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Der Schachthread

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Zinsch
Beigetreten: 01.02.2008

Hatte eh nicht wirklich hohe Erwartungen an die heutige Partie. Wenn Anand mit Weiß 0,0 weiterkommt, wird er mit Schwarz auch nicht mehr schaffen. Dazu kam noch, dass Anand von 1. e4 überrascht wurde und vermutlich überhaupt keine scharfe Variante vorbereitet hatte.

Welche langweiligen Remisvarianten kann weiß eigentlich gegen Sizilianisch spielen? Anand hatte in der Pressekonferenz gemeint, dass es auch gegen 1. e4 c5 solche gibt.


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Zitat
Pokamon
Beigetreten: 15.04.2006

langweilige sizilianer gibt es ne menge:

1.e5 c5

2.c3
2.Sf3 Sc6 3.Lb5 intending Lc6
2.Sc3 ist auf amateurebene vll nen gewinnversuch. gegen stärkere gegnerschaft aber auch sehr ausgeglichen.

schliesslich offene sizilianer mit g3 oder Le2 wie zB
2.Sf3 d6 3.d4 c4 4.Sd4 Sf6 5.Sc3 ~ 6.Le2 (Idee 0-0, a4, Tfd1 und dann vor allem schwarzes gegenspiel mit ...b5 und ... d5 unterbinden, statt selbst auf königsangriff mit entgegengesetzten rochaden zu gegen.)

karpov hat zu seinen 1.e4-zeiten meist so gespielt.


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Zitat
PaxiFixi
Beigetreten: 19.03.2007

was sind den richtige aggressive risikomoves zu beginn?


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Zitat
DerIkeaElch
Beigetreten: 16.05.2010

Original von PaxiFixi
was sind den richtige aggressive risikomoves zu beginn?

1.f3 e5 2. g4


Antwort
Zitat
Pokamon
Beigetreten: 15.04.2006

Original von PaxiFixi
was sind den richtige aggressive risikomoves zu beginn?

ohne dass villain mitspielt, gibt es kaum eine kompromisslose partie.

wenn wir beim sizi bleiben, dann ist der drachen immer eine option.
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cd 4.Sd4 Sf6 5.Sc3 g6 6.Le3 (auch hier kann weiss noch mit Le2 oder g3 kneifen) Lg7 7.f3 0-0 8.Lc4 Sc6 9.Dd2 Ld7 10.0-0-0 Tc8 11.h4 Se5 12.Lb3 Sc4 13.Lc4 Tc4 14.h5 Sh5 15. g4 Sf6 (hab an dieser stelle mal nachgeguckt und noch ~600 großmeisterpartien in meiner datenbank [mit dieser stellung] gefunden)

16.Lh6 (16.Sde2 ist wieder karpov - style) und weiss greift in der h-linie an, während schwarz den T auf c3 opfern will, wenn weiss grad mit dem c-bauern wiederschlagen muss, um dann seinerseits auf den wK loszugehen; etwa nach 16... Lh6 17.Dh6 Tc3 18.bc Da5.

der hauptzug ist das bessere 16...Se4. danach wird es kompliziert. ;)

das sind zwar sehr spannende varianten, aber in der praxis sehr schwer anzuwenden. da es tonnenweise theorie dazu gibt. ein kleiner fehler und der besser vorbereitete gegner streicht sofort den punkt ein. so romantisch ist das dann auch nicht...


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Zitat
einfachnurtimo
Beigetreten: 01.02.2007

Ich suche Software, die mir dabei hilft meine eigenen Leaks zu finden.
Also wo ich meine gespielten Partien im PGN-Format reinkopieren kann und dann Zug für Zug die Engine meine einzelnen Züge bewertet und Alternativen vorschlägt, am besten auch mit beispielhaften Folgezügen von weiß/schwarz, damit ich einfacher verstehen kann warum ein bestimmter Zug gemacht wird.
Was gibts da so für gute Software? Darf natürlich auch was kosten.

Ich denke mal so ist es doch auch am sinnvollsten Schach zu lernen, oder?:
Theorie aneignen durch Bücher/Videos. Ansonsten selber spielen und dann mithilfe einer Engine seine Fehler finden?


