also, ich werde mir selbst oder gar jemand anderen niemals was antun! hab einen großen freundes- und bekanntenkreis. viele hobbies und engagiere mich auch sozial. bin ja eher "überfordert" mit dem allen was ich so mache, auch ohne vollzeitjob. mein problem ist eher. prioritäten setzen. zu finden, was macht mich glücklich, was eher nicht? erkennen, was ist wichtig, was ist unwichtig etc. kann meinen ganzen interessen nicht wirklich nachkommen. freizeit, wo ich einfach mal nichts tue, hab ich eigentlich nie. eigentlich klassisches helfersyndrom der zu nichts "nein" sagen kann. dann verlauf ich mich wieder in details. dass muss ich lernen, mehr auf mich selbst und meine bedürfnisse zu hören. und nicht nach der pfeife anderer zu tanzen, wo ich am schluss wieder selbst zu kurz komme. auch half mir das buch "nie wieder mr. nice guy" sehr, welches ich aktuell lese und in welchem ich mich sehr oft toll wiederfinde 
wieso ich von mir selbst aus eine therapeutin gesucht habe war folgender. ich brauchte einfach jemanden zum reden und um für längere zeit krank geschrieben und eingeschränkt arbeitsfähig zu sein. das war alles vor der zeit mit dem "captain". ich war mit meiner letzten arbeit nur noch sehr überlastet, konnte nicht mehr, fühlte mich ausgebrannt und leer. hab mich dort sehr in was reingelvlt. hat mich in meinem leben hart gefickt. mitsamt dem crypto downswing 2017/2018, den beat in der maloche, hat das ganze bei mir wohl schuppenflechte getriggert und da mich das immer weiter psychisch zermürbt hat, eben dann der weg vom hausarzt zum psychiater und dann zur psychotherapeutin. weil das innerhalb kurzer zeit einfach too much für mich war. hab schon einige beats in meinem leben aushalten müssen, wovon ich in weiteren beiträgen auch schreiben werde, um den ganzen wahnsinn besser zu verstehen. deswegen war ich auch längere zeit krank geschrieben. so die cliffs mal.
seitdem ich anfang 2013 bei der post gekündigt wurde als briefträger, nur einmal wieder gearbeitet für kurze zeit vollzeit, dann eben mit arbeitslosengeld/notstandshilfe + geringfügige tätigkeit als stromzählerableser, wo man für 4 vormittage im monat die 400 euro easy sich dazu verdienen konnte, meine 1,3k euro pro monat rangebracht. das reichte finanziell. dann halt zeit gehabt um tennistrainerstunden zu geben, einen guten nachwuchsspieler ständig sparing zu geben... als fußballschiedsrichter jugendspiele zu pfeifen und eben halt pokern live wie online. war immer in balance damit. hat für mich gepasst. nicht nur finanziell, auch von der zeiteinteilung her. als schulabbrecher ohne ausbildung, war es immer schwer für mich arbeit zu finden. und meine motivation der sklave zu sein, um die träume anderer zu verwirklichen, war nach der ausbeutung und verarsche bei der post, eher gebrochen in mir.
dann ende 2016 mehr druck vom amt bekommen. ich solle dort in der autobranche mich vorstellen. dort wurden eben 3k neue mitarbeiter gesucht und langzeitarbeitslose mittels arbeitsstiftung und förderung öffentlicher gelder in diese automaloche am band reingebracht. sah das als chance. auf eine ausbildung, aufstiegsmöglichkeiten. war auch in 15 minuten von zuhause direkt am arbeitsplatz mitten in der halle. hab die ganze fomo scheisse beim recruiting gefressen wie die rakesklaven das startinghandschart von korn für die sss, lol... auch arbeiten viele freunde und bekannte dort, teils in höheren positionen. dachte mir, schaus dir halt mal an.
