Dass verschiedene Solver zu unterschiedlichen Lösungen kommen ist nicht überraschend. Von Poker ist nur bekannt, dass es mindestens eine Lösung für ein Equilibrium geben muss, aber das heisst noch lange nicht, dass es nur ein Equilibrium geben muss.
Falls eine Lösung auf Spiel gegen sich selbst beruht (eine erschöpfende Simulation sämtlicher möglicher Kartenkombinationen mit sämtlichen möglichen Spielstrategien ist wegen des Rechenaufwands nicht möglich), dann schleicht sich auch eine Ungenauigkeit ein, die durch die Samplesize der Simulation begründet ist. Das heisst, zwei Simulationen mit dem gleichen Algorithmus kommen nach einer bestimmten Anzahl von Simulationen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Unterschiedliche Samplesizes unterscheiden sich erst recht. Die Frage ist dabei, ab wann die Simulation stabil wird, also bei welcher Samplesize eine Erhöhung der Samplesize keine Änderungen innerhalb der Messgenauigkeit erzeugt.
Um den Rechenaufwand in den Griff zu bekommen, wird in Solvern typischerweise die Anzahl der möglichen Betsizes beschränkt, so dass sich eine starke Reduzierung der möglichen Spielstrategien ergibt. Das beeinflusst die Lösung.