Original von onese7en
Original von eroticjesus
Ich glaub ich hab gereade ein Denk-Leak bei dir entdeckt^^
Kann schon sein... 
Original von eroticjesus
Wenn du also wüsstest, dass ich 100% gegen dich openraisen würde, dann würdest du auf einmal eine richtig harte Adaption vornehmen (tipp mal 80% Range in den Equilab ein und schaue dir den Bottom-Teil der Range mal an), adaptest jetzt aber schon zu weak auf den Durchschnittsreg... . Wir sind Postflop beide gleich gut/schlecht, was bedeutet, dass ich auf deine Backplays ja auch reagiere, wir werden uns da beide nicht viel nehmen, es kann höchstens sein, dass du auf einmal schlechter wirst als ich, nur weil du mich unter Druck setzen willst^^
Stimmt, die Hände, die ich defenden würde, liegen eher so im Bereich von 60%.
Vorausgesetzt, dass ich wirklich weiß, dass du gegen mich 100% stealst!
Ich weiß nicht, ob Spieler auf meinem Limit wirklich so schnell und gut reagieren, wenn sie postflop attackiert werden. Es gibt da Spieler, die folden gegen mich auch nach dem 20. Raise immer noch 80% ihrer Cbets weg.
Stealt jemand 100% (eher unrealistisch, aber kann vorkommen), dann wäre es logisch zu 100% zu defenden aus folgenden Gründen:
- man closed die Action
- man bekommt sehr gute Odds
- man läuft gegen eine sehr schwache Range
- POSITION
Da würde ich also eher 95% defenden und nur den absoluten Crap folden.
Original von eroticjesus
Desweiteren glaube ich auch nicht, dass du dort so hart adapten wirst ingame
Ich habe ja nicht den Wert 100% RFI im SB im HUD, sondern ggf. sowas wie 40 oder 50%, wenn ich aber 1k Hände gegen dich gespielt habe und deine Stats dann langsam so sehe, dann wird sich der tatsächliche Wert bei mir auf 80-85% steigern, da ich davon ausgehe, dass du deine Range eher zwischen max. 10-25% erweiterst, werde ich (aufgrund der Equityrealsierung) ggf. immer noch einen positiven EV mit 32o haben und kann eigentlich bei meiner 100%-OR Strategie bleiben (was ich ungern tue, weil ich eine harte Adaption ganz einfach vollkommen vermeiden will). Lass das mal bitte sacken und denke drüber nach, dass es ja ambitionierte Spieler gibt, dass auch auf NL10 Hände gekauft werden und das die Gegner preflop wohl am besten exploiten können bzw. am ehesten exploiten werden (okay, ich denke eine große Schwäche von Micro und Lowstakes-Spielern ist es, dass sie das Große Ganze nicht sehen und nicht kapieren, dass sich das ganze Spiel nur um die Blinds dreht und sie den Wert des bb nicht erkennen und deshalb nicht hart genug stealen werden). Vielleicht raised dich der ein oder andere schon 100% im SB, obwohl sein Wert 40% zeigt, weißt du das? Deshalb ist es hier wichtig nicht zu sagen "ich gebe autoprofit und hole mir das woanders wieder", sondern eher "oha, da muss ich was tun".
Ich hatte meine Strategie darauf bezogen, dass ich wirklich genau weiß, dass du 100% gegen mich stealst. Dann möchte ich natürlich auch mega viel defenden - wobei ich da, wie gesagt, nach Ansicht im Equilab doch eher so 60% bevorzugen würde 
Dass ich Autoprofit für den Gegner zulasse war mir bislang halt egal, aber ich glaube, ich verstehe, worauf du hinaus willst und sehe auch, dass ich da was tun muss...
Letztlich hast du ja auch Recht damit, dass ich im BB letztlich ja nur besser als -100bb/100 sein muss, damit der Defend besser als der Fold ist 
Original von eroticjesus
Nochmal zu der Aussage:
"Okay, in dem Spot bin ich zu tight, generiere halt Autoprofit, aber wenn ich postflop zu schwach bin, dann folde ich marginale Hände einfach und generiere meinen EV in anderen Spots"
Das ist genau die Denkweise, die viele exploitive-Spieler an den Tag legen und diese Denkweise drücke mal ganz schnell in die Tonne. Es ist natürlich rational gedacht ganz ordendlich, aber du wirst dann in genau diesem Spot auch nicht besser und wirst exploitet (selbst von schlechten Regs wirst du unbewusst exploitet), anstatt in einem Spot selbst zu exploiten, der wie dafür gemacht ist. Du hast Position, bekommst gute Odds und closed die Action, das sind alles Faktoren, die nur danach schreien mit einer weiten Range zu defenden und zu profitieren.
