Tjo, dann bin ich wohl der erste mit ernsthaftem Feedback....sicke Sache.
Also wie man gestern bestimmt mitgekriegt hat, hab ich eigentlich was anderes erwartet, da Kobe eine Woche zuvor McKenna angekündigt hatte und ich mich auch darauf vorbereitet hatte. War schon einigermaßen enttäuscht. Dennoch hat sich Kobe richtig Mühe gegeben und wirklich verdammt gutes Poker gezeigt, ziemlich alles geklappt, gut nen Upswing erwischt, aber es erinnerte mich ein wenig daran, als ich anfang des Jahres eines meiner ersten Videos von Bryce gesehen hatte, wo ich während des Videos oft einfach nur "wtf?" dachte und am Ende dann ein "ich bin ein Fisch" als Fazit ziehen musste.
Die Sache ist nur die, dass ich das halbe Coaching einfach mal selber eine Session von mir nachbearteitet und auch die zweite Hälfte relativ wenig mitbekommen hatte. Weshalb ich mir die Frage stellen musste, warum ich halt wirklich versuche jede Woche dabei zu sein und am Ende dann doch meist irgendwie selber Sessions von mir nachbearbeite, oder Notes schreibe, sontwas, was man halt zu jedem x-beliebigen Zeitpunkt machen könnte. Ich halte wirklich verdammt viel von Kobe, die letzten Videos von Bryce fand ich ziemlich enttäuschend, von vom Mike Schneider macht momentan auch gar nix, Kobe ist der letzte von den wirklichen Top-Coaches der noch wirklich aktiv spielt, womit ich ihm auch am meisten Glauben schenken würde und denke auch, dass sein Content auch jenem der anderen atm überlegen ist.
Und gerade, wenn ich soviel von Kobe halte, sollte man doch meinen, dass es absolut dumm wäre, das zu machen, was ich mache. Gleichzeitig kommt es mir oft vor, gerade was man im Chat so liest, dass ich wohl noch einer derjenigen bin, der wohl noch am meisten am Geschehen teilnimmt, es sei denn ich bin die (laute) Ausnahme von vielen stillen Analytikern, die sich halt die Spots notieren und dann selber oder in ner Gruppe nochma durchgehen. Allerdings braucht man dafür dann kein Coaching, weil das geht mit Videos genauso. Wenn mans also genau betrachtet, sitzen da vielleicht 20-30 Leute im Coaching und keiner nutzt es wirklich, als das was es ist, ein Coaching.
Ich versuchs mal mit dem Vergleich mit nem Video klar zu machen:
Video: Durchschnittliche Dauer dabei ist wohl 45 Minuten, was ich grade noch so akzeptabel finde, meist beginne ich bei längeren ab 40 oder 45 auf die Uhr zu gucken. Grade bei den Amis haben wird dann fast immer nur 2 Tische, aber auch die neuen hier sind oft nur noch 2 Tables. Man sieht genau was der Coach sieht, exakt die Stats, die Hände zu jedem Zeitpunkt, die Gegner, die Handergebnisse etc. Man hat bis auf history aus anderen Session, eigentlich genau das selbe Informationzur Verfügung wie der Coach.
Coaching: Dauer 90 Minuten. Tischanzahl ist meist 4, manchmal 3, nur wenn tote Hose, auch mal 1-2. Hände werden angesagt, teilweise nichtmal ob suited etc, manchmal sind Leute die ps.de sein könnten dabei, da wird teilweise nicht angesagt, oder erst wenn derjenige foldet, mitten in der Hand. Ich hab keine Stats, ich seh nicht die muckend Hands, wenig history, etc.
Also eigentlich, für eine längere Dauer, mehr Tische obwohl der Informationsfluss für den Betrachter erheblich kleiner und viel schwerer nachzuvollziehen ist. Ich hab ja kurz mal überlegt, ob ich dir Kobe, das einfach mal per Skype schreibe, aber ich frag mich halt auch, ob das nur an mir liegt. Weil mir geht es halt so, dass ich sehr häufig die Aktion nicht peile, gerade mit 4 Tischen, irgendwo wird was erklärt, dann wird dort gefoldet, zack gehts zum anderen Tisch, da hab ich die Hand die du zuvor angesagt hast verpeilt, oder die Aktion, oder ich weiß nicht wer der Reg und wer der Fisch ist etc. Ich hab keine Ahnung. Dann kommt ein Move, oder was außergewöhnliches, oder ich denke das und ich will schon ein "Bitte ich weiß was" in den Chat schreiben, dann kramt man die HH raus und dann war auf einmal alles anders....
