänden in aller Regel nur Profit machen, wenn Villain Preflop foldet, dann kannst du aber auch 32o in die Range adden (so lange Villain seine Strategie gegen dich nicht ändert, ist es egal ob du 32o oder 76s raised, siehe meine Kartenmatrix, der EV nimmt sich nicht so viel, weil der Steal-EV so enorm hoch ist). Wenn jemand der 70% auf raises im BB foldet, dann ist es immer schlecht, wenn er called, für dich, aber du hattest ja preflop autoprofit, von daher ist es egal, wurde nicht realsiert, x/f und gut. Nehmen wir an, du kennst Villain nicht und openraised eines deiner Grenzhände und wirst gecallt, auch schlecht. Was sollte also deine hauptsächliche strategische Anpassung BBvsSB sein? Klar, callen. Du solltest btw auch noch mehr 3betten, das ist echt wenig, da find ich die reine Frequenz von fiveseven schon besser.

Ich wollte defends von Blinds eingentlich nicht in die Serie mit aufnehmen, aber auch das hat was mit der Redline zu tun, wenn man so oft den BB foldet, dann ist das ja immer Redlineverlust... Mal schauen, vielleicht thematisiere ich das mal in einem anderen Theorievid :)

Wenn du darin stärker werden willst, dann würde ich nicht gleich vollkommen alles umstellen, außer dir ist ein 20-Stack-Swing egal. Ich mache das fast immer so, dass ich ins kalte Wasser springe, mir eine maximale Exploit-Strategie überlege (die anfangs noch völligst von Fehlern und Nicht-Nachdenken bestückt ist, was Postflop passiert) und erstmal ne Zeit zahle, danach aber ultrastark in dem Spot bin mit meiner weiten Range und alles im größeren Maße wieder zurück hole, wenn meine Strategie gefestigt und ausgereift ist. Das rate ich natürlich niemanden, du weißt ja jetzt was zu tun ist und kannst langsam anfangen deine Range zu erweitern.

Deine 3bet-Range ist schon zu tight. Hier würde ich aber nicht zuerst ansetzen. Deshalb war es mir ja so wichtig, dass du so die Werte auf deinem Limit hast, was der SB so im Schnitt raised. Eigentlich ist es wichtig, dass man sich selbst seine Ranges konstruiert, aber ohne Hilfsmittel ist es schwierig.

Also hier mal als Beispiel, wie man eine Range konstruieren kann:

Szeanrio: du BB, SB openraised eine 40% Range mit 3bb (odds von 2:1):

44+, A2s+, K2s+, Q4s+, J7s+, T7s+, 97s+, 87s, 76s, 65s, A2o+, K8o+, Q8o+, J8o+, T9o

Aufgrund der odds benötigst du 33,33% Equity, was natürlich auch irgendwo fehlerhaft ist. Nehmen wir 64o, damit hast du genau 33,33% Equity, die würde ich aber nicht callen, denn es ist schwer mit 64o seine Equity zu realisieren. Man kann jetzt sagen, okay, mit der und der Hand realisiere ich 90% Equity (den EQR, also Equity-Realsierungsfaktor kann man nur sehr schwer berechnen bzw. man wird ihn immer eher schätzen können), mit der und der Hand 100%+ und mit der und der Hand 75% usw. Dann dividiert man die benötigte Equity mit dem Faktor und erhält die Equity, die man benötigt für einen Call.

Ich mache das so (bitte mit Vorsicht genießen, ich experimentiere damit auch noch nicht lange):

Toprange: EQR 100%+ wird immer defendet, weil auch deutlich mehr als 33% Equity

Axo: Wird immer defendet, wegen Highcard-Value und man hat bei checkdown oft genug die bessere Hand

Offsuit-Hände: 38% für call

suited Hände 35% für call.

Schauen wir uns Grenzhände vs. 40% an:

Bei Kx mache ich eine Ausnahme, weil sie sich schlecht spielen lassen, nehme ich zwei Kicker von der Qx-Grenzhand weg, da die Qx-Grenzhand Q7o in dem Fall ist, calle ich K5o (K2o hat genug Equity).

Also: K5o, Q7o, J9o, T9o, 43s, 53s, 63s, 74s, 84s, 95s, T2s

Okay, ich denke es gibt paar Hände, die ich nicht callen würde, das wären hier J2s und J3s, sowie T2-T4s, weil ich nicht denke, dass ich damit meine Equity auch reasiert bekomme.

Also defend (inkl 3bets):

22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J4s+, T5s+, 95s+, 84s+, 74s+, 63s+, 53s+, 43s, A2o+, K5o+, Q7o+, J9o+, T9o sind genau 49,92%

Meine 3bet-Strategie soll polarisiert sein und ich möchte wenigstens 55% Equity haben um for Value zu 3betten gegen die Range (kann jeder selbst gegenchecken):

Ich ziehe es vor sowas wie ATo und ATs zu callen um meine callingrange nicht allzusehr zu schwächen, wer mag kann auch AJo nur callen.

Value: 77+, AJs+, KQs, AJo+ (7,5%)

Bluff: Ich bin mir hier nicht sicher, aber ich halte es auch hier für sinnvoll einfach seine top-of folding-range zu nehmen + A6o, weil ich denke es ist die Axo-Hand mit der schlechtesten playabilty und dominiert halt nichts:

J3s, T4s, 94s, 83s, 73s, 62s, 52s, 42s, A6o, K4o, Q6o, J8o, T8o, 98o

Die Bluffhände können ruhig schwach sein, weil Villain oop ist und Ziel ohnehin sein sollte, dass er foldet.

Okay, das also vs 40% OR-Range, machen wir mal Strategiecheck, wie nun eine 100% Strategie gegen performed:

Man sieht also, dass man gegen unsere neue Strategie schonmal nicht mehr anytwo +EV raisen kann, ABER das wurde noch mit einer Equity-realsierung von 70% berechnet für den SB, aber auch bei 80% Equity-realsierung kann er nicht profitabel any two openraisen, ist er in der Lage 100% seiner Equity zu realsieren, kann er aber wieder nahezu 100% openraisen. Aber okay, wir wollten ja vs 40% herausfinden ob die Strategie gut ist, dazu muss ich aber weitere Faktoren einbeziehen, also auch 3bets usw.

Ich versuche mal nahe an die Realtität zu kommen. Ich 3bette und habe auch eine calling-strategie gegen 4bets, was IP ganz gut ist, ich denke ich bekomme meine Equity realsiert. der SB wird imo polarisiert und balanced 4betten.

Ich habe dem SB auch eine Strategie gegen mich "gezaubert", die auch nicht mal eben Preflop exploitet werden kann, aber alles etwas schnelldurchlauf, weils sonst zu zeitäufwendig für mich wird. Bei checkdowns realsiert jeder 100% seiner Equity. (das nimmt sich in den Spots auch nicht so viel).

Hier mal der Tree, dass ihr seht, dass die Frequenzen bei beiden Spieler in Ordnung sind und keine Hand irgendwo großen EV aus folds zieht.:

Spoiler

Und alles vs 40% SB openraise:

3bet-Range (hier weiß ich nicht, woher die Bluffhände so wirklich ihren EV bekommen, ich hoffe ich habe mich da nicht vertan, aber das kann hier durchaus möglich sein, dass sie einfach +EV sind, vielleicht schaut ein CREV-Kenner mal rein^^):

Spoiler

Callingrange:

Spoiler

Die 4bet/5bet-Sachen lasse ich mal raus.

Ich denke, das wird schon einigen weiter helfen, die meinen, sie sind zu tight im BB vs SB. Hier habe ich eine Strategie zur Verfügung gestellt, die gut anwendbar ist, aber in der Praxis ist das natürlich immer so eine Sache und ob es die Strategie mit dem höchsten Erwartungwert ist weiß ich auch nicht, was ich aber weiß, ist dass es auf jeden Fall nicht mehr durch simples openraisen zu exploiten ist und man longterm viel mehr Profit aus dem Spot holt.

