Original von bennykvonk85
Beste Tripreports wo gibt 😅
Weiterhin viel Erfolg und einen späteren Bericht über die verschiedenen Preise /kosten würden mich auch interessieren da mich vegas schon sehr reizt.
Kann ich gerne machen Mein erster Einkauf im CVS Supermarkt mit Wasser, Milch, bisschen Müsli und diverse Sandwiches, Obst lag bei $70 und ich muss gleich mal wieder einkaufen gehen, da alles aufgebraucht ist. Heute Abend schauen wir uns die Show "O" im Bellagio an. Plätze letzte Reihe auf dem Balkon mit Tax & Fee lockere $175.
Original von Kellerk1nd
Super Berichte wieder Wie pure kann man eigentlich laufen? Ich bin schon 5 Tage länger hier und hab habe weniger große Hände gemacht
Wie ist das Fußballmatch ausgegangen?
Danke für den Reminder, dass ich gut gerunnt bin. IST ABER HINFÄLLIG JETZT JA?? ♦
Das Spiel ist +2 Verletzte für Deutschland ausgegangen und dann durften wir 90 Minuten ohne Wechselmöglichkeiten rennen bzw. am Ende eher hecheln. Unterm Strich haben wir zwei der drei Spiele knapp gewonnen, eines knapp verloren.
Original von Heinz021
...
KsQs ist imo auch ne Barrel am Turn.
Hast sicher Recht, aber live und solver
Du wirst da irgendwann mal von guten Regs bestraft wenn du es auf diesen Boards übertreibst, aber das dauert vielleicht sogar Jahre.
I do not feel obliged to believe, that the same God who has endowed us with sense, reason, and intellect has intended us to forgo their use.
Original von Heinz021
...
KsQs ist imo auch ne Barrel am Turn.
Hast sicher Recht, aber live und solver
Du wirst da irgendwann mal von guten Regs bestraft wenn du es auf diesen Boards übertreibst, aber das dauert vielleicht sogar Jahre.
Checke irgendwie deine Logik nicht, weshalb du da immer barreln willst. Verwandelst du deinen K dann in einen Bluff? Oder denkst du, du kriegst Value von Schlechterem. Für mich macht da intuitiv Check back sehr viel Sinn.
Vegas WSOP 2023 - Showtime
Als ich aufwache, freue ich mich direkt, dass ich keinen Blogeintrag mehr schreiben muss. Meine Gedanken zur Horrorsession vom Vortag habe ich direkt zurück im Hotelzimmer herausgeschrieben. Das tat gut. Ich bin wach, ausgeschlafen und bis in die bei mir mittlerweile sehr sehr langen Haarspitzen motiviert, am Pokertisch wieder bessere Entscheidungen zu treffen.
Während ich meine Morgenroutine durchlaufe, rufe ich schon im Bellagio an, um mich auf die Warteliste setzen zu lassen. Ab dem Zeitpunkt des Anrufs habe ich zwei Stunden Zeit, dort persönlich aufzutauchen. Wenn das klappt, bin ich in der Warteliste vor all den Leuten, die innerhalb der letzten zwei Stunden dort aufgekreuzt sind. Das System ist Gold wert während der WSOP, hat aber auch einige Makel, auf die ich am Ende vielleicht mal eingehen werde.
Ich nutze die Zeit zunächst, um noch einmal im CVS einkaufen zu gehen und Sport zu machen. So fühle ich mich gut gestärkt und mental topfit, als ich um 10 Uhr im Pokerraum ankomme. Es dauert nicht lange bis ich einen Platz an einem der bereits vier laufenden $5/$10 Tische bekomme. Auf den ersten Blick sieht der Tisch ganz gut aus - drei offensichtliche Freizeitspieler im höheren Alter sitzen hier. Der Rest sind junge Regs. Auf den zweiten Blick ist der Tisch aber mies, da die drei Amateure mehr spazieren gehen als Poker spielen und kleinere Stacks haben als alle anderen. Nach einer guten halben Stunde kommt es zur ersten interessanten Hand.