begonnen hat die scheisse dann in einer arbeitsstiftung, wo wir dann 3 monate nur weiterhin das arbeitslosengeld bezahlt bekamen. in so werkgruppen lernten wir zuerst ein monat lang feilen, schleifen, schweißen, autos zerlegen. wo man im tiefsten winter um 6 uhr da eine stunde wohin fahren musste für den mist. eigentlich mehr taktik, um langzeitarbeitslose wieder zu motivieren oder ihnen das arbeitslosengeld zu streichen falls sie da nicht so machten wie gefordert... einfach so ne random scheisse in der werkstatt machen und "theorie" pauken. was man dann eh nicht brauchte in der späteren tätigkeit. aber die arbeitsstiftung solle einen ja zuerst was leerreiches (absichtlich so geschrieben) beibringen... medienwirksam wurde das wieder gefeiert. "langzeitarbeitslose werden für diese automaloche in eine beschäftigung gebracht." die ratten in der politik feierten es. im grunde ist das nur, wie vieles, augenauswischerei. diese politisch einfärbig angehauchte bildungseinrichtung bekam ihre kurse vollgestopft, mit diesen stiftlingen. die politik darf sich auf die schulter klopfen, weil sie wieder langzeitarbeitslose untergebracht hat. so ein international tätiger konzern braucht keine lohnsteuer ermäßigungen und subventionen. bekommen qausi gratis arbeitskräfte, mittels förderung durch öffentlicher hand... win-win für alle, alles tutti, lifeisgood.
das war so zwischen februar und märz 2017. dort lernte ich auch neben den vielen jungs aus allen herren länder noch einen der wenigen österreicher kennen. einen leidensgenossen namens "herbert", der ähnlich tickte wie ich und sich auch fragte, was er da eigentlich tue. wir verstanden uns prima, weil wir gleiche interesse hatten, nämlich reich zu werden. am besten mit cryptos. er pokerte auch. wir erzählten unsere bad-beat stories von falschen entscheidungen und falschen investments. wieso wir nicht da schon früh in BTC investiert haben. gustierten in den pausen am handy coinmarketcap. das war im nachhein eine große chance welche ich ziehen hab lassen. mag da jetzt gar nicht weiter genauer eingehen, weil das später im crypto fail posting auch genauer vorkommen wird. aber im grunde hab ich ihm vor cryptos zu diesem zeitpunkt im februar 2017 gewarnt, weil das schon alles sehr teuer ist und ich da eher bedenken ihm gegenübe geäußert habe, weil ich ja schon ETH bei 7-10 dollar hätte kaufen können 2016 und warnte ihm und riet ihm davon ab bei 20 dollar kurs noch einzusteigen, lol... gottseidank hat er sich nicht dran gehalten und hat 1k damals aufgstellt und innvestiert in alle möglichen coins. und war im crypto business drin. ich war zu diesem zeitpunkt leider max. 3k liquide und die brauchte ich als reserve und für crypto gamblerei hatte ich das nicht geplant...
Spoiler

nach diesen 4 wochen theorie und das rumfeilen in der werkstatt an metallteilen landeten wir dann direkt am band in der autofertigung. assembly line worker, waren wir dann. nach 2 wochen konnte man seine zwei stationen. wir produzierten ein fahrzeug am band. assembly line briefi, montierte seine gurte an den 150 autos pro schicht. und klopfte mit seinen syrischen, afghanischen und slovenischen kollegen die sitzbänke rein und wuchtete die schweller rauf. von den 16 leuten in meiner zone waren gefühlt max. 4 österreicher. einen verstand ich davon nichtmal weil der aus der tiefsten provinz kam. war am anfang eigentlich alles easy. man hatte den geregelten alltag wieder, war da zu beginn ein jahr lang nie krankenstand. wir arbeiten zwei-schicht in wöchentlichem wechsel. mal von 6-14 uhr und von 14-22 uhr. bis dahin hat alles gepasst. sah es nach wie vor als chance, da nen easy cheasy job zu bekommen und interne ausbildung zu machen. so wie es uns die fomo recruiting scheisse erzählt hat, hab da einfach durchgebissen und mich rein gegrindet.
