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[Geschlossen] String Theorie for Dummies

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Kuhfighter
Beigetreten: 19.07.2006

Gerade wertvolle Zeit damit "verschwendet"...String Theorie fickt einfach meinen Kopf weg.

http://www.youtube.com/profile?user=ogniank&view=videos

PS: Part 01 bis Part 11 anschauen (erwähne ich nur, damit es hier nicht zu Verwechslungen kommt).


13 Antworten
zweiblum88
Beigetreten: 09.05.2006

was mir geholfen hat, Stringtheorie nachzuvollziehen war die Aussage: Die normale Quantenmechanik ist eine Theorie über die Physik von Punktteilchen, Stringtheorie ist die Erweiterung auf 1 dimensionale Objekte.


sick aber gut


Kuhfighter
Beigetreten: 19.07.2006

Die Thorie nachzuvollziehen ist ja nicht das Problem, aber die Konsequenzen die sich daraus ergeben.
Die würden das momentane Weltbild einfach zerstören.

-11Dimensionen
-unendlich viele Paralleluniversen
-mögliche Kommunikation mit diesen
-damit verbunden der Untergang der Kiche


MadCow
Beigetreten: 15.09.2006

alle Konsequenzen sind reine Spekulation und können (zum allergrößten Teil) nicht getestet werden.
Stringtheorie ist bisher nur ne schöne in sich konsistente mathematische Spielerei.
Man könnte es auch eine Art Religion unter Wissenschaftlern nennen :)


Kuhfighter
Beigetreten: 19.07.2006

Das ist richtig, aber wenn man ein Graviton oder Supersymetrie im LHC entdecken würde, wäre es quasie wie ein Beweiß.


MadCow
Beigetreten: 15.09.2006

nein
Gravitons gibt es auch in anderen Theorien und Supersymmetrie braucht keine Stringtheorie um zu funktionieren, sie ist mehr eine Eigenschaft die Theorien vermutlich haben müssen um zu funktionieren.

String theorie ist übrigens nicht die einzige Theorie die alle 4 Naturkräfte vereint.
Komischerweise ist es aber die einzige über die es solche Art Dokumentationen gibt.
Ne andere wäre z.b. die Schleifenquantengravitation (Loop quantum gravity).


Kuhfighter
Beigetreten: 19.07.2006

Gibts dazu Infomaterial? :)
Habe Physik Vorlesungen in der Uni gehasst, aber sowas fasziniert mich unheimlich.

PS:


Thurisaz
Beigetreten: 15.07.2006

Original von MadCow
Man könnte es auch eine Art Religion unter Wissenschaftlern nennen

Eine Theorie ist aber eine Vermutung die konsistent sein sollte und man nimmt sie an, wenn sie einem nach aktuellen Informationen am wahrscheinlischsten erscheint. Wobei man sich aber bewusst ist, dass es auch anders sein könnte.

Eine Religion hingegen muss noch nichtmal widerspruchsfrei mit sich selbst oder der wahrgenommenen Realität sein, außerdem können ihre Anhänger feste von ihr überzeugt sein, ohne eine Abwägung zu tätigen ob andere Haltungen eventuell realistischer sind.

Thurisaz


MadCow
Beigetreten: 15.09.2006

Deine Definition von Religion schließt die Stringtheorie nicht aus.
Eine Religion kann (prinzipiell) auch widerspruchsfrei sein.

Stringtheoretiker glauben das die Welt (oder zumindest der allergrößte Teil davon) durch ihre Theorie erklärbar ist.
Andere glauben das die Welt von Gott erschaffen und geregelt wird.
Ich sehe eigentlich keinen Unterschied, für beides gibt es keinen beleg.

Nur der Anteil der Anhänger die sich im klarem sind das ihre Theorie eventuell nicht das wahre ist dürfte bei den Stringtheoretikern größer sein als bei anderen Religionen.


Thurisaz
Beigetreten: 15.07.2006

Original von MadCow
Deine Definition von Religion schließt die Stringtheorie nicht aus.
Eine Religion kann (prinzipiell) auch widerspruchsfrei sein.

Sicher kann eine Religion auch die Stringtheorie beinhalten.