Aktuell spiele ich quasi genau nach dem Prinzip und fahre - wenn ich mich so diszipliniere, dass ich mir nicht mal alle x Hände mit einem blöden Bluff oder 5bet-Level-Spot ins Bein schieße - damit auch soweit gut, dass ich eine positive Winrate habe.
Jedoch sieht mein Graph so aus, dass er stetig fällt, dann plötzlich 50bb nach oben schießt, dann weiter fällt, dann 100b nach oben schießt, dann weiter fällt... von der Redline brauchen wir mal gar nicht reden ♦
D.h. ich nutze zwar die Tatsache, dass auf dem Limit schlechte Calls gemacht werden und lasse meine Monster halt ausbezahlen, allerdings verliere ich unheimliche viele kleine Pötte, weil ich postflop zu weak bin und auch pre im Blindbattle zu tight und vorsichtig bin.
Das wird imo deine größte Baustelle sein. Kleine Pötte sind das A und O um mehr Profit als der durchschnittliche "Slotmachine-Reg" zu machen, der auch nur darauf wartet eine Hand zu machen und sich dann ausbezahlen lässt. Daran solltest du dringend arbeiten, wenn du aufsteigen willst. Das hat auch gar nicht mal so viel mit wildem Barreln zu tun.
Schaue dir mal noch die Serie von MxK an, dort zeigt er einen gute Denkprozess auf, den man sich aneignen sollte, innerhalb jeder Hand. Ich mache es immer so, bevor ich irgendeine Aktion in der Hand starte:
- welche Range hittet dieses Board am besten? Hittet Villain schwach, bette ich klein, hittet Villain gut, aber capped, bette ich groß, wenn ich nuts halten kann und weil ich uncapped bin, oder bette gar nicht, wenn meine Range zu weit/weak ist.
Gutes Beispiel, du bist im BB hast T8s, MP raised, SB called, du callst, Board:
3
7
4
Welche Range hittet am besten? Obv deine, du solltest hier jeden mögichen Kram in der Range haben, der irgendwas hittet, SB sollte kein Set haben, außer 77 vllt. , er wird meistens overcards, oder ein weakes overpair halten, MP hat möglicherweise alle Sets + starke Overpairs, aber auch vieles, was nicht hittet. Checkt MP und es kommt eine 6 am Turn, dann hast du eine Autobet, paired sich das board, dann würde ich womglich sogar overbetten, damit nicht die Möglichkeit besteht, dass dich A-high noch called usw.
Das Ding ist halt, dass schon grob weiß, wieviel ich defenden muss, wieviel ich maximal auf Cbets folden darf, wieviel ich barreln muss, usw. und auch die meisten Stats soweit interpretieren kann, dass ich sehe, was ich tun muss.
Nur bin ich dadurch so häufig in Spots gekommen, wo ich einfach lost war oder ich war zu spewy und es kam der Gedanke "Ach, sch... doch drauf, jetzt callt der hier wieder mit 3rd Pair runter. Auf NL20 bringt das einfach nix, ich barrel jetzt nur noch meine starken Hände und werde trotzdem ausbezahlt - easy money".
No offense, aber imo weißt du nicht, wie viel du defenden musst, wenn du so viel den BBvsSB foldest default. Ja und du wirst in Spots kommen, wo du einfach lost bist, das geht jedem so, der sein Game öffnet um besser zu werden. Trial and Error, es geht nicht anders. Aber auch aus Fehlern der anderen kann man lernen. Hände durchgehen in Blogs von guten Spielern, die diese Spots betreffen, Buddys mit solchen Händen auf den Sack gehen, jeder der es lesen will, das hilft ungemein. Call Ruhig K9o, oder schaue mal alle Hände durch, die du callst im BB vs BU und schaue was Villain zeigt, wenn es x/x geht bis River und überlege, was du so bluffen kannst in den Spots und was du so stärkeres downchecken kannst. K9o auf A93, sagst du dir halt, "okay, ich calle eine Street, je nach aggroness von Villain auch zwei, aber ich habe genug Ax in der Range, womit ich callen kann, den River werde ich also folden". Das ist alles Zeit und Aufwand, das ist klar. Deshalb würde ich auch nicht so viel Content in Sachen Theorie machen, sondern üben üben üben, abseits der Tische, damit das gelernte auch sitzt.
Das gleiche galt halt fürs Blindplay. Folde ich K9o doch einfach gegen BU, dann erspare ich mir den Spot, gewinne aber gleich einen dicken Pot mit AQs, wenn er mich auf Qxx mit QT 3 Strets ausbezahlt 
Ich hoffe, der Absatz hat sich erledigt, siehe oben^^
Ich weiß auch, dass der BU die stärkste Position am Tisch ist, dass ich hier mal locker 60% stealen kann, dass ich gegen entsprechende Spieler sogar any two profitabel stealen kann, aber auch da kam ich viel und trouble Spots, habe mich zudem durch 3bets ständig exploitet gefühlt (weil ich auch da dicke Autoprofit für Resteals zugelassen habe). Sodass ich momentan auch im BU wieder etwas tighter geworden bin, etwa 50% steale und nur bei entsprechender Samplesize auf den FoldToSteal mal etwas aggressiver werde bis hin zu any two bei ordentlichem Autoprofit.