da ich mich schon immer für die rechte der arbeiter interessierte und keinen bock habe mich wo ungerecht behandeln zu lassen, habe ich schon damals, während der stiftungszeit, den weg zu unserem betriebsrat gesucht. mit ein paar anderen aus der stiftung. auch den betriebsratsvorsitzenden-stellvertreter in der schulungszeit kennen gelernt. "wenn ihr was braucht, wir sind für euch da". sagte dem dort schon, "werde ihn wörtlich nehmen". bei nem unternehmen mit ca. 10k leuten gibt es einen großen betriebsrat wo ~30 betriebsräte herumlaufen. die dann entweder komplett dienstfreigestellt sind oder nur 4 stunden arbeiten und sonst sich für die rechte der mitarbeiter einsetzen, in welcher form auch immer... deren stärke liegt darin, sich gut zu verstecken und unauffindbar zu sein und viel bullshit zu labern. es war einfach ungerecht, dass wir da noch immer nur in der stiftung waren, ein zweimonatiges "einschulungs-praktikum" am band absolvieren mussten und nach wie vor nur das ganz gewöhnliche arbeitslosengeld + eine aufwandsentschädigung von 100 euro pro monat erhielten. kurz, wir haben die gleiche arbeit gemacht wie jeder andere und haben statt den 1,6k+ netto nur max. 1k bekommen. dies fanden wir ungerecht, weil es einfachnur unfair war. ich also direkt mal beschwert beim betriebsratsvorsitzenden. auf diesen druck hin, gabs dann eine einmalzahlung in form von gutscheinen für alle leute in der stiftung von 200 euro. obwohl wir da 1,2k weniger verdienten in den zwei monaten. lol. diese sauratten diese ehrlosen (möchte paar captain rages einbauen im blog) ersparten sich bei 3k neuen mitarbeitern da in den zwei monaten ~4 mio. euro und geben dann halt auch "gerne freiwillig" 200 euro pro kopf und nase einmalig back für 2 monate gratis arbeiten, weil wir uns da aufgeregt haben, lol. was für ein tolles unternehmen! mit mai 2017 waren wir dann direkt angemeldet, keine leiharbeiter nix, sondern direkt beim unternehmen. das besonders ungerechte war, dass einige die dort neu angefangen haben, ohne die arbeitsstiftung direkt begonnen haben und gleich normales gehalt bekamen und es keine faire line gab. fühlte man sich gleich zu beginn verarscht.
wir waren damals zu beginn 30 leute im stiftungskurs. hatten eine WA gruppe und tauschten uns dort regelmässig aus. je länger wir malochten, desto beschissener wurde es. die fluktuation war enorm. ständig ein kommen und gehen an mitarbeitern. nach gut nem jahr, wurden die einzelnen stationen, immer mehr optimiert. personal und stationen eingespart. mehr handgriffe pro takt mussten erledigt werden. eigentlich hatte ich es noch gut erwischt mit meiner zone, wel es nicht die ultra schwere maloche war, wie andere die da in der rohbaukarrosse auf allen vieren rumschraubten. aber es gab auch viel leichtere tätigkeiten! ich konnte dann nach paar monaten eigentlich alle stationen in unserer zone. sprich, 7 stationen, die sich halt auch auf die linke und rechte seite noch unterschieden haben. das tricky zeug war eher, das "verkehrt denken" wenn man dann die gegenüberliegende seite spiegelverkehrt machen musste. nervig war nur, die frontscheibe reinzuklopfen weil das ordentlich in die arme ging bei 150 autos pro schicht und weil man da immer ins auto springen musste um sie in kurzer zeit links rechts auszurichten, wieder rein/raus und hin und her schieben. aber im worst case kam man da nur alle 2 wochen an diese station. ich konnte also 14 verschiedene stationen durchführen. ne sogar 15, weil bei der wischermonage nur einer needed war. dadurch wurde es nie langweilig oder monoton. auch konnte man sich in den 3 pausenbereichen pro tag, untereinander durchtauschen. im grunde hat es gepasst. das ging eigentlich immer klasse dahin. finanziell endlich mehr verdient, alles tutti. life is good.