Hand 1:
Ich bin im Bigblind mit K♠: 8♥: Vor mir limpen drei Spieler, der SB füllt auf und ich checke meine Option.
Flop $50: K♥: J♠: 9♠:
Ich checke, noch einer checkt, ein älterer asiatischer Herr bettet nun $70 und die anderen folden. Erste Reaktion gegen so einen Spielertypen: "Ohje, das ist keine schöne Situation mit Toppair" - Trotzdem "muss" ich callen mit Backdoor-Flushdraw.
Turn $190: K♣:
Hm, nun schlage ich J9 und Agenten-AA. Zudem könnte er mit Händen wie QT Angst bekommen, wenn ich nun selbst setze. Also leade ich $50 und bekomme prompt die Antwort, dass er wirklich so stark ist, wie er am Flop schon zeigte: Raise $210. Meine Notizen im Handy zu der Hand sagen eigentlich alles: "Vermutlich muss man spätestens hier folden. Ziemlich sicher muss man es." Ich höre aber offenbar auch heute nicht sehr gut auf meine Intuition und bezahle.
River $610: 8♥:
Das Doofe an Poker ist ja, dass man manchmal für den größten Mist die größte Belohnung bekommt. Nun ist die Frage, wie man hier am meisten aus der glücklichen Fügung herausholen kann. Die Antwort ist so logisch und so weit von sämtlichen Pokertheorien entfernt, dass ich mich fast schämen muss, als ich erneut donke: $700 schiebe ich mit sieben schwarzen Chips über die Linie. Das ärgert den Opi. Er hadert. Er spürt es. Aber auch er kann seinem Instinkt nicht folgen und callt mit K♦: Q♣:
Eine wilde Hand. Ich freue mich zwar über den guten Start, bemerke aber, dass ich hier wieder auf wackeligen Mindset-Beinen unterwegs bin. Hoffentlich hilft die nächste Hand, um da sicherer zu werden.
Hand 2:
Nur 20 Minuten später bin ich im Straddle mit A♦: 9♦: Aus erster Position raist ein junger japanischer Reg auf $50 (Sidenote: Hier rennen mittlerweile fast so viele Japaner an den $5/$10 Tischen rum wie Amerikaner. Und ich meine wirklich Japaner - nicht Asiaten total). Eine Freizeitspielerin bezahlt in später Position und ich calle auch.
Flop $160: 8♦: 5♠: 3♦:
Ich checke, der Reg setzt $120, die Dame foldet. Das Board ist sowas von meins: Ich kann hier alle Sets haben und sicherlich auch 53s sowie 85s als weite Defends mit einem Spot in der Hand. Diese Hände würde ich alle fastplayen, also darf ich auch einige Bluffs raisen. Der Nutflushdraw gefällt mir da ganz gut, vor allem mit der 9 als Beikarte. Wir spielen $1.900 effektiv. Ich raise auf $440 und er bezahlt. Dann mal her mit der Hilfe.
Turn $1.040: Q♦:
Dankeschön, liebes Bellagio - auf dich ist Verlass. Mit den Nuts möchte ich gerne weiteres Geld in den Pot holen. Die Frage nach dem Sizing ist hier interessant. Ich muss gar nicht so groß setzen, um am River bequem all-in zu kommen. Mit Sets und Twopair möchte ich hier auch nicht riesig setzen und dann pot-committed sein. Also folgt eine Downbet auf $330, zirka ein Drittel Potsize. Der Japaner überlegt recht lange, bevor er erneut bezahlt.
