Kontroversen zum Lehrerberuf bitte hier niederschreiben. Danke.
MfG Spiike
weiß nicht, was der thrad für einen sinn macht.
man kann doch über jeden beruf diskutieren. soll jetzt zu jedem beruf ein thrad eröffnet werden oder wozu das ganze hier, supermod?
Original von SpeedDemon
weiß nicht, was der thrad für einen sinn macht.
man kann doch über jeden beruf diskutieren. soll jetzt zu jedem beruf ein thrad eröffnet werden oder wozu das ganze hier, supermod?
Um das zu verstehen musst du die letzten Tage den Coronathread erlebt haben...
Kann es sein dass Lehrer nicht gleich Lehrer ist? Zwischen Grundschule und Sek 2 sollte es schon große Unterschiede geben. Der erste ist ja noch halb Erzieher (auch wenn es nicht so sein sollte), der andere muss schon selbst sehr fit in der zu lehrenden Materie sein.
Mal aus dem Corona-Thread kopiert:
Original von ThePope111
Original von kusne
Original von albii
Jo, vielleicht will man sein Berufsleben aber auch einen gesellschaftlich relevanten Beruf ausüben, der einen erfüllt und bei dem man was bewegen kann, anstatt sein Leben im Büro bei einem 0815 Job zu verbringen, damit Firma xy seine Umsätze steigert. Jede(r) wie er oder sie will.![]()
genau darum gehts doch. kann jeder machen, was er will. aber dann braucht man seinen job nicht zum härtefall rechtfertigen, nur weil man aufgrund der mega vielen freizeit ein schlechtes gewissen hat, wenn andere neidisch rüberschauen.
Als Lehrer mal wie ich damit umgehe (und ich hab sicher auch mehr als genug zu tun): Meistens gehe ich einfach nach dem Motto "Du hast Recht und ich meine Ruh" vor, stimme Leuten schlichtweg zu und breche das Gespräch schnellstmöglich ab/ändere das Thema - daher könnten auch ein paar eurer Bestätigungen von Lehrern über das "laue Leben" von Lehrern kommen. Ich hab einfach keinen Bock mit Leuten über einen Beruf zu diskutieren, in den sie keinen Einblick haben - warum sollte ich? Da hab ich gar nichts von.
Man kann ja teilweise wirklich schon recht frei planen, wann man etwas macht, das stimmt ja. Für Leute, die damit nicht jedes Mal eine Diskussion darüber anfangen, wie faul ich doch sei, schiebe ich die Arbeit dann gerne in den (teils sehr späten) Abend oder irgend eine unchristliche Zeit, um mich mit ihnen zu treffen. Bei denen, die mir damit die ganze Zeit auf den Pinsel gehen, mache ich das nicht. So segregiert sich mein Freundeskreis schon von ganz alleine und ich hab meine Ruh.
Ist ja auch nicht so, dass man (ich) selber immer das Thema anspricht, darauf wird man ja angesprochen, auch wenn man nicht den geringsten Bock drauf hat.Wo ich dir allerdings Recht geben muss: Kein Job auf der Welt ist auch nur ansatzweise so hart wie Comedian.
Den Punkt "ein Beruf in den sie keinen Einblick haben" will ich mal aufgreifen, weil das mMn so nicht ganz korrekt ist.
Das besondere am Lehrerberuf ist, dass sich jeder als Schüler wahrscheinlich schon mal eine Meinung gebildet hat und je nach Lehrern, die man dazumal hatte, fällt die wohl unterschiedlich aus.Wer kennt sie nicht, die Lehrer die während der Unterrichtsstunde Aufgaben lösen lassen und in der Zwischenzeit Arbeiten anderer Klassen bearbeiten, wobei ja bekannt sein dürfte (vgl. Hattie "Visible learning"), dass die stete Anwesenheit des Lehrers einen enormen Faktor im Lernerfolg der Schüler darstellt.
Ich würde eher behaupten wollen, dass die Spannweite dieses Berufs unheimlich weit ist und es sowohl der chilligste Job sein kann, als auch ein sehr harter, je nachdem mit welcher Einstellung der jeweilige Lehrer es eben angeht.
Jeder hat wahrscheinlich schon Erfahrungen mit hochengagierten Lehrern gemacht, mich hat damals meine Englischlehrerin sogar spät Nachmittags angerufen um individuelle Probleme zu erfragen und Hilfe anzubieten. Und dann hatten wir auch zu Genüge Lehrer denen man sogar als Schüler angemerkt hat, dass sie keinerlei Bock haben und vielmehr Dienst nach Vorschrift machen.