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Zitat
Umumba
Beigetreten: 22.04.2006

Verschiedene Chessbase-Produkte, insbesondere so was wie Fritz 13 (darf auch eine andere Engine sein), da sind meist Trainingsfunktionen mit drin. Mit der Software "Chessbase" selbst (im Moment Version 12) kannst du auch analysieren, wenn du dir ne (günstige oder kostenlose) Engine dazu holst und dann einfach deine Partien durchgehst. Es gibt bei den Programmen halt so was wie Vollanalyse (du packst deine Partie rein, lässt den PC rechnen und hast hinterher ein vollständiges Dokument), aber ich finde es meist besser, mit eingeschalteter Engine ("Kiebitz") die Partie selbst durchzugehen und zu schauen, wo man sehr weit von der Engine-Bewertung abgewichen ist und was bessere Vorschläge gewesen wären. Durch die aktive Analyse kriegt man selbst mehr mit.


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Zitat
einfachnurtimo
Beigetreten: 01.02.2007

Original von Umumba
[...]aber ich finde es meist besser, mit eingeschalteter Engine ("Kiebitz") die Partie selbst durchzugehen und zu schauen, wo man sehr weit von der Engine-Bewertung abgewichen ist und was bessere Vorschläge gewesen wären. Durch die aktive Analyse kriegt man selbst mehr mit.

Genau das möchte ich auch machen.
Du schriebst davon zu der Chessbase Software eine Engine dazuzuholen? Das versteh ich nicht so ganz, hat Chessbase keine eigene Engine? Und wie sieht das dann aus wenn ich mir ne Engine dazuhole, kann man in die Chessbase Software Engines integrieren?


Antwort
Zitat
Umumba
Beigetreten: 22.04.2006

Chessbase ist ja zum einen die Firma und zum anderen eine ihrer zentralen Softwares. Neben dieser zentralen Verwaltungssoftware, in die sich Engines integrieren lassen, verkaufen sie auch noch Engines mit GUI, wobei die Oberfläche der Chessbase-Software ziemlich ähnlich ist. Ich würde vermuten, dass man für den Anfang mit einem dieser Programme besser liegt (z.B. dem Klassiker Fritz oder der heutzutage stärksten Engine Houdini, der unter der gleichen Oberfläche wie Fritz läuft, zu finden hier).

Die Software "Chessbase" ist vermutlich das etwas professionellere Tool, wenn man möglichst umfassende Datenbankfunktionen haben will. Da sind dann einige schwächere Engines mitgeliefert, eine Vorgängerversion von Houdini kriegt man aber kostenlos irgendwo zum Download.

Aber wie gesagt, vermutlich ist die verlinkte Option die bessere. Enthalten ist dann auch noch eine 12-Monats-Mitgliedschaft bei schach.de, wo du auch online spielen (oder die Partien von Umumba verfolgen _cool: ) kannst.


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idude
Beigetreten: 12.08.2006

Original von einfachnurtimo
Ich suche Software, die mir dabei hilft meine eigenen Leaks zu finden.

um leaks zu finden, ist software mmn nur begrenzt sinnvoll. besser wär halt, im verein mit nem trainer oder zumindest mit nem anderen (vielleicht etwas besseren) spieler die partie durchzugehen. (oder falls verein keine option, dann halt skype o.ä.)
eine engine sagt dir in der eröffnung vielleicht, welcher zug schlecht war und welche züge besser wären. aber irgendwelche spezifischen eröffnungspläne o.ä lernst so halt nicht. und wenn man dir erklärt warum man genau diesen oder jenen zug macht, dann merkt man sichs auch viel leichter, als wenn einfach nur da steht 4. Sc3 +0,23 und 4. Sd2 -0,05.
die textlichen anmerkungen die fritz & co dazuschreiben sind auch nicht immer das gelbe vom ei.
und auch sonst sind lange varianten die eine engine vorschlägt für den menschen oft einfach nicht zu sehen, was halt für den lerneffekt dann nicht wirklich was bringt.

und auch wenn du alleine bist, ist es erst mal sinnvoller, die partie ohne engine nochmal nachzuspielen und die interessanten stellungen nochmal in ruhe und ohne zeitdruck versuchen selbst zu analysieren.

zum abschluss kann man dann immer noch mit der engine schnell durchgehen um zu schauen ob man irgenwelche taktischen sachen o.ä. übersehen hat.

wollte dies nur mal anmerken. weiss jetzt nicht, ob du das ohnehin so machst und du die software nur noch als dreingabe siehst.

ansonsten gilt das was umumba schreibt.


