Hallo zusammen, bin der Tony und aus Dresden. War ein paar Jahre inaktiv und stellte fest dass sich einiges geändert hat. Die Frage ist einfach... Sagen wir Mal ich möchte alle 3monate, sagen wir Mal 3k auszahlen, was muss ich da juristisch beachten um legal und versteuert an das Geld ranzukommen . Danke im voraus!
Wenn er hier die Frage stellt wirds wohl von ner Onlineseite kommen denke ich mal.
Rat ist hier natürlich immer schlecht, weil die Sachlagen unterschiedlich sind und sich wohl kaum einer richtig gut auskennt. Aber meiner Meinung nach musst du beim Auszahlen selbst gar nichts beachten.
Wenn du es legal versteuern möchtest dann gibts du das dann bei der entsprechenden Steuererklärung mit an und das Finanzamt entscheidet dann ob es versteuert wird oder nicht. Sofern du nur gelegentlich spielst und die Summe eher klein ist wird es wohl eher nicht versteuert.
Bei 4x3000 euro bist aber bei 12000 euro im jahr
Ich würde mal davon ausgehen dass es finanzamt da sehr wohl eine gewinnerzielungsabsicht unterstellt
Und das als einkünfte aus gewerbebetrieb deklariert.
Traurig aber wahr.
Was ich so mitbekommen habe fällt das pokerprofitum nicht mal unter die freiberuflichetätigkeit.
D.h. bei hohen gewinnen im jahr darfst noch gewerbesteuer zahlen.
Serious:
Bei der summe.
Such dir online einen berater der solche fälle kennt und lass dich beraten
Solltest du nur von den summen träumen und in wahrheit keine 12k im jahr machen würde ich kein gedanken an steuern verschwenden
Ich bin von fach. Habe keine lust mit lauien über begrifflichkeiten im steuerrecht zu diskutieren.
Lottospielen kannst du nicht gewerblich betreiben.
Poker spielen in deutschland schon.
Vorraussetzung für den gewerbebetrieb ist unter anderem die
Was ich mitbekam über den gräske(?) Reicht streng genommen schon profesionnels setup um eine gewinnerzielungsabsicht zu unterstellen
Nicht ohne grund rät er jeden der poker ernsthaft angehen will deutschland zu verlassen.
Und zu deinem beispiel
Nein.
Wenn du 200 000 im job verdienst und monatlich 1000 durchs pokern werden die einnahnen durch pokern nicht kleingerechnet.
Die gehören streng genommen in die est und werden auch versteuert mit deinem persönlichen steuersatz.
Und nachweis wegen geldwäsche ist was völlig anderes als einkünfte zu versteuern
Es kommt immer auf das FA drauf an. Ich kann dir aber jetzt schon sagen, dass du es in Dresden vermutlich sehr schwer haben wirst. Ich musste dort 2/2 mal meine Gewinne versteuern und kenne einen weiter Pokerspieler, bei dem es auch so ist. Wie immer kommt es aber auf viele verschiedene Sachen an (Sachbearbeiter, Variante, Spielverhalten, usw.)
Nach einem Umzug nach Hessen habe ich beim letzten mal Glück gehabt und ca 25k Euro steuerfrei durchbekommen.
Melde mich heute Abend ausführlicher, was mein Wissen betrifft und was ich im Netz gefunden habe. Bis dann Ciao und gutes Blatt
Auch Gewinne aus dem Online-Pokerspiel können der Einkommensteuer unterliegen
Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs vom 29. Juni 2023 - Nummer 031/23
https://www.isa-guide.de/isa-law/articles/276877.html
Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Mathematikstudent im Jahr 2007 mit dem Online-Pokerspiel –in der Variante „Texas Hold´em/Fixed Limit“– begonnen. Ausgehend von zunächst kleinen Einsätzen und Gewinnen steigerte er seine Einsätze allmählich.
Korn?♦
Finde ich ein schwieriges Thema! Wann ist man in den Augen der Steuer ein Profi, wann Hobbyspieler? Nur wenn ich viel Geld gewinne oder wenn ich meine Pokerhände gut/professionell spiele? Nur mal ein Beispiel: ein maniac hat in einem großen Turnier einen guten Lauf. Er spielt fast alle Hände, spielt fast immer aggressiv und hat einfach extremes Glück, gewinnt dann das Turnier, sagen wir 50k. Der maniac beschließt dann jeden Monat 1k auszucashen um so über 4 Jahre lang etwas großzügiger leben zu können. Sieht dann von außen betrachtet so aus als würde er stetig Monat für Monat 1k gewinnen, dabei hat er nur einmal Glück gehabt…
Also aus diesem Beispiel wird schon klar dass es wohl nicht ausreicht dass jemand gewinnt um ihn als steuerpflichtigen Profi zu klassifizieren. Es geht doch wohl eher darum wie jemand seine Hände spielt und warum, daran erkennt ein guter Spieler auch (angeblich, bin ja selber ein Fisch), ob ein anderer Spieler gut spielt oder nicht. Wird dann aber auch schwer zu beweisen sein dass jemand Profi ist weil angenommen ich komme mit AK gegen AA allin hab ich mein Geld ja eigentlich als großer Außenseiter reingebracht, hab ich da nicht einen Riesenfehler gemacht und hätte ich als Profi nicht ahnen können dass der Gegner AA hält und einen Fold finden müssen? Alles recht schwierig zu argumentieren dass jemand angeblich Profi ist… lassen sich auch bestimmt bei jedem angeblichen Profi x Hände mit schweren Fehlern finden, womit man beweisen kann dass man eigentlich nur Glück gehabt hat (zb A5s gegen KK allein gebracht und gewonnen, nur so als Beispiel). Könnte man sogar viele Hände finden die zb in der Vergangenheit von offensichtlichen Profis wie zb Phil Ivey komplett anders gespielt wurden wie man sie selber gespielt hat. Damit könnte man doch beweisen dass man die ganze Zeit Fehler macht und daher eben kein Profi oder wie seht ihr das?