Original von Play4forlife
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Original von kusne
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Jo, vielleicht will man sein Berufsleben aber auch einen gesellschaftlich relevanten Beruf ausüben, der einen erfüllt und bei dem man was bewegen kann, anstatt sein Leben im Büro bei einem 0815 Job zu verbringen, damit Firma xy seine Umsätze steigert. Jede(r) wie er oder sie will.![]()
genau darum gehts doch. kann jeder machen, was er will. aber dann braucht man seinen job nicht zum härtefall rechtfertigen, nur weil man aufgrund der mega vielen freizeit ein schlechtes gewissen hat, wenn andere neidisch rüberschauen.
Als Lehrer mal wie ich damit umgehe (und ich hab sicher auch mehr als genug zu tun): Meistens gehe ich einfach nach dem Motto "Du hast Recht und ich meine Ruh" vor, stimme Leuten schlichtweg zu und breche das Gespräch schnellstmöglich ab/ändere das Thema - daher könnten auch ein paar eurer Bestätigungen von Lehrern über das "laue Leben" von Lehrern kommen. Ich hab einfach keinen Bock mit Leuten über einen Beruf zu diskutieren, in den sie keinen Einblick haben - warum sollte ich? Da hab ich gar nichts von.
Man kann ja teilweise wirklich schon recht frei planen, wann man etwas macht, das stimmt ja. Für Leute, die damit nicht jedes Mal eine Diskussion darüber anfangen, wie faul ich doch sei, schiebe ich die Arbeit dann gerne in den (teils sehr späten) Abend oder irgend eine unchristliche Zeit, um mich mit ihnen zu treffen. Bei denen, die mir damit die ganze Zeit auf den Pinsel gehen, mache ich das nicht. So segregiert sich mein Freundeskreis schon von ganz alleine und ich hab meine Ruh.
Ist ja auch nicht so, dass man (ich) selber immer das Thema anspricht, darauf wird man ja angesprochen, auch wenn man nicht den geringsten Bock drauf hat.Wo ich dir allerdings Recht geben muss: Kein Job auf der Welt ist auch nur ansatzweise so hart wie Comedian.
Den Punkt "ein Beruf in den sie keinen Einblick haben" will ich mal aufgreifen, weil das mMn so nicht ganz korrekt ist.
Das besondere am Lehrerberuf ist, dass sich jeder als Schüler wahrscheinlich schon mal eine Meinung gebildet hat und je nach Lehrern, die man dazumal hatte, fällt die wohl unterschiedlich aus.Wer kennt sie nicht, die Lehrer die während der Unterrichtsstunde Aufgaben lösen lassen und in der Zwischenzeit Arbeiten anderer Klassen bearbeiten, wobei ja bekannt sein dürfte (vgl. Hattie "Visible learning"), dass die stete Anwesenheit des Lehrers einen enormen Faktor im Lernerfolg der Schüler darstellt.
Ich würde eher behaupten wollen, dass die Spannweite dieses Berufs unheimlich weit ist und es sowohl der chilligste Job sein kann, als auch ein sehr harter, je nachdem mit welcher Einstellung der jeweilige Lehrer es eben angeht.
Jeder hat wahrscheinlich schon Erfahrungen mit hochengagierten Lehrern gemacht, mich hat damals meine Englischlehrerin sogar spät Nachmittags angerufen um individuelle Probleme zu erfragen und Hilfe anzubieten. Und dann hatten wir auch zu Genüge Lehrer denen man sogar als Schüler angemerkt hat, dass sie keinerlei Bock haben und vielmehr Dienst nach Vorschrift machen.
Also wollte die Diskussion eigentlich meiden, aber dazu sag ich noch was, weil ich zitiert wurde:
Ich stimme dir da teilweise schon zu. Solche Pfeifen gibt es aber überall und in jedem Beruf und ich vermute nicht, dass es bei Lehrern mehr sind. Aber ich bin da auch befangen. Gegen eine differenzierte Meinung wie deine haben ja auch viele Lehrer nichts, aber in den meisten Fällen ist es eben reines Bashing von Leuten, die ein Trauma aus ihrer Schulzeit aufarbeiten müssen oder was weiß ich. Die undifferenzierteste Kritik kommt dabei meiner Erfahrung nach immer von den Leuten, bei denen man die größte Abneigung gegen Schule und öffentliche Strukturen allgemein feststellen kann. Da geht es vielleicht auch darum, dass man sich an Lehrern rächt, weil das System Schule einfach nicht für einen gemacht war oder man wirklich einen Lehrer hatte, der einfach kacke war. Glaube schon, dass es da damals noch mehr Probleme in die Richtung mit Lehrern gab.
