D.h. DU bist am Turn niemals in der Situation bluffen zu können, sondern hast prinzinpiell immer SD Value.
=> 22, 55 und JJ sind deine 3 Sets und machen somit 9 Kombinationen aus (stärksten Hände in deiner Range)
=> QQ, KK, AA sind deine Overpairs und machen somit 15 Kombinationen deiner schwächsten Hände aus.
Wenn dein Gegner diese Range kennen würde, dann würde er selber nur callen, wenn er eine Range aus 22, 55, JJ, QQ, KK, AA am Turn schlägt. (in dem Fall würde er nur mit KK+ oder besser am Turn callen an Made Hands)
Das hat folgenden Grund:
KK ist die erste Hand die 30% Equity gegen dich hat und somit in der Lage ist oft genug gegen QQ vorne zu sein und aufgrund der Potodds callen könnte.
D.h. im Umkehrschluss, dass du KK selber nicht setzen solltest, sondern erst AA, wenn du am Turn ankommst.
Ein wesentliches Problem in der Situation ist aber, dass du gegen einen halbwegs kompetenten Spieler kein Geld gewinnen kannst, da deine Range so klar ist (du erst ab KK+ valuebetten kannst) und deine Handrange ziemlich zielsicher auf dem Tisch liegt. Du willst solche Situationen vermeiden - aus diesem Grund solltest du am Flop auch nicht bloss mit 22, 55, JJ, QQ, KK, AA callen, wenn du geraist wirst, sondern auf diesem Board mit einer Vielzahl von Händen (Jx, TT, A4s, A3s mit Backdoorflushdraw etc.) - dadurch wird deine Callingrange am Flop nicht so einfach definiert UND du bringst den Gegner am Turn in eine komplizierte Situation:
Deine Bettingrange besteht nicht nur aus KK, AA, JJ, 22 und 55, sondern aus einem Spektrum aus Händen:
a) starke Made Hands
b) Bluffs
c) mittelstarke Made Hands
Solange du eine gesunde Gewichtung in diesem Spektrum aufrecht erhälst (bzw. dein Gegner glaubt, dass du dieses Spektrum hast) wird dein Gegner schonmal nicht gegen dich gewinnen können.
Ich hoffe diese Argumentation ist klar geworden - ansonsten nochmal nachfragen.
In der Praxis sieht es jetzt so aus, dass es möglicherweise am sinnvollsten ist nur mit 22, 55, JJ, QQ+ am Flop zu callen und hier einfach alles zu setzen - und zwar weil dein Gegner deine Handrange falsch liest und GLAUBT, dass du auch die genannten Bluffs in der Range hat oder glaubt, dass du dünne Valuebettest (z.b. TT oder JT) und startet zum Calldown.
Diese Abweichung von sinnvollen Spielzügen zu finden ist letztendlich deine Aufgabe am Tisch