Hallo zusammen,
ich würde gerne mal eure Meinung zu folgendem Thema hören, weil ich wirklich nicht weiß, was ich machen soll:
Am liebsten würde ich einen Arzt bei der Ärztekammer melden, fühle mich dabei aber irgendwie scheiße. Vielleicht brauche ich nur etwas Ermutigung, damit ich mich nicht ganz so scheiße fühle. Vielleicht gibt es aber auch Argumente, die dagegen sprechen. Folgendes ist passiert.
Na zwei Operationen brauchte ich eine Nachkontrolle. Ich meldete mich bei einem Facharzt in meiner Nähe, der mir etwa einen Monat später einen Termin gewährte (Kassenpationt). Die allgemeine Untersuchung war völlig in Ordnung. Dann ging es um die Nachkontrolle. Man müsse noch einen operativen Eingriff vornehmen, um den Erfolg der vorherigen OP's zu überprüfen. Am besten hier im Haus, denn im Krankenhaus werden Kassenpatienten nur vom Assistenzarzt behandelt. Hier operiert der Chefarzt persönlich.
Dann sollte ich mir im Nebenraum Blut abnehmen lassen, um drei Werte zu prüfen. Kurz vor dem Pieks erfuhr ich nebenbei, dass es sich um drei IGEL-Leistungen handele (Individuelle Gesundheitsleistungen), die ich selber bezahlen muss. Ich lehnte das ab und suchte mir einen anderen Facharzt, der mir innerhalb von zwei Wochen einen Termin gab.
Dort stellte sich heraus:
Keine der IGEL-Leistungen war notwendig.
Die IGEL-Leistungen waren überteuert (z.B. 40,- Euro statt den üblichen 24 Euro).
Die Operation war nicht notwendig. Die Kontrolle erfolgte minimal-invasiv durch Spiegelung.
Würdet ihr den Arzt melden?