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Angststörung anyone?

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FishIsMyMeat
Beigetreten: 07.12.2008

hallo,

hab hier zwar ein paar Threads gesehen über Angststörungen, aber hat nix so richtig mit meinen gepasst.

Bin jetzt fast 30 und alles hat vor etwa 4 Jahren angefangen.
Vorweg muss ich wohl sagen, dass ich seid ich 16 war, täglich relativ viel gekifft hab. Das habe ich erst vor ca 6 Monaten aufgegeben.
Habe mir nie n großen Kopf gemacht wegen meiner Zukunft oder so, halt in den Tag hineingelebt nach dem Motto: iwas wird schon gehen.

Ein paar Monate nach meiner abgeschlossenen Ausbildung (ITA, arbeitslos) hatte ich einen Termin beim Arbeitsamt, wegen beruflicher Zukunft blabla. In der Nacht davor (wie immer dicht vor WoW :f_frown: )hatte ich auf einmal ein komisches Gefühl in der Brust, beim Herzen. Hab mir nicht viel bei gedacht und erstmal weitergespielt.
Konnte dann deswegen nicht gut pennen und bin auch am nächsten Tag nicht zu dem Arbeitsamt Termin gegangen (is aber ehrlich gesagt fraglich, ob ich überhaupt hin gegangen wäre).
Im Laufe des Tages hab ich mir dann immer mehr Sorgen darüber gemacht und angefangen Angst zu bekommen, dass mit meinem Herzen etwas nicht stimmt.
Erstmal insta das kiffen eingestellt und Ärztetour:
Also Hausarzt: Blutbild, ultraschall usw alles ok
Kardiologen: alles wie es in meinem Alter sein muss
Internist: alles ok
Tja, also Neurologe: Angststörung!!! Antidepressiva und Psychologe
WTF? Angst? wovor?

Also erstmal ins Internet alles gegoogelt zur Angststörung. Mein Problem an der Sache bis heute ist, dass es immer um Attacken geht, also man bekommt Angst und dann geht sie wieder. Aber ich habe dieses Gefühl in der Brust ständig. Wenn ich aufwache, wenn ich schlafen gehe und auch jetzt gerade.

Ich mich auf jeden Fall ziemlich verrückt gemacht. Nur noch bei meiner damaligen Freundin gepennt, damit ich nicht alleine bin, wenn was passiert.
Dann hat sie mich verlassen und ich hab sozusagen bei meinen Eltern gewohnt, weil ich einfach nicht alleine sein konnte.

Mir ging es echt scheisse zu der Zeit und niemand konnte mich verstehen. Vor den Antidepressiva hatte (habe) ich Angst und traue sie mich nicht zu nehmen. Psychologe bekam ich einfach keinen Termin, stand auf meheren Wartelisten.

Bei einem einzigen habe ich dann einen Termin gekommen und der hat mich so schockiert, dass ich seitdem skrupel habe nochmal zu einem zu gehen.
Die kurze Version: Wovor haben sie denn Angst? Wollen sie nicht sterben? Warum nicht? Haben ja nix erreicht oder etwas das sie hält. Sie sollten Vegetarier werden. Fleisch bedeutet Tod, Pflanzen bedeuten Leben.
True Story leider...

Bin dann mit einem Kumpel zusammengezogen, damit ich halt nicht oft alleine bin.

Naja, so verging einige Zeit und ich fing an mich an den Scheiss zu gewöhnen. Hab Bachblüten-Rescue Pillen und Tropfen (jaja, ich weiß, aber placebo funzt teilweise :f_biggrin: )

Natürlich wieder angefangen bischen zu kiffen. Dann wieder n bischen mehr und schon war ich wieder täglich verstrahlt (allerdings keine Bong mehr, nur noch joints und da war ich stolz drauf :f_frown: )

