hallo,
hab hier zwar ein paar Threads gesehen über Angststörungen, aber hat nix so richtig mit meinen gepasst.
Bin jetzt fast 30 und alles hat vor etwa 4 Jahren angefangen.
Vorweg muss ich wohl sagen, dass ich seid ich 16 war, täglich relativ viel gekifft hab. Das habe ich erst vor ca 6 Monaten aufgegeben.
Habe mir nie n großen Kopf gemacht wegen meiner Zukunft oder so, halt in den Tag hineingelebt nach dem Motto: iwas wird schon gehen.
Ein paar Monate nach meiner abgeschlossenen Ausbildung (ITA, arbeitslos) hatte ich einen Termin beim Arbeitsamt, wegen beruflicher Zukunft blabla. In der Nacht davor (wie immer dicht vor WoW
)hatte ich auf einmal ein komisches Gefühl in der Brust, beim Herzen. Hab mir nicht viel bei gedacht und erstmal weitergespielt.
Konnte dann deswegen nicht gut pennen und bin auch am nächsten Tag nicht zu dem Arbeitsamt Termin gegangen (is aber ehrlich gesagt fraglich, ob ich überhaupt hin gegangen wäre).
Im Laufe des Tages hab ich mir dann immer mehr Sorgen darüber gemacht und angefangen Angst zu bekommen, dass mit meinem Herzen etwas nicht stimmt.
Erstmal insta das kiffen eingestellt und Ärztetour:
Also Hausarzt: Blutbild, ultraschall usw alles ok
Kardiologen: alles wie es in meinem Alter sein muss
Internist: alles ok
Tja, also Neurologe: Angststörung!!! Antidepressiva und Psychologe
WTF? Angst? wovor?
Also erstmal ins Internet alles gegoogelt zur Angststörung. Mein Problem an der Sache bis heute ist, dass es immer um Attacken geht, also man bekommt Angst und dann geht sie wieder. Aber ich habe dieses Gefühl in der Brust ständig. Wenn ich aufwache, wenn ich schlafen gehe und auch jetzt gerade.
Ich mich auf jeden Fall ziemlich verrückt gemacht. Nur noch bei meiner damaligen Freundin gepennt, damit ich nicht alleine bin, wenn was passiert.
Dann hat sie mich verlassen und ich hab sozusagen bei meinen Eltern gewohnt, weil ich einfach nicht alleine sein konnte.
Mir ging es echt scheisse zu der Zeit und niemand konnte mich verstehen. Vor den Antidepressiva hatte (habe) ich Angst und traue sie mich nicht zu nehmen. Psychologe bekam ich einfach keinen Termin, stand auf meheren Wartelisten.
Bei einem einzigen habe ich dann einen Termin gekommen und der hat mich so schockiert, dass ich seitdem skrupel habe nochmal zu einem zu gehen.
Die kurze Version: Wovor haben sie denn Angst? Wollen sie nicht sterben? Warum nicht? Haben ja nix erreicht oder etwas das sie hält. Sie sollten Vegetarier werden. Fleisch bedeutet Tod, Pflanzen bedeuten Leben.
True Story leider...
Bin dann mit einem Kumpel zusammengezogen, damit ich halt nicht oft alleine bin.
Naja, so verging einige Zeit und ich fing an mich an den Scheiss zu gewöhnen. Hab Bachblüten-Rescue Pillen und Tropfen (jaja, ich weiß, aber placebo funzt teilweise
)
Natürlich wieder angefangen bischen zu kiffen. Dann wieder n bischen mehr und schon war ich wieder täglich verstrahlt (allerdings keine Bong mehr, nur noch joints und da war ich stolz drauf
)
Hab eine neue Freundin gefunden und es war wieder n bischen besser ( davon abgesehen, dass ich nur zuhause am hängen und kiffen war)
dann vor ca 1.5 Jahren kam der Schwindel...
mir war auf einmal schwindelig. nicht so drehschwindel. ganz schwer zu beschreiben. schwummerig im kopf. den ganzen Tag, eine ganze Woche...
Also wieder zum Arzt.
Blutbild, Ultraschall, usw alles ok. bischen erhöhten Blutdruck, tabletten bekomm.
Ohrenarzt alles ok
Augenarzt alles ok
Dann hörte es auf, so schnell wie es gekommen war nach ca 2 Monaten.
Vor ca 8 Monaten kam es dann wieder und blieb bis heute...
wieder aufgehört zu kiffen (bis heute und das wars für immer, ich schwöre ♠_grin: ) und n job bei meiner mam im Laden angefangen. Jeden Tag 3 Stunden als Verkäufer in einem Tierbedarf Geschäft. Wie gesagt, bis dahin jeden Tag nur rumgegammelt und kaum bewegt, keine beschäftigung, keine Aufgabe und der Doc meinte das dass daher kommt usw.
Der Neurologe sagt, dass ca 70% aller Schwindel Probleme Angststörungen sind. Wieder mein Problem, eigentlich kommt und geht es, bei mir geht es nicht weg.
Hat mir wieder Antidepressiva verschrieben, aber ich will die nicht nehmen. Habe die Packungsbeilage gelesen und kann die alleine nicht nehmen.
Seit ca 8 Monaten ist mir jeden Tag schwummerig im Kopf und ich kann immer schlechter damit umgehen. Ich mache mich immer mehr damit verrückt, hangel mich von Tag zu Tag, wenn ich darüber nachdenke fang ich an zu heulen und beneide alle anderen Menschen die so ein scheiss nicht mitmachen müssen.
Ende Januar habe ich einen Termin fürn Kofp-CT um die letzte körperliche Ursache auszuschließen. Wenn das ergenislos ist, werde ich für mind 3 Wochen in eine Kur gehen, in eine Klinik in meiner Nähe, die auf Angststörungen spezialisiert ist.
So... das musste einfach mal raus. ich weiß hier ist nicht der richtige Ort dafür, würd trotzdem gerne mal hören ob es hier jemanden ähnlich geht.
Sorry, das alles so durcheinander ist, aber heute ist ein schlechter Tag und mir geht es echt nicht gut.
danke fürs lesen