Vielleicht ist man da als Lehrer auch einfach die Personifizierung vieler Problemlagen, keine Ahnung.Edit: Bin jetzt aber auch raus
edit2: Zu dem Post unter mir: Soll ja auch Leute geben, die früher Müllmann werden wollten, weil die nur einen Tag in der Woche arbeiten müssen![]()
Original von Play4forlife
Mal aus dem Corona-Thread kopiert:Original von ThePope111
Original von kusne
Original von albii
Jo, vielleicht will man sein Berufsleben aber auch einen gesellschaftlich relevanten Beruf ausüben, der einen erfüllt und bei dem man was bewegen kann, anstatt sein Leben im Büro bei einem 0815 Job zu verbringen, damit Firma xy seine Umsätze steigert. Jede(r) wie er oder sie will.![]()
genau darum gehts doch. kann jeder machen, was er will. aber dann braucht man seinen job nicht zum härtefall rechtfertigen, nur weil man aufgrund der mega vielen freizeit ein schlechtes gewissen hat, wenn andere neidisch rüberschauen.
Als Lehrer mal wie ich damit umgehe (und ich hab sicher auch mehr als genug zu tun): Meistens gehe ich einfach nach dem Motto "Du hast Recht und ich meine Ruh" vor, stimme Leuten schlichtweg zu und breche das Gespräch schnellstmöglich ab/ändere das Thema - daher könnten auch ein paar eurer Bestätigungen von Lehrern über das "laue Leben" von Lehrern kommen. Ich hab einfach keinen Bock mit Leuten über einen Beruf zu diskutieren, in den sie keinen Einblick haben - warum sollte ich? Da hab ich gar nichts von.
Man kann ja teilweise wirklich schon recht frei planen, wann man etwas macht, das stimmt ja. Für Leute, die damit nicht jedes Mal eine Diskussion darüber anfangen, wie faul ich doch sei, schiebe ich die Arbeit dann gerne in den (teils sehr späten) Abend oder irgend eine unchristliche Zeit, um mich mit ihnen zu treffen. Bei denen, die mir damit die ganze Zeit auf den Pinsel gehen, mache ich das nicht. So segregiert sich mein Freundeskreis schon von ganz alleine und ich hab meine Ruh.
Ist ja auch nicht so, dass man (ich) selber immer das Thema anspricht, darauf wird man ja angesprochen, auch wenn man nicht den geringsten Bock drauf hat.Wo ich dir allerdings Recht geben muss: Kein Job auf der Welt ist auch nur ansatzweise so hart wie Comedian.
Den Punkt "ein Beruf in den sie keinen Einblick haben" will ich mal aufgreifen, weil das mMn so nicht ganz korrekt ist.
Das besondere am Lehrerberuf ist, dass sich jeder als Schüler wahrscheinlich schon mal eine Meinung gebildet hat und je nach Lehrern, die man dazumal hatte, fällt die wohl unterschiedlich aus.Als Schüler sieht man aber nur den Unterricht und kann sich darüber eine Meinung bilden. Der eigentliche Unterricht ist aber nur ein kleiner Teil von der Arbeit eines Lehrers. Aber genau das sieht ein Schüler ja nicht und viele andere eben auch nicht, so dass es immer nach einem Beruf mit viel Freizeit aussieht.
Außerdem hat sich einiges in der Lehrkraftausbildung und der Anforderung an die Lehrkräfte in den letzten Jahren getan.
Lehrer sein kann hart sein, und dafür sehr erfüllend. Der Lehrerberuf kann aber auch easy sein, wenn man talentiert oder gut organisiert ist, oder sich wenig Mühe und nichts auf guten Unterricht gibt. Es kann einem Lehrer auch scheißegal sein, dann ist es nurmehr ein Job, und keine Berufung. Das sind dann die Lehrer, auf die man als Schüler wenig bis keinen Bock hat, weil diese Einstellung leicht abfärbt, vor Allem auf junge Heranwachsende. Diese Lehrer ziehen dann auch das Gesamtbild des Berufsfeldes herunter. Die Lehrer, die guten Unterricht machen, für die Schülerschaft da sind und sich für deren Ausbildung stark machen, sollten die Messlatte dafür sein, ob der Beruf hart ist oder nicht. Ich finde es unpassend, einen Beruf an jenen zu messen, die ihn nicht richtig machen. Ein Metzger, dem egal ist welche Qualität sein Fleisch hat, wird ja auch einfach gemieden, ohne dass gleich alle Metzger scheiße sind und ihren Beruf nicht richtig ausüben, oder? Wobei ich gerade abdrifte, es sollte in dem Vergleich dann wohl auch darum gehen, dass nur weil ein Metzger nicht hart arbeitet, alle Metzger nen leichten Job haben. Vielleicht passt das besser.
