Du bist ausser Position zum Limper und solltest daher grösser raisen als in Position. Die übliche Formel für den Raise in Position ist 3 bb + Anzahl der Limper, ausser Position sollte man noch mindestens 1 bb draufsetzen.
Nach dem Flop bist du im einfach geraisten Pot ausser Position. Das Board ist ziemlich günstig für dich. Die revidierte Einsteigerstrategie checkt im einfach geraisten Pot zu 100% ausser Position, auch wenn man der preflop Aggressor ist. Die Idee ist, dass man so seine Range nicht splittet und die schwächeren Hände schützt.
Die vorherige Strategie war, auf günstigem Board (A oder K auf dem Board) eine Rangebet zu spielen. Die Size war dann 2/3, weil ausser Position. Made Hände ausser Position als Aggressor wurden ebenfalls mit 2/3 gespielt.
Keine Ahnung, was der GTO-Wizard draus macht, weil man das nicht nachschauen kann. Im GTO-Wizard wird nicht gelimpt.
Über den Gegner kann man noch nicht viel sagen, weil man erst 5 Hände hat. Er limpt jedenfalls und hat einen Stack > 100 bb. Meistens fehlen bei den Limping Ranges die top Hände. Der Gegner ist also gecappt, hat aber vielleicht schon die kleinen Sets.
Du solltest also einen klaren Rangevorteil haben, aber vielleicht nicht den Nutvorteil. Das spricht eher gegen eine grosse Bet. Ausserdem kann sich auf dem Turn einiges verändern, was du nicht blockst. Auch das spricht für eine eher kleinere Bet, wenn man betten will.
Rangevorteil: Motivation zur Bet.
Nutnachteil: kleinere Bets spielen, damit man nicht in die Nuthände rennt, die bei den gegnerischen Calls vielleicht keinen geringen Anteil haben
Keine Blocker für gegnerische Monster auf dem Turn: auch kleinere Bets spielen, weil ein erhebliches Risiko besteht, auf dem Turn ein Monster gegen sich zu haben. Draws auf solche Monster bringt man am Flop auch mit grossen Bets nicht zum folden.
Positionsnachteil: Motivation zu check
Es wird eine 72% Bet am Flop gespielt, der Gegner callt insta. Anscheinend musste er nicht nachdenken. Die Gründe kennt man nicht. Es ist wahrscheinlich, dass der Gegner etwas vom Flop getroffen hat. Das kann ein Pair sein, es kann ein Draw sein. Unter Umständen versucht er einfach zu floaten, weil er Position hat.
Am Turn kommt eine Karte, die den Draws nicht weiterhilft. KT hat ein 2-Pair, sehr loose Txs haben auch ein 2-Pair. In der Masse der Fälle hat sich der Gegner nicht verbessert (Flush Draw, Straight Draw, Gutshot, Pairs). Man weiss nicht, ob der Gegner seine Monster am Flop langsam spielt. Es ist möglich, dass er sie dort schon raist.
Am Turn gilt daher: du hast einen Vorteil mit deiner Hand gegen die gegnerische Range und inzwischen bist du bei den Nuts nicht schlechter, weil der Gegner Nuthände am Flop schon raisen könnte.
Das spricht für eine grosse Bet auf dem Turn. Checks würde ich mit kleineren Kickern spielen, weil die weniger Equity haben, aber gut geeignet sind, um den Teil deiner Range zu schützen, den du am Turn nicht mehr betten wolltest. Du spielst ja Contibets ausser Position und hast am Turn auch schwache Hände.
Auf dem River treffen manche Gutshots. Es ist nicht sicher, dass die noch im Spiel sind bei deinen Sizes. Viele Spieler würden die spätestens am Turn folden.
Man weiss nicht, was es mit dem Timing des Gegners auf sich hatte. Vielleicht hat er über etwas nachgedacht, vielleicht war er auf anderen Tischen beschäftigt.
Daher kann man eine weitere Valuebet gegen einen schwächeren K machen. Der bezahlt auch eine mittlere Size. Man braucht hier keine Blockbet zu spielen, so monsterlastig ist die gegnerische Range nicht geworden.
Es folgt ein grosser Raise gegen deine Blockbet (mehr als potsize). Das ist generell underblufft, gerade gegen 3 Barrels. Es gibt keine Reads. Ich würd's folden. Ich glaube, dass das eher ein slow Play ist als ein Bluff.