Stringtheoretiker glauben das die Welt (oder zumindest der allergrößte Teil davon) durch ihre Theorie erklärbar ist.
Andere glauben das die Welt von Gott erschaffen und geregelt wird.
Ich sehe eigentlich keinen Unterschied, für beides gibt es keinen beleg.

Für beides gibt es keinen Beweis, aber nur der Schöpfungstheorie fehlt jeglicher Beleg.

Nur der Anteil der Anhänger die sich im klarem sind das ihre Theorie eventuell nicht das wahre ist dürfte bei den Stringtheoretikern größer sein als bei anderen Religionen.

Und das ist schon ein großer Unterschied, aber der größte ist, dass Wissenschaftler (auch Stringtheoretiker) Occam's Razor anwenden, was Theologen nicht tun. Deshalb sind sie Theologen und keine Wissenschaftler.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser
http://www.dittmar-online.net/religion/essays/ockham.html

Original von Wikipedia
Die bekannteste Formulierung besagt, dass „Entitäten nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden dürfen“ (lat. Entia non sunt multiplicanda praeter necessitatem oder sine necessitate). Sie wurde 1654 vom Philosophen Johannes Clauberg (1622–1665) geprägt. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das:

1. Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.
2. Eine Theorie ist im Aufbau der inneren Zusammenhänge möglichst einfach zu gestalten.

In der Form „non sunt multiplicanda entia sine necessitate“ wird dieses Prinzip schon 1639 von dem Scotisten Johannes Poncius zitiert.

Das ockhamsche Sparsamkeitsprinzip fordert, dass man in Hypothesen nicht mehr Annahmen einführt, als tatsächlich benötigt werden, um einen bestimmten Sachverhalt zu beschreiben und empirisch nachprüfbare Voraussagen zu treffen. Ein Hintergedanke ist dabei auch, dass Hypothesen mit wenigen Annahmen einfacher zu falsifizieren sind als komplexere Hypothesen.

Der Zusatz „Rasiermesser“ ist als Metapher zu verstehen: Die einfachste Erklärung ist vorzuziehen, alle anderen Theorien werden wie mit einem Rasiermesser wegrasiert. Ockhams Rasiermesser ist heute ein Prinzip der wissenschaftlichen Methodik.


MadCow
Beigetreten: 15.09.2006

Original von Thurisaz
Und das ist schon ein großer Unterschied, aber der größte ist, dass Wissenschaftler (auch Stringtheoretiker) Occam's Razor anwenden, was Theologen nicht tun. Deshalb sind sie Theologen und keine Wissenschaftler.

Ich finde schon. Viele Religionen haben zwei Annahmen:
Es gibt einen allmächtigen Gott.
Gottes Wege sind unergründlich.

Das sind weit weniger Annahmen als bei allen wissenschaftlichen Theorien (Die Quantenmechanik z.b. hat 4 Annahmen welche nicht so "einleuchtend" sind).
Und sie ist durch die Allmächtigkeit in der Lage alle Phänomene zu erklären.
Vorhersagen macht sie nicht, welches durch die Unergründlichkeit erklärt wird.
=> nach dem Razorprinzip müsste also diese Theorie den wissenschaftlichen vorziehen.

Für die Stringtheorie gibt es übrigens auch noch keinen echten Beleg. Das sie mathematisch konstistent ist heißt eigentlich erstmal garnichts.
Wogegen man für die Schöpfungstheorie unsere Existenz als Beleg nehmen kann (Das erklärt die Stringtheorie nicht).


schiep
Beigetreten: 11.04.2006

Nein, denn Gott ist in der Wissenschaft aus sehr gutem Grund tabu.
Gibt ja zusätzlich auch irgendsoeine philosophische Forderung, dass eine wissenschaftliche These - egal wie komplex und undurchsichtig sie sein mag - gegenüber einer, die einen Gott voraussetzt immer vorzuziehen sei


ChrisA3
Beigetreten: 25.08.2005

Original von zweiblum88
was mir geholfen hat, Stringtheorie nachzuvollziehen war die Aussage: Die normale Quantenmechanik ist eine Theorie über die Physik von Punktteilchen, Stringtheorie ist die Erweiterung auf 1 dimensionale Objekte.

thx for insight! :)