Das habe ich schon verstanden, ich hätte nur gedacht, dass der Raise sogar noch aussagekräftiger ist, da ich mit nem Turncheck doch viel eher eine Bluffbet herausfordere. Und deshalb würde ich ein Check mit einer Aufgabe der Hand gleichsetzen, da ich nach Odds am Turn mit 2 Outs nicht wirklich viel callen kann, wenn ich mich hinten sehe.
Oder wird tatsächlich eher gebluffraised, da das der stärkere Move ist? Würde ich auf den Microlimits aber eher nicht erwarten. Aber wenn die Erfahrungen da andere sind, lasse ich mich gerne überzeugen.
Oder anders gefragt: Wenn ich den Turn checke, und der Gegner bettet dann, wovon mach einen Call abhängig ohne vernünftige Infos vom Gegner? Denn Stats von 70 Händen sind ja wohl nicht wirklich aussagekräftig. Dann bleibt ja nur die Betsize, und ich muss davon ausgehen, auch noch eine Riverbet callen zu müssen. Oder denke ich da jetzt komplett falsch?
Edith sagt:
Ich habe mir das jetzt noch mal angesehen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob check oder bet Turn sinnvoller ist, aber ich habe mir zumindest mal nach dem Turnraise eine Range des Gegners ausgedacht, die mir sinnvoll erscheint.
Board: J♦T♦5♥ 7♠
Equity Win Tie
MP2 54.67% 53.35% 1.32% { AdAs }
MP3 45.33% 44.02% 1.32% { TT+, 55, AJs, KQs, QJs, JTs, 98s }
Danach hätte ich ja immer noch eine knappe Equity dem Gegner gegenüber. Müsste ich damit (egal ob nach bet oder check) immer callen? Soll heißen, geht man mit Aces gegen eine Set nunmal broke, ist das quasi ein Naturgesetz?
Oder gilt das nur für den Flop? Wäre ich am Flop gegen die Action schlussendlich Allin gegangen, am Turn jedoch nicht?