die schattenseite ist eher, man arbeitet da ständig im takt. sprich, wenn ich pissen gehen will muss ein vorgesetzter meine arbeit machen. das band wird nur selten, bei fehlern zb. abgestellt. oder eben bei den zwei pausen. einmal 10 minuten und einmal 20 minuten. das wars. sonst läuft das ding in einem durch. der harte betonboden und die schweren sicherheitsschuhe tun ihr übriges. und die luft ist sehr trocken in der fertigungshalle.
hatte halt noch nen kleinen bonus, da ein bekannter von mir da mal hallenleiter war und jetzt nen easy cheasy job hatte und der kam dann regelmässig zum tratschen vorbei. der arbeitet allerdings auch nur noch 1-2 jahre dort weil bald in pensi. der war auch mal der vorgesetzte von meinem meister in dem bereich und ich hatte eigentlich meine ruhe weil ich eben einige leute da von weiter oben kannte. die kamen da auch regelmässig zum talken vorbei. dachte halt auch, mit paar connections kannst da auch weiter ausbildung machen und hast als ösi alle möglichkeiten dort.
dann halt mal rumgefragt wie es aussieht bezüglich interne weiterbildung. keiner von uns in der WA gruppe bekam irgendwas davon mit. wir fühlten uns eher verarscht. weil keiner von uns ne weiterbildung machen konnte. und wenn man dann halt so mit den leuten in der maloche redet die da länger dabei sind. ist das halt alles nur blabla. einer wartet da schon seit 15y auf ne weiterbildung. klar gibt es solche, aber bei 1k leuten in der halle nehmen sie da pro jahr maximal 10 lol. selbst die jungs, die da 15y schon warten, warten wohl heute noch... okay.jpg
dann wurde halt alles noch beschissener. mehr wurde eingespart. die taktzeiten wurden immer kürzer, sprich, wir machten dann 180 autos anstatt 150 pro schicht. dann wurde es immer heftiger. ich beschwerte mich weiterhin brav beim betriebsrat. passiert ist allerdings nichts mehr. besserung gabs keine. dessen mitspracherecht ist so gut wie nicht vorhanden. viele warfen das handtuch. bei uns gings noch, weil wir eine leichte zone hatten. dann kamen immer wieder bei mitarbeiterversammlungen von seiten des managements die drohungen von einsparungen und das viele gehen werden weil die produktion vielleicht eingestellt wird. war immer so ein nice feeling inmitten der ganzen kevins aus allen herren länder zu stehen, wo man daran dachte, wieso hab ich nicht einfach mein auto verkauft und alles was ich flüssig hatte da anfang 2017 in cryptos geballert und nur trockenes brot gefressen? was hab ich verbrochen, dass ich hier und jetzt stehe...?
dann kamen auf einmal noch zwei weitere autos auf der fertigungslinie hinzu. wir produzierten also 3 verschiedene autos. einmalig weltweit in der autofertigung, super! sprich, einmal kam das auto was wir jetzt schon von beginn an kannten, dann noch zwei pseudo sportwägen, alles immer abwechselnd. wo man wirklich für die sitzverschraubung "zaubern" musste um da ran zu kommen, weil das eine blindverschraubung war... die arbeit fuckte einen jeden nur noch an. weil man da eh schon 15 verschiedene stationen zu machen hatte und jetzt nochmals 30 neue zonen und komplett andere arbeitsschritte für diese zwei autos. das kann nicht gehen! naja am ende warfen halt sehr viele freiwillig das handtuch. die fluktuation erreichte ein weiteres lvl, von unserer damaligen stiftungs-WA-gruppe waren nur noch 4 leute am start. ich war einer davon von anfänglich 30 leuten.