Wer sich unsicher ist und sich eine solche Strategie nach meinem Muster erarbeitet hat für den Spot, der sollte langsam beginnen, denn es ist natürlich sehr schwierig nun diese weite Range auch postflop spielen zu können. Added einfach nach und nach mehr Hände und stellt sie bei Fragen ins HBF. Und wenn ein Handbewerter meint, dass es ein klarer Fold ist pre mit 95s, dann überlest das und schaut nur, was er "as played" schreibt ;)

Rake ist hier mit einberechnet, es kann aber zu Abweichungen kommen, dadurch, dass ein Checkdown postflop simuliert wurde, aber die Hände haben alle einen ziemlich klaren EV, weshalb da keine Einschränkungen in der Range machen würde, wenn ich SN auf Stars bin und NL50+ spiele, oder woanders 70%+ RB bekomme. Bei einer schlechten Rakestruktur + weakes Rakeback ist es schon ein balance-akt^^ Villeicht sollte man einfach auf meine Equity noch 0,5%-1% raufrechnen, die ich vs Range verlange um den Rakeeffekt auszugleichen, aber davon hab ich leider auch nicht so viel Ahnung :)


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Ruslan89
Beigetreten: 10.01.2008

Hi eroticjesus,

erstmal danke für deine neue Videoserie und dein Engangement hier im Forum! Freue mich schon tierisch auf die kommenden Videos :)

Ich hätte da mal eine spezielle Frage zu deinem zweiten Video: Dem Stealverhalten:

Du sagst, vom BU wäre eine 100%ige OR-Range ok, wenn SB und BB ca. 50% FE aufweisen, da man ab 57% FE Autoprofit hat und man hitten kann.

Ich würde das gerne im Detail konkretisieren. Dazu habe ich mal eine Exel-Tabelle erstellt, die von jeder Position eine Steal-Range beinhalten soll (in Abhängigkeit von den hinter mir sitzenden Spieler. Mit der Annahme, dass ich aussagekräftige Stats habe).

Bsp.1:
Wir sitzen im SB, BB FE: 66%.
-Schlussfolgerung: Wir haben Autoprofit mit 100% unserer Range (bei 3x OR).

Bsp.2:
Wir sitzen im SB, BB FE: 65%.

Frage: Wie passe ich meine Range an Villain an, wenn dieser weniger als 66% foldet?

Wir haben nun keinen Autoprofit Spot mehr. Wie genau passen wir nun unsere Range an?
a) Nehmen wir einfach die schwächsten Hände raus? Wenn ja, wie viele?
b) Wie beurteilen wir nun Villains Call und 3bet Verhalten. Was wenn Villain 35% callt? Was wenn er 35% raised?
Eigene Gedanken:

Spoiler

Wenn er nur callt, können wir denk ich weiterhin 100% OR, da wir noch das "Puffer" eines Hits haben. Aber wie weit können wir dieses "Puffer" ausreizen?
Wenn er sonst nur 3bettet, werden wir denk ich wie schon unter a) angedeutet, unsere Range verkleiner müssen.
Realität wird aber wohl ein Mix aus z.B. 10% raise und 25% call sein. Frage bleibt aber bestehen, wie passen wir an?

Klar ist das in der Praxis eher fiktiv auf einzelne Prozente einzugehen, aber ich denke, es würde mir helfen, zu wissen, wie man das im Ansatz angehen würde.


Antwort
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onese7en
Beigetreten: 19.12.2010

Original von eroticjesus
Ich glaub ich hab gereade ein Denk-Leak bei dir entdeckt^^

Kann schon sein... ;)

Original von eroticjesus
Wenn du also wüsstest, dass ich 100% gegen dich openraisen würde, dann würdest du auf einmal eine richtig harte Adaption vornehmen (tipp mal 80% Range in den Equilab ein und schaue dir den Bottom-Teil der Range mal an), adaptest jetzt aber schon zu weak auf den Durchschnittsreg... . Wir sind Postflop beide gleich gut/schlecht, was bedeutet, dass ich auf deine Backplays ja auch reagiere, wir werden uns da beide nicht viel nehmen, es kann höchstens sein, dass du auf einmal schlechter wirst als ich, nur weil du mich unter Druck setzen willst^^

Stimmt, die Hände, die ich defenden würde, liegen eher so im Bereich von 60%.
Vorausgesetzt, dass ich wirklich weiß, dass du gegen mich 100% stealst!
Ich weiß nicht, ob Spieler auf meinem Limit wirklich so schnell und gut reagieren, wenn sie postflop attackiert werden. Es gibt da Spieler, die folden gegen mich auch nach dem 20. Raise immer noch 80% ihrer Cbets weg.

Original von eroticjesus
Desweiteren glaube ich auch nicht, dass du dort so hart adapten wirst ingame ;) Ich habe ja nicht den Wert 100% RFI im SB im HUD, sondern ggf. sowas wie 40 oder 50%, wenn ich aber 1k Hände gegen dich gespielt habe und deine Stats dann langsam so sehe, dann wird sich der tatsächliche Wert bei mir auf 80-85% steigern, da ich davon ausgehe, dass du deine Range eher zwischen max. 10-25% erweiterst, werde ich (aufgrund der Equityrealsierung) ggf. immer noch einen positiven EV mit 32o haben und kann eigentlich bei meiner 100%-OR Strategie bleiben (was ich ungern tue, weil ich eine harte Adaption ganz einfach vollkommen vermeiden will). Lass das mal bitte sacken und denke drüber nach, dass es ja ambitionierte Spieler gibt, dass auch auf NL10 Hände gekauft werden und das die Gegner preflop wohl am besten exploiten können bzw. am ehesten exploiten werden (okay, ich denke eine große Schwäche von Micro und Lowstakes-Spielern ist es, dass sie das Große Ganze nicht sehen und nicht kapieren, dass sich das ganze Spiel nur um die Blinds dreht und sie den Wert des bb nicht erkennen und deshalb nicht hart genug stealen werden). Vielleicht raised dich der ein oder andere schon 100% im SB, obwohl sein Wert 40% zeigt, weißt du das? Deshalb ist es hier wichtig nicht zu sagen "ich gebe autoprofit und hole mir das woanders wieder", sondern eher "oha, da muss ich was tun".

Ich hatte meine Strategie darauf bezogen, dass ich wirklich genau weiß, dass du 100% gegen mich stealst. Dann möchte ich natürlich auch mega viel defenden - wobei ich da, wie gesagt, nach Ansicht im Equilab doch eher so 60% bevorzugen würde ;)

Dass ich Autoprofit für den Gegner zulasse war mir bislang halt egal, aber ich glaube, ich verstehe, worauf du hinaus willst und sehe auch, dass ich da was tun muss...
Letztlich hast du ja auch Recht damit, dass ich im BB letztlich ja nur besser als -100bb/100 sein muss, damit der Defend besser als der Fold ist ;)

Original von eroticjesus
Nochmal zu der Aussage:

"Okay, in dem Spot bin ich zu tight, generiere halt Autoprofit, aber wenn ich postflop zu schwach bin, dann folde ich marginale Hände einfach und generiere meinen EV in anderen Spots"

Das ist genau die Denkweise, die viele exploitive-Spieler an den Tag legen und diese Denkweise drücke mal ganz schnell in die Tonne. Es ist natürlich rational gedacht ganz ordendlich, aber du wirst dann in genau diesem Spot auch nicht besser und wirst exploitet (selbst von schlechten Regs wirst du unbewusst exploitet), anstatt in einem Spot selbst zu exploiten, der wie dafür gemacht ist. Du hast Position, bekommst gute Odds und closed die Action, das sind alles Faktoren, die nur danach schreien mit einer weiten Range zu defenden und zu profitieren.

