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River Bluff vs 2

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MrRobot
Beigetreten: 19.06.2022

GG Poker - $0.05 Ante $0.02 NL - Holdem - 9 players
Hand converted by PokerTracker 4

CO: 200 BB
BTN: 374.4 BB
SB: 200 BB
BB: 200 BB
UTG: 237.2 BB
UTG+1: 199.6 BB
Hero (MP): 237.4 BB
MP+1: 443.2 BB
MP+2: 77.8 BB

9 players post ante of 0.4 BB, SB posts SB 0.4 BB, BB posts BB 1 BB

Pre Flop: (pot: 5 BB) Hero has 8♥ 7♥

fold, fold, Hero calls 1 BB, MP+1 raises to 4 BB, fold, fold, BTN calls 4 BB, fold, fold, Hero calls 3 BB

Flop: (17 BB, 3 players) T♣ 3♠ 9♦
Hero checks, MP+1 bets 12.8 BB, BTN calls 12.8 BB, Hero calls 12.8 BB

Turn: (55.4 BB, 3 players) Q♥
Hero checks, MP+1 checks, BTN checks

River: (55.4 BB, 3 players) 7♦
Hero ? ...checks, MP+1 bets 27.8 BB, BTN calls 27.8 BB, Hero ? ...fold

Spoiler

MP+1 shows 5♦ 6♦ (High Card, Queen)
(Pre 39%, Flop 24%, Turn 0%)
BTN shows Q♦ J♠ (One Pair, Queens)
(Pre 61%, Flop 76%, Turn 100%)
BTN wins 104.8 BB
Rake paid 5.4 BB

MP ist unknown. BTN ist ein looser aktiver Spieler.

Preflop callt BTN sowieso fast jeden Openraise, trotzdem möchte ich Pötte mit ihm spielen, den meisten EV habe ich in dem Openlimp gesehen. Meine Hand spielt sich multiway ganz gut und hat Nut-Potential.

Die Flopsituation ist nicht ideal mit Bottom-Straight-Draw und keinem BDFD. Die relativ große Cbetsize signalisiert aber tendenziell eine starke Hand (Overpair) und BTN ist spewy, weswegen ich mir genug Implieds gebe und calle.

Nach den Turnchecks cappen sich die Gegner. Am River habe ich den Rangevorteil mit KJ, J8 und 2Pairs. Mein Overcall am Flop OOP sollte ebenfalls bereits stark für die Gegner aussehen. Außerdem geb ich meinem Lowpair (7) keinen besonders großen Showdownvalue. Meine Blocker sind in Ordnung. Ich blocke zwar einen potentiellen Fold von T8hh, dafür aber auch Snapcalls von 97hh bzw. T7hh (die ich auf jeden Fall in BTNs Range vermute). Mein Suit () ist auch ok, da die Gegner eher mit den anderen Suits betten bzw. callen sollten. Einen besseren Bluffkandidaten sehe ich nicht so wirklich.

Hätte ich Bluffbetten sollen?

Problematisch ist, dass die gegnerischen Ranges immer noch relativ stark sein können. MP könnte z. B. am Turn mit einem Overpair oder Qx vom Gas gehen und auf Pot Control spielen. BTNs Spielstil ist sowieso unberechenbar. Meine Betsize müsste also groß sein, was wiederum viele Folds benötigt. Dementsprechend müssten die Gegner also zumindest mal mit Toppair-Overpair ins Grübeln kommen - was ich aber auf dem Limit für unrealistisch halte. Ich habe mich dann insgesamt doch für den Nit-Check entschieden.

Nach Bet-Call sehe ich wiederum die Möglichkeit zu bluffen - an der Qualität meiner Hand hat sich nicht viel verändert, allerdings sehe ich jetzt mehr Foldequity und eher die Chance, dass die Gegner sich von AA, KK, Qx lösen können. Wäre halt nur ein sehr teurer (varianzreicher) Bluff :milord: .


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3 Antworten
HariRadovan
Beigetreten: 01.04.2007

Der openlimp war hoffentlich ein misklick 😉
Postflop finde ich die passive line sehr in Ordnung und auch dass Du Dir am River den Bluff verkniffen hast. Am Flop würde ich auch erstmal checken und schauen was passiert. Bettet der PFA klein und der andere Gegner folded würde ich semibluffen. Hier bettet der PFA hingegen groß und der andere Spieler callt auch noch die große bet - es ist unwahrscheinlich dass Du mit einem semibluff den Pot gewinnst also besser passiv bleiben. Am turn wird durchgecheckt sodass Du die riverkarte umsonst siehst. Es ist unwahrscheinlich dass beide Gegner auf Air sitzen nach der Flopaction und der Boardentwicklung, von daher würde ich auch aufgeben. Glaub nicht dass es sich auf dem Limit lohnt gegen mehr als einen Gegner zu bluffen wenn man weiß dass mindestens ein Gegner etwas getroffen hat. Würd ich mir generell verkneifen.


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leo7689
Beigetreten: 13.11.2007

Einer der Villain hat hier immer was - du müsstest also sehr groß betten (overbetten), wenn du FE haben willst.
Du hast auf niedrigen Limits aber sicher zu wenig - daher passt Fold.

Pre find ich okay, wenn der Spielerpool total weak ist und v.a. Pre passiv und nicht viel gesqueezed wird.


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Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Gelimpt hat man früher an Tischen voller passiver looser Spieler. Es ging darum, billig einen Flop sehen zu können, um dort ein Monster zu treffen und immense implied Odds zu haben. Sobald aggressive Spieler am Tisch sind klappt das nicht mehr, weil man dann reverse implied Odds hat oder die Hand preflop schon wieder aufgeben muss. Dann ist man selbst derjenige, der dead money in den Pot gesetzt hat.

Die Anpassung an sehr loose Spieler hinter einem ist, linearer zu raisen. Der Valueteil wird grösser, weil der Gegner hinter einem eine schwächere Range hat als sonst und der Bluffanteil entfällt, weil der Spieler hinter einem sich nicht bluffen lässt. In einer relativ frühen Position wie hier heisst das, das man tatsächlich tighter wird.

87s sollte perflop einfach gefoldet werden. Raise ab JTs, weil ab da alle Straights die Nuts sind, was die implied Odds enorm verbessert.

Auf dem Flop hast du eine schlechte Position und ziehst nicht zu den Nuts. Also erst mal check und weitersehen. Da MP+1 nicht rangebetten wird, du aber gute Odds bekommst, call. Checkraises versprechen wenig, denn die Range von MP+1 ist mutmasslich stark und BU foldet vielleicht nicht viel, wenn er schon mal gecallt hat. Ohne Foldequity wäre der Checkraise nichts wert.

Turn: MP+1 hat Angst vor Straights und 2-Pairs, aber immer noch viele relativ starke Hände in der Range. Der Check ist nicht wirklich schwach, sondern einfach Potcontrol.

River: diese Karte tut fast gar nichts. 86 ist jetzt auch eine Straight, aber sonst? Ich denke nicht, dass man hier was versuchen sollte. Die Gegnerkonstellation spricht nicht dafür, die Position auch nicht, nach bet und call könnte es nur ein Push richten und da glaube ich nicht, dass Chance/Risiko in angemessenem Verhältnis steht. Du bräuchtest eine Foldequity von über 50%, damit sich das rechnet. Das ist eine Foldequity pro Spieler von über 75%.


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