River $1.700: 3♣:
Autsch, die Nuts habe ich nicht mehr. Mit $1.130 hat mein Gegner noch 66% vom derzeitigen Pot in seinem Stack. Für diese Stack-Pot-Ratio (SPR) gibt es mit meiner Hand aber auch keine Möglichkeit mehr zu folden. Demnach ist klar, dass am River nur eine Aktion möglich ist: All-in für seine $1.130. Die ersten drei Sekunden sind die wichtigsten. Wenn in der Zeit noch kein Snapcall erfolgt, kann man langsam aufatmen. Der Japaner braucht keine drei Sekunden. Auch keine dreißig. Und als er bei gefühlten 300 Sekunden immer noch überlegt, was die richtige Entscheidung ist, callt jemand die Clock - das heißt, dass ein Floorchef kommt und dem Spieler dann noch Hand gestoppte 30 Sekunden gibt, um eine Entscheidung zu treffen. Reagiert er in der Zeit nicht, ist seine Hand tot, wird also als Fold gewertet. Die Sekunden verrinnen. Ich sitze stoisch da wie früher im Klassenraum, wenn der Lehrer fragte, wer die Hausaufgaben vorlesen möchte. "Ten seconds left or your hand will be DEAD", höre ich von der rechten Seite. Keine Reaktion von der linken. "FIVE", "FOUR", "THR..." Stille. Der Floor zählt nicht mehr rückwärts. Warum? Weil der Japaner einen $1 Chip über die Linie gelegt hat. Das gilt als verbindliches Zeichen für einen CALL. Ich zeige meine Hand und warte erneut. Ich bin mir nämlich während der ganzen Wartezeit nicht sicher, ob ich wirklich die beste Hand habe, selbst wenn er so lange überlegt. Aber ich habe die beste Hand, denn er schiebt seine Karten über die Linie, bevor er die Chips zu mir bugsiert. $3.980 beträgt der Pot und ist somit ein großer Schritt in die wieder richtige Richtung.
Kurz danach tripple-barrel-bluffe ich noch die Casino-Nit für weitere $300 Profit und bin auf einmal $3.300 im Plus nach nur einer Stunde Spielzeit. Der Japaner braucht seinerseits wenig Zeit, um seinen Stack wieder aufzubauen. Er gewinnt mehrere Hände ist binnen einer halben Stunde wieder bei über $4.000, als es zum nächsten Aufeinandertreffen kommt.
Hand 3:
Ich bin im Smallblind und alle folden zu mir. Ich sehe K♥: T♠: und raise auf $40. Mein Gegner im Bigblind 3bettet auf $130. Mit Händen wie KT, KJ, KQ, AT, AJ, AQ kann man hier ruhig mal 4betten, da der Bigblind durchaus auch Trash 3betten sollte. Richtig gelesen: Man kann diese Hände 4betten, man muss es aber nicht. Vor allem nicht 400BB deep gegen einen vermeintlich kompetenten Spieler out of Position. Ich mache es trotzdem und ich mache es falsch: Ich raise auf $330, was so deep eine viel zu kleine 4bet ist. Wenn ich den Mist schon verzapfe, dann muss das Raise mindestens $450 betragen. Die Strafe folgt auf dem Fuß und er zahlt.
Flop $660: 6♥: 6♦: T♦:
Ich cbette winzig wie mit allen Händen auf dem Board: $60. Er raist sofort auf $350. Nette Idee, um meine Hände wie AK/AQ/AJ/A4/A5/KQ/KJ vor Herausforderungen zu stellen. Mit KT habe ich aber einen glasklaren Call.
Turn $1.330: 3♣:
Ich checke und nun setzt er $860. Ein super Sizing seinerseits, muss ich sagen. Mit meiner Hand calle ich eine kleine Bet "gerne" noch einmal, aber mehr als 66% Pot möchte ich dann doch irgendwie ungern investieren. Er kann sicherlich ein paar Trips haben, aber auch Hände wie JJ/QQ for free Showdown betten. Andererseits wird er auch einige Flushdraws oder 78s/89s haben. Ich bin hier in keiner guten Situation. Weder Call noch Fold noch Raise gefallen mir als Option. Meine erste Reaktion war hier: "Fold, gibt bessere Spots" Aber einmal mehr entfalten sich weitere Gedanken wie "Am River wird er ehrlich sein" oder einfach "DER HAT DOCH NIX"! Der Idiot in mir setzt sich durch und ich calle.