Aktuell spiele ich quasi genau nach dem Prinzip und fahre - wenn ich mich so diszipliniere, dass ich mir nicht mal alle x Hände mit einem blöden Bluff oder 5bet-Level-Spot ins Bein schieße - damit auch soweit gut, dass ich eine positive Winrate habe.
Jedoch sieht mein Graph so aus, dass er stetig fällt, dann plötzlich 50bb nach oben schießt, dann weiter fällt, dann 100b nach oben schießt, dann weiter fällt... von der Redline brauchen wir mal gar nicht reden

D.h. ich nutze zwar die Tatsache, dass auf dem Limit schlechte Calls gemacht werden und lasse meine Monster halt ausbezahlen, allerdings verliere ich unheimliche viele kleine Pötte, weil ich postflop zu weak bin und auch pre im Blindbattle zu tight und vorsichtig bin.

Das Ding ist halt, dass schon grob weiß, wieviel ich defenden muss, wieviel ich maximal auf Cbets folden darf, wieviel ich barreln muss, usw. und auch die meisten Stats soweit interpretieren kann, dass ich sehe, was ich tun muss.
Nur bin ich dadurch so häufig in Spots gekommen, wo ich einfach lost war oder ich war zu spewy und es kam der Gedanke "Ach, sch... doch drauf, jetzt callt der hier wieder mit 3rd Pair runter. Auf NL20 bringt das einfach nix, ich barrel jetzt nur noch meine starken Hände und werde trotzdem ausbezahlt - easy money".

Das gleiche galt halt fürs Blindplay. Folde ich K9o doch einfach gegen BU, dann erspare ich mir den Spot, gewinne aber gleich einen dicken Pot mit AQs, wenn er mich auf Qxx mit QT 3 Strets ausbezahlt ;)

Ich weiß auch, dass der BU die stärkste Position am Tisch ist, dass ich hier mal locker 60% stealen kann, dass ich gegen entsprechende Spieler sogar any two profitabel stealen kann, aber auch da kam ich viel und trouble Spots, habe mich zudem durch 3bets ständig exploitet gefühlt (weil ich auch da dicke Autoprofit für Resteals zugelassen habe). Sodass ich momentan auch im BU wieder etwas tighter geworden bin, etwa 50% steale und nur bei entsprechender Samplesize auf den FoldToSteal mal etwas aggressiver werde bis hin zu any two bei ordentlichem Autoprofit.

Dass das nicht unbedingt gut, bzw. nicht maxEv ist, weiß ich und ich werde dran arbeiten ;)

Original von eroticjesus
Was sollte also deine hauptsächliche strategische Anpassung BBvsSB sein? Klar, callen. Du solltest btw auch noch mehr 3betten, das ist echt wenig, da find ich die reine Frequenz von fiveseven schon besser.

Deine 3bet-Range ist schon zu tight. Hier würde ich aber nicht zuerst ansetzen. Deshalb war es mir ja so wichtig, dass du so die Werte auf deinem Limit hast, was der SB so im Schnitt raised. Eigentlich ist es wichtig, dass man sich selbst seine Ranges konstruiert, aber ohne Hilfsmittel ist es schwierig.

(...)

Ich ziehe es vor sowas wie ATo und ATs zu callen um meine callingrange nicht allzusehr zu schwächen, wer mag kann auch AJo nur callen.

Value: 77+, AJs+, KQs, AJo+ (7,5%)

Bluff: Ich bin mir hier nicht sicher, aber ich halte es auch hier für sinnvoll einfach seine top-of folding-range zu nehmen + A6o, weil ich denke es ist die Axo-Hand mit der schlechtesten playabilty und dominiert halt nichts:

J3s, T4s, 94s, 83s, 73s, 62s, 52s, 42s, A6o, K4o, Q6o, J8o, T8o, 98o

Die Bluffhände können ruhig schwach sein, weil Villain oop ist und Ziel ohnehin sein sollte, dass er foldet.

Value-3bet-Range heißt für dich dann auch 3bet/broke?
Das Problem auf NL10-20 ist dabei imo, dass selbst AQ keine 50% Equity hat, wenn es All-in geht. Da wird einfach nicht mit AJ broke gegangen, auch AQ oder TT mal lieber OOP im SB gecallt, als damit zu 4betten.
4bets auf dem Limit sind Nutz und dagegen folde ich quasi alles weg. Auch im Blind vs. Blind.

Ich weiß natürlich auch, dass ich dagegen hart adapten kann und einfach mega viel bluff3betten kann, weil ich Villain dadurch eben ordentlich exploite.

Das gleiche Problem habe ich aber beispielsweise am BU. Wenn ich da 60% openraise, etwa 3% = 40 Kombis (JJ+, AK) 4bet/broke spiele, ein paar Kombis 4bet/bluffe und sowas wie 7,7% = 102 Kombis (TT-88, AQs-ATs, KTs+, QTs+, J9s+, T9s, 98s, AQo-AJo, KQo) calle, dann folde ich immer noch einen Großteil meiner Steal-Range weg und gebe ordentlich Autoprofit für Villains Resteals.

Danke auch für die CREV-Grafiken, sehr interessant! :)

Ich werde auf jeden Fall deine Videos durchgucken und mir selbst nochmal ein paar Gedanken machen.

Das Ding ist halt, dass meine weake Blind Defense ja aus meinem weaken Postflop-Spiel resultiert. Also dass ich denke, dass ich die Hände postflop nicht +EV spielen kann und daher pre schon lieber folde.
Wobei es wahrscheinlich für den Lerneffekt besser ist, pre trotzdem zu callen (eben Stück für Stück looser werden) und mich dann postflop einfach mit den schwierigen Spots auseinanderzusetzen. Und mich dann eben auch nicht nur zu betrachten "wie spiele ich Hand XY hier", sondern vielmehr "welche Hände calle ihr hier, welche folde ich, welche kann ich raisen".

Wo ich halt echt noch ein Brett vor dem Kopf habe, bzw. nicht weiß, wie ich am besten agieren sollte, ist die Problematik Spieltheorie vs. Populationstendenzen:

Sollte ich (vs. Unknown) lieber so 3betten, dass ich gegen 4bets unexploitable bin (Spieltheorie; bei einer Broke-Range von AKs, KK+ natürlich dann extrem wenige Bluff-3bets) oder exploite ich die Populationstendenzen, indem ich weiterhin sehr tight (AKs, KK+) broke gehe, aber sehr viel bluff3bette, da die Gegner zuviel folden?

Sollte ich (vs. Unknown) lieber 40% vom BU stealen, um gegen Resteals genug callen/4betten zu können, damit ich keinen Autoprofit zulasse (Spieltheorie) oder sollte ich die schwache Blind Defense der meisten Gegner exploiten und 60% oder mehr "default" stealen und dann halt erst adapten (ob tighter stealen, mehr 4betten oder mehr callen sei mal so dahingestellt), wenn ich wirklich weiß, dass Villain mich hier gerade ständig restealt?


Antwort
Zitat
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Hab erstmal nicht großartig Zeit drauf einzugehen, erst am Wochende wieder.

Erstmal kurz:

@Ruslan89: Mir ist ein Fehler unterlaufen im Vid, wenn du im SB sitzt, dann benötigst du für 3bb open nur 62,5% FE für autoprofit, du hast ja schon 0,5bb im Pot. Alles weitere schreib ich am Samstag.

@onese7en: Da du jetzt Gold bist, würde ich dir dringend erstmal raten folgende Vids zu schauen:

lnternet zoomt in Gibraltar

Hier achtest du mal genau darauf, wie er den BB spielt, wenn er nur gecallt hat und was er dazu sagt. Ich werd dir noch weiteres zu schreiben, aber bevor das Vid wieder upgraded wird, solltest du das erstmal schauen und deine postflop-angst wird geringer.

Howto Equityrealisierung

Bitte auch anschauen, das ist ein schön einfaches Vid, was darauf in der Theorie eingeht, was ich so schreibe und in den Vids schon angedeutet habe, wenns um Equity-Realsierung geht.

Wie geschrieben, Samstag gehe ich dann genauer auf eure Fragen ein :)


Antwort
Zitat
Ruslan89
Beigetreten: 10.01.2008

Original von eroticjesus
Hab erstmal nicht großartig Zeit drauf einzugehen, erst am Wochende wieder.