Dass das nicht unbedingt gut, bzw. nicht maxEv ist, weiß ich und ich werde dran arbeiten
Das hab ich im Vid gesagt, gerade NL20 werden die wenigsten Gegner das exploiten wollen und die die es exploiten 3betten immer noch zu wenig, als das dein Steal -EV wird. Ich glaube aber auf IPoker speed wird für das Limit wohl ziemlich viel overall 3bettet und gegen die Midstaker muss man sich strategisch auch etwas anpassen.
Ich habe gerade mal folgendes Szenario errechnet im CREV, weil mich das selbst mal interessiert hat:
- du openraised 100% am BU und FOLDEST IMMER AUF EINE 3BET aus den blinds
- SB 3bettet 16% oder foldet, bb 3bettet 15%, called 25% und foldet 60%
- Die Wahrscheinlichkeit, dass du eine 3bet bekommst, liegt bei ~30% (das ist schon viel), beide folden zusammen 50%.
- du realsierst 80% Equity, wenn der BB called (was imo pessimistisch ist)
- Spot ist komplex, weshalb ich 2Mio Simulationen laufen lassen habe, statt 100k
Du hast mit 32o einen EV von -0,02, was wirklich wenig ist. Nehme ich alle Hände raus, die -EV laufen (die laufen alle nur sehr slightly -EV), dann stealst du profitabel mit 83% der Hände. Natürlich wird dein EV steigen, wenn du nicht immer auf 3bets foldest. Was ich damit sagen will, ist das man selbst, wenn die Villains mehr 3betten, müssten sie schon sehr sehr viel 3betten, damit dein Steal -EV wird.
Aber das ist okay, nicht 100% den BU zu raisen, ich selbst bin auch auf eine default 60%-Range umgestiegen und raise 2,5bb, weil ich den Spot so leichter spielen kann, desweiteren denke ich, dass die reale FE mit 2,5bb höher ist, als mit 2bb.
Du solltest dich nicht verunsichern lassen, wenn du dich "exploitet" fühlst, dann musst du rechnen, das geht nicht anders, ob du wirklich exploitet wirst. Es ist halt unumgänglich an seinem Game zu arbeiten, um zu gewinnen, das ist ja auch logisch, sonst wäre Poker zu leicht und somit unprofitabel.
Das Thema hab ich im Vid aber zu genüge abgedeckt und da hat man ja auch irgendwo Spielraum, es ist imo kein riesen Leak, wenn man nicht 100% raised am BU, vor allem, wenn es knapp ist, folden beide zusammen aber 60%+, dann ist es imo schon ein Leak auch nur eine Hand am BU zu folden, denn wenn auch nur einer von denen adapted, dann wird er nicht so hart adapten, dass Wert auf unter 50% sinkt (liegt daran, weil die Gegner einfach nicht gern oop harte Adaptions vornehmen, SBvsBB siehts ggf. anders aus.
Original von eroticjesus
Was sollte also deine hauptsächliche strategische Anpassung BBvsSB sein? Klar, callen. Du solltest btw auch noch mehr 3betten, das ist echt wenig, da find ich die reine Frequenz von fiveseven schon besser.
Deine 3bet-Range ist schon zu tight. Hier würde ich aber nicht zuerst ansetzen. Deshalb war es mir ja so wichtig, dass du so die Werte auf deinem Limit hast, was der SB so im Schnitt raised. Eigentlich ist es wichtig, dass man sich selbst seine Ranges konstruiert, aber ohne Hilfsmittel ist es schwierig.
(...)
Ich ziehe es vor sowas wie ATo und ATs zu callen um meine callingrange nicht allzusehr zu schwächen, wer mag kann auch AJo nur callen.
Value: 77+, AJs+, KQs, AJo+ (7,5%)
Bluff: Ich bin mir hier nicht sicher, aber ich halte es auch hier für sinnvoll einfach seine top-of folding-range zu nehmen + A6o, weil ich denke es ist die Axo-Hand mit der schlechtesten playabilty und dominiert halt nichts:
J3s, T4s, 94s, 83s, 73s, 62s, 52s, 42s, A6o, K4o, Q6o, J8o, T8o, 98o
Die Bluffhände können ruhig schwach sein, weil Villain oop ist und Ziel ohnehin sein sollte, dass er foldet.
Value-3bet-Range heißt für dich dann auch 3bet/broke?
