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NL2 - AA gegen Turnraise

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Known players:
[tg]Position_Stack:hands/vp$ip/RaisePreflop/AF/WTS/ORL/BBvsSteal/W$SD;Hero$2,18:///////;MP3$2,85:70/17/6/3,0/44/0/-/43;[/tg]
0,01/0,02 No-Limit Hold'em (7 handed)
Hand recorder used for this poker hand: PokerStrategy.com Elephant 0.106 by www.pokerstrategy.com.

Preflop: Hero is MP2 with A♠, A♦
MP1 folds, Hero raises to $0,08, MP3 calls $0,08, 4 folds.

Flop: ($0,19) J♦, T♦, 5♥ (2 players)
Hero bets $0,15, MP3 calls $0,15.

Turn: ($0,49) 7♠ (2 players)
Hero bets $0,37, MP3 raises to $0,76, Hero ???

Call Flop, raise Turn muss man schon ernst nehmen, oder!? Auch wenn es nur ein minraise ist. Ich soll dann ja schließlich callen...
Zumal er ja JJ oder TT (oder auch 55) durchaus korrekt callt preflop.

VG


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8 Antworten
Spielstephan
Beigetreten: 02.02.2008

Es wird ein Set oder Str sein. Die bet ist gut gesetzt, das der Pot bei call des r am River 2 $ groß ist du noch ca 1 $ behind hast und seinen push am River auch noch meist bezahlen wirst.


Antwort
Zitat

Ich würde mir auf solchen Board ganz genau überlegen, ob ich überhaupt setze.

Denn diese Turnkarte lässt auch noch mit 89s die Straße ankommen -> das führt dazu, dass der Gegner viel öfter glaubhaft bluffraisen kann (z.b. sowas wie 99 oder 88 oder schlichtweg den Flushdraw). Ohne Reads über seine Raisingrange ist der Turn fast nicht callbar - selbst wenn das nur ein Minraise ist.

Was für einen Call hier spricht ist die Boardtextur -> der Flop ist extrem drawheavy und dein Gegner repräsentiert hier eigentlich nur 89s und manchmal JJ. TT, 55, JT würden ja meistens am Flop raisen -> hier muss man sich mal mit der Aggressionfrequency des Gegners auseinandersetzen Postflop, da man daraus evtl. eine Idee bekommen könnte was hier am Turn los ist.


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Das heißt, die Hand am Turn aufgeben und c/f spielen ist ohne Reads der sicherere Weg?

Stephan: Meinst Du, dass die Bet gut ist, oder dass ich mich mit der Bet schon committed habe?


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Spielstephan
Beigetreten: 02.02.2008

Ich würde wie du auf dem Turn anspielen, aber auf das raise aufgeben.


Antwort
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Alles klar, verstanden. Das habe ich auch schon gedacht. C/F wäre wahrscheinlich mit AA etwas zu weak. Danke.


Antwort
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Lies dir meinen Post nochmal in Ruhe durch.

Das große Problem in der Situation ist die Tatsache, dass man hier mit AA nicht so genau sagen, ob man am Turn gegen einen Raise hinten oder vorne ist. Es besteht die Möglichkeit, dass der Gegner hier einen Semibluff raushauen könnte oder irgendwas "überspielt" oder was auch immer.

Um diesem "keine Ahnung womit er raist, ich folde aber mal vorsichtshalber" vorzubeugen ist es in solchen Situationen, in denen man nicht klar sagen kann, ob B/F, B/C oder Bet/Shove das beste ist, besser selber zu checken und Potcontrol zu spielen.

Es ist hier ja jetzt auch nicht so, dass man klipp und klar valuebetten kann, weil der Gegner oft den Flushdraw halten wird (was er oft nicht tut, weil wir A:d halten und damit zig Flushdrawkombinationen aus seiner Range entfernen -> was seine Raisingrange am Turn im ersten Moment erstmal verstärken könnte)


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Das habe ich schon verstanden, ich hätte nur gedacht, dass der Raise sogar noch aussagekräftiger ist, da ich mit nem Turncheck doch viel eher eine Bluffbet herausfordere. Und deshalb würde ich ein Check mit einer Aufgabe der Hand gleichsetzen, da ich nach Odds am Turn mit 2 Outs nicht wirklich viel callen kann, wenn ich mich hinten sehe.

Oder wird tatsächlich eher gebluffraised, da das der stärkere Move ist? Würde ich auf den Microlimits aber eher nicht erwarten. Aber wenn die Erfahrungen da andere sind, lasse ich mich gerne überzeugen.

Oder anders gefragt: Wenn ich den Turn checke, und der Gegner bettet dann, wovon mach einen Call abhängig ohne vernünftige Infos vom Gegner? Denn Stats von 70 Händen sind ja wohl nicht wirklich aussagekräftig. Dann bleibt ja nur die Betsize, und ich muss davon ausgehen, auch noch eine Riverbet callen zu müssen. Oder denke ich da jetzt komplett falsch?

Edith sagt:
Ich habe mir das jetzt noch mal angesehen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob check oder bet Turn sinnvoller ist, aber ich habe mir zumindest mal nach dem Turnraise eine Range des Gegners ausgedacht, die mir sinnvoll erscheint.


Board: J♦T♦5♥ 7♠
       Equity     Win     Tie
MP2    54.67%  53.35%   1.32% { AdAs }
MP3    45.33%  44.02%   1.32% { TT+, 55, AJs, KQs, QJs, JTs, 98s }

Danach hätte ich ja immer noch eine knappe Equity dem Gegner gegenüber. Müsste ich damit (egal ob nach bet oder check) immer callen? Soll heißen, geht man mit Aces gegen eine Set nunmal broke, ist das quasi ein Naturgesetz? ;) Oder gilt das nur für den Flop? Wäre ich am Flop gegen die Action schlussendlich Allin gegangen, am Turn jedoch nicht?


Antwort
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Eben das ist doch das Problem wieso C/C Turn > B/x Turn ist.

Mit C/C Turn sagst du: Hey Gegner meine Range ist weak mach was.

Mit Bet Turn sagst du: Hey Gegner meine Range ist irgendwas zwischen stark und Draw -> such dir aus ob du was machst oder nicht.

Fakt ist, dass die Turnkarte deinem Gegner mehr geholfen hat als dir (und deiner Range -> ich vermute mal 89s gehört nicht unbedingt eine deine Prefloprange).

Da du nicht weisst, wie er auf diese Turnkarte reagiert und das überhaupt erkennt begibst du dich mit einer Bet in eine möglicherweise unlösbare Situation. Vielleicht raist er Toppair, vielleicht auch nicht. Vielleicht polarisiert er seine Range und hat hier Sets und Bluffs.


Antwort
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