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Stats abgleichen

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SchwarzerRauch
Beigetreten: 19.02.2007

Gibt es irgendwo Richtwerte für 6max. Bei HM2 kamen in den letzten Jahren auch viele neue hinzu. Klar kann es sehr variieren und hängt immer von den Gegnern und eigenen Spielstil ab dennoch gibt es immer Tendenzen die nicht verkehrt sind.


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6 Antworten
bambTTcha88
Beigetreten: 13.09.2009

Wenn du im Plus bist ist meinstens ganz gut, minus ist nicht so gut.
Aber kommt halt auf den Spielertyp drauf an, schwer so zu sagen.


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Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Ich hätte gedacht, dass du die besser kennst als ich. Bis für die Stakes 2/4 gilt im wesentlichen immer noch das, was ich in meinem Coaching gebracht habe:

Der Umgang mit Statistiken
Statistiken und Gegnertypen

Der Big Blind wird heute oft etwas looser verteidigt als seinerzeit und der Durchschnittsgegner ist etwas Richtung LAG/TAG gezogen.


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SchwarzerRauch
Beigetreten: 19.02.2007

Gibts was aktuelleres ggf. auch für höhere Stakes?
Oder jemand der noch aktiv spielt mit dem man sich mal austauchen könnte


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Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Ich spiele bis 5/10, 6max bin ich allerdings nur an Tische bis 3/6 gekommen und habe da keine Samplsesize. Die meisten Hände habe ich auf 2/4 und 1/2. Dort unterwegs mit 30/24/1,8/38 = VPIP/PFR/AF/WtS.


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SchwarzerRauch
Beigetreten: 19.02.2007

Mit Stats meine ich es ein bisschen tiefgehender in jeder Position individuell. Irgendwo gabs das mal
BB Fold to Steal (BB Call CO steal, BB Call BTN Steal, BB Call SB Steal) z.b
Steal from SB, Steal from BU , PFR aus jeder Posi usw
Wieviel BB/100 in den jeweiligen Positionen v. a SB und BB


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Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Das einzige, was mir dazu bekannt ist, ist das Stocktrader Buch, das jetzt schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Dort wurden die Daten von drei Personen veröffentlicht, die eine grosse Samplesize erspielt haben. Der Fokus war vor allem, mit welchen Händen in welchen Positionen profitabel first in geraist werden kann und mit welchen die Bliinds verteidigt werden können. Ansonsten hatten einzelne Leute ein paar persönliche Daten in Foren gepostet, damit sie sich mit anderen vergleichen können.

Dieser öffentliche Datenaustausch findet nicht mehr statt, weil Spieler dadurch Wettbewerbsnachteile befürchten. Edges behält man inzwischen für sich und teilt sie nicht mehr. Was daran liegt, dass die Konkurrenz härter geworden ist und es schwierig ist, profitable Spiele zu finden. Die jetzige Situation, in der viele Freizeitspieler auch wieder FL spielen, stellt eine Ausnahme dar, von der die meisten ausgehen, dass sie nur temporär ist. otterkopf z. B., den ich vor kurzem wieder habe spielen sehen, wird seine Daten nicht teilen, ebenso wenig wie die anderen regulären high Stakes Spieler. Die Opportunitätskosten sind im härteren Wettbewerb zu hoch.

Ich selbst habe keine high Stakes Daten, weil ich diese Limits nicht spiele. In den Stakes, die ich spiele (um 2/4 herum) ist die Situation so, dass es unter den Erfolgreichen bzw. break even Spielern preflop grosse Unterschiede gibt, postflop aber dann viel weniger. Offenbar haben viele Leute persönliche Ranges gefunden, mit denen sie zurecht kommen. Die schlechten Spieler erkennt man vor allem an den Werten zwischen AF, W$SD und WtS. Schlechte Spieler haben immer noch wie früher von Flop zu River ansteigende Aggressionswerte und einen W$SD von klar unter 50 (46 oder weniger) bei hohem WtS. W$SD näher dran an 0 sind oft mangelnder Samplesize geschuldet. Niedriger W$SD und niedriger WtS heisst, der Spieler hat nichts nichts getroffen, also ein Samplesize Problem.

Wenn jemand z. B. Stats hat von 28/20 preflop und W$SD 40, WtS 30, dann markiere ich ihn mir trotzdem als TAG. Der Spieler ist tight, er hatte nur nicht viel, was sich gelohnt hätte, an den Showdown zu bringen bzw. wurde er dort dann eben oft ausgesuckt.

Analysen von Regulars, wie sie früher z. B. Nani gemacht hat, wurden nie veröffentlicht. Ich selbst habe keinen Weg gefunden, wie ich an Tischen mit lauter Regulars profitabel spielen kann (Gewinnraten höher als Rake), ausser vielleicht an 10max Tischen. Die fallen in der Regel aber schnell auseinander, wenn nur noch Regs dransitzen.

In der Coronazeit ist zu beobachten, dass die schlechten Spieler meist nicht lange bleiben. Nach einer Woche sind oft ganz andere Spieler am Start als vorher, und die Regulars spielen im 6max meistens ganz passabel. Schwächen haben die Regulars vor allem im HU Spiel. Da habe ich mich in den letzten Jahren erheblich weitergebildet und da stelle ich viele Schwächen selbst bei Regulars fest. Ich vermute, viele sind nicht auf dem neuesten Stand, sondern spielen immer noch so, wie sie es vor 10 Jahren getan haben. Der neueste Stand ist der, den die KI Spieler vorgegeben haben, insbesondere Cepheus (Pseudo-GTO). Das gilt aber nur für die Limits bis 5/10. Höher habe ich in der letzten Zeit nicht mehr gespielt.


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