einerseits musste eingespart werden am personal, andererseits immer mehr gearbeitet werden. die zonen wurden zusammen gelegt. auf einmal war die station mit frontscheibe und heckscheibe eine station! sprich, du klopftest dann auf einmal 380 scheiben rein. okay nicht ganz so viel, weil der eine pseudo sportwagen von den bayern keine heckscheibe hat. das ging halt voll rein körperlich! richtige sklavenarbeit. durch die niedrigere taktzeit und den ständigen überstunden wurden dann auch bis zu 190 autos gefertigt. auch mussten dann ständig überstunden geleistet werden. dann war eine schicht von 5 uhr bis 14:30 uhr und nachmittag dann meist bis mitternacht! irre! ich war dann meist nach 2 tagen schon so kaputt und ka wie ich die anderen 3 tage in der woche geschafft habe. war dann auch sehr oft krankenstand. genauso wie die anderen kollegen, weil es halt nicht mehr zu schaffen war. man versuchte halt, viele selbst zum aufgeben zu bewegen. war auch neue führungsebene die da gleich mal mit dem sparstift rein fuhr und die schrauben härter gedreht hat. dann noch der druck von den bayern, die fertigung sowieso gänzlich einzustellen. dann war nichtmal die zeit da, um eine ablöse zu erhalten für den toilettengang! da kannst ja nicht auf einmal weg gehen. schön "springer-ruf" drücken und dann kommt jemand daher, welcher dich ablöst. wenn du dann mehr als 1x pissen gehen musst, wirst schon argwöhnisch angesehen. nicht nur angesehen sondern dumm angemault. weil diejenigen die sonst nur spazieren gehen und von kaffeeautomat zu kaffeeautomat grinden, mal arbeiten müssen... ist halt so hart lächerlich, das ganze sich vorzustellen. du musst dringend pissen gehen, wartest 30 minuten drauf, bis ein vorgesetzter dich ablöst. dann kannst da 100m weit laufen um pissen zu gehen. das klo noch in so einer zwischenetage untergebracht, musste man noch stiegen rauf laufen. wenn man jetzt mal dort warten musste, gabs richtig stress wenn man da ein auto zu lange weg war...
für mich war das dann im dezember 2018 eigentlich, sache erläääääääääääädigt. ich geh da nach dem weihnachts-shutdown nicht mehr rein, tschüss baba, ich maloch da nie wieder. fickts euch alle. mein körper gab mir einige signale, das mit der haut, ich muss was ändern, das bringt so nix mehr.
hab da schon hautprobleme an mir bemerkt. vermutlich wohl irgendwelche kontaktallergie. die trockene luft in dieser dreckshalle. die chemie mit welchen man da in kontakt kam mit primer und klebstoffen, welchen man da ständig eingeatmet hat? oder doch der stress und psychosomatisch bedingt? war dann halt schuppenflechte wie mir eine hautärztin bestätigt hat. hatte bis dahin nie probleme mit meiner haut. keine ahnung was das getriggert hat.
ich schon mit nem befreundeten fitnesstrainer und motivator gesprochen, "hey trainer andi, mach mir bitte nen trainingsplan, ich hab bald viel zeit. wir starten jetzt durch. ich scheiss auf den job. will mich auf fordermann bringen und bin motiviert zu trainieren". ihm das genau geschildert wie oben, dass ich da ausgebeutet werde und es nichts bringt da weiter zu arbeiten. tolles gespräch gehabt. hät da einfach das durchziehen sollen und den job quitten und wirklich nicht mehr reingehen sollen.