River $3.050: A♠:
Check meinerseits. Riesen Tank seinerseits. Erneut wird die Clock gecallt, aber diesmal entscheidet er sich etwas eher und checkt zögerlich behind. Bin ich etwa gut??? NEIN 6♣: 7♣: zeigt er.
In Hand 1 wurde ich für unintuitives Spiel belohnt, in dieser Hand bestraft. Unterm Strich zeigt sich aber vor allem, dass meine "Spider-Senses" funktionieren - in allen Händen, in denen ich gegen meine Intuition gehandelt habe, hatten die Gegner genau die Hände, vor denen ich mich selbst warnen wollte. Mehr Achtsamkeit bitte!
Ein dickes Minus in dieser Hand gefolgt von einer Reihe an mittleren Pötten, die ich alle verliere, und so schmilzt mein Gewinn der Session dahin. Ich wechsle noch einmal den Tisch, aber der neue Tisch ist noch viel schlechter als der erste. Mein Mindset ist Mist, mein Bauch sagt: "Hör auf zu spielen" und mein Kopf? Stimmt zu! Endlich! Darauf bin ich stolz Um viertel vor drei packe ich meinen Stack mit $931 Gewinn ein und widme mich den schönen Dingen des Vegas-Aufenthalts:
Cosmopolitan Pool am Boulevard-Tower mit Basti & seiner Begleitung
Bucket full of sunshine
Essen in meinem Lieblings-Restaurant (Lemongrass im Aria) mit einer Kollegin aus der Schule und ihrer Begleitung
Show "O" im Bellagio mit Basti, Begleitung, Kollegin, Begleitung
Danach waren wir noch im Cabo Wabo, einer Bar vor dem Planet Hollywood mit gutem Blick auf den Strip und die Bellagio Fountains. Um 1 Uhr war ich im Bett - froh, nicht mehr gespielt zu haben, sondern einen tollen Sonntag in einer tollen Stadt mit tollen Menschen verbracht zu haben.
Gute Entscheidung auch einfach mal zu pausieren und nicht immer dem selber erzeugten Druck zu „folgen“ zocken zu müssen, kenne ich selber 😅
Wie isn der stand mim Main. Welchen Tag wirst du spielen. Und wann spielst du die Sats. Hier würde mich interessieren wie viele davon laufen und wie viele Spieler da teilnehmen. Und wie das Niveau da so ist (vermutlich schlechter als in vergleichbaren Turnieren mit dem buy in (vom sat)
Vegas WSOP 2023 - Ein kurzes Vergnügen
Manchmal kommt alles anders, als man denkt. Heute zum Beispiel bin ich mit meiner Kollegin verabredet, vormittags im Premium Outlet North shoppen zu gehen, um pünktlich um 13 Uhr im Horseshoe aufzulaufen und das $1.100 Satellite für das Main Event zu spielen. Es stellt sich heraus, dass dieses 956 Leute dieses Satellite spielen werden - Konti ist keiner davon. Schuld ist Calvin Klein. Wieso hält der mich so lange in seinem Outlet gefangen, dass ich bei Ankunft im Horseshoe einer so langen Warteschlange konfrontiert bin, dass ich an dessen Ende zwar noch ein Ticket für dieses Qualifikationsturnier kaufen kann, dann aber mit solide 25BB starte?
Das war mir für $1.100 ein zu großes Risiko. Deshalb habe ich das 13 Uhr Satellite ausgelassen und mir direkt ein Ticket für das Satellite am Abend um 19 Uhr für schlappe $2.175 gegönnt. Etwas mehr Chips, die doppelte Anzahl an Leuten bekommt ein Ticket fürs Main und schneller sollte das Ganze dann auch sein. Ich habe mir also einen freien Nachmittag gegönnt und noch einmal ordentlich Schlaf getankt, bevor ich wie ein wahrer Turnierprofi im Horseshoe auflaufe mit Dingen im Rucksack, die mich drei Wochen im Regenwald oder drei Stunden in der WSOP überleben lassen sollten.