Hab eine neue Freundin gefunden und es war wieder n bischen besser ( davon abgesehen, dass ich nur zuhause am hängen und kiffen war)

dann vor ca 1.5 Jahren kam der Schwindel...
mir war auf einmal schwindelig. nicht so drehschwindel. ganz schwer zu beschreiben. schwummerig im kopf. den ganzen Tag, eine ganze Woche...
Also wieder zum Arzt.
Blutbild, Ultraschall, usw alles ok. bischen erhöhten Blutdruck, tabletten bekomm.
Ohrenarzt alles ok
Augenarzt alles ok

Dann hörte es auf, so schnell wie es gekommen war nach ca 2 Monaten.
Vor ca 8 Monaten kam es dann wieder und blieb bis heute...

wieder aufgehört zu kiffen (bis heute und das wars für immer, ich schwöre _grin: ) und n job bei meiner mam im Laden angefangen. Jeden Tag 3 Stunden als Verkäufer in einem Tierbedarf Geschäft. Wie gesagt, bis dahin jeden Tag nur rumgegammelt und kaum bewegt, keine beschäftigung, keine Aufgabe und der Doc meinte das dass daher kommt usw.
Der Neurologe sagt, dass ca 70% aller Schwindel Probleme Angststörungen sind. Wieder mein Problem, eigentlich kommt und geht es, bei mir geht es nicht weg.
Hat mir wieder Antidepressiva verschrieben, aber ich will die nicht nehmen. Habe die Packungsbeilage gelesen und kann die alleine nicht nehmen.

Seit ca 8 Monaten ist mir jeden Tag schwummerig im Kopf und ich kann immer schlechter damit umgehen. Ich mache mich immer mehr damit verrückt, hangel mich von Tag zu Tag, wenn ich darüber nachdenke fang ich an zu heulen und beneide alle anderen Menschen die so ein scheiss nicht mitmachen müssen.

Ende Januar habe ich einen Termin fürn Kofp-CT um die letzte körperliche Ursache auszuschließen. Wenn das ergenislos ist, werde ich für mind 3 Wochen in eine Kur gehen, in eine Klinik in meiner Nähe, die auf Angststörungen spezialisiert ist.

So... das musste einfach mal raus. ich weiß hier ist nicht der richtige Ort dafür, würd trotzdem gerne mal hören ob es hier jemanden ähnlich geht.

Sorry, das alles so durcheinander ist, aber heute ist ein schlechter Tag und mir geht es echt nicht gut.

danke fürs lesen


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10 Antworten
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

Welches Antidepressivum hast du denn bekommen?

Das Kiffen aufzuhören ist schon mal ein wichtiger Schritt, bleib aber auch dabei!

Bei deinem Problem selbst kann dir wohl nur ein Arzt im persönlichen Kontakt helfen, alles andere wäre sinnlos und auch u.U. äußerst fahrlässig.

Würde jetzt erstmal das CT abwarten und ggf. mit dme Arzt wegen den Antidepressiva reden.


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Chela
Beigetreten: 08.02.2007

Also ich kann deine Angst vor den Antidepressiva verstehen, vorallem ohne richtige Therapeutische betreuung. Irgendwie scheint das von den Ärzten erstmal die Standard abfertigung zu sein.
Ich denke Pillen können durchaus helfen, aber nicht allein.
Hast du eigentlich schon mal versucht etwas Sport zu machen? Das kann sehr befreiend sein, wenn man sich etwas auspowert. Deine Kondition wird bei dem vielen Kiffen vielleicht nicht die Beste sein, aber du kannst ja langsam anfangen. Joggen finde ich da wunderbar, bekommst frische Luft, Bewegung und etwas Sonne und Natur.
Mach auf jedenfall das CT und wenn körperlich alles in Ordnung ist solltest du dich dringend um deinen seelischen Zustand kümmern, dir geht es ja offensichtlich nicht gut. Eine 3 wöchige Kur ist sicher ein guter Anfang, aber du solltest auch darauf achten dannach nicht wieder ganz allein zu sein mit deinen problemen, so dass der altagstrott wieder einsetzt.
Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück, ich hoffe du kommst aus dem Teufelskreis raus!