Das Problem auf NL10-20 ist dabei imo, dass selbst AQ keine 50% Equity hat, wenn es All-in geht. Da wird einfach nicht mit AJ broke gegangen, auch AQ oder TT mal lieber OOP im SB gecallt, als damit zu 4betten.
4bets auf dem Limit sind Nutz und dagegen folde ich quasi alles weg. Auch im Blind vs. Blind.
Ja das mag sein, aber dann kann man ja easy exploiten.
Ich weiß natürlich auch, dass ich dagegen hart adapten kann und einfach mega viel bluff3betten kann, weil ich Villain dadurch eben ordentlich exploite.
Das gleiche Problem habe ich aber beispielsweise am BU. Wenn ich da 60% openraise, etwa 3% = 40 Kombis (JJ+, AK) 4bet/broke spiele, ein paar Kombis 4bet/bluffe und sowas wie 7,7% = 102 Kombis (TT-88, AQs-ATs, KTs+, QTs+, J9s+, T9s, 98s, AQo-AJo, KQo) calle, dann folde ich immer noch einen Großteil meiner Steal-Range weg und gebe ordentlich Autoprofit für Villains Resteals.
Das hab ich ja oben erörtert, dass es nicht so ist. Natürlich defendest du im Grunde zu wenig auf 3bets, aber glaub mir, es wird nicht so stark exploitet, auch wieder eine Baustelle, an der du arbeiten solltest. Wenn dir 100% nicht gefallen, wie gesagt, dann openraise in knappen Fällen einfach weniger, leichte Entscheidungen sind auch besser fürs Mindset. Ich hab auch ein kleines Problem in die Richtung, ich rege mich mehr drüber auf, wenn 5 Steals am Stück nicht geklappt haben (10bb down), als KK vs AA im Blindbattle (100bb down) ♦
Danke auch für die CREV-Grafiken, sehr interessant! 
Nichts zu danken, ist ja auch eine gute Übung für mich
Ich werde auf jeden Fall deine Videos durchgucken und mir selbst nochmal ein paar Gedanken machen.
Das Ding ist halt, dass meine weake Blind Defense ja aus meinem weaken Postflop-Spiel resultiert. Also dass ich denke, dass ich die Hände postflop nicht +EV spielen kann und daher pre schon lieber folde.
Wobei es wahrscheinlich für den Lerneffekt besser ist, pre trotzdem zu callen (eben Stück für Stück looser werden) und mich dann postflop einfach mit den schwierigen Spots auseinanderzusetzen. Und mich dann eben auch nicht nur zu betrachten "wie spiele ich Hand XY hier", sondern vielmehr "welche Hände calle ihr hier, welche folde ich, welche kann ich raisen".
Genau das meine ich, du spielst NL20, also wirst du ja nicht verhungern, wenn du mal ne Zeit paar Stacks down gehst, damit du in Zukunft den Spot zerstörst. Also spring ins kalte Wasser, oder mach es nach und nach, wie oben schon geschrieben, gehe ruhig deinen Skypebuddys auf den Sack, oder schöpfe dein Kontingent fürs HBF voll aus.
Wo ich halt echt noch ein Brett vor dem Kopf habe, bzw. nicht weiß, wie ich am besten agieren sollte, ist die Problematik Spieltheorie vs. Populationstendenzen:
Sollte ich (vs. Unknown) lieber so 3betten, dass ich gegen 4bets unexploitable bin (Spieltheorie; bei einer Broke-Range von AKs, KK+ natürlich dann extrem wenige Bluff-3bets) oder exploite ich die Populationstendenzen, indem ich weiterhin sehr tight (AKs, KK+) broke gehe, aber sehr viel bluff3bette, da die Gegner zuviel folden?
Imo sollten spieltheoretisch im Blindbattle die Broke-Ranges deutlich looser sein, aber das ist nicht Thema des Threads, ich will schon eher über die Probleme aus den Vids schreiben und nicht und nicht alle Probleme durchkauen, aber das resultiert ggf. etwas daraus, was obv. ist. Generell würde ich immer gegen die Populationstendenzen spielen, weil niemand optimal spielt und mich mit GTO beschäftigen, damit ich noch mehr Sachen zum exploiten finde
Sollte ich (vs. Unknown) lieber 40% vom BU stealen, um gegen Resteals genug callen/4betten zu können, damit ich keinen Autoprofit zulasse (Spieltheorie) oder sollte ich die schwache Blind Defense der meisten Gegner exploiten und 60% oder mehr "default" stealen und dann halt erst adapten (ob tighter stealen, mehr 4betten oder mehr callen sei mal so dahingestellt), wenn ich wirklich weiß, dass Villain mich hier gerade ständig restealt?
Das kannst du halten wie du willst, ich würde aber eher zum 60%-Approach tendieren