Erstmal kurz:

@Ruslan89: Mir ist ein Fehler unterlaufen im Vid, wenn du im SB sitzt, dann benötigst du für 3bb open nur 62,5% FE für autoprofit, du hast ja schon 0,5bb im Pot. Alles weitere schreib ich am Samstag.

@onese7en: Da du jetzt Gold bist, würde ich dir dringend erstmal raten folgende Vids zu schauen:

lnternet zoomt in Gibraltar

Hier achtest du mal genau darauf, wie er den BB spielt, wenn er nur gecallt hat und was er dazu sagt. Ich werd dir noch weiteres zu schreiben, aber bevor das Vid wieder upgraded wird, solltest du das erstmal schauen und deine postflop-angst wird geringer.

Howto Equityrealisierung

Bitte auch anschauen, das ist ein schön einfaches Vid, was darauf in der Theorie eingeht, was ich so schreibe und in den Vids schon angedeutet habe, wenns um Equity-Realsierung geht.

Wie geschrieben, Samstag gehe ich dann genauer auf eure Fragen ein :)

Stimmt. Naja die Zahl ist hier ja erstmal sekundär. Mich würde halt mal stark interessiern, wie man da exakt an seiner Range schraubt, wenn die stats sich ändern.
Aber kein Ding, wann immer du kannst :)


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Zitat
onese7en
Beigetreten: 19.12.2010

Original von eroticjesus
Hab erstmal nicht großartig Zeit drauf einzugehen, erst am Wochende wieder.

Klar, ohnehin schonmal danke für deine Unterstützung!

Original von eroticjesus
@onese7en: Da du jetzt Gold bist, würde ich dir dringend erstmal raten folgende Vids zu schauen:

Video werde ich direkt durcharbeiten. Gold habe ich mir mal gegönnt, gab einfach viele interessante Videos, die zwei, die du genannt hast, dann deine Videos, die Serie von w34z3l, ... da hab ich jetzt schon wieder ganz guten Content zum durcharbeiten :)


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eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

@fiveseven:

Hab grad mit nem Buddy deine 3bet-bluff-Strategie besprochen, er findet es besser eher offsuit-connectors statt high-card-crap zu 3betten, weil mehr implieds. Ich stehe ein bisschen auf die Idee inzwischen und würde sagen _thumbsup: @ you

Am Wochenende dann mehr dazu :)


Antwort
Zitat

Original von eroticjesus
@fiveseven:

Hab grad mit nem Buddy deine 3bet-bluff-Strategie besprochen, er findet es besser eher offsuit-connectors statt high-card-crap zu 3betten, weil mehr implieds. Ich stehe ein bisschen auf die Idee inzwischen und würde sagen _thumbsup: @ you

Am Wochenende dann mehr dazu :)

na da bin ich ja mal gespannt. =)

Habe die range jetzt letztendlich so gestaltet:

Value/Bluff:

88+, ATs+, KJs+, AJo+/ A7o-A6o, KQo, 97o-96o, 86o-85o, 75o, 64o, 54o

222 Kombos davon 114 4Value.

Call: selbe Range wie ich sie oben schon geposted habe, ausser 54o .. was übrigens ein fehler war. War keine Absicht das in die Callingrange zu nehmen!

Meine BUvsCO Range habe ich nun auch angepasst:

Value/Bluff .. jeweils 56 Kombos

JJ+, AQs+/, A7s-A6s, K7s, Q7s, J7s, 97s, 86s, 75s, AQo+, A7o-A6o

Ich hoffe ich habe nun alle PosixVSPosiX abgedeckt?
Habe mir nun folgende Ranges erstellt für folgende Situationen im Equilab.

-SBvsAnyPosition
-SBvsBU

-BBvsBU
-BBvsSB
-BB callingrange gegen SB open

-MP/COvsUTG/MP
-BUvsUTG/MP
-BUvsCO

Ich glaub da fehlen noch paar Callingranges(BUvsUTG,MP gegen UTG, BBvsUTG) .. ich glaub da calle ich definitif schon zuviel.
Ist nun nur noch die Frage offen (bis zum Video) warum COvsUTG Linear und BUvsUTG polarisiert. =)


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johnnyberetta
Beigetreten: 26.09.2006

gude.

kurze frage an eroticjesus: die von dir gebastelte 3b range BBvsSB hat ja ein bluff value verhältnis von 1:1, also gleich viele bluff und value kombos.
sollten wir nicht aber mehr bluffs in dieser 3b range haben, weil wir ja ca 63% (je nach größe) auf 4bets folden können ohne autoprofit zu bieten? außerdem sollte die range ja auch noch 5b bluffs enthalten, was das verhältnis doch noch mehr in richtung bluffs gewichten sollte oder habe ich da etwas falsch verstanden? (habe das glaube ich aus sonmokuhs theorie und praxis thread)
wie sieht denn generell das bluff:value verhätnis bei "optimalen" 3bet ranges aus?

ach und, super videos!
mach doch mal ein paar videos zum thema gto, sobald du da tiefer drin bist. auch gerne zum thema blinddefense oder allgemein zum thema ranges konstruieren (fand das bsp BBvSB in deinem post hier sehr interessant)

vielen dank


Antwort
Zitat
Pfirsichgeschmack
Beigetreten: 17.01.2014

Hab mal eine kurze Frage zum Thema stealen..

Bin mir nicht ganz sicher, da Schule schon ein paar Jahre aus ist..

Wie berechne ich die Foldwerte, wenn ich am Co sitze

BTN fold to CO 90 %
SB fold to CO 90 %
BB fold to CO 90 %

Hier einfach die drei Werte multiplizieren wieder= 9*9*9= 729 = zusammen folden sie 72,9 %?

Oder wie sieht hier die Formel aus? Viele Grüße ausm Wedding und ein Lob fürs berlinerisch in den Videos!


Antwort
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eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

So, zu euren Fragen (sorry, wenn es etwas kürzer ausfällt, aber den Service mache ich hier aus freien Stücken ;) )

@Ruslan:

(die Frage war: "Wie stelle ich meine Range um, wenn jemand den BBvsSB mehr als 62,5% defendet?")

Wie man die Range anpasst, das kann man sogar berechnen, aber um hier wirklich stark zu werden, muss man ein bisschen Fleißarbeit betreiben.

Ersteinmal gehe ich soweit, dass man auf Lowstakes default 50% openraisen kann aus dem SB, weil tendenziell zu wenig defendet wird. Die 50% müssen wir natürlich profitabel openraisen können, das können wir imo gegen die meisten Gegner auf Lowlimits (selbst Fische, aber hier mixe ich und limpe weake holdings, die zu schade sind zum folden). Warum, dazu später, wenn ich eine Range, gegen meine eigenen Frequenzen, aufstelle.

In den Vids will ich das ja nicht so mathematisch gestalten, aber je weiter ich als Spieler komme, desto geiler finde ich die ganze Mathematik dahinter.

Hier mal fix eine Formel, wie ich den Steal EV berechnen kann:

Wir sind im SB und raisen 3bb, wir riskieren 2,5bb um 1,5bb zu gewinnen, benötigen also nach der Formel aus dem Vid 62,5% FE.

W ---> Wahrscheinlichkeit

adjusted Equity ---> ist der Prozentsatz der Equity die wir realsieren können, das ist der schwerste Faktor, weil man ihn nicht berechnen kann und das hängt auch wiederum von meheren Faktoren ab, nehmen wir an, Villain ist gleich stark wie du, dann solltest du einen Realsierungsfaktor von 0,8 nehmen imo. Wenn du sicher gehen willst, dann 0,75.

Steal-EV = W(3bet)*(-2,5)+W(call)*(potsize*adjustedEquity-2,5)+W(fold)*(1,5)

Mit der Formel kann man jetzt den EV jeder Hand ausrechnen, wenn dieser mit jeder Hand in der Kartenmatrix > 0 ist, dann sollte man 100% raisen. Ich mache das halt mit CREV, wer es nicht hat, muss halt rechnen^^

Dadurch, dass du ja Equity realisieren kannst, wenn Villain called, würde ich immer den AT-Test machen (any-two-Test).