Ich befinde mich zwar erst im Lehramts-Bachelor, merke aber jetzt schon, dass mich das Studium nicht auf den Unterricht vorbereiten wird. Im vierten Semester haben wir alle Unterrichtsmodelle und Schulformen bis zur heutigen Zeit durchgearbeitet und auf Vor- und Nachteile heruntergebrochen. Letztendlich liegt es aber immer beim Lehrer, aus allen Unterrichtsmethoden und -formen die effektivsten Eigenschaften herauszupicken, damit der Unterricht "gut" wird (und was heißt eigentlich "gut"?).
Die Anforderungen an die Lehrkräfte sind auch durch die Verschiebungen in den Machtverhältnissen zwischen Schülerschaft, Schule als Institution, Lehrer, UND ELTERN gewachsen. Bei Leistungsminderungen der Schüler/innen kommen die Eltern zuerst auf den Lehrer zu, um ihn zu konfrontieren wieso ihr Kind ihr so schlecht benotet wurde anstatt zu erfragen, woran es liegt und wie das Kind sich im Unterricht verhält. Auch die Schule als Institution steht immer mehr auf Seiten der Eltern, da es immer mehr zum Trend wird, Schulen auf unfaire Benotung zu verklagen.
Um diesem Trauerspiel vorzubeugen muss man als Lehrer besser ausgebildet werden, sowohl in Bezug auf fachliches sowie pädagogisches Wissen. Das spiegelt sich im Lehramtsstudium meiner Meinung nach aber viel zu spät wider. Wir lernen weiter Texte über die Entstehung der Montessori Schule auswendig und bestehen Multiple Choice Klausuren mit 4.0 und dürfen uns dann Pädagogen nennen. Wie man mit Unterrichtsstörungen bzw. allgemein Unterrichtssituationen in jeder Hinsicht umgeht, wird im Master ein Semester behandelt.
Tl;dr Wenn man den Beruf richtig macht, ist es Arbeit, aber keine rein physische. Wenn man ein Dulli ist und frei haben will, schafft man das auch. Es kommt halt drauf an, wer und wie man sein möchte.
Da haben wir aber schon einen Unterschied gefunden. Wenn du als Metzger 5 Jahre tolle Arbeit machst, dann ist dein Laden voll und du verdienst gut. Wenn du danach 1 Jahr nur Scheiß-Qualität überteuert verkaufst, dann bleiben die Kunden weg und du kannst einpacken. Als Beamter musst du dir ja schon ein paar große Verfehlungen erlauben um rausgeworfen zu werden. Häufig darf man dann sogar wieder bei einer anderen Schule anfangen.
Man kann also schon minimal arbeiten ohne wirkliche Konsequenzen befürchten zu müssen, wenn man sich nicht ganz dumm anstellt.
Was du schreibst stimmt schon @AyCaramba
Beim Lehrerberuf hat die Qualität der eigenen Arbeit praktisch keine Auswirkung auf Bezahlung und Aufstiegschancen. Damit fallen die klassischen (monetären) Anreize, die Arbeitnehmer und Unternehmer zu hoher Leistungsbereitschaft motivieren, erstmal weg.
Das hat tatsächlich den negativen Effekt, dass fachlich inkompetente und unmotivierte Lehrer innerhalb des Systems nicht aussortiert werden.
Es ist möglich als Gymnasiallehrer im Mathematikunterricht jedes Jahr aufs neue das 20 Jahre alte Mathematiklehrbuch als einziges Unterrichtsmedium zu nutzen, ein paar Beispiele an die Tafel zu klatschen und dann die Klasse ihre Aufgaben abarbeiten zu lassen. Wer nichts versteht oder von dieser Art des Unterrichts gelangweilt ist, der hat dann halt Pech gehabt. Das ist wenig Arbeit, hat aber natürlich mit gutem Unterricht wenig zu tun.