Während ich noch kurz auf den Beginn meines Turniers warten muss, raile ich Basti. Der ist mittlerweile kurz davor, ein Main-Ticket zu gewinnen. Am Ende dauert es gute sieben Stunden bis die Bubble platzt und 95 Spieler:innen ihren Traum vom Main Event erfüllen können. Sieben Stunden Poker, in denen Basti am Anfang eine richtige Entscheidung treffen musste und korrekterweise den Second Nutflush gegen den Nutflush foldete. Von da an galt es sieben Stunden lang, preflop klarzukommen, ab und an mal Chips einzusammeln und somit irgendwie zwischen 10 - 20 BB zu bleiben. Klingt ekelig.
Mittlerweile ist es 19 Uhr und ich berühre zum ersten Mal WSOP-Chips. Das ist aufregend. Mein Tisch nicht: Ein älterer Herr, ein Südländer mit goldener Brille, der nach Action aussieht und der Rest junge Turnierpros, die mit Sicherheit alle fitter in dem Genre sind als ich. Ich gewinne in den ersten beiden Leveln zwei, drei kleinere Pötte, bevor es zur ersten größeren Turnierhand kommt: Turnier 1: Ich 3bette am Button K♥: Q♠: gegen einen Regular aus dem Highjack bei Blinds 100/200/200BB Ante. Auf dem Board Q♦: T♦: 4♣: Q♥: 8♠: setze ich am Flop 25%, am Turn 40% und am River noch einmal 30% Pot und bekomme ein Snapcall von AQo.
Turnier 2: 15 Minuten später sind die Blinds 100/300/300 und ich habe noch 24,5BB left. UTG minraist auf 800c und ich schiebe meine 9800 Chips all-in mit J♠: J♥: Im Cutoff reshovt ein weiterer Reg, UTG foldet und ich verliere gegen QQ. Eine Stunde Satellite, $2.175 weg und jähes Ende meiner günstigen Main-Hoffnungen.
Ich bin raus noch bevor Basti aus seinem 13 Uhr-Turnier drin ist. Es dauert aber nicht lange bis das Ding bei ihm durch ist und er tatsächlich einen $10.000 Turniervoucher erhält. Grats Basti, ich freu mich für dich!
Für mich ging das so schnell und schmerzhaft, dass ich schon ein gewisses Magengrummeln bekommen habe bei dem Gedanken, nun $10.000 für ein Event zu latzen, bei dem ich gegebenenfalls ebenso fix ausscheide und ahnungslos bin, ob ich die Hände überhaupt richtig spiele. Die Struktur des Main Events mit den zweistündige Leveln und dem deepen Starting Stack sollte es mir aber erlauben, langsam reinzufinden und ein Gespür für die Leute am Tisch zu bekommen. Es hilft also alles nichts:
Wenn das Satellite nicht wuppt, dann halt mit der Brechstange: Ich bin offiziell angemeldet für Mittwoch, den 5.7. um 12 Uhr
Als der Schock des frühes Aus einigermaßen verdaut ist, trete ich den Weg zum Bellagio gegenüber an. Dort bekomme ich als Call-in direkt einen Platz an einem $5/$10 zu späterer Abendstunde und bin begeistert: ACTION ACTION ACTION von Hand 1 an. Hier wird richtig geballert und es passieren in den ersten 15 Minuten mehr kuriose Dinger, als ich in der ganzen Woche bisher an diesen Tischen hier gesehen habe. Anschnallen bitte!
Hand 1: Nach mir kommt noch ein offensichtlicher Actionspieler an den Tisch und verliert sehr zügig seinen Stack, indem er 3way auf einem Q♥: 6♥: 3♥: als Preflopcaller die Cbet eines anderen Spots raist und am Turn für eine Potsizebet all-in geht mit A♣: K♥: Ein anderer Spot callt lässig mit AQ ohne Herz runter und der Actionspieler neben mir zückt ein weiteres Buyin und limpt. Ich sitze dahinter mit J♠: T♠: und isoliere auf $40 ehe ein weiterer weiterer Actionspieler auf $140 squeezt. Der erste Actionspieler limp/callt natürlich und ich bin auch dabei.