Wenn Villain eine mixed-Strategie nutzt (wird jeder machen, ich kenne niemanden der in dem Spot nur 3bet oder fold spielt, weil er ja dann 37,5%+ 3betten müsste um einen anytwo-steal unprofitabel zu machen), dann muss er schon mindestens 60-65% defenden, damit wir nicht any two stealen können.

Ich kann ja mal spaßenshalber den EV von 32o gegen einen Villain ausrechnen, der 50% foldet, 10% 3bettet und 40% called:

Gegen eine 40% Callingrange (ich habe 5% Toprange discountet weil 3bet, ich gehe einfach davon aus, dass Villain hier balanced ist), haben wir 31% Equity, da wir nur 80% realisieren (davon gehe ich mal aus, viele folden auf lowlimits noch zu viel auf cbets auf vielen Boards + wir können hitten), kommen dabei 24,8% realisierbare Equity raus.

stealEV(32o) = 0,1(-2,5) + 0,4(6bb*0,248 - 2,5) + 0,5 * 1,5

= -0,25 - 0,4048 + 0,75

= 0,0952

Man sieht, der Steal ist +EV. Ich hab das mit CREV gegen gecheckt, dort hat der Steal mit 32o einen EV von -0,014, also so slightly -EV, dass es wohl so um 0 liegt bei dieser Strategie von Villain. Man kann also durchaus auch gegen Strategien 100% openraisen, die mehr als 62,5% defenden, weil wir ja noch Equity realsieren.

Villain seine Strategie muss also verhindern, dass wir profitbabel any two openen können.

Was ist wenn er das macht?

Ich schaue mal meine derzeitige Strategie an:

3bet 16% Call 50% fold 34% (defending-frequenz von ca. 66%)

Okay, ich denke nicht, man mich mit any two durch reines raisen exploiten kann, brauch ich auch nicht nachrechnen.

Hier wird das tricky, wir müssen hier mit Equity-Vorteil openraisen.

also wieder Formel her:

stealEV = 0,16 (-2,5) + 0,5 (6*AE - 2,5) + 0,34 * 1,5

0 = -0,4 + 3AE - 1,25 + 0,51

AE = 0,38 = 38%

Durch meine schwache callingrange und aufgrund der Tatsache, dass wir auch eine stärkere Range raisen müssen + ich bin capped etc. können wir uns nun einen Realsierungsfaktor von 0,9 geben, also 90%, nun dividieren wir die adjusted Equity mit dem Realisierungsfaktor um auf unsere geforderte Potequity zu kommen, gegen meine Range.

0,38/0,9= 0,42

Wir benötigen also 42% Equity gegen meine Callingrange.

Obv schreibe ich jetzt nicht meine default-callingrange hier rein und die ändert sich ja von Gegner zu Gegner, meine HUD-Werte beruhen also auf Exploits und Annahmen.

Aber wir müssen ja irgendwo ansetzen, da gibts nen kleinen Trick mit Equilab.

Ich gebe einfach mal 50% der Hände ein, die man so callen kann in den Equilab:

sowas in der Art (macht das ruhig auch mal):

66-22, ATs-A2s, KJs-K2s, Q3s+, J4s+, T5s+, 95s+, 85s+, 75s+, 64s+, 54s, ATo-A2o, K4o+, Q6o+, J6o+, T7o+, 97o+, 87o, 76o

---> übernehmen ---> Tools ---> Handrange-Rechner ---> Mindestequity von 42% eingeben

Dann erhält man folgende Range:

22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J3s+, T6s+, 97s+, 87s, A2o+, K2o+, Q4o+, J7o+, T8o+ (53%)

(die Range würde ich obv noch etwas adjusten, ich raise lieber 76s als K2o obv, das hat nur Equilab ausgespuckt)

Und nach dem Schema kann man seine Ranges anpassen. Also gegen mich sollte und kann man 53% am SB profitabel openraisen können.

Ich mache das so, sobald ich weniger als 50% profitabel openraisen kann, dann fange ich an mit einer limp-only-Strategie.

ACHTUNG:

Die Hauptschwäche an der Berechnung liegt in der Ermittlung vom Realisierungsfaktor. Das sind halt immer nur Annährungen und ich kann da auch total falsch liegen und die Werte können sich dadurch natürlich alle etwas ändern. Vielleicht schaut KTU mal rein, der kennt sich mit sowas etwas besser aus.

Der Faktor wird halt beeinflusst vom eigenen Skill, vom Skill des Gegners, Position, Initiative, Range vom Gegner usw. usw. und kann daher nicht genau errechnet werden (was gut ist, wer die besten Annährungen macht, gewinnt ;) )

Sorry, wenn alles etwas wirr rüber kommt, aber es ist einfach warm ;(

Auch sorry wegen so viel Mathematik, aber einfach sagen "jo, musst tighter raisen" ist irgendwo nicht zielführend. Ich hoffe auch, ich hab mich nirgends verrechnet, ich rechne halt nicht viel, sondern lass lieber rechnen^^

Man kann obv gegen alle Strategien Ranges basteln.

Faustregeln für Leute, die nicht so viel pauken wollen, wie ich, für Lowlimits:

- 50% default openraisen
- foldet Villain zu 50%+ und called eher als zu 3betten, können wir theoretisch 100% openraisen, sollten aber bottom-Range discounten, damit Villain nicht anfängt zu overadjusten (das werden die wenigsten Small und Midstakes-Regs tun, aber ich denke Lowlimit Regs overadjusten oftmals einfach aufgrund von Mängeln im Mental Game "ich lass mich nicht rumschubsen")
- defendet Villain zu mehr als 65% egal ob passiv oder aggressiv, sollten wir unsere Strategie ändern, weil wir wann zu oft den SB folden müssen, was bedeutet, dass wir mit einer Limp-Range arbeiten sollten, weil wir uns sonst selbst exploiten würden.


Antwort
Zitat
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Um die anderen Fragen kümmere ich im Laufe der Woche, bitte Geduld :)


Antwort
Zitat

Ich kann zwar keine einzige rechnung grad nachvollziehen, kein mathefreak, aber ich hab trotzdem verstanden was du rüberbringen möchtest

was du hier leistest ist das bundesverdienstkreuz wert.. soviel sozialarbeit _thumbsup:


Antwort
Zitat
Ruslan89
Beigetreten: 10.01.2008

Du bist echt Nutz!!! Jegliche Erwartungen über eine Antwort weit übertroffen . Wegen zu viel Mathe musst du dich in keinster Weise entschuldigen. Im Gegenteil, ich finde auch, dass es sau Spaß macht, wenn man gewisse Spots quasi ausrechnen kann =).

Eine Sache hab ich nicht ganz kapiert, siehe Zitat:

Original von eroticjesus

...
Wir benötigen also 42% Equity gegen meine Callingrange.

Obv schreibe ich jetzt nicht meine default-callingrange hier rein und die ändert sich ja von Gegner zu Gegner, meine HUD-Werte beruhen also auf Exploits und Annahmen.

Aber wir müssen ja irgendwo ansetzen, da gibts nen kleinen Trick mit Equilab.

Ich gebe einfach mal 50% der Hände ein, die man so callen kann in den Equilab:

sowas in der Art (macht das ruhig auch mal):

66-22, ATs-A2s, KJs-K2s, Q3s+, J4s+, T5s+, 95s+, 85s+, 75s+, 64s+, 54s, ATo-A2o, K4o+, Q6o+, J6o+, T7o+, 97o+, 87o, 76o

---> übernehmen ---> Tools ---> Handrange-Rechner ---> Mindestequity von 42% eingeben

Dann erhält man folgende Range:

22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J3s+, T6s+, 97s+, 87s, A2o+, K2o+, Q4o+, J7o+, T8o+ (53%)

Sorry ich steh da gerade ein wenig auf dem Schlauch. Wir haben doch oben gesagt, dass mir nur 42% Equity brauchen. Gegen die Callingrange haben wir aber mit der ausgegebenen Range ca. 54%. Warum spuckt der Equilab da nicht eine Range raus, mit der wir 42% haben? (Gut in diesem Fall haben selbst AT über 42%) Irgendwo hab ich gerade voll den Knick im Gehirn

(die Range würde ich obv noch etwas adjusten, ich raise lieber 76s als K2o obv, das hat nur Equilab ausgespuckt)

Und nach dem Schema kann man seine Ranges anpassen. Also gegen mich sollte und kann man 53% am SB profitabel openraisen können.

