Zum Forum springen
Das Internet - Fluc...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Das Internet - Fluch oder Segen

39 Beiträge
16 Benutzer
133 Reactions
2,517 Ansichten
klaus8003
Beigetreten: 28.08.2006

Ein sehr polarisierender Opener - würde aber gerne eure Meinung dazu hören bzw lesen.
Erst zu meinen Erfahrungen:

Kam erst neulich mit nem Kollegen, den ich schon ~15 Jahre kenne und schätze, fast zum Streit, da er ein eingefleischter Impfgegner ist. Konnte die Argumente auch bis dahin nachvollziehen, da er 3 Kinder hat und sich wirklich eingehend zu dem Thema informiert hat (Bücher usw.) und die Kinder schon sehr, sehr viele Grundimpfungen bekommen. (Hab keine Kinder und wollte/konnte ihm da nicht Konter geben)

Irgendwann kam dann Bill Gates und seine Stiftung + das Töten kleiner Mädchen in Indien auf den Plan, von dem ich bis dahin nichts gehört hatte. Wollte nur von ihm wissen, was das Ziel des reichsten Menschen der Welt sein könnte, um 100tausende Mädchen in Indien opfern zu wollen.
Seiner Meinung sei das ganze eine Verschwörung der WHO inkl Gates u Co. Der Abend war dann natürlich vorbei und er versprach mir Quellen, die das ganze belegen würden.

Kam dann auch einiges:

- Videos von Dr Peer Eifler
- Zitate von Bert Ehgartner
- YT Videos von Daniel Trappitschg

Wollte das Thema dann auch aufgrund meiner mangelnden Kenntnisse in diesem Bereich auch nicht vertiefen, war aber geschockt, wie ein mMn sehr intelligenter Mensch sich so in einem Bereich beeinflussen lässt. Oder bin ich da voreilig und das ganze ist legitime Wissensbeschaffung?

Vor allem sieht man das Problem doch aktuell weltweit. Jeder "weiß" über alles Bescheid.
- Experten, die jahrelang in ihrem Bereich forschen (Fauci uÄ) werden diskrediert und jeder Horst kann seine Meinung frei von der Seele ins Internet blasen.
- Die Helden der Jugend sind Influencer, die ihre - völlig frei von sozialem Beitrag - monatlichen Millionen von Großkonzernen durch YT und Insta in den Arsch geblasen bekommen.
- Ein großer Wirtschaftszweig beschäftigt sich/lebt von Datenbeschaffung der Konsumenten/User, uns Allen
-....

Seh ich das Ganze zu kritisch und ist das nun mal der Fortschritt und in Ordnung und ich bin ein alter Sack oder steht ihr der aktuellen Entwicklung auch kritisch gegenüber?


Antwort
Zitat
38 Antworten
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Plaque = Tafel, Aushängeschild, Gedenktafel
Im Prinzip ist da was dran, auch wenn das Internet schon noch einiges mehr ist. Darf es aber auch, ohne die Aussage zu widerlegen. Polarisierend finde ich das nicht.

Nicht verwechseln mit plague = Pest!


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Ich denke du siehst es nicht differenziert genug. Zu mal es am Ende auch eine subjektive Entscheidung ist. Die Frage ist doch erst mal was man als wichtig erachtet und mit diesem Hintergrund wird dann die Antwort gesucht.
Ein Mensch der die Natur liebt, viel in ihr unterwegs ist und generell nichts weiter mit dem technischen Fortschritt anfangen kann, für den wird das Internet natürlich auch nichts positives sein. Jemand der sich und sein Wesen in irgendeiner Form ausleben kann, eben weil es das Internet gibt, der wird komplett das Gegenteil sagen.

Mich persönlich interessiert immer die Weiterentwicklung der Menschheit und dementsprechend auch der Wissenschaft. Durch das Internet entwickeln wir uns so schnell wie nie zuvor und ich profitiere von den positiven Möglichkeiten die es bietet. Die negativen Aspekte sind für mich nicht so groß, dass sie das Positive überlagern würden.
Andere Erfindungen haben genauso Nachteile.


Antwort
Zitat
klaus8003
Beigetreten: 28.08.2006

@cjheigl

War ein typo von mir, finde den Vergleich aber durchaus passend. :f_thumbsup:
Hab das Bild mal bearbeitet.