dann fiel mir ein, ich rede lieber vorher noch mit dem betriebsrat-vorsitzenden stellvertreter, den vize lappen dort. schließlich hab ich ja einen unbefristeten vertrag und vielleicht kann er da ja was regeln für mich. auch wenn er bis dahin nichts wirklich für einen gemacht hat. einfach nur blabla gelaber. vielleicht kann er ja schauen, dass ich in den logistik bereich versetzt werde oder nen leichteren job mir besorgt. und wie es aussieht mit der versprochenen internen weiterbildung von der fomo recruiting sache... okay, dann mit ihm in kontakt gestanden. er so "ja alles tutti, danke für dein feedback, ich mach das schon. achja, du assemblybriefi, wir haben im mai 2019 betriebsratswahl, du kennst ja viele neue kollegen und weist wie das alles läuft bei uns, was da schief läuft und wenn du magst, kannst du gerne als betriebsrat kandidieren, wir brauchen solche leute die jung dynamisch und engagiert sind und sich einbauen für die interessen der kollegen und ihre meinung vertreten und auch reden können!". ich so, seems good, okay.jpg bin dabei.
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dann hat er mir auch geschildert, er wird dann eine neue liste machen, weil da intern halt auch ein machtkampf im betriebsrat war, der derzeitige vorsitzende bringt nix mehr weiter. der, mit welchen ich in kontakt stand, wird das alles übernehmen und der andere wird in ein politisches amt weiter geschoben, wie es halt so üblich ist... und so war er dann der vorsitzende. so wird halt ein unfähiger saudepp in eine neue rolle geschoben. welche fraktion das war, dürft ihr alle selbst mittlerweile erahnt haben. dann halt noch bis mai die scheisse durchhalten dachte ich mir. das schaff ich schon! dann endlich aufräumen mit den falschheiten hier in der bude. motiviert sich für die rechte der belegschaft einzusetzen. dann nur noch vormittagsschicht, 4h am band arbeiten und rest dienstfreigestellt für die betriebsrat-tätigkeit + weiterbilden, schmeckt. megustav.
dann wurde ich halt auch seitens der vorgesetzten gemobbt und dumm angemault. weil ich da öfters für paar weiterbildungen freigestellt war. noch alles vor der entscheidenden wahl. anfang 2019. dann musste ich halt auf einmal in anderen zonen aushelfen. so die richtigen scheissjobs machen. wo man wirklich nach einem tag kaputt ist. hab da auch stark zu kämpfen gehabt. dann hatte ich sowieso im zuge des wahlkampfes einen geschützten arbeitsplatz. aber trotzdem nahm das mobbing von vorgesetzten zu. dummgelaber halt. die maloche wurde auch halt immer härter mit den ständigen einsparungen und umstrukturierungen. war da halt wirklich mental und körperlich schon am ende. aber überspielt, mit dem ziel vor augen. dann mitte mai 2019 wo ich dann endlich betriebtsrat sein werde in der mehrheitsfraktion und dort dachte ich mir, bring ich halt was weiter für die kollegen und für mich wirds dann auch leichter, da nur noch 4h am band arbeiten zu müssen und restliche zeit, trage ich die sorgen und probleme der belegschaft zusammen.
stand dann im zuge einer vorherigen arbeiterkammerwahl auch mit den anderen fraktionen in kontakt. hätte auch wo anders antreten können zu diesem zeitpunkt, um betriebsrat zu werden. aber für mich war es ausgemachte sache, die zusage und der handshake und die ständigen kontakte mit dem betriebsrat-vorsitzenden-stellvertreter bringt mich da fix rein. und bei der mehrheitsfraktion kann ich was bewirken, so mein glaube. war ja alles ausgemacht und wir haben da einige konstruktive gespräche geführt. ich schön am taf-flyer verteilen in der maloche. schön stimmung machen und leute motivieren für die wahl. schön am goodies verteilen und (frei)zeit eingebracht. als meine schicht vorbei war noch die halle abgelaufen mit dem hallenvertreter unserer fraktion, die wertlose gestalt die da seit 20 jahren rumstreicht und seine manner-schnitten verteilt und nur am scheisse labern. ich lachte vom taf-flyer mit meiner naiven dummvisage. war glaub ich auf platz 17 gereiht. aber war sowieso egal, schließlich mussten alle eine verzichtserklärung auf ihren platz unterschreiben, sei so üblich und der vorsitzende managed das schon. weil ich dachte ich wäre viel weiter vorne um safe zu sein... und das würd dann so getrickst zu meinen gunsten das ich da fix rein komme, wie ausgemacht. schließlich war ich der jüngste auf der liste oben.
