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[Geschlossen] [NL2] AK

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Ich werde auch mal was dazu schreiben, aber ich brauch etwas Zeit damit meine Argumentation nachvollziehbar wird und der Post etwas ausschweifender wird.

Was allerdings gesagt wurde mit dem 72 Beispiel und der Range weithalten trifft es im Grunde. Dazu kommt noch der Positionsnachteil der hier kaum noch Anreiz gibt einen riesigen Pot aufzubauen.


push als Placeholder - habs irgendwie nicht mehr gesehen, dass ich da was schreiben wollte.


Entschuldigt die große Verzögerung.

In NL Holdem geht es darum eigene Fehler zu minimieren und die Fehler des Gegners zu maximieren.
Dies geschieht dadurch, dass man selber sinnvolle Entscheidungen trifft und die unsinnigen Entscheidungen der Gegner maximal bestraft. (indem man sie erkennt und exploitet)

Ich frage mich jetzt hier z.b. Preflop vor einer 3-Bet:

Wenn ich reraise OOP mit AK gegen eine Range, die wahrscheinlich schon sehr stark ist (und die ich mit AK nur geringfügig dominiere

Text results appended to pokerstove.txt

2,767,083,264 games 1.821 secs 1,519,540,507 games/sec

Board:
Dead:

equity win tie pots won pots tied
Hand 0: 41.719% 36.65% 05.07% 1014172456 140227484.00 { 88+, A9s+, KTs+, QTs+, AJo+, KQo }
Hand 1: 58.281% 53.21% 05.07% 1472455840 140227484.00 { AKs, AKo }

)

welchen Fehler mein Gegner machen wird, wenn ich ihn 3-bette. Wenn er keine/kaum schlechtere Hände weiterspielt, dann macht er keinen Fehler - wenn mein Gegner keinen Fehler macht, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich in dem Spot kein Geld gewinne.

Ein weiteres Problem ist die potentielle 4-bet des Gegners. Ich weiss hier z.b. nicht wie der Gegner über unsere 3-Bet denkt und mit welcher Range er eine 4-Bet macht - das kann dazu führen, dass ich entweder zu light broke gehen muss oder zu tight folde. Da mir diese Information nicht zugänglich ist, ist 3-Bet/Fold eigentlich keine Alternative und 3-Bet/Shove bzw. 3-Bet/Call auch keine.

=> Call.

Der Call hat jetzt folgenden Vorteil: Wir sollten uns mit dem Gedanken anfreunden, dass man OOP sowieso gegen kaum einen Gegner (und sei er noch so schlecht) überhaupt eine große Edge aufbauen kann. Wenn die potentiell Range des Gegners dann auch noch sehr stark ist, dann habe ich noch weniger Anreiz einen großen Pot mit einer eher spekulativen Hand wie AK aufzubauen (AK will entweder Preflop irgendwas cooles machen oder Postflop alle 5 Karten sehen).

=> d.h. ich calle und spiele einen kleinen Pot OOP und unterepräsentiere meine eigene Range etwas und erzeuge einen Spot für meinen Gegner in dem meine Range extrem schwierig lesbar wird. (ich würde sogar so weit gehen und gegen sehr gute Gegner hier Preflop so gut wie gar nicht mehr 3-betten)

Zu der Sache mit 72 vs. AK: Wenn ich mit AK vorhabe eine 3-Bet zu machen und auf eine 4-Bet zu folden, dann muss ich mir ABSOLUT sicher sein, dass der Gegner dies nur mit einer Range ala QQ+ macht. Sobald dies tatsächlich nicht der Fall ist, hätten wir für den "Move" genausogut 72o nutzen können und hätten im Vakuum auch noch Geld gemacht, da 72o wahrscheinlich von jeder Hand, die der Gegner auf die 3-Bet folded massiv dominiert gewesen wäre.
Der Gegner wird aber hier sehr wahrscheinlich KEINE Hand folden, die AK dominiert (und selbst TT hat eine kleine Equityedge und die ist IP sehr viel einfacher zu realisieren als z.b. OOP).


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