Antwort
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du brauchst ein hobby!!!
ein richtiges am besten ein sportliches...egal obs radfahren is(mtb, rennrad whatever) oder fitnessstudio, du musst raus unter menschen, soziale kontakte, termine, einfach nen geregelten tagesablauf bekommen, keep yourself busy...wenn dud as hinkriegst hast du abends agr keien zeit mehr um dir gedanken über eventuelle krankheite zu machen weil du müde von nem vollen tag bist aber du wirst glücklich udn zufrieden ins bett fallen...


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FishIsMyMeat
Beigetreten: 07.12.2008

Original von Krach-Bumm-Ente
Welches Antidepressivum hast du denn bekommen?

Amineurin 100mg retard.

erstmal danke für die antworten. hilft iwie.

sport ist sicherlich eine gute idee, da ich auch übergewicht habe: 180 cm und 110 kg.
will ich auch machen, aber wenn mir dann wieder so schwindelig ist, habe ich angst sport zu machen.
teufelskreis.


Antwort
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Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

Original von FishIsMyMeat
Amineurin 100mg retard.

wenn du es doch mal nimmst denk daran, dass es nicht direkt antidepressiv wirkt.


Antwort
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laberflash
Beigetreten: 07.07.2008

solche sachen kommen oft von problemen, die man eigentlich nach kurzer betrachtung nicht schlimm findet...solltest dich mal etwas mehr mit deinem leben auseinandersetzen, denn das scheint nach ethischen ansprüchen alles andere als optimal zu laufen.

gut möglich, dass es dich innerlich auffrisst, dass du mit 30 nichts in der hand hast und innerlich das gefühl hast nen versager zu sein etc. steck dir ziele, wie ich will einen richtigen job, regemlmäßig sport machen, was mit freunden machen unabhängig von gras und verwandten aktivitäten etc. pp.

dadurch wirds nicht weggehen aber du wirst damit besser umgehen können. endgültig wird dir nurn psychologe helfen (gut möglich, dass du bei einem warst der gleichzeitig homöophatie etc anbietet und sone hippies helfen dir glaub ich wneiger - du brauchst jmd dem du dich komplett öffnen musst)

zu dem thema psychologen: ich kenn deine kindheit nicht. sollte die "normal" verlaufen sein, geh zum verhaltenstherapeut, gibts da noch vergrabenen mist geh zum tiefenpsychologen, denn auch unverdaute traumata können sowas auslösen.

und nen gut gemeinten tipp: hast du angst allein zu sein - sei allein! hast du angst mit nem bus zu fahren - fahr bus etc. pp.

das problem bei angsstörungen ist, dass man sein leben davon leiten und bestimmen lässt und dann verliert man sich darin.
du musst anfangen dir selbst zu beweisen, dass du trotzallem normal leben kannst, denn du bist ja offensichtlich kerngesund ;)


Antwort
Zitat
OrcaAoc
Beigetreten: 06.08.2006

Bei einem einzigen habe ich dann einen Termin gekommen und der hat mich so schockiert, dass ich seitdem skrupel habe nochmal zu einem zu gehen.
Die kurze Version: Wovor haben sie denn Angst? Wollen sie nicht sterben? Warum nicht? Haben ja nix erreicht oder etwas das sie hält. Sie sollten Vegetarier werden. Fleisch bedeutet Tod, Pflanzen bedeuten Leben.
True Story leider...

Sehr Krass. Lass dich durch diesen Idioten nicht davon abhalten es nochmal woanders zu versuchen. Der Normalfall wird ganz anders aussehen als das was du beschrieben hast.

Gerade wenn du keine Medikamente nehmen willst was ich sehr gut nachvollziehen kann ist das auch die einzige Möglichkeit wirklich was dagegen zu machen. Klar Sport , weggehen und so ist ganz gut nur wird das in der Regel nicht ausreichen.

Ich will dir das CT nicht ausreden jedoch wird da in der Regel nichts rauskommen weshalb ich auch nicht warten würde mich um die Therapie zu kümmern da wie du selber beschrieben hast es nicht so einfach ist einen Platz zu bekommen.