Original von Paxis
Ich denke du siehst es nicht differenziert genug. Zu mal es am Ende auch eine subjektive Entscheidung ist. Die Frage ist doch erst mal was man als wichtig erachtet und mit diesem Hintergrund wird dann die Antwort gesucht.
Ein Mensch der die Natur liebt, viel in ihr unterwegs ist und generell nichts weiter mit dem technischen Fortschritt anfangen kann, für den wird das Internet natürlich auch nichts positives sein. Jemand der sich und sein Wesen in irgendeiner Form ausleben kann, eben weil es das Internet gibt, der wird komplett das Gegenteil sagen.

Da gebe ich dir zu 100% recht. Ich denke, alle hier oder wahrscheinlich sogar fast die gesamte Menschheit profitiert in gewisser Weise vom Internet.
Sei es um Einkäufe zu tätigen, zur Unterhaltung, um der Arbeit nach zu gehen, usw....

Mich persönlich interessiert immer die Weiterentwicklung der Menschheit und dementsprechend auch der Wissenschaft. Durch das Internet entwickeln wir uns so schnell wie nie zuvor und ich profitiere von den positiven Möglichkeiten die es bietet. Die negativen Aspekte sind für mich nicht so groß, dass sie das Positive überlagern würden.
Andere Erfindungen haben genauso Nachteile.

Dass die Wissenschaft und ihre Weiterentwicklung überproportional davon profitiert, ist wohl ganz klar.
Mir geht es dabei auch eher darum, ist der normale Mensch in der Lage, in seiner Entwicklung davon zu profitieren oder ist man eher dazu geneigt, das Netz zu nutzen um sich krude Ideen anzueignen und Anderen meinen geilen lifestyle zu präsentieren, was mMn nur zu mehr Neid und Missgunst in der Gesellschaft führen wird.

Ich bin eher der Meinung, die negativen Aspekte werden in Zukunft die Positiven überlagern.
Die Gesellschaft spaltet sich aktuell unübersehbar immer wieder in unterschiedliche Lager, die so ohne die Möglichkeiten des Internets nicht so einfach entstehen würden.
Es ist aktuell für jeden ohne Probleme möglich, seine Meinung kund zu tun. Schön und gut.
Nur das es wohl besser wäre, viele dieser Meinungen und Ansichten würden unausgesprochen bleiben.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Die am lautesten Schreien sind nicht automatisch die Meisten, es wirkt nur so. Spaltung in Lager gab es auch früher, man hat es nur nicht so gemerkt und die Vernetzung war schwieriger. Durch das Internet bekommen solche Menschen eine Plattform und es wirkt als ob plötzlich alle durchdrehen würden.

Was du anprangerst ist übrigens auch nicht das Internet an sich, sondern der einfache Zugriff darauf den es mittlerweile gibt. Das eigentliche Problem ist also das Smart Phone und, dass es sich mittlerweile fast jeder leisten kann. Dies hat dafür gesorgt, dass nun nicht mehr nur die Menschen darauf Zugriff haben die sich in irgendeiner Art und Weise für so etwas interessieren und zum Beispiel auch bereit waren entsprechendes Geld in dieses "Hobby" zu investieren, sondern einfach jeder. Jetzt gibt es jede Menge "einfache" Menschen im Internet die das Niveau entsprechend gesenkt haben.

Denke trotzdem nicht, dass es in Zukunft so sein wird, dass die negativen Aspekte die positiven überlagern. Das Internet bzw. das Smart Phone, ist noch ziemlich neu und frisch. Wenn es dann keine lebende Generation mehr gibt die die Welt ohne Internet kennt, wird es wieder ein anderes und meiner Meinung nach besseres, Verhalten geben als wir es jetzt im Internet haben.


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Zum Thema Fluch oder Segen:

Das Internet ist nichts anderes als eine technische Revolution, die mindestens die Bedeutung des Buchdrucks hat, aber wohl noch darüber hinausgeht. Angesichts dieser Bedeutung verläuft die Revolution erstaunlich wenig disruptiv, aber natürlich erzeugt die Geschwindigkeit der Veränderung Risse in der Gesellschaft. Das besondere an dieser Revolution ist, dass diesmal nicht nur einige wenige die Mittel haben, sie für sich zu nutzen, sondern praktisch alle. Das verschiebt die Machtverhältnisse enorm, auch wenn die alte Machtelite alles tut, um die Kontrolle wieder zurück zu gewinnen (Urhebergesetz, Datenerhebung, Zensurversuche, Einschränkung vermeintlich "rechtsfreien" Raums).