Original von josch2001
Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Mathematikstudent im Jahr 2007 mit dem Online-Pokerspiel –in der Variante „Texas Hold´em/Fixed Limit“– begonnen. Ausgehend von zunächst kleinen Einsätzen und Gewinnen steigerte er seine Einsätze allmählich.
Korn?♦
zu dem Zeitpunkt befand er sich wahrscheinlich bereits zu Verhandlungen bei playtech um die Community zu vertickern…hat also ein Alibi
Ist ja im Prinzip egal, wie man das sieht, sondern es kommt darauf an, wie das die Rechtsprechung sieht. Und die ist ja nicht gerade spielerfreudig. Deine Argumente sind absolut nachvollziehbar, aber das Gericht muss nicht deiner Argumentation folgen. Das hohe Risiko liegt definitiv beim Spieler. Der muss erstmal die Kosten für Anwalt, Gericht etc. tragen.
Zum Thema "Sind Pokergewinne steuerpflichtig?" gibt es vom Rechtsanwalt Fabian Graske eine ganz gute Videoserie auf Youtube (Wer keine Lust auf die ganze Serie hat, kann sich auch nur den vierten Teil als Zusammenfassung reinziehen):
Imo wird kein Gericht oder Finanzamt jemals gespielte Hände auf Glück oder Können analysieren.
https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidung/entscheidungen-online/detail/STRE202310129/
Mit diesem Urteil ist jeder hier auf der Seite ein professioneller Spieler und muss 30-40% seiner Gewinne ans Finanzamt abdrücken. Wundert mich, dass es dazu noch keinen Thread gibt, oder habe ich den den nur übersehen?
Was sagt Herr Graske denn zu dem Urteil - oder ist er gar der Anwalt des unterlegenen Klägers?
So weit ich sehe, bleibt das Urteil in dem Rahmen, den die Rechtsprechung vorgibt. Man könnte die Gerichte vielleicht irritieren, indem man trotz "professioneller" Ausstattung Verluste deklariert ...
Original von cHaiNSawMasSacRe
https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidung/entscheidungen-online/detail/STRE202310129/Mit diesem Urteil ist jeder hier auf der Seite ein professioneller Spieler und muss 30-40% seiner Gewinne ans Finanzamt abdrücken. Wundert mich, dass es dazu noch keinen Thread gibt, oder habe ich den den nur übersehen?
Was sagt Herr Graske denn zu dem Urteil - oder ist er gar der Anwalt des unterlegenen Klägers?
Warum? Viele hier spielen doch gar nicht. Viele hier sind Loosingplayer... Bei dem Fall hatte der Spieler ja folgende Winnings:
2009: 105.000 €,
2010: 445.000 €,
2011: 645.000 €,
2012: 735.000 €,
2013: 400.000 €.
Ist jetzt nicht verwunderlich, dass er als professioneller Spieler vom FA eingestuft wird.
Bin mal gespannt wie lange es dann dauert bis die ersten Spieler ihre Verluste geltend machen wollen. Sollte dann ja imo auch möglich sein
Der Kläger akzeptiert die ‑‑angesichts von zwischen 2009 und 2013 mehr als 784 000 durchgeführten Spielen und einer Spielzeit von über 5 500 Stunden offensichtlich zutreffende‑‑ Würdigung des FG, er habe mit Wiederholungsabsicht gehandelt. Er behauptet aber, er habe sich damit keine ständige Erwerbsquelle erschließen wollen, weil er die mit dem Pokerspiel erzielten Gewinne während seines fortgesetzten Studiums nicht zur Finanzierung seines ‑‑anderweitig sichergestellten‑‑ Lebensunterhalts ausgegeben, sondern angespart habe. Er habe auch keinen weiteren Nutzen aus seiner Spieltätigkeit gezogen (z.B. Einsatz als Werbefigur, Auftritte bei Veranstaltungen, Leitung von Kursen).
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Herrlich...
Wäre er damals zB nach England ausgewandert, hätte er einfach rd. 1.000.000 € Steuern gespart.