Ich mache das so, sobald ich weniger als 50% profitabel openraisen kann, dann fange ich an mit einer limp-only-Strategie.

ACHTUNG:

Die Hauptschwäche an der Berechnung liegt in der Ermittlung vom Realisierungsfaktor. Das sind halt immer nur Annährungen und ich kann da auch total falsch liegen und die Werte können sich dadurch natürlich alle etwas ändern. Vielleicht schaut KTU mal rein, der kennt sich mit sowas etwas besser aus.

Der Faktor wird halt beeinflusst vom eigenen Skill, vom Skill des Gegners, Position, Initiative, Range vom Gegner usw. usw. und kann daher nicht genau errechnet werden (was gut ist, wer die besten Annährungen macht, gewinnt ;) )

Jo bei der Herausforderung bin ich die letzten Tage auch angekommen ;).
Alderfalder (?) hat das in einem Video mal angeschnitten, aber auch eher sehr schwammig. Kannst du da vielleicht content empfehlen?

Sorry, wenn alles etwas wirr rüber kommt, aber es ist einfach warm ;(

Auch sorry wegen so viel Mathematik, aber einfach sagen "jo, musst tighter raisen" ist irgendwo nicht zielführend. Ich hoffe auch, ich hab mich nirgends verrechnet, ich rechne halt nicht viel, sondern lass lieber rechnen^^

Man kann obv gegen alle Strategien Ranges basteln.

Faustregeln für Leute, die nicht so viel pauken wollen, wie ich, für Lowlimits:

- 50% default openraisen
- foldet Villain zu 50%+ und called eher als zu 3betten, können wir theoretisch 100% openraisen, sollten aber bottom-Range discounten, damit Villain nicht anfängt zu overadjusten (das werden die wenigsten Small und Midstakes-Regs tun, aber ich denke Lowlimit Regs overadjusten oftmals einfach aufgrund von Mängeln im Mental Game "ich lass mich nicht rumschubsen")
- defendet Villain zu mehr als 65% egal ob passiv oder aggressiv, sollten wir unsere Strategie ändern, weil wir wann zu oft den SB folden müssen, was bedeutet, dass wir mit einer Limp-Range arbeiten sollten, weil wir uns sonst selbst exploiten würden.


Antwort
Zitat
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

@Ruslan: thx, erstmal und:

"Sorry ich steh da gerade ein wenig auf dem Schlauch. Wir haben doch oben gesagt, dass mir nur 42% Equity brauchen. Gegen die Callingrange haben wir aber mit der ausgegebenen Range ca. 54%. Warum spuckt der Equilab da nicht eine Range raus, mit der wir 42% haben? (Gut in diesem Fall haben selbst AT über 42%) Irgendwo hab ich gerade voll den Knick im Gehirn"

Vielleicht hab ich mich auch falsch ausgedrückt, unsere Hand benötigt nach der Rechnung 42% Equity gegen die Range. T5s hat bspw. 49,86%, T6s 42,25%.

Problem hat bspw. 76s, wir haben damit vs. Range halt nur 40,9% Equity, aber viel bessere playablity als bspw. Q5o, was gegen die Range zwar genügend Equity hat, nur wirds da close mit der playability. Nun einen Realasierungsfaktor für jede Handkategorie auszurechnen, wäre ziemlich aufwändig. Aber ist ja logisch, dass man mit suited-Händen idR mehr Equity realisiert, als das offsuit Pendant, obwohl beide Hände sich von der reinen Equity nicht so sehr unterscheiden.

@Realisierungsfaktor: Ich hab davon ein bisschen was im Redline-Junkies-Blog aufgegriffen und ein paar Vids von Run It Once, aber die genannten Werte schätze ich eher selbst. Wenn bspw. ein RoI-Coach Highstakes spielt und meint sein R sei in Spot X 0,8, dann überlege ich, ob das auch auf NL100 für mich so ist, oder ob er ggf. höher liegt.

Was natürlich auch noch wichtig ist, man begibt sich mit dem loosen (aber korrekten und profitabelsten Ansatz) in sehr viele raked-Pots, wie sich das auswirkt, werde ich demnächst mal ermitteln. Weshalb ich dazu raten würde, bei der Rangekonstruktion immer Bottom of Range zu discounten, wenn es darum geht eine calling-Range aufzustellen, das stärkt die Range etwas und man umgeht ein paar marginale Pötte, die immer raked sind.

@all: wenn ihr einen langen Text zitiert, bitte Spoiler nutzen^^

@onese7en:

Spoiler

Original von onese7en

Original von eroticjesus
Ich glaub ich hab gereade ein Denk-Leak bei dir entdeckt^^

Kann schon sein... ;)

Original von eroticjesus
Wenn du also wüsstest, dass ich 100% gegen dich openraisen würde, dann würdest du auf einmal eine richtig harte Adaption vornehmen (tipp mal 80% Range in den Equilab ein und schaue dir den Bottom-Teil der Range mal an), adaptest jetzt aber schon zu weak auf den Durchschnittsreg... . Wir sind Postflop beide gleich gut/schlecht, was bedeutet, dass ich auf deine Backplays ja auch reagiere, wir werden uns da beide nicht viel nehmen, es kann höchstens sein, dass du auf einmal schlechter wirst als ich, nur weil du mich unter Druck setzen willst^^

Stimmt, die Hände, die ich defenden würde, liegen eher so im Bereich von 60%.
Vorausgesetzt, dass ich wirklich weiß, dass du gegen mich 100% stealst!
Ich weiß nicht, ob Spieler auf meinem Limit wirklich so schnell und gut reagieren, wenn sie postflop attackiert werden. Es gibt da Spieler, die folden gegen mich auch nach dem 20. Raise immer noch 80% ihrer Cbets weg.

Stealt jemand 100% (eher unrealistisch, aber kann vorkommen), dann wäre es logisch zu 100% zu defenden aus folgenden Gründen:

- man closed die Action
- man bekommt sehr gute Odds
- man läuft gegen eine sehr schwache Range
- POSITION

Da würde ich also eher 95% defenden und nur den absoluten Crap folden.

Original von eroticjesus
Desweiteren glaube ich auch nicht, dass du dort so hart adapten wirst ingame ;) Ich habe ja nicht den Wert 100% RFI im SB im HUD, sondern ggf. sowas wie 40 oder 50%, wenn ich aber 1k Hände gegen dich gespielt habe und deine Stats dann langsam so sehe, dann wird sich der tatsächliche Wert bei mir auf 80-85% steigern, da ich davon ausgehe, dass du deine Range eher zwischen max. 10-25% erweiterst, werde ich (aufgrund der Equityrealsierung) ggf. immer noch einen positiven EV mit 32o haben und kann eigentlich bei meiner 100%-OR Strategie bleiben (was ich ungern tue, weil ich eine harte Adaption ganz einfach vollkommen vermeiden will). Lass das mal bitte sacken und denke drüber nach, dass es ja ambitionierte Spieler gibt, dass auch auf NL10 Hände gekauft werden und das die Gegner preflop wohl am besten exploiten können bzw. am ehesten exploiten werden (okay, ich denke eine große Schwäche von Micro und Lowstakes-Spielern ist es, dass sie das Große Ganze nicht sehen und nicht kapieren, dass sich das ganze Spiel nur um die Blinds dreht und sie den Wert des bb nicht erkennen und deshalb nicht hart genug stealen werden). Vielleicht raised dich der ein oder andere schon 100% im SB, obwohl sein Wert 40% zeigt, weißt du das? Deshalb ist es hier wichtig nicht zu sagen "ich gebe autoprofit und hole mir das woanders wieder", sondern eher "oha, da muss ich was tun".