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Simschi
Beigetreten: 15.07.2006

Nun ich hab seit ca 16 Jahren mit Panikattacken zu kämpfen.
Ich will dich auch net gleich demotivieren, bei mir fings mit 14 an, und ging so weit, das ich bis ich endlich mit ca 19-20 richtig in Behandlung kam, das Haus gar nicht mehr, oder nur alle Monate mal verlassen habe, da ich nur noch Angst davor hatte, wieder Panik zu kriegen.
Bin also schon recht erfahren was das ganze angeht:)
Ich will eigentlich nur sagen, das so früh wie möglich Hilfe aufsuchen und vorallem die richtige, ein absolutes MUSS ist.
Und wenn das heisst mehrere Wochen, bzw wie bei mir, Monate Stationär in einer Psychiatrischen Klinik in Behandlung zu sein, dann würd ich das so schnell wie möglich angehen.
Vorallem der Begriff Psychiatrie lag mir damals schwer im Magen, als es hieß da komm ich hin.
Aber im Nachhinein bin ich sogar froh darüber, das ich mir selbst ein Bild von einer solchen Einrichtung, und vorallem von den Leuten, welche in einer solchen Behandelt werden, machen konnte.
Ein zu 95% sehr positives Bild sogar.

Bei mir hat das ganze angefangen noch bevor ich gekifft oder was auch immer habe.
Ich hab auch danach keinerlei Drogen angerührt, soll heißen es kann daran liegen, muss aber nicht.
Was jetzt keine Entschuldigung für das weiternehmen eben dieser sein soll ;)

Wie gesagt die Gründe, Auswirkungen oder Auslöser sind manchmal ähnlich, aber im Grunde genommen so verschieden, wie eben jeder Mensch seine eigene Geschichte hat.
Tja aber wenn ich was gelernt habe, dann such dir Hilfe so schnell wie möglich, denn DIR geht es schließlich nicht gut.
Und vorallem bei Angsterkrankungen, kann einem da sogar sehr gut geholfen werden.
Leider Gottes werden von vielen Psychische Probleme heruntergespielt und übergangen, aber im Prinzip wartest du mit einem gebrochenen Bein auch net bis dich Infektionen, Schmerzen, Wundbrände usw(keine Anung was da so kommen kann :) ) auf die Intensiv bringen.


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Schlaeng1907
Beigetreten: 13.11.2009

Hab gerade auch damit zu kämpfen und mich Gott sei Dank direkt in Behandlung bei einem Psychotherapeuten begeben. Wenn du magst, schreib mir ruhig ne PM.


Antwort
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smokinnurse
Beigetreten: 26.03.2007

Original von CooLBB
du brauchst ein hobby!!!

hobby?
ich denk eher, dass du eine arbeit brauchst
eine richtige aufgabe und einen geregelten tages-/wochenablauf

ich will dein problem nicht runterreden
aber wie du dein "leben" so schilderst - dein körper ist über die jahre einfach auf null runtergefahren
da ist dann sowas wie schwindel und andere unspezifische symptome kein wirkliches wunder

herzschmerzen und angst - das gehört btw eng zusammen
selbst wenn die herzschmerzen keine grundlage haben
aber darauf mit angst oder gar panik zu reagieren, das hat die natur beim menschen so eingerichtet, quasi als schutzreflex

eine arbeit, die dich fordert, auch körperlich, und die dir im günstigsten fall nach einer eingewöhungszeit auch spass macht (am anfang wird es für dich ja eine ziemliche umstellung mit eher weniger spass sein), bringt dich mit der zeit wieder auf vordermann und weg von der selbstbeobachtung
dazu kommen noch die sozialen kontakte

klinisch scheint ja alles abgeklärt
vielleicht ist bei der umstellung auch medizinische unterstützung hilfreich oder sogar notwendig
aber die entscheidende änderung liegt imo bei dir
und du musst weg von dieser selbstzerstörerischen lebensweise

alles kein offend
nur ist es imo in deinem fall ziemlich obv


Antwort
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