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Prozessoptimierung für Mitarbeiter

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nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010

Servus.
Ich soll eine Strategie entwickeln, wie Mitarbeiter in sämtlichen Bereichen ihre Prozesse selbst optimieren können. Sprich Mitarbeiter zur eigenen Prozessoptimierung qualifizieren, die qua natura damit erstmal nichts am Hut haben.
Somit würde die Fachabteilung Prozessentwicklung/-optimierung obsolet, bzw. nur noch als Berater agieren.

Hat jemand so etwas schon mal ausgearbeitet, gemacht, Tipps, Links?

Thank you. :f_love:


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10 Antworten
Betrunkener
Beigetreten: 22.01.2006

Ist bei uns damals grandios gescheitert. Wurde dann alles bei den Abteilungsleitern abgeladen. Die dann an Ihre Vertreter. Das Ergebnis war dann, das es keine Optimierung gab. Nur Bullshit über den geredet wurde.

Die Standardausrede war dann, keine Zeit mich darum zu kümmern. Andere Sachen sind wichtiger.


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p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Bekommen die Mitarbeiter dann auch höheres Gehalt?


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Nitromonkey
Beigetreten: 02.04.2008

Original von nbchiller
Servus.
Ich soll eine Strategie entwickeln, wie Mitarbeiter in sämtlichen Bereichen ihre Prozesse selbst optimieren können. Sprich Mitarbeiter zur eigenen Prozessoptimierung qualifizieren, die qua natura damit erstmal nichts am Hut haben.
Somit würde die Fachabteilung Prozessentwicklung/-optimierung obsolet, bzw. nur noch als Berater agieren.

Hat jemand so etwas schon mal ausgearbeitet, gemacht, Tipps, Links?

Thank you. :f_love:

Ich bin selbst Teil eines solchen Konzeptes im Unternehmen. Schau im Internet Mal nach Lean Six Sigma.
Wenn der Ansatz vernünftig integriert wird, passt es genau zu deiner Frage.

Dann würde eure Fachabteilung nur noch "Improvement Champions" ausbilden und dann halt beraten müssen.

Wenn das aus eurem Management vernünftig gepusht wird, kann das gut funktionieren. (Wenn das nicht der Fall ist, passiert das was "Betrunkener" beschrieben hat)

Ist im Endeffekt immer besser sowas im eigenen Haus zu machen als wenn du Unternehmensberater dafür holst. Da ist sehr häufig die Ablehnung des Personals zu groß..


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JonKing89
Beigetreten: 03.04.2007

Monetäre Anreize. Sonst wirds wahrscheinlich nicht klappen - zumindest in Deutschland.
Mach dir aufjedenfall schonmal Gedanken darüber, wie du den Arsch savest, wenn die Idee scheitert.


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Mauslord
Beigetreten: 06.09.2011

Freitag ist Freitag.


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nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010

Original von Nitromonkey
Ich bin selbst Teil eines solchen Konzeptes im Unternehmen. Schau im Internet Mal nach Lean Six Sigma.
Wenn der Ansatz vernünftig integriert wird, passt es genau zu deiner Frage.

Dann würde eure Fachabteilung nur noch "Improvement Champions" ausbilden und dann halt beraten müssen.

Danke, werde ich mir anschauen.

Original von JonKing89
Monetäre Anreize. Sonst wirds wahrscheinlich nicht klappen - zumindest in Deutschland.
Mach dir aufjedenfall schonmal Gedanken darüber, wie du den Arsch savest, wenn die Idee scheitert.

Wird nicht mein Arsch sein, der dabei überm Feuer sitzt. :coolface:


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extrapartner
Beigetreten: 26.09.2007

Im Grunde ein obsoletes Vorhaben. Gute und motivierte Mitarbeiter werden sich selbstständig verbessern, wenn sie den Freiraum dafür haben und die miesen Faulenzer werden nichts ändern. Das bedeutet letztlich, die guten MA herauszufiltern und ihnen den Raum zu geben und ggf. Unterstützung im Einzelfall bieten.


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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005

Original von nbchiller
Servus.
Ich soll eine Strategie entwickeln, wie Mitarbeiter in sämtlichen Bereichen ihre Prozesse selbst optimieren können. Sprich Mitarbeiter zur eigenen Prozessoptimierung qualifizieren, die qua natura damit erstmal nichts am Hut haben.
Somit würde die Fachabteilung Prozessentwicklung/-optimierung obsolet, bzw. nur noch als Berater agieren.

Hat jemand so etwas schon mal ausgearbeitet, gemacht, Tipps, Links?

Thank you. :f_love:
Einige Voraussetzungen aus meiner Sicht:

  • Es wird klar kommuniziert, dass es wünschenswert ist, wenn jeder Mitarbeiter Prozesse optimiert (bzw Vorschläge dazu macht).
  • Es ist transparent, welche Prozesse es gibt & wer sie ownt. Also irgendeine "Source of Truth", und sei es ein Spreadsheet.
  • Dort, wo das eher über Vorschläge laufen wird, sollte es eine transparente Pipeline der Vorschläge geben & was daraus wird. Dafür gibt es mehrere Gründe, siehe unten:

Gründe warum die Pipeline mit Verbesserungsvorschlägen transparent sein sollte:

  • Es erlaubt einem Mitarbeiter, seine Vorschläge zu beobachten & später auch sich mit umgesetzten Vorschlägen zu "schmücken" (bspw Mitarbeiterbewertung).
  • Erhöht das Vertrauen in