Original von HeroHelmut
Warum ändert sich was, wenn ich einmal den "zum River downcall" vorhabe und einmal 5th unimproved folden will?! Ist der 5th call doch so -EV?
du meinst den 4th call, nehm ich an?!
der ist halt nur dann -EV, wenn du später in der hand (zB an 5th) foldest bzw
folden musst, weil du ja in dem moment potequity aufgibst.
deswegen überprüf ich auch ständig, ob unsere equity während der hand mal
zu stark abfallen könnte als dass wir dann noch zum river wöllten.
Original von FjodorM
daß Odds und Outs davon ausgeht, daß die Bet verloren ist wenn wir nicht hitten, wir beim Stud im Unterschied zu Holdem aber noch eine Runde mehr haben um zu treffen und somit nur (1-equity) der Bet verloren ist?
hm jein. nicht nur die bet, sondern sogar den ganzen pot, gibt das system
verloren. und das obwohl wir ja auch ohne hit noch equity am pot haben, mit
der wir eventuell weiterspielen und gewinnen können.
hat man zB 33,3%, dann braucht man nach odds&outs 2:1 direkte odds.
die rechnung dazu ist dann:
1/3 * 2 + 2/3 * (-1) = 0
aber hat man in diesen 2/3 der fälle wirklich einfach 1 verloren und es endet?
nur wenn man dann foldet, ansonsten nicht!
im grunde gilt das alles auch fürs holdem, aber da kann kein interessanter
fall auftreten, weil immer wenn der pot am flop >2SB ist, die potodds am
turn schlechter sind als am flop. man kann also wenn die odds schon am
flop zu schlecht sind um nach odds&outs zu drawn, auch keinesfalls nach diesem
equityprinzip bis zum river drawen.
zu dem hi/lo bsp mit der reinen low hand hab ich nochma neu gerechnet,
weil die hand des gegners oben enthält ja nur karten, die wir nich brauchen,
was ja zu schön is um wahr zu sein ♦
also hab ich ma realistischere equitys genommen:
4th 35%, 5th 28%, 6th 17,5%
mit der rechnung wie weiter oben schon wo bekommt man für jede street
eine mindestpotsize, um nach equity den river sehen zu dürfen:
4th 2,14BB, 5th 3,14BB, 6th 3,7BB
an 4th kommt eine BB neu in den pot, an 5th 2BB
wir sehen also: zwischen 4th und 5th ises arg knapp und die equity sollte
in der realität besser tatsächlich nicht stärker als angenommen droppen,
wenn wir mit nur 2,14BB im pot drawen wollen.
der sprung von 5th nach 6th ist natürlich easy und wie oben gezeigt einfach
immer in ordnung.
in diesem extrem vereinfachten fall (wirklich 0% highequity) sollte man dann auch nicht 4th callen und an 5th dann folden:wenn an 5th tatsächlich
weniger als die erforderlichen 3,14BB im pot sind, dann waren ja auch an 4th
weniger als 2,14 drin, was schon diesen call schlecht machen würde. also
würd ich sagen ganz oder gar nicht ♦
in der realität is die sache halt leider nur nie so einfach. wann ham wir schon
0% equity für high an 4th (und wissen das auch noch). also machts imho auch sinn 4th zu callen, und dann weiterzuschauen. trifft man, freerolled man
oft und mit nem kleinen paar kriegt man meistens high equity...
dann nochmal zu den 2,14BB, die an 4th im pot sein müssten. ich denke die
equityannahmen sind besser bei dieser rechnung und so deckt sich dann
die mathematik auch doch wieder eher mit dem, wie man so spielt:
im einfach completeten HU pot sind die antes nichtmal am vollen FT tisch hoch
genug um die 2,14BB zu erreichen, also chased man nich jeden low-only-draw
einfach zum river. also hat sich das auch, war doch sehr erstaunlich ♦
ziemlich krass auch, wie der unterschied von 2,5% fast 0,5BB ausmacht!