Ein engagierter Lehrer dagegen würde verschiedene Medien/Materialien/Sozialformen einsetzen, versuchen durch ansprechende Aufgaben- und Problemstellungen mathematisches Denken und das Interesse an Mathematik zu fördern und für leistungsschwache und leistungsstarke Schüler differenzierte Angebote bereithalten, die am jeweiligen Fähigkeitsniveau ansetzen, um sie angemessen fördern zu können.
Der Arbeitsaufwand ist dann natürlich enorm viel höher, der Kompetenzzuwachs bei den Schülern ebenfalls, aber für Bezahlung und Karrierechancen ist es vollkommen irrelevant.
Insofern wäre es schon wünschenswert Mechanismen zu etablieren, die gute Lehrerleistungen und hohes Engagement belohnen und Schüler vor sehr schlechter Lehrerperformance schützen, weil sich das direkt negativ auf Bildungschancen und Bildungsbiographien auswirkt.
Das ist allerdings nicht trivial, weil es praktisch kaum möglich ist Lehrerperformance in all seinen Facetten zu messen. Dennoch sollte man aus meiner Sicht zumindest einige Mechanismen etablieren, die Anreize dafür schaffen sich als Lehrkraft regelmäßig weiterzubilden und guten Unterricht anzubieten. Man könnte bspw. über die Bezahlung Anreize schaffen regelmäßig Fortbildungen zu besuchen. Zur Steigerung der Unterrichtsqualität könnte man Lehrkräfte dazu verpflichten regelmäßig den Unterricht anderer Lehrkräfte zu besuchen und zu evaluieren + schulexterne Evaluationen bspw. der ausbildenden Studienseminar oder von Universitätsdozenten. Wenn man das flächendeckend macht, dann könnte man auch diejenigen Lehrkräfte, die bei ihren Unterrichtsevaluationen sehr gute Ergebnisse erzielen etwas besser bezahlen und so weitere Anreize für eine positive Leistungskultur im Lehrerberuf schaffen.
Mein Deutschlehrer (Gymnasium) hat damals einfach entweder random Folien aufgelegt, die wir 1,5h abschreiben durften oder ist mit nem Karton voller Bücher reingekommen und hat uns die ganze Zeit lesen lassen. In der Zeit hat er eigentlich nur gechillt, Arbeiten bewertet oder sich eine Schere ausgeliehen um sich die Fingernägel zu schneiden
. Isi äs dät, einfachster Job der Welt.
Glaube, die Burnout-Rate bei den nomalen Schul-Lehrenden ist sehr hoch.
Ist kein Zuckerschlecken. Du musst die Kids einfangen, begeistern, Lernstoff vermitteln und darfst nicht zu gute und nicht zu schlechte Noten vergeben, da sonst nachgefragt wird und und und.
Auf der anderen Seite, denke ich, haste n gutes Einkommen und die Verbeamtung, falls im Standort-BL noch durchgezogen, bringt auch Vorteile.
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Wenn man eingespielt ist, kann das ein angenehmer Job werden. Stressig ist und bleibt er allerdings allemal.
Egal ob in der Grund- oder Berufsschule, oder Sek II.
Original von Hirx123
Mein Deutschlehrer (Gymnasium) hat damals einfach entweder random Folien aufgelegt, die wir 1,5h abschreiben durften oder ist mit nem Karton voller Bücher reingekommen und hat uns die ganze Zeit lesen lassen. In der Zeit hat er eigentlich nur gechillt, Arbeiten bewertet oder sich eine Schere ausgeliehen um sich die Fingernägel zu schneiden. Isi äs dät, einfachster Job der Welt.
Hört sich nach meinen Uniprofessoren an. Aber die sind irgendwie nie Zielscheibe. Sind immer die Lehrer.
Mich nerven meine Kollegen, die sagen "Was schon wieder ne Konferenz? Ich war gestern schon bis 17 h hier!". Da denke ich immer "Alter, arbeite mal in einem richtigen Beruf!"
Ich weiß aber auch aus eigener Erfahrung: 6 Stunden ≠ 6 Stunden. Manchmal kommste nach Hause und kannst Bäume ausreißen, weil alles wie am Schnürchen lief. Manchmal kommste auf dem Zahnfleisch Heim, weil die Kids einfach nur anstrengend waren.
