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[Highlight] Turnbet vs Check - Variable Turnkarte

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firsttsunami
Beigetreten: 23.01.2006

In diesem Highlight-Thread möchte ich eine Hand besprechen, die ich vor einigen Monaten mit Cornholio und den Zuhöreren im Coaching versuchte zu erörtern und wir zu keinem klaren Ergebnis gekommen sind. Es handelt sich um einen Semibluff-Spot out of Position. Unsere Hand ist Q♠J♠ im Blindwar, 6max.

Situation 1)

Preflop: Hero is SB with Q♠, J♠
4 folds, Hero raises, BB calls.

Flop: (4,00 SB) T♠, 8♥, 4♦ (2 players)
Hero bets, BB calls.

Turn: (3,00 BB) 7♠
Hero?

Situation 2)

Preflop: Hero is SB with Q♠, J♠
4 folds, Hero raises, BB calls.

Flop: (4,00 SB) T♠, 8♥, 4♦ (2 players)
Hero bets, BB calls.

Turn: (3,00 BB) 2♣
Hero?

In Situation 1) bekommen wir neben unserem Gutshot- + Overcard-Outs, noch zusätzliche 9 Outs auf den Flushdraw. Insgesamt können wir also mit 4(Gutshot)+3(Overcards) + 9(Flushdraw) 16 Outs rechnen. Das entspricht in etwa 36,8% Equity.

Die andere Seite der Medaille ist jedoch, dass die 7 auch sehr viele Hände des Gegners improved hat. Zu nennen sind 65 67 J9 J7 K7 69 75 79. Einige Hände haben die Straight gemacht und werden den Turn raisen und einige Hände haben zumindestens ein Pair aufgepickt, was sehr wahrscheinlich downcallen wird.

Mit unserer sehr guten Equity und nur Q-high ist eq-wise, als auch GTO-wise eine Bet sicher kein Fehler aber im Angesicht der vielen Hände die improved haben und der Tatsache, dass ein paar Ax und Kx , die am Flop geepelt haben, jetzt häufig noch einen Gutshot haben und frühsten am River folden werden, ist die FE sehr marginal und im Vakuum wäre auch eine c/c c/f River Line eine Überlegung wert.

Situation 2)

Im Vergleich zu Situation gibt uns die 2♣ keine zusätzlichen Outs. Eine 2♠ wäre besser gewesen. Jedoch sorgt diese Karte auch dafür, dass viele Hände , darunter viele Straightdraws, weiterhin unimproved sind und dadurch der Showdownvalue von Q-high merklich ansteigt. Ein Argument für eine Bet wäre jetzt zu behaupten, wir sind noch gegen einige Draws vorne und können diese mit einer Bet zum Folden bringen. Vielmehr möchten wir aber - und dass das passiert ist sehr wahrscheinlich - eine oder sogar 2 Bets von schlechteren Straightdraws herausholen. Das bringt uns mehr Profit ein, als wenn er in dem kleinen Pot einen Straightdraw foldet. Ein Checkbehind von einer Hand wie 79 oder 67 oder sonstwelchen hopeless-Hands, ist sehr unwahrscheinlich. Immerhin gibt es einige Jx Qx Kx Hände, die er mit einer Bet zum Folden bringen kann.

Durch den Showdownvalue unserer Q-high Hand ist ein check/call in diesem Szenario deutlich die bessere Wahl, als es in Hand 1) der Fall ist.

Cliffs:

Im Vergleich Situation 1) zu Situation 2), ist in Situation 1) eine Bet knapper, trotz der vielen Outs, die wir haben.

Fazit:

- Auch mit einem starken Draw ist bei unzureichender FoldEquity eine Bet nicht immer automatisch die beste Wahl. Gerade wenn die Turnkarte sehr viele Hände des Gegners improved.

- Bluffinduce, gerade bei einer Anzahl vieler schlechterer Draws, die auf eine Bet folden, hat in kleinen Pötten mehr Value, als ein paar Outs zum Folden zu bringen

Fragen:

- Wäre gar in Situation 2 ein check/call mit einer Hand wie J9 viable oder ist das aufgrund von mehr Outs und FE gegen Q9 QJ eine easy Bet?

- Inwiefern beeinflusst der 3bet-Wert unsere Entscheidung in Situation 1)?

Da es mein 1. Highlight-Thread ist, hier die letzten 2 Highlight-Threads von cjheigl!

https://forums.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?threadid=1680747
https://forums.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=14873223#post14873223

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