Für sehr viele hat das Internet und seine Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere auch das mobile Internet, enormen Nutzen gebracht. Das ist schon daran zu sehen, wie intensiv es von allen Bevölkerungsschichten genutzt wird und ein wie grosser Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung daraus gewonnen wird. Es liegt in der menschlichen Natur, dass auch kriminelle Elemente und machtgierige Demagogen die neue Technologie für sich nutzen. Zum Teil sind sie sogar Vorreiter bei der Entdeckung der neuen Möglichkeiten.

Wie jede Revolution bringt sie also Gutes und Schlechtes. Angesichts der relativen Gewaltarmut in Bezug auf das gesamte Phänomen bin ich der Ansicht, dass das das beste ist, was der Menschheit jemals passiert ist. Die Chancen sind wesentlich grösser als die Risiken, auch wenn man die Risiken im Blick behalten muss.

Die nächste Revolution steht aber schon in den Startlöchern: echte künstliche Intelligenz. Das bietet auch enorme Chancen, aber auch das Risiko totalen Kontrollverlusts. Das ist dann vielleicht wirklich gefährlich. Eines steht jedenfalls fest, denn die Entwicklung des Internets macht es vor: wir werden sie unbedingt haben wollen, da das Versprechen sein wird, eine enorme Verbesserung der Lebensverhältnisse scheinbar unglaublich billig zu bekommen.


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008

Das Internet ist doch in erster Linie nichts weiter als eine gigantische Bibliothek.
Bloß weil sich einige (bewusst) das falsche Buch/die falsche Information aussuchen und
nicht in der Lage sind im Übrigen zu reflektieren, muss man nicht die Bibliothek verteufeln.
Das ist leider zu einfach und schlicht falsch, entspricht aber der Natur des Menschen nicht
sich in dem Mittelpunkt seiner Kritik zu stellen, sondern am Besten noch ein entpersonifiziertes Wesen.

Hier ists also das böse Internet, das die armen armen Menschen zum Schlimmen treibt.
Wie immer.


Antwort
Zitat
bambTTcha88
Beigetreten: 13.09.2009

Original von MrPGrey
Das Internet ist doch in erster Linie nichts weiter als eine gigantische Bibliothek.
Bloß weil sich einige (bewusst) das falsche Buch/die falsche Information aussuchen und
nicht in der Lage sind im Übrigen zu reflektieren, muss man nicht die Bibliothek verteufeln.
Das ist leider zu einfach und schlicht falsch, entspricht aber der Natur des Menschen nicht
sich in dem Mittelpunkt seiner Kritik zu stellen, sondern am Besten noch ein entpersonifiziertes Wesen.

Hier ists also das böse Internet, das die armen armen Menschen zum Schlimmen treibt.
Wie immer.

Der Vergleich ist nur Teils richtig.
In einer normale Bibliothek steht jedes Buch immer am gleichen Punkt, egal was du vorher gelesen hast. Das Internet schneidet die "Bücher" um dich rum ja auf dich zu. Hat die Bibliothek dann erstmal deine Schwachstelle gefunden (Flatearth, Impfen, Ausländer.......) bietet es nurnoch Bücher zu dem Thema an und es ist fast unmöglich wieder eine andere Sichtweise zu bekommen.

Dazu kommt dass Facebook, Instagramm, tiktok und Influencer das schlimmste sind, was unserer Gesellschaft passieren konnte.


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Und es kann nicht jeder in 5min und völlig ohne finanzielle Mittel ein Buch schreiben, das dann in jeder Bibliothek steht. Das ist wohl das, worum es hier geht.
Alles zu verteufeln finde ich aber auch den falschen Weg. Das Internet hat auch sehr viele positive Seiten und influencer sind meiner Meinung nach auch nichts schlimmes. Es ist eben eine neue Form der Werbung und an Werbung an sich finde ich jetzt auch nichts verwerflich, auch wenn die Masse manchmal nervt.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Fast jede neue Technologie bietet Vor und Nachteile. Es aber als Nachteil ansehen, wenn eine breite Masse ihre Meinung sagen kann und Leute erreicht, anstelle von Wenigen, ist aber schon ein wenig verrückt. Irgendwie geht man da auch immer gleich davon aus, dass die Wenigen die richtigen Worte wählen und die richtigen Entscheidungen treffen. Manipulation gab es schon immer. Egal ob unter Hitler ohne Internet, mit eingeschränktem Internet in China oder Nordkorea oder eben mit relativ uneingeschränktem Internet wie in Deutschland und den USA zur Zeit.

