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[Geschlossen] Diskussion über Cuts...

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schorlo
Joined: 08.02.2006

Investion sinnvoll? nicht sinnvoll?
Sagen wir ein Spieler bietet ein Staking mit einem 60/40 Cut + Stakeback für den Staker. Der Spieler hat viel Turniererfahrung und einen ROI overall von 20%.

Da die Turniere von der Auszahlung her toplastig sind, wird der Großteil der Gewinne aus großen Cashes kommen, also zieht für den Großteil des ROI's der 60/40 Cut. Sagen wir also durch Stakeback kommt es effektiv zu einem 65/35 Cut.

Der Spieler schnürt ein Package von 1000$. Ich kaufe 10% für 100$. Sein expected Value ist aufgrund des ROI's 1000$*1,2= 1200$. Davon stehen mir nach effektivCut (1200$*65%*10% = 78$) 78$ zu. Also investiere ich 100$ um 78$ zu bekommen.

Also eine sehr schlechte Investition sofern der ROI des Spielers nicht höher ist.
Meiner Berechnung nach ist die Investition BreakEven, wenn der Cut 83,3%/16,7% wäre. Da ich als Staker aber auch einen ROI möchte. Wäre also ein direkter Cut von 90/10 für den Staker ein faires Angebot, bei dem beide Parteien einen positiven ROI haben. Bei den Angeboten im Forum ist der Spieler der große Gewinner und der Staker der Verlierer, wenn man von dem expected Value ausgeht.

Wie seht ihr das?


5 replies

Deine Definition des "effektiven Cuts" macht keinen Sinn und führt in Deinem Beispiel zum falschen Ergebnis.

Es wird ja üblicherweise Stakeback + Cut (meinetwegen 60/40) angeboten.

In Deinem Beispiel würden also erst die $1k Stakes zurückgezahlt und der Gewinn von 200$ 60/40 aufgeteilt.

Du würdest also für Deinen Stake von $100 $112 rausbekommen = 12% ROI.


schorlo
Joined: 08.02.2006

Original von Mave34
Deine Definition des "effektiven Cuts" macht keinen Sinn und führt in Deinem Beispiel zum falschen Ergebnis.

Es wird ja üblicherweise Stakeback + Cut (meinetwegen 60/40) angeboten.

In Deinem Beispiel würden also erst die $1k Stakes zurückgezahlt und der Gewinn von 200$ 60/40 aufgeteilt.

Du würdest also für Deinen Stake von $100 $112 rausbekommen = 12% ROI.

Das ist mir schon klar, dass ich in dem Fall das 1200$ gewonnen werden einen positiven ROI habe. Aber wie gesagt, da Turniere toplastig ausgezahlt werden, wird es meistens eher anders aussehen. Sagen wir der Spieler spielt 10 mal das gleiche Package von 1000$ mit den Ergebnis, daß er in einem Turnier fett casht und ansonsten paar mal in the money kommt. Aufgrund der Auszahlungsstrukturen von MTTs sieht dann eine Turnier History doch eher so aus:
Winnings an Tag x:
1. 1200$: Mein Anteil: 112$
2. 700$: Mein Anteil: 70$
3. 600$: Mein Anteil: 60$
4. 200$: Mein Anteil: 20$
5. 300$: Mein Anteil: 30$
6. 7000$: Mein Anteil: 460$
7. 500$: Mein Anteil: 50$
8. 1200$: Mein Anteil: 112$
9. 100$: Mein Anteil: 10$
10. 200$: Mein Anteil: 20$

Summe der Gewinne = 12000$ entspricht also dem ROI%. Mein Anteil von 10% am Package ist dann 944$ wert bei Berechnung über Stakeback und Cut von 60/40. Bei einer Investition von 1000$ habe ich also einen negativen ROI.
Es sei denn der Spieler hat gleichmäßige Gewinne pro Package entsprechend seines ROI's.

1. 1200$: Mein Anteil: 112$
2. 1200$: Mein Anteil: 112$
3. 1200$: Mein Anteil: 112$
4. 1200$: Mein Anteil: 112$
5. 1200$: Mein Anteil: 112$
6. 1200$: Mein Anteil: 112$
7. 1200$: Mein Anteil: 112$
8. 1200$: Mein Anteil: 112$
9. 1200$: Mein Anteil: 112$
10. 1200$: Mein Anteil: 112$

In diesem Idealfall, der meiner Meinung nach so gut wie nie eintreten wird, habe ich dann tatsächlich einen positiven ROI. Ich investiere 1000$ und bekomme 1120$ zurück.


noeschi
Joined: 23.10.2006

deswegen ist es auch normalerweise so, dass man bei einmaligen investments 30/70 oder gar 20/80 zu gunsten der staker machen sollte. 40/60 wird normalerweise nur bei längerfristigen deals gemacht, was dann durchaus ok ist, da man ja da mit makeup arbeitet

immer wieder in den gleichen zu investieren, ohne makeup und mit 40/60 ist mit sicherheit nicht profitabel


schorlo
Joined: 08.02.2006

Original von noeschi
deswegen ist es auch normalerweise so, dass man bei einmaligen investments 30/70 oder gar 20/80 zu gunsten der staker machen sollte. 40/60 wird normalerweise nur bei längerfristigen deals gemacht, was dann durchaus ok ist, da man ja da mit makeup arbeitet

immer wieder in den gleichen zu investieren, ohne makeup und mit 40/60 ist mit sicherheit nicht profitabel

MakeUP heißt es wird 100% bis zu der Summe=BuyIns*Makeup gezahlt?


noeschi
Joined: 23.10.2006

makeup heißt nichts anderes, als dass die losses des gestakten "gespeichert" werden und bei einem cash dann verrechnet werden.

du stakst jemanden für nen längeren zeitraum und er macht jedes mal 100$ Verlust, aber in der 11. session casht er 5k. jetzt werden von den 5k die 1k der 10 vorherigen sessions abgezogen + die buy ins der aktuellen. du bekommst dein investiertes geld back und erst dann werden die winnings nach dem vorher vereinbarten cut verteilt.

bei einmaligen stakings, also quick hittern wird das hier quasi nie angeboten, was meiner meinung nach aber zum standard werden sollte. weil dann würde es sich auch lohnen, bei ein und dem selben spieler mehrmals shares zu kaufen, da man sein bereits investiertes geld nicht verlieren würde