Geht das nur mir so? Also so die durchschnittliche Diskussionskultur im Chat, würd für mich darauf hinweisen, dass andere eventuell das selbe Problem haben. Und keine nutzt somit halt genau den Vorteil, den das Coaching gegenüber dem Video hat. Nämlich, dass man den Typen da, der die ganze Zeit erzählt wie ich spielen soll, mal die Meinung geigen kann.... die Möglichkeit der relativ einfachen Diskussion, live (relativ deshalb, weils halt doch Chat vs. Mikrophon ist).
Okay, gehen wir weiter. Hin und wieder postest du ja dann mal eine Hand, gestern warens 2 und zack, geht eine Diskussion los. Ich meine ich hab halt selber den HM-Replayer zugemacht und mir die Hand angesehen, weil jetzt weiß ich mal worums geht, ich bin genau dort wo du bist und kann das ganze auch nachvollziehen.
Ich finds grade halt ziemlich schade, dass ich wenn irgend ein Gast zu dir kommt, ich hochkonzentriert bin, nix anderes mache und versuche, soviel Nutzen wie möglich daraus zu ziehen und wenn du dann spielst und es um mein spieltheoretisches Wissen, bzw. verbessern dieses geht, ich darauf scheisse, weil das Format irgendwie zu anstregend (?? - oder bin ich zu dumm/faul) für mich ist.
Das ist jetzt alles schon scheiss lang geworden. Worauf ich hinauswill. Mein Vorschlag wäre es mal:
Die Tischanzahl zu reduzieren. Das sollten imho meist nur 2 sein. Und diese 2, vielleicht anfangs 3 Tische, sollte eigentlich nur als Initiator dienen. Ich fands vor einiger Zeit mal sehr interessant, als du über Stickmans BU-Caprange vs SB3b und BB coldcall erzählt hast, weil da halt genau die Situation am Tisch war. Diese 2, anfangs vielleicht 3 Tische, sollten genau sowas dann auslösen, also entweder ein Thema, dass du dann vielleicht etwas ausführlicher erläuterst, oder halt Hände die du dann postest. Wobei auch hier wäre dann mein Wunsch, wenn das Format des Coachings wirklich so werden würde, dann nicht eifnach in den Chat reinposten, sondern sich die Mühe machen und im ps.de Converter die Hand erstellen und den Link posten. Da ist das ganze dann wirklich auch optisch schön aufbereitet. Und in dieser Zeit, wo dann halt was anderes diskutiert wird, da kann man dann auch zeitweise Tische reduzieren, bzw. die Aktion an den Tischen Aktion sein lassen, wenns was interessantes ist, vielleicht selber die Hand markieren, mit der du dann im Anschluss weiter machen kannst. Eher nicht so, dass man irgendwie dann unterbricht und ein " ich hab AA am linken oberen Tisch..." reinquetscht und zu der Aktion dort geht, nur damit man dann danach wieder den Faden verloren hat. Denke auch, dass niemand den Anspruch hat, dass du x Tische spielen musst, da es ja auch Coachings gibt, wo nicht eine einzige gespielt wird.
Ich denke halt, dass da leicht 2 Tische reichen würden, weil man ja auch Hände oder Konzepte durch Hände von anderen Regs aufgreifen könnte um diese halt zu besprechen.
Ich fänds für mich halt erheblich hilfreichen, wenn ich in den 1,5h paar hände wo ich alles nachvollziehen kann besprochen werden, oder ein Konzept, dass mir neue Denkanstöße bietet, als wenn ich halt ne Session sehe, wo ich nix wirklich kapiere.
Da ich ja paar Fragen gestellt hatte und das ganze jetzt doch länger geworden ist, als es eigentlich sollte und mich die Meinung anderer auch interessieren würde:
Cliffs:
- zuviele Tische/Aktion im Coaching
- kann oft Erläuterungen nicht nachvollziehen, da schnell zwischen Tischen/Aktion gesprungen wird
- sehe deshalb relativ wenig Content-Nutzen für mich
- habe aufgehört, dass Coahing aktiv zu verfolgen
- Frage: Wem geht es ähnlich?
- Vorteil von Coaching vs Video -> live Diskussion mit Coach ... oft kommt keine Diskussion zustande (gibt Coachings da kommen 50 Zeilen zusammen und davon sind vielleicht 10% wirklich Contentfragen/-diskussion)
- liegt es auch bei anderen an oben erwähnten Punkten?
- Vorschlag: weniger Tische - Aktion an Tischen wird als Initiator für Hand-/Konzeptdiskussion etc. verwendet