Völlig naiv daher anzunehmen, dass Dinge ohne Internet anders wären. Trump? Impfgegner? Könnte es ohne Internet mehr oder weniger geben. Ich verstehe daher auch nicht warum von "Internet" geredet wird. Das Problem sind höchstens einzelne Internetseiten-Betreiber und eben einzelne Personen. Aber nicht das Internet! Mächtige Personen/Unternehmen haben schon immer beeinflusst.

Übrigens umgeben sich Leute auch ohne Internet eher mit Leuten, die ähnlicher Meinung sind. Jemand der etwas gegen Ausländer hat, sitzt selten mit einem Linken an einem Tisch. Jemand der die FAZ kauft, will keine Lobpreisung über den Kommunismus lesen. Das war vor 100 Jahren so und ist auch jetzt so. Jemand der nach Impfgegner googelt, will auch nicht hören, dass seine Meinung Mist ist. Also ja, wir lassen uns gerne bestärken in unserer Meinung.


Antwort
Zitat
bambTTcha88
Beigetreten: 13.09.2009

Heute kann jeder sein Buch in die Bibliothek stellen, so schlecht und Falsch es auch seien sollte.
Früher war das mit kosten und viel Aufwand verbunden, was schonmal 99% des Mülls rausgefiltert hat.
Die Sachen, die heute Aufmerksamkeit kriegen sind halt reißerisch und schwarz / weiß, wenig recherchiert und viel Persönliches Zeug untermauert mit fakefakten die die Zielgruppe nichtmal überprüft.
Sieht man ja an den Impfgegnern oder an den Flatearthlern. Es gibt Tausende von studien zu Impfungen und wirklich wirklich wenig, wenn überhaupt einen Todesfall in dem Zusammenhang. Anstatt sich dann beide seiten anzugucken und zu sagen, dass Impfen natürlich ein kleines Risiko birgt aber die Vorteile unfassbar viel größer sind, werden sich nur die ausgedachten Fakten angeguckt.
Spukt doch schon ewig so ein Gerücht durchs Internet, dass man Downsyndrom vom Impfen kriegen kann.....

Und zu den Influencern und Social Media.
Natürlich können die Werbung machen, dass ist doch kein Problem. Das Problem ist, dass man im Internet nur Urlaubsfotos, partys oder wie geil das Leben des Einzelnen doch ist sieht.
Die eher jüngere Zielgruppe verliert doch komplett den Bezug zur Realität.
Es gibt nunmal Probleme die man lösen muss und es gibt auch Tage an denen es einem scheisse geht. Das postet nur keiner und die eh schon leicht depressiven Menschen sehen nur, wie es allen anderen augenscheinlich viel besser geht und verkriechen sich nochmehr.
Jeder will immer mehr, weiter, besser weil man das ja so sieht in den Social Medias anstatt einfach mal runter zu kommen, entspannen, zufrieden sein und genießen was man hat und was man ist.

Und zu der Meinungsblase:
Bin ich Rechts, Impfgegner und Flatearthler gehe ich halt auf Nazi.de, Impfgegner.de und Flacherde.de und kriege nur genau das wieder, was ich hören will.
Im echten Leben kann ich aber auch mit nem Nazi reden, der es komplett schwachsinnig findet sich nicht Impfen zu lassen.


Antwort
Zitat
TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006

Original von bambTTcha88

Original von MrPGrey
Das Internet ist doch in erster Linie nichts weiter als eine gigantische Bibliothek.
Bloß weil sich einige (bewusst) das falsche Buch/die falsche Information aussuchen und
nicht in der Lage sind im Übrigen zu reflektieren, muss man nicht die Bibliothek verteufeln.
Das ist leider zu einfach und schlicht falsch, entspricht aber der Natur des Menschen nicht
sich in dem Mittelpunkt seiner Kritik zu stellen, sondern am Besten noch ein entpersonifiziertes Wesen.