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Knallo
Beigetreten: 31.05.2006

Ich würde Dir Fritz empfehlen. Für den Anfang reicht dieser recht billige Fritz allemal:
http://chessbase-shop.com/de/products/fritz_for_fun_13_deutsch

Das gewiß hervorragende ChessBase-Programm ist wirklich etwas für ambitionierte und fortgeschrittene Spieler. Es wird allerdings eine ganze Weile dauern, bis Dir die umfangreichen Datenbankverwaltungsmöglichkeiten von Fritz nicht mehr genügen!

Ich gebe gerne detaillierte Auskünfte, wenn gewünscht.


Antwort
Zitat
Krach-Bumm-Ente
Beigetreten: 01.05.2006

carlsen ist so ein bisschen der jungleman des schach oder?


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einfachnurtimo
Beigetreten: 01.02.2007

Worin unterscheiden sich Fritz 13 und Fritz for fun 13?
Und was kann das Chessbase Programm, was Fritz 13 nicht kann?


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Zinsch
Beigetreten: 01.02.2008

Heute im Prinzip schon die letzte Chance für Anand, da er zum vorletzten Mal die weißen Steine führt bei zwei Punkten Rückstand. Da muss heute halt wirklich mal was ordentliches aufs Brett kommen.


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jukeboxheroo
Beigetreten: 31.01.2007

heute muss Anand all in gehen. Wenn er es mit Weiß noch nicht mal schafft eine imabalcierte hochtaktische Stellung gegen Carlsen zu erreichen, ist er halt selbst dran schuld.

PS: Natürlich ist auch die Evolution im Schach dran schuld. Selbst ein Weltmeister konnte früher nicht alle Eröffnungsgeheimnisse kennen. Heute weiß z.B. jeder dass Königsgambit wiederlegt ist und 80 % der Spieler über 2400 kennen die nötigen Varianten. Früher war Königsgambit eine sehr beliebte Eröffnung.


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D4niD4nsen
Beigetreten: 15.11.2007

.


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D4niD4nsen
Beigetreten: 15.11.2007

(whites turn) Bin Schachfish, aber ist Lf1->c4 Dd1->a4 Da4->c4

nicht nen relativ gutes opfer um halt das center zu gewinnen oder ist der economy-verlust zu groß bzw. wie spielt da schwarz bzw. warum ist das total scheise ^^


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Original von jukeboxheroo
heute muss Anand all in gehen. Wenn er es mit Weiß noch nicht mal schafft eine imabalcierte hochtaktische Stellung gegen Carlsen zu erreichen, ist er halt selbst dran schuld.

PS: Natürlich ist auch die Evolution im Schach dran schuld. Selbst ein Weltmeister konnte früher nicht alle Eröffnungsgeheimnisse kennen. Heute weiß z.B. jeder dass Königsgambit wiederlegt ist und 80 % der Spieler über 2400 kennen die nötigen Varianten. Früher war Königsgambit eine sehr beliebte Eröffnung.

glaube nicht, dass das Königsgambit widerlegt ist und ganz sicher nicht, dass alle 2400 + Spieler die nötigen Varianten kennen. Hab erst letzte Woche eine Partie von Carlsen gegen einen anderen 2700+ GM gesehen, bei welcher er mit dem Königsgambit gewonnen hat. Auch hieß es dort, dass das Königsgambit als Überraschungseröffung weiterhin genutzt wird bei der Elite. Das Königsgambit hat als Haupteröffnung eines Spielers der Weltspitze wohl keinen Sinn, da man sich gut darauf vorbereiten kann, aber widerlegt ist es nicht


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Original von D4niD4nsen
warum ist das total scheise ^^

Weiß verliert Material.
Schwarz erhält schönes Figurenspiel.
Mit Le6 kann Schwarz a tempo den Läufer entwickeln.

Kurz: So ein Opfer taugt nichts.


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jukeboxheroo
Beigetreten: 31.01.2007

ich find das opfer gar nicht so furchtbar.


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