dann die wahl *trommelwirbel* dachte alles sei nur eine formsache. war verwundert wieso mich der vorsitzende nicht gleich kontaktiert hat, eigentlich hat mich niemand über den wahlausgang bescheid gesagt von der liste wo ich antrat. auch hebte er nicht ab als ich anrief. dann erfahre ich am tag nach der wahl - lustig wie ich mich noch sehr genau an diesen moment erinnern kann - der zweite von einer anderen liste gibt mir das ergebnis während dem pissen am pissoir bekannt und wir laberten so. er so, ja wir zwei haben bech gehabt. ihm fehlten nur ne handvoll stimmen auf nen platz und die liste wo ich kandidierte, hat nur 15 gemacht und ich war auf platz 17. dann kam auch der wertlose hallenhorst von unserer fraktion zu mir und sagte "echtschademan, hat leider nicht gereicht, aber in 5 jahren hast eh wieder eine chance" und so ein coolface smile aufgesetzt gehabt. ich so voll am rumragen. ruf den vorsitzenden an was das soll. mir wurde da eine fixer platz als betriebsrat zugesagt. natürlich muss er zuerst die ganzen alten sauratten die da 20y+ nur spazieren gehen berücksichtigen. und ich habe halt bech gehabt, weil zuwenige stimmen. er mich auch nur vertröstet. ich so, das kanns nicht sein jetzt oder? wie ich mich da innerlich gefühlt habe kann ich gar nicht wirklich beschreiben, kam mich halt total verarscht vor. ein halbes jahr da durchzukämpfen und dann so abserviert werden...
hinzu kam halt, meine altcoins gingen derweil auch um 90 % down, genauso wie meine freude bei der maloche. naja dann gedacht, der wird wenigstens wort halten und mir einen leichteren job besorgen damit ich wenigstens versetzt werde intern. auch nichts. nur wieder einige wochen hingehalten worden. lol. das war dann zuviel für mich. ende juli war dann wieder genereller sommer-shutdown, betriebsurlaub für 3 wochen. war bis dahin halt immer wieder krankenstand, weil ich nicht wusste was ich dort noch tun soll. dann wollten die mich auch schon abservieren mit einer einvernähmlichen dienstauflösung. gespräche gehabt mit meister "er wolle mir helfen, wie er helfen kann" alles nur kalkül. so ein gespräch haben sie mit allen geführt die zu oft krank waren. dann saß noch ein betriebsratskollege neben mir, der auch nur so dumm gelacht hat bei dem gespräch inkl. dummen bemerkungen und auch nur so pro firma war und meinte, ich soll einfach die einvernähmliche annehmen und quitten... ja, nur verarscht worden halt. mein ragequit moment war dann, als ich nach diesem aufschlussreichen gespräch, auf 190 puls war und bei extremer hitze in der halle dann mit meinem schlagschrauber bei der sitzverschraubung ausgetickt bin, weil es da wieder probleme gab. da kam soviel frust auf einmal zusammen. weil ich schon pissen gehen hab müssen, keine sau daher kam für die ablöse. was ich dann mit dem schlagschrauber gemacht habe, erinnerte mich im nachhinein an den captain seinen ragequit... hab den dreck dann weiter laufen lassen und gesagt das ich abgerutscht sei und mich bei der hand verletzt hab, was sogar stimmte. nen feinen sachschaden gemacht. ab zum betriebsarzt und mich krank schreiben lassen und ab nach hause.
dann kam bald amal der betriebsurlaub. dachte mir, die drei wochen nutze ich, um wieder mental zu kräften zu kommen für eine entscheidung wie es weiter geht...