Hier ists also das böse Internet, das die armen armen Menschen zum Schlimmen treibt.
Wie immer.

Der Vergleich ist nur Teils richtig.
In einer normale Bibliothek steht jedes Buch immer am gleichen Punkt, egal was du vorher gelesen hast. Das Internet schneidet die "Bücher" um dich rum ja auf dich zu. Hat die Bibliothek dann erstmal deine Schwachstelle gefunden (Flatearth, Impfen, Ausländer.......) bietet es nurnoch Bücher zu dem Thema an und es ist fast unmöglich wieder eine andere Sichtweise zu bekommen.

Dazu kommt dass Facebook, Instagramm, tiktok und Influencer das schlimmste sind, was unserer Gesellschaft passieren konnte.

Das Internet schneidet sicherlich nicht die "Bücher" auf Dich zu. Das machen wenn überhaupt Unternehmen, die den Konsum fördern steuern wollen.

Im Übrigen gebe ich caramba mal recht. Allein die Möglichkeit, dass nunmehr "alle" Menschen die Möglichkeit haben, ihre Meinung einem breiten Publikum mitzuteilen, ist per se erstmal gut/nicht schädlich. Wie es dann faktisch genutzt wird, hängt an vielen Faktoren (Erziehung durch die Eltern/in der Schule im richtigen Umgang mit Medien, Regulierung der Nutzung/der Unternehmen etc).

Und warum soll es ein Problem sein, dass die Helden der Jugend jetzt Influencer sind? Früher war das Chuck Norris, Boris Becker, etc. Ist das jetzt besser?


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von bambTTcha88
Jeder will immer mehr, weiter, besser weil man das ja so sieht in den Social Medias anstatt einfach mal runter zu kommen, entspannen, zufrieden sein und genießen was man hat und was man ist.

Jeder will immer mehr, weiter und besser, weil es so gesellschaftlich verankert wurde und zwar lange vor dem Internet. Das ist ein Teil vom Kapitalismus und heute kommt eher noch dazu, dass wir uns so rasant weiterentwickeln, dass viele nicht mehr mitkommen (können). Aber selbst bei Olympia heißt das Motto: Citius, altius, fortius (Schneller, Höher, Stärker). Zweite Plätze sind Verlierer. Aber eben auch nicht erst seit dem Internet.

Ich sehe zum Beispiel immer mehr, die nicht mehr bei Facebook aktiv sind und auch kein Instagram usw. konsumieren. Auch gibt es immer mehr Leute die eben auch andere Werte als "Arbeit" zelebrieren. Gefühlt ist in der Generation 30+ so etwas wie ein Auto noch viel wichtiger als bei den Jüngeren. Wie erklärst du Dir das? Heute gibt es doch Internet und damals nicht?


Antwort
Zitat
Zw3rG
Beigetreten: 08.12.2006

Mein Internet ist einfach zu langsam, mit einer guten Leitung könnte ich 1000mal mehr Content runterladen. Also Fluch bis die Provider das schnelle Internet erfinden.


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008

Original von bambTTcha88
Der Vergleich ist nur Teils richtig.
In einer normale Bibliothek steht jedes Buch immer am gleichen Punkt, egal was du vorher gelesen hast. Das Internet schneidet die "Bücher" um dich rum ja auf dich zu. Hat die Bibliothek dann erstmal deine Schwachstelle gefunden (Flatearth, Impfen, Ausländer.......) bietet es nurnoch Bücher zu dem Thema an und es ist fast unmöglich wieder eine andere Sichtweise zu bekommen.

Dazu kommt dass Facebook, Instagramm, tiktok und Influencer das schlimmste sind, was unserer Gesellschaft passieren konnte.

Die Bibliothek (das Internet) sucht das gar nicht nach deiner Schwachstelle.
Das tun, wenn überhaupt, einzelne Individueen / Unternehmen, wie bereits richtig erwähnt worden ist.

Aber selbst dann ist es doch absolut Banane die Plattform (das Internet/die Bibliothek) irgendwo in Verantwortung zu sehen für Inhalte, die sich das einzelne Individuum aussucht.
Es ist eben nicht "fast unmöglich wieder eine andere Sichtweise zu bekommen".
Es ist vielmehr ganz einfach: Einfach nach wissenschaftlichen Quellen suchen.
Weder Google / das Internet oder sonst irgendjemand, auch nicht sonstige böse Unternehmen, halten jmd. davon ab.