Gute Vorbereitung mildert die Gefahr, aber gefeit davor ist man nie. 8 Stunden am Stück (ja 8* 45 Minuten), ist Ü40 kaum zu ertragen. Wenn ich solche Montage hatte, war ich den Rest der Woche am Arsch.
Ist halt im 9 to 5 Job anders. Da gehst du aufs Klo wann du willst, holst dir nen Kaffee, setzt evtl Noise Cancelling Kopfhörer auf oder hast per se dein eigenes Büro. Klar gibt es auch andere anstrengende Jobs. Das bestreitet ja keiner. Aber wenn es so easy ist, und alles so toll, dann macht den Job doch selber!!!
Zu den Ferien: Ja, als Lehrer hat man mehr Ferien als andere. Was aber oft vergessen wird: Arbeiten korrigieren, Wochenende und Feiertage abziehen, die in den Ferien liegen (Weihnachten, Ostern).
Zum Geld: Wenn man keinen Urlaub macht ist Lehrer super. Wenn man aber 2 mal im Jahr Urlaub macht und das doppelte für diesen Urlaub zahlt, weil man an die Ferien gebunden ist, kann man das Nettogehalt schnell mal um 10% kürzen.
Ich jammer nicht. Ich wusste was man verdient (kann jeder nachgucken), ich wollte viel Ferien, um Zeit für meine Kinder zu haben. Das alles ist kein Geheimnis. Das weiß und wusste jeder. Man kann doch nicht nach links gehen und sagen: "Du hasts gut! Rechts ist viel schöner!" obwohl man das doch vorher wusste.
Pro Lehrerjob:
Mehr freie Tage
Gesichertes Einkommen
Unkündbar
Pension
Beihilfe zur PKV
Nachmittage manchmal frei (ich hatte die letzten 2 Jahre ausschließlich den Freitagnachmittag frei, so wie viele Arbeitnehmer auch).
Kontra:.
Urlaub nicht frei wählbar. Gerade wenn man mit Kumpels ohne Kinder Ski fahren will
Begrenztes Einkommen
Lautstärke
Elternarbeit
Hohe Anforderungen (Wissensvermittler, Psychologe, Soziologe,...)
Die Bedingungen Lehrer zu werden sind so niedrig. MMn viel zu niedrig. Warum werden diejenigen nicht Lehrer, die meinen der Job sei überbezahlt?
Und: viele beschweren sich über respektlose Kinder, aber vermitteln bzw leben den (eigenen) Kindern Respektlosigkeit gegenüber den Lehrern vor. Das passt nicht!
Wenn man mir sagen würde: "Dein Tag geht von 8 bis 5, hier hast du einen Arbeitsplatz, wenn du nach Hause kommst, dann hast du frei!" Ich würde sofort einschlagen.
Original von Hirx123
Mein Deutschlehrer (Gymnasium) hat damals einfach entweder random Folien aufgelegt, die wir 1,5h abschreiben durften oder ist mit nem Karton voller Bücher reingekommen und hat uns die ganze Zeit lesen lassen. In der Zeit hat er eigentlich nur gechillt, Arbeiten bewertet oder sich eine Schere ausgeliehen um sich die Fingernägel zu schneiden. Isi äs dät, einfachster Job der Welt.
Unser hat uns lesen lassen, das Fenster aufgemacht und eine nach der anderen geraucht. Manchmal haben wir dann Skat gespielt und solange wir leise dabei waren hat ihn das nicht gestört.
Original von dbhatschlechteswifi
Glaube, die Burnout-Rate bei Lehrenden ist sehr hoch.
Ich glaube den Lehrern wird es aber auch leicht gemacht, Burnout anzumelden.
Bei mir an der Schule würde ich auf 70% gute Lehrer tippen. Ist denke ich eine recht gute Quote. Wie seiht es in anderen Berufen aus? Da gibt es doch gebau so viele Pfeifen oder? Wenn ich so an die Handwerker denke, die ich hier hatte, Fachverkäufer in diversen Geschäften, Ärzte... Was ich da schon erlebt habe... Aber ja, da kann man sich einfach einen anderen suchen. Das geht an der Schule leider nicht oder nur sehr bedingt.
Original von wuerstchenwilli
Zu den Ferien: Ja, als Lehrer hat man mehr Ferien als andere. Was aber oft vergessen wird: Arbeiten korrigieren, Wochenende und Feiertage abziehen, die in den Ferien liegen (Weihnachten, Ostern).
Was natürlich in nem "normalen" Job ganz anders ist. Da werden Wochenenden und Feiertage ganz normal durchbezahlt.