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Q6s BvB gegen TAG

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maniac0507
Beigetreten: 05.12.2006

PokerStars Limit Hold'em, $0.50 BB (6 Spieler) - PokerStars Converter Tool from http://de.flopturnriver.com/

BB: 24/18/2.7/WTSD 34 (250)

Preflop: Hero ist SB mit 6♣, Q♣
4 folds, Hero raises, BB calls

Flop: (4 SB) A♦, K♣, 8♠ (2 Spieler)
Hero bets, BB calls

Turn: (3 BB) 3♥ (2 Spieler)
Hero checks, BB checks

2nd barrel? Der Pot ist 3BB groß, ich muss daher in 1/(odds+1) = 20% der Fälle bluffen, korrekt?
Gemäß Chart spiele ich 826 Kombinationen, davon sind schlechter als Q6s:
Q5s, Q4s, Q2s (12)
JTs, J9s, J7s-J4s, J2s (28)
T9s, T7s-T4s (20)
97s-94s (16)
76s (4)
Q5o, Q4o (24)
JTo, J9o, J7o-J5o (60)
T9o, T7o, T6o (36)
97o (12)

Summe: 212 vs. 20% von 826 = 165 => NICHT in meiner Bluffing-Range, korrekt?

River: (3 BB) J♠ (2 Spieler)
Hero checks, BB checks

Gesamt Pot: $1.50 (3 BB) | Rake: $0.07


Antwort
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6 Antworten
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Bei der Rechnung gehst du erst mal von der Anzahl der Valuehände aus, die du betten möchtest. Danach und nach den Odds richtet sich die Anzahl der Bluffs.

Auf einem Board AK83 wirst du top Pair und second Pair für Value betten, weil der Gegner nicht so oft top Pair und besser hat. Solche Hände würde er preflop sehr oft 3-betten. Mit den Musterstats kannst du vermuten, dass dieser Spieler nach Chart spielt. Ax, Kx und Monster sind im Equilab gut 260 Kombos. Pockets würdest du in der Regel nicht mehr betten (wie auch eine 8), damit deine checking Range nicht total schwach wird und auch, weil er einen K und eine 8 haben kann. JJ-99 kann man vielleicht noch betten. Allerdings blocken JJ und TT Gutshots, die er am Flop callen kann. Daher ist 99 noch das beste Pocket von denen, die kein Set getroffen haben. Um auf 1/5 Bluffhände in deiner betting Range zu kommen, addierst du 1/4 der Anzahl deiner Valuekombos. Das ergibt 45 Kombos. Die besten sind Hände, die noch möglichst viele Outs haben. Das sind die Gutshots QJ, QT und JT. Macht zusammen 48 Kombos. Reicht also schon. Wenn du JJ-99 noch bettest, weitere 5 Bluffkombos, die du am besten unter denen auswählst, die schwache Hände von ihm nicht blocken, damit er die in der Range hat und folden kann. Das heisst, du lässt die Finger von Broadway-Karten, die Teil von Gutshots sind. Weitere Bluffs sind eher 9x. Auch das hat noch Outs zur 8 und mehr Foldequity als eine Q.

Komplizierter würde ich es für's erste nicht machen. Das kann man, in dem man versucht, weniger berechenbar zu betten und weniger berechenbar zu checken. Also z. B. ein paar top Pairs und Gutshots nicht betten, dafür noch ein paar andere Bluffs in die Range nehmen. Die Valuechecks sind am besten Hände, die man auch checkraisen könnte. Aber wie gesagt, das sind nur Feinheiten, die nicht mehr übermässig viel bringen, es sei denn, man hat einen Gegner, der gut rechnen kann.

Auf dem River hast du nach dem Check am Turn nur eine sehr kleine Valuerange. JJ natürlich, wenn du das am Turn checkst und J8. Deine Jx sind J9 oder schlechter, da du besseren am Turn geblufft hättest. Die werden nicht mehr ausreichend oft von schlechteren Händen gecallt, da man damit rechnen muss, dass der Gegner am Turn viele Gutshots gecheckt hat. Das bedeutet, du kannst am River auch nicht mehr viel bluffen. Einen Bluff mit Qx finde ich gar nicht mal so schlecht, weil das viele Gutshots von ihm blockt, die am River getroffen haben könnten. Aber eben wirklich selten.


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Zitat
marekn
Beigetreten: 25.07.2008

Original von cjheigl
Ax, Kx und Monster sind im Equilab gut 260 Kombos. Um auf 1/5 Bluffhände in deiner betting Range zu kommen, addierst du 1/4 der Anzahl deiner Valuekombos. Das ergibt 45 Kombos. Die besten sind Hände, die noch möglichst viele Outs haben. Das sind die Gutshots QJ, QT und JT. Macht zusammen 48 Kombos. Reicht also schon. Wenn du JJ-99 noch bettest, weitere 5 Bluffkombos, die du am besten unter denen auswählst, die schwache Hände von ihm nicht blocken, damit er die in der Range hat und folden kann. Das heisst, du lässt die Finger von Broadway-Karten, die Teil von Gutshots sind. Weitere Bluffs sind eher 9x. Auch das hat noch Outs zur 8 und mehr Foldequity als eine Q.

Da muss ich mal wieder nachhaken. Bin ja eher so der Mathe-Fisch.
Ich rechne in der von dir gezeigten Situation aus wieviele Kombos 1/4 von meinen 260 Valuekombos sind?
Das müssten doch dann 65 sein oder?
Ansonsten wäre es schön wenn du mir das nochmal kurz erklären könntest. :f_biggrin:


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Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Hast du völlig richtig gerechnet. Ich hab mal wieder einen Zahlendreher drin

In der Konsequenz heisst das, dass du doch noch ein paar Bluffes mehr spielen kannst als die Gutshots. Die Kriterien für die bevorzugte Auswahl stimmen jedoch. Man schaut immer nach Blockern. Hände, die Kombos blocken, mit denen der Gegner sich verbessert hat, wenn es keine Blank gab und Hände, die geplatzte oder schwache Draws nicht blocken, wenn es Blanks gab.


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Zitat
marekn
Beigetreten: 25.07.2008

Okay 😊


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maniac0507
Beigetreten: 05.12.2006

Nochmal zum Mitschreiben: Ich nehme 65 Bluffkombos mit rein in meine Bettingrange am Turn. Ich beginne zunächst mit den Equity-stärksten, also den Gutshots QJ, QT, JT = 48 Kombos.

Um auf 17 weitere Bluffkombos zu kommen, schaue ich mir die (soeben aufgedeckte Turn-)Karte an. Wenn sie...

a) Draws vom Flop begünstigt (Pair oder angekommen) => Eher Bluffkombos MIT solcherlei Karten drin nehmen
b) Draws vom Flop nicht begünstigt (wie hier: GS haben nicht improved) => Eher Bluffkombos OHNE solcherlei Karten nehmen

Hier also Fall b), daher 9x bluffen, hier in meiner Range 97s-94s = 16 Kombos (passt ungefähr)

Richtig verstanden?

PS: Danke vielmals für das "Foren-Private-Coaching" :-)))


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Genau so.


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