Ich versuch's mal zu erklären, sorry im Voraus sollte einiges oder gar alles davon dir schon bekannt sein.
Ich habe ihm eine 22% Range first in vom CO gegeben, genau genommen diese:
22+, A2s+, KTs+, QTs+, J9s+, T9s, 98s, 87s, 76s, ATo+, KTo+, QTo+, JTo
Das sind exakt 290 Kombinationen.
Deine call3bet Range von 99+, ATs+ sind 52 Kombinationen.
zu deutsch hieße das, dass er (wenn die Ranges stimmen würden) nur in 18% der Fälle auf deine 3bets weiterspielt und zu 82% foldet.
er openraist auf 4bb, du 3bettest auf 14bb (deine 12bb sind zu niedrig).
Damit du profitabel 3betten kannst, nur alleine aufgrund der FE muss er in 71,05% der Fälle folden -> foldet er öfter man kann ihn theoretisch also mit any2 +EV bluff3betten, weil er zu oft foldet.
Openraist er seltener oder callt er mehr 3bets ändert sich das natürlich. Nehmen wir jetzt einfach mal an, er würde so tight openraisen, dass man ihn nicht mehr profitabel mit any2 bluff3betten könnte.
Jetzt wollen wir eine Range 3betten, die
1. die immer noch sehr hohe FE ausnutzt, also bluffs drin haben, damit wir nicht unsere Monster verbrennen.
2. in den Fällen in denen er weiterspielt noch Equity und eine sehr gute playability hat.
3. wenn er auf unsere 3bet weiterspielt ne klare Entscheidung haben -> fold or broke.
Mit den kleinen PPs ist es nun der Fall, dass du postflop total crusht bist gegen sein call3bet Range, es sei denn du triffst dein Set.
Wenn du die PPs also als pure bluffs mit eventuellem setvalue bei nem call spielst, wieso dann nicht die PPs nur coldcallen anstatt 3betten, immerhin hast du auch dann die setvalue Geschichte drin und es ist nicht so teuer zu setminen. Zudem verschenkst du die PPs nicht in den Fällen in denen er foldet auf deine 3bet.
Nimm lieber Hände wie 56s, 86s, 96s oder ähnliche, also Hände die du eigentlich folden willst, aber die du zum bluff3betten nimmst und die wenn er denn mal callt ab und zu sehr gut treffen und ihn dann oft stacken (weil versteckt + er hat ne starke Hand) während du halt ansonsten postflop einfach durchgehend c/f spielst.
Denn du hast halt pre geblufft hat halt dieses Mal nicht geklappt, weil er ne starke Hand hatte, ok next time und aufgeben.
Genau dasselbe gilt halt auch für deine 77 Hand nur dass natürlich ein PP, gerade wenn es 2nd pair ist verlockend aussieht, aber du sagst doch dass er 99+, ATs+ spielt, nun dagegen hat 77 nichtmal 30% Equity preflop und auf dem Flop Kc6h5h sind's ganze 25% (!) -> c/f du hast geblufft, seine Range crusht dich total -> gib einfach auf.
Also nochmal in der Zusammenfassung:
- versuche herauszufinden wie seine call3bet Range aussieht.
- bestimme das Verhältnis zu seiner Openraiserange
- daraus kannst du deine 3bet Range zusammenstellen: einen bluffteil der zu schwach ist zum coldcallen aber postflop bei calls ne gute playability hat -> SCs, 1gapper, 2gapper und einen valueteil, der seine Range die er auf 3bets weiterspielt crusht.
- Wenn du dann bluffst und gecallt wirst gibst du auf es sei denn du floppst ein Monster.
Also keine PPs mehr bluff3betten, erst recht nicht wenn seine call 3bet Range dich total dominiert und crusht, lieber coldcallen auf setvalue und nur SCs, 1gapper und 2gapper zum bluffen nehmen, weil diese nicht dominiert sind und du mit PPs eben auch so setminen kannst.
(Wenn das was ich hier ausgeführt habe den Artikeln von PS.com widerspricht, so be it -> Scooop hat Recht
)