In der aktuellen CT gibt es dazu auch einen sehr guten Artikel und das Hauptproblem bei der Liste ist wohl:
- sie wird vom BKA erstellt, aber auf der Grund der Brisanz des Inhaltes ist keine weitere unabhängige Stelle oder Personal vorgesehen, die diese Liste einsehen bzw. kontrollieren darf
- es ist auch nicht vorgesehen bzw. geklärt was mit Leuten passiert, die dort nicht drauf gehören bzw. wo vielleicht ein User einen verbotenen Link gepostet hat und die Seite dadurch auf die Liste gesetzt worden ist. An wen soll er sich dann wenden, eine nachträgliche Prüfung ist nicht vorgesehen bzw. wird nicht erwähnt, wo und wie man sich von der Liste entfernen lassen kann
- es wurde ein Polizist, der für Kinderporonografie zuständig ist, befragt und der hat gemeint, dass es in seiner x jährigen Karriere nur 2 Fälle gab, in denen KiPos übers Internet verkauft wurde. In den anderen Fällen wird es enwteder per usenet, Post oder geschlossene Foren verteilt
- selbst die skandinavischen Länder (bei denen so etwas schon länger gibt) sagen, dass so eine Liste nichts bringt. Es scheint auch sogar eher das Gegenteil der Fall zu sein. Von Dänemark ist so eine KiPo Liste mal im Inet aufgetaucht und da sie anscheinen "gesperrt" worden sind, wurden da nicht mehr großartig ermittelt und die Seiten sind großteils noch erreichbar gewesen, nach dem Motto "aus den Augen aus den Sinn"
Meiner Meinung nach ist ein weiteres Problem, darüber sachlich diskutieren zu können, dass es sich um ein sehr brisantes Thema handelt und sehr schnell emotional wird und was soll man gegen moralische Totschlagargumente "es geht um Kindesmissbrauch!", "du weisst nicht wie es nicht missbraucht zu werden", usw. groß sagen, ohne selbst in die Schusslinie zu geraten? Das ist wohl auch der Grund warum ein Großteil der Provider, den Vertrag freiwllig unterschreiben, das Frau von der Layen die Verweigerer namentlich nennt und so wohl ein großer Imageschaden entstehen könnte.
Zum Umgehen will nicht will sagen, außer:
- es handelt sich um eine DNS Sperre, da eine Sperre auf reiner IP-Basis nicht möglich ist und für einen Bildvergleich, ob es sich um KiPo handelt, gibt es nicht genug Rechenleistung.
- daraus folgt: wer zwingt einen einen den DNS Server vom Provider zu benutzen?