bin dann nie mehr in die firma rein zum arbeiten. stattdessen zum hausarzt und psychiater. dann war ich länger krank geschrieben wegen "mobbingsituation am arbeitsplatz". wie fertig ich da wirklich war, wusste ich erst später mit mehr abstand. kann man vieles überspielen und durchbeißen. dann auch den kontakt zu den anderen betriebsratsfraktionen gesucht. dort auch support erhalten. auch von denen zum ersten mal erfahren, dass ich durch die kandidatur zum betriebsrat einen geschützten arbeitsplatz für 1 jahr habe. sprich, die konnten mich auch nicht kündigen. dann halt viele insides erfahren von den anderen fraktionen. das die sowas öfters schon abgezogen haben um leute zu finden die für sie die drecksarbeit im wahlkampf machen. mit leeren versprechungen und fake zusagen. ich hatte ja nix handfestes außer die fixe zusage das ich betriebsrat werden würde. deren einzie sorge ist es, wer den bayrischen dienstwagen fahren darf und wer was für leichte maloche bekommt im betriesrat. für mich änderte das nix, ich will da nicht mehr reingehen. wurde schwer enttäuscht und getäuscht. dann noch 2-3x hemmische anrufe erhalten vom neuen betriebsratsvorsitzenden. hab den dann meine meinung gesagt. weil er sich so fake like nach meinem befinden erkundigt hat "wie es mir gehe und ihm das alles relativ leid tue" und er böte mir da die einvernähmliche an weil die firma mich gerne schon los wäre als kostenfaktor und das personalbüro ihm schon nerven würde, wie es mit dem herrn assembly-line-briefi weiter gehe. und wenn ich sofort aufhöre würde ich noch 1 monat gehaltfortzahlung erhalten. das war so september 2019... weil er das so aushandeln kann mit seinen connections. dann ihm gesagt er möge sich halt hart ficken und was für ein falsches schwein er und seine roten sozi ratten sind und sonstiges was ich hier nicht schreiben möchte.
mittlerweile wusste ich halt, dass die mich sowieso nicht kicken können. dann von der anderen fraktion die connections zu einem fähigen anwalt bekommen, der bereits einige personalverfahren mit unserer firma hatte. der erzählte mir stories, omg... und eben auch hilfe gesucht bei psychiater um wieder mental in die spur zu kommen. dort wurde so ein hamilton depressions test gemacht wo ich über 30 punkte hatte und der meinte halt auch, waren schon burnout ähnliche symptome. und die schuppenflechte kann schon davon getriggert werden wenn man da dauerhaft über seinem stresspegel ist. weil ich mich da extrem überanstrengt habe inkl. der fast 6stellige crypto downswing währenddessen. und ich muss mich unbedingt schonen und zurück nehmen. wollte mich auch fein mit antidepressiva vollpumpen. aber hab mir da nie was nehmen getraut. hab keinen bock mir da meine synapsen wegzuflexxen und ändert ja nix an den ursachen und gründen. weil ich auch aussetzer hatte die stress-demenz ähnlich seien. dann mit meiner rechtschutzversicherung den empfohlenen anwalt besorgt und mit dem alles durchgezogen für expert line für exit strat.
mir gings da halt wirklich einige monate sehr dreckig inkl. wut hab dann halt abstand genommen von dem ganzen, hab mich meinen hobbies gewidmet. und mich versucht so gut es ging zu erholen. nach einigen monaten fand ich auch einen platz bei der psychotherapeutin, wo ich nach wie vor hingehe. die mir da zu beginn sehr viel half. am ende war ich dann ein 3/4 jahr im krankenstand und die restlichen 3 monate, auf das eine jahr kündigungsschutz, dienstfreigestellt bei lohnfortzahlung. mit ende mai 2020 war die sache dann erläääääädigt.
nach dem ganzen oder eigentlich mittendrin vom längeren krankenstand, folgte das kapitel "captain" was eigentlich zuerst nur lustige kost auf stream und bisschen bbv action war... wovon ich irgendwann mal mehr schreiben möchte.
fazit
+tolle lebenserfahrung
+schuppenflechte
+kein bock mehr
-90k dollar winnings in alts gone