Flop $430: J♣: 7♦: 8♦:
Check, check, Actionspieler2 (den ich da noch als Reg perceivt habe) cbettet $280, der Spot callt und ich gehe all-in für $1.300 effektiv gegen beide. Beide folden zügig.
In der nächsten Hand bin ich nicht involviert, aber während ich meine Chips stapel geht es preflop Raise Actionspieler2 - Button Wal 3bet, Actionspieler2 4bet $500, Wal all-in für $1.300, Snapcall. Am Showdown gewinnt der Wal mit A6o gegen 55. Hier bin ich richtig.
Leider geht die Action ziemlich an mir vorbei. Gegen einen wilden Opi, der ständig limp/call und postflop aggressiv spielt, gewinne ich noch einen $1.200 Pot, indem ich A♠: K♥: am Flop K♥: 8♠: 2♠: nur check/calle und am River $400 Potsize setze, nachdem der Opi am Turn behind checkt. Er snapcallt am River und mein Toppair Top Kicker ist gut.
So bin ich zügig $1.800 im Plus und muss von da an bei Dauerstraddle zusehen, wie die anderen freidrehen: Wal double Straddle $40, neuer Reg raist $120, Wal 3bet, Reg all-in $1.500, Wal: "Ich denke du bist schwach. Ich hab noch nicht drunter geguckt, aber ich call das mal." Sie lassen das Board zweimal runnen und der Wal holt sich eine Hälfte mit 95o gegen JJ. Leider ebbt die Action aber abrupt ab, als zwei Spots busten, zwei Regs nachrücken und einer der ganz Wilden, der seine Pocket Fünfer vorhin noch preflop 4bet/callt gespielt hat, spielt nun seit anderthalb Stunden keine Hand mehr. Könnte daran liegen, dass aus seinem zweiten $1.500 Buyin innerhaln von Minuten knappe $7.000 wurden
So sehr die Action abreißt, so sehr reißt auch meine Kartensträhne. Ich bekomme kaum was Spielbares und muss viel folden, was hier schnell teuer sein kann. Nach dreieinhalb Stunden dreht sich der Tisch eigentlich nur noch um den Wal, der das aber genau weiß und nicht dumm ist. Er verschenkt nichts mehr und schafft es sogar im Gegenteil, in den richtigen Momenten viel Druck auszuüben, sodass man ihn nicht leicht seiner Chips entledigen kann. Ich packe um 1:30 Uhr ein und verabschiede mich mit $740 Profit.
Heute werde ich mich noch einmal am Feiertag in einer brechend überfüllten Stadt im Cashgame einschließen, bevor es morgen Mittag dann mit diesem komischen Turnierpoker weitergeht. Drückt mir die Daumen, dass ich a) weiterhin die richtigen Tische unter den leider echt vielen trockenen Partien finde und b) die richtigen Entscheidungen treffe, um meine gute Cashgame-Bilanz auszubauen.
Ich hoffe Du hat heute ein lukrativen Independence Day, und morgen einen guten Start in das Main
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GL morgen! Crosspostest du den Blog noch irgendwo? Frage nur weil du häufig sehr einsteigerfreundlich formulierst
Original von SvenBe
Ich bin mir sicher das jedem von euch ne coole Diamond-Party lieber wäre als 5 Artikel von Barry Carter, Paxis als Coach und ein weekly raffle bei denen wieder ein Russe gewinnt.
Ich habe hier gefühlt seit 10 Jahren nichts mehr geschrieben, und trotzdem hier immer wieder in Deinen Blog geklickt, weil ich Deinen Schreibstil liebe, alles so faszinierend finde, Du das durchziehst, was ich so gerne erleben würde, Deine Evolution als Pokerspieler und vor allem als Mensch so faszinierend ist, ich als Unternehmer Deine Auseinandersetzung mit Dir selbst und Deinem Weg Dich in eine Komfortzone zu versetzen gut nachvollziehen kann, ich als Vater von mittlerweile 3 Kindern bei Deinem Verlust so mitgelitten habe. Ich drücke Dir die Daumen und bitte vertraue Deinen Instinkten!