Relevant bei der Entscheidung ob man 3-bettet oder nicht sind primär
a) Stacksizes
b) Die eigene Hand
c) Unser Skill gegen einen bestimmten Gegner
d) Usere Position
a) Je deeper wir sind, desto kritischer werden möglicherweise Reverse Implied Odds. D.h. deepstacked möchte man große Pötte mit starken Händen spielen.
Beispiel 200bb deep CO openraised, wir im BU mit A5s. Hier kann man auch mal eine 3-Bet anbringen, da wir in deepstacked Situationen IP mit solchen Händen viel Druck ausüben können und zwar gezielt mehr als z.b. 50 oder 100BB deep. (für CO wird es schwierig 200BB deep z.b. mit einem Overpair zu stacken und Preflop ist es 200BB auch nicht so einfach AK oder QQ reinzubringen wodurch wir Preflop als auch Postflop viel Foldequity + Equity halten + den Nutflush falls es zu einer Setupsituation kommt und grade Deepstacked ist es wichtig die Nuts zu halten wenn es viel viel Action gibt)
Natürlich wird der Random NL10 Fisch sich nicht sonderlich von Stacksizes beeindrucken lassen und auch sein Overpair für 200BB einfach downcallen. Daher unbedingt drauf achten mit wem du es zu tun hast.
b) 100BB deep ist die Entscheidung ob man 3-bettet oder called relativ einfach mit guten Händen
i) Wenn der Gegner mit deutlich schlechteren Händen unsere 3-bet called -> 3-betten
z.b. wissen wir das der Gegner mit einer Range aus 55+, A6s+, ATo+, JTs+, QJo+, KJo etc called.
AJ wäre hier z.b. eine Hand mit der man hier wunderschön 3-betten kann, da der Gegner viele schlechtere Hände called
ii) folded der Gegner die meisten schlechteren Hände weg und called nur mit wenig bis gar nichts schlechteren -> callen
Z.b. raised der Gegner mit im CO mit einer recht weiten Range, ABER called nur mit AQ+, TT+ auf unsere Button 3-bet. In dem Fall solltest du mit z.b. TT oder 99 besser nur callen, da deine Equity gegen seine Callingrange nicht sonderlich prall ist und du lieber gegen seine weite Range spielen solltest.
Bluff 3-Bets sind eine andere Geschichte. Es ist es zuerst wichtig, dass du abschätzen kannst wie der Gegner auf deine 3-Bet reagiert. Folded er viel, dann kannst du viele Semi Trash Hände 3-betten (z.b. mit A6o oder 96s, also Hände die sich Postflop eigentlich nicht so gut spielen lassen, aber quasi "suckout" potential haben). A6o hat gegen QQ z.b. noch 27% Equity und 96s kann auch Postflop viel Equity floppen.
c) Je besser du die Ranges deiner Gegner einschätzen kannst in besonderen Spots und auch abschätzen kannst wie sie auf bestimmte Spielweisen von dir reagieren kannst du auch mit starken Händen wie KK mal callen oder mit schwachen Händen wie A6o auch mal 3-betten. 100BB deep ist Postflopskill in 3-bet Pots noch nicht allzuwichtig, allerdings wirst du gegen sehr starke Gegner 250bb deep plötzlich erhebliche Probleme bekommen können, wenn du KK 3-bettest und sie dich callen etc.
In dem Fall solltest du einfach den Tisch verlassen.
d) Position ist EXTREM wichtig. Viele Spieler machen immer wieder den Fehler und fangen mit lighten 3-Bets und Calls IN den Blinds an. OOP zu spielen ist sehr schwierig und erfordert sehr viel Handreading und die Fähigkeit viele dünne Bluffs zu spielen.
Wenn man anfängt mit lighten 3-bets und passiven Calls, dann solltest man das im CO/BU machen. Dort wo die gegnerischen Ranges weit und schwach sind können wir besser Druck ausüben als wenn sie mit starken Ranges spielen. (d.h. man sollte nicht unbedingt gegen UTG Raises lighte 3-bets machen)