Das ist schlicht und einfach das einzelne Individuum, das sich gegen eine umfassende Informierung entscheidet.
Ansonsten können die gleichen Leute auch gerne Litfaßsäulen kritisieren, da man sich ja dort auch nur
über eine begrenzte Anzahl an Produkten/Dienstleistungen informieren kann.
Macht genauso viel Sinn.


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Ich sehe das das internet zusehends ausser Kontrolle gerät und Kriminelle da leichtes Spiel haben auch aus ermangelung internationaler zusammenarbeit, den Aufwand den (wir und andere) inzwischen Betreiben müssen um unser RZ gegen Hacker abzusichern kostet schon fast 2 vollzeitstellen (von 5). Und die hacker von Emotet schreiben sie haben gändigerweise keine Attacken gestartet während Corona damit keine Krankenhäuser lahmgelegt werden, aber jetzt wieder damit loslegen wollen, ich mein WTF?


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von Fantomas741
Ich sehe das das internet zusehends ausser Kontrolle gerät und Kriminelle da leichtes Spiel haben auch aus ermangelung internationaler zusammenarbeit, den Aufwand den (wir und andere) inzwischen Betreiben müssen um unser RZ gegen Hacker abzusichern kostet schon fast 2 vollzeitstellen (von 5). Und die hacker von Emotet schreiben sie haben gändigerweise keine Attacken gestartet während Corona damit keine Krankenhäuser lahmgelegt werden, aber jetzt wieder damit loslegen wollen, ich mein WTF?

Dann schaltet doch das Internet ab? Entweder ihr habt einen Mehrwert durch diese Technologie, dann benutzt ihr Sie und müsst den Preis dafür bezahlen oder ihr benutzt es eben nicht.

Aber auch hier, es liegt nicht am Internet, sondern an der Software. Du kannst eben keine 100% sichere Software schreiben und entsprechend wird es auch immer Angriffspunkte geben.

PS: Du selbst schreibst doch auch hier über ein potenziell unsicheres Gerät. Scheinbar ist also das Internet wichtiger, als ein möglicher Hack auf deinen PC.


Antwort
Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Und wenn ich mein Internet abschalte können keine Krankenhäuser mehr gehackt werden? So einfach ist das nicht. Das Internet beeinflusst uns unser Leben auch, wenn wir es nicht aktiv nutzen.

Ich glaube wenn wir von "Internet" reden, sollten wir auch alles was wie server (hard- und software), statische Webseiten / Plattformen wie Wikipedia oder social media dazu zählen.
Ansonsten hat das Internet nämlich auch keine großen Vorteile. Was bringt uns eine weltweite Vernetzung, wenn wir keine Daten darüber schicken? Denn das wird ja auch erst durch den ganzen Rest möglich.


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Wo hab ich denn das gesagt? Ich meinte nur das man deutlich mehr aufwand betreiben muss sich abzusichern wie vor x Jahren und das nix dagegen unternommen wird weils einfach keine Behörde gibt die International gegen diese Hackercommunities vorgeht.

Und für kleine Unternehmen kann das schon existenzbedrohend sein DSGVO konforme Datenhaltung zu betreiben, die meisten machen es vermutlich einfach nicht frei dem Motto wo kein kläger da kein beklagter...


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Ich frage mich nur nach der Alternative. Das Krankenhaus hat scheinbar ein größeren Nutzen durch das Internet als durch die Gefahren des Internets, sonst würde es das Internet ja abschalten. Ähnlich wie bei Privatpersonen. Dazu muss man auch sagen, dass meist in dem Bereich miserabel gearbeitet wird.

Ein Krankenhaus hat so ein immenses Budget und gespart wird dann bei der IT. Wie teilweise sensible Bereiche im Krankenhaus vernetzt sind und nicht gesichert sind, kann man sich gar nicht ausdenken und dann können da eben auch selbst Scriptkiddies Schaden anrichten.

Hackerangriffe sind doch mittlerweile ähnlich wie Kriege im nahen Osten zu Stellvertreterkriegen geworden. Nicht nur China, Nordkorea und Russland haben ihre Hacker-Armeen, auch Deutschland und an erster Stelle die USA mischen da mit.


Antwort
Zitat