Ich hatte meine Strategie darauf bezogen, dass ich wirklich genau weiß, dass du 100% gegen mich stealst. Dann möchte ich natürlich auch mega viel defenden - wobei ich da, wie gesagt, nach Ansicht im Equilab doch eher so 60% bevorzugen würde ;)

Dass ich Autoprofit für den Gegner zulasse war mir bislang halt egal, aber ich glaube, ich verstehe, worauf du hinaus willst und sehe auch, dass ich da was tun muss...
Letztlich hast du ja auch Recht damit, dass ich im BB letztlich ja nur besser als -100bb/100 sein muss, damit der Defend besser als der Fold ist ;)

Original von eroticjesus
Nochmal zu der Aussage:

"Okay, in dem Spot bin ich zu tight, generiere halt Autoprofit, aber wenn ich postflop zu schwach bin, dann folde ich marginale Hände einfach und generiere meinen EV in anderen Spots"

Das ist genau die Denkweise, die viele exploitive-Spieler an den Tag legen und diese Denkweise drücke mal ganz schnell in die Tonne. Es ist natürlich rational gedacht ganz ordendlich, aber du wirst dann in genau diesem Spot auch nicht besser und wirst exploitet (selbst von schlechten Regs wirst du unbewusst exploitet), anstatt in einem Spot selbst zu exploiten, der wie dafür gemacht ist. Du hast Position, bekommst gute Odds und closed die Action, das sind alles Faktoren, die nur danach schreien mit einer weiten Range zu defenden und zu profitieren.

Aktuell spiele ich quasi genau nach dem Prinzip und fahre - wenn ich mich so diszipliniere, dass ich mir nicht mal alle x Hände mit einem blöden Bluff oder 5bet-Level-Spot ins Bein schieße - damit auch soweit gut, dass ich eine positive Winrate habe.
Jedoch sieht mein Graph so aus, dass er stetig fällt, dann plötzlich 50bb nach oben schießt, dann weiter fällt, dann 100b nach oben schießt, dann weiter fällt... von der Redline brauchen wir mal gar nicht reden

D.h. ich nutze zwar die Tatsache, dass auf dem Limit schlechte Calls gemacht werden und lasse meine Monster halt ausbezahlen, allerdings verliere ich unheimliche viele kleine Pötte, weil ich postflop zu weak bin und auch pre im Blindbattle zu tight und vorsichtig bin.

Das wird imo deine größte Baustelle sein. Kleine Pötte sind das A und O um mehr Profit als der durchschnittliche "Slotmachine-Reg" zu machen, der auch nur darauf wartet eine Hand zu machen und sich dann ausbezahlen lässt. Daran solltest du dringend arbeiten, wenn du aufsteigen willst. Das hat auch gar nicht mal so viel mit wildem Barreln zu tun.

Schaue dir mal noch die Serie von MxK an, dort zeigt er einen gute Denkprozess auf, den man sich aneignen sollte, innerhalb jeder Hand. Ich mache es immer so, bevor ich irgendeine Aktion in der Hand starte:

- welche Range hittet dieses Board am besten? Hittet Villain schwach, bette ich klein, hittet Villain gut, aber capped, bette ich groß, wenn ich nuts halten kann und weil ich uncapped bin, oder bette gar nicht, wenn meine Range zu weit/weak ist.

Gutes Beispiel, du bist im BB hast T8s, MP raised, SB called, du callst, Board:

3 :heart: 7 :club: 4 :diamond: Welche Range hittet am besten? Obv deine, du solltest hier jeden mögichen Kram in der Range haben, der irgendwas hittet, SB sollte kein Set haben, außer 77 vllt. , er wird meistens overcards, oder ein weakes overpair halten, MP hat möglicherweise alle Sets + starke Overpairs, aber auch vieles, was nicht hittet. Checkt MP und es kommt eine 6 am Turn, dann hast du eine Autobet, paired sich das board, dann würde ich womglich sogar overbetten, damit nicht die Möglichkeit besteht, dass dich A-high noch called usw.

Das Ding ist halt, dass schon grob weiß, wieviel ich defenden muss, wieviel ich maximal auf Cbets folden darf, wieviel ich barreln muss, usw. und auch die meisten Stats soweit interpretieren kann, dass ich sehe, was ich tun muss.
Nur bin ich dadurch so häufig in Spots gekommen, wo ich einfach lost war oder ich war zu spewy und es kam der Gedanke "Ach, sch... doch drauf, jetzt callt der hier wieder mit 3rd Pair runter. Auf NL20 bringt das einfach nix, ich barrel jetzt nur noch meine starken Hände und werde trotzdem ausbezahlt - easy money".

No offense, aber imo weißt du nicht, wie viel du defenden musst, wenn du so viel den BBvsSB foldest default. Ja und du wirst in Spots kommen, wo du einfach lost bist, das geht jedem so, der sein Game öffnet um besser zu werden. Trial and Error, es geht nicht anders. Aber auch aus Fehlern der anderen kann man lernen. Hände durchgehen in Blogs von guten Spielern, die diese Spots betreffen, Buddys mit solchen Händen auf den Sack gehen, jeder der es lesen will, das hilft ungemein. Call Ruhig K9o, oder schaue mal alle Hände durch, die du callst im BB vs BU und schaue was Villain zeigt, wenn es x/x geht bis River und überlege, was du so bluffen kannst in den Spots und was du so stärkeres downchecken kannst. K9o auf A93, sagst du dir halt, "okay, ich calle eine Street, je nach aggroness von Villain auch zwei, aber ich habe genug Ax in der Range, womit ich callen kann, den River werde ich also folden". Das ist alles Zeit und Aufwand, das ist klar. Deshalb würde ich auch nicht so viel Content in Sachen Theorie machen, sondern üben üben üben, abseits der Tische, damit das gelernte auch sitzt.

Das gleiche galt halt fürs Blindplay. Folde ich K9o doch einfach gegen BU, dann erspare ich mir den Spot, gewinne aber gleich einen dicken Pot mit AQs, wenn er mich auf Qxx mit QT 3 Strets ausbezahlt ;)

Ich hoffe, der Absatz hat sich erledigt, siehe oben^^

Ich weiß auch, dass der BU die stärkste Position am Tisch ist, dass ich hier mal locker 60% stealen kann, dass ich gegen entsprechende Spieler sogar any two profitabel stealen kann, aber auch da kam ich viel und trouble Spots, habe mich zudem durch 3bets ständig exploitet gefühlt (weil ich auch da dicke Autoprofit für Resteals zugelassen habe). Sodass ich momentan auch im BU wieder etwas tighter geworden bin, etwa 50% steale und nur bei entsprechender Samplesize auf den FoldToSteal mal etwas aggressiver werde bis hin zu any two bei ordentlichem Autoprofit.

Dass das nicht unbedingt gut, bzw. nicht maxEv ist, weiß ich und ich werde dran arbeiten ;)

Das hab ich im Vid gesagt, gerade NL20 werden die wenigsten Gegner das exploiten wollen und die die es exploiten 3betten immer noch zu wenig, als das dein Steal -EV wird. Ich glaube aber auf IPoker speed wird für das Limit wohl ziemlich viel overall 3bettet und gegen die Midstaker muss man sich strategisch auch etwas anpassen.

Ich habe gerade mal folgendes Szenario errechnet im CREV, weil mich das selbst mal interessiert hat:

- du openraised 100% am BU und FOLDEST IMMER AUF EINE 3BET aus den blinds
- SB 3bettet 16% oder foldet, bb 3bettet 15%, called 25% und foldet 60%
- Die Wahrscheinlichkeit, dass du eine 3bet bekommst, liegt bei ~30% (das ist schon viel), beide folden zusammen 50%.
- du realsierst 80% Equity, wenn der BB called (was imo pessimistisch ist)
- Spot ist komplex, weshalb ich 2Mio Simulationen laufen lassen habe, statt 100k

Du hast mit 32o einen EV von -0,02, was wirklich wenig ist. Nehme ich alle Hände raus, die -EV laufen (die laufen alle nur sehr slightly -EV), dann stealst du profitabel mit 83% der Hände. Natürlich wird dein EV steigen, wenn du nicht immer auf 3bets foldest. Was ich damit sagen will, ist das man selbst, wenn die Villains mehr 3betten, müssten sie schon sehr sehr viel 3betten, damit dein Steal -EV wird.

Aber das ist okay, nicht 100% den BU zu raisen, ich selbst bin auch auf eine default 60%-Range umgestiegen und raise 2,5bb, weil ich den Spot so leichter spielen kann, desweiteren denke ich, dass die reale FE mit 2,5bb höher ist, als mit 2bb.

Du solltest dich nicht verunsichern lassen, wenn du dich "exploitet" fühlst, dann musst du rechnen, das geht nicht anders, ob du wirklich exploitet wirst. Es ist halt unumgänglich an seinem Game zu arbeiten, um zu gewinnen, das ist ja auch logisch, sonst wäre Poker zu leicht und somit unprofitabel.

Das Thema hab ich im Vid aber zu genüge abgedeckt und da hat man ja auch irgendwo Spielraum, es ist imo kein riesen Leak, wenn man nicht 100% raised am BU, vor allem, wenn es knapp ist, folden beide zusammen aber 60%+, dann ist es imo schon ein Leak auch nur eine Hand am BU zu folden, denn wenn auch nur einer von denen adapted, dann wird er nicht so hart adapten, dass Wert auf unter 50% sinkt (liegt daran, weil die Gegner einfach nicht gern oop harte Adaptions vornehmen, SBvsBB siehts ggf. anders aus.

Original von eroticjesus
Was sollte also deine hauptsächliche strategische Anpassung BBvsSB sein? Klar, callen. Du solltest btw auch noch mehr 3betten, das ist echt wenig, da find ich die reine Frequenz von fiveseven schon besser.

Deine 3bet-Range ist schon zu tight. Hier würde ich aber nicht zuerst ansetzen. Deshalb war es mir ja so wichtig, dass du so die Werte auf deinem Limit hast, was der SB so im Schnitt raised. Eigentlich ist es wichtig, dass man sich selbst seine Ranges konstruiert, aber ohne Hilfsmittel ist es schwierig.

(...)

Ich ziehe es vor sowas wie ATo und ATs zu callen um meine callingrange nicht allzusehr zu schwächen, wer mag kann auch AJo nur callen.

Value: 77+, AJs+, KQs, AJo+ (7,5%)

Bluff: Ich bin mir hier nicht sicher, aber ich halte es auch hier für sinnvoll einfach seine top-of folding-range zu nehmen + A6o, weil ich denke es ist die Axo-Hand mit der schlechtesten playabilty und dominiert halt nichts:

J3s, T4s, 94s, 83s, 73s, 62s, 52s, 42s, A6o, K4o, Q6o, J8o, T8o, 98o

Die Bluffhände können ruhig schwach sein, weil Villain oop ist und Ziel ohnehin sein sollte, dass er foldet.

Value-3bet-Range heißt für dich dann auch 3bet/broke?
Das Problem auf NL10-20 ist dabei imo, dass selbst AQ keine 50% Equity hat, wenn es All-in geht. Da wird einfach nicht mit AJ broke gegangen, auch AQ oder TT mal lieber OOP im SB gecallt, als damit zu 4betten.
4bets auf dem Limit sind Nutz und dagegen folde ich quasi alles weg. Auch im Blind vs. Blind.

Ja das mag sein, aber dann kann man ja easy exploiten.

Ich weiß natürlich auch, dass ich dagegen hart adapten kann und einfach mega viel bluff3betten kann, weil ich Villain dadurch eben ordentlich exploite.

Das gleiche Problem habe ich aber beispielsweise am BU. Wenn ich da 60% openraise, etwa 3% = 40 Kombis (JJ+, AK) 4bet/broke spiele, ein paar Kombis 4bet/bluffe und sowas wie 7,7% = 102 Kombis (TT-88, AQs-ATs, KTs+, QTs+, J9s+, T9s, 98s, AQo-AJo, KQo) calle, dann folde ich immer noch einen Großteil meiner Steal-Range weg und gebe ordentlich Autoprofit für Villains Resteals.

Das hab ich ja oben erörtert, dass es nicht so ist. Natürlich defendest du im Grunde zu wenig auf 3bets, aber glaub mir, es wird nicht so stark exploitet, auch wieder eine Baustelle, an der du arbeiten solltest. Wenn dir 100% nicht gefallen, wie gesagt, dann openraise in knappen Fällen einfach weniger, leichte Entscheidungen sind auch besser fürs Mindset. Ich hab auch ein kleines Problem in die Richtung, ich rege mich mehr drüber auf, wenn 5 Steals am Stück nicht geklappt haben (10bb down), als KK vs AA im Blindbattle (100bb down)

Danke auch für die CREV-Grafiken, sehr interessant! :)

Nichts zu danken, ist ja auch eine gute Übung für mich :)

Ich werde auf jeden Fall deine Videos durchgucken und mir selbst nochmal ein paar Gedanken machen.

Das Ding ist halt, dass meine weake Blind Defense ja aus meinem weaken Postflop-Spiel resultiert. Also dass ich denke, dass ich die Hände postflop nicht +EV spielen kann und daher pre schon lieber folde.
Wobei es wahrscheinlich für den Lerneffekt besser ist, pre trotzdem zu callen (eben Stück für Stück looser werden) und mich dann postflop einfach mit den schwierigen Spots auseinanderzusetzen. Und mich dann eben auch nicht nur zu betrachten "wie spiele ich Hand XY hier", sondern vielmehr "welche Hände calle ihr hier, welche folde ich, welche kann ich raisen".

Genau das meine ich, du spielst NL20, also wirst du ja nicht verhungern, wenn du mal ne Zeit paar Stacks down gehst, damit du in Zukunft den Spot zerstörst. Also spring ins kalte Wasser, oder mach es nach und nach, wie oben schon geschrieben, gehe ruhig deinen Skypebuddys auf den Sack, oder schöpfe dein Kontingent fürs HBF voll aus.

Wo ich halt echt noch ein Brett vor dem Kopf habe, bzw. nicht weiß, wie ich am besten agieren sollte, ist die Problematik Spieltheorie vs. Populationstendenzen:

Sollte ich (vs. Unknown) lieber so 3betten, dass ich gegen 4bets unexploitable bin (Spieltheorie; bei einer Broke-Range von AKs, KK+ natürlich dann extrem wenige Bluff-3bets) oder exploite ich die Populationstendenzen, indem ich weiterhin sehr tight (AKs, KK+) broke gehe, aber sehr viel bluff3bette, da die Gegner zuviel folden?

Imo sollten spieltheoretisch im Blindbattle die Broke-Ranges deutlich looser sein, aber das ist nicht Thema des Threads, ich will schon eher über die Probleme aus den Vids schreiben und nicht und nicht alle Probleme durchkauen, aber das resultiert ggf. etwas daraus, was obv. ist. Generell würde ich immer gegen die Populationstendenzen spielen, weil niemand optimal spielt und mich mit GTO beschäftigen, damit ich noch mehr Sachen zum exploiten finde ;)

Sollte ich (vs. Unknown) lieber 40% vom BU stealen, um gegen Resteals genug callen/4betten zu können, damit ich keinen Autoprofit zulasse (Spieltheorie) oder sollte ich die schwache Blind Defense der meisten Gegner exploiten und 60% oder mehr "default" stealen und dann halt erst adapten (ob tighter stealen, mehr 4betten oder mehr callen sei mal so dahingestellt), wenn ich wirklich weiß, dass Villain mich hier gerade ständig restealt?

Das kannst du halten wie du willst, ich würde aber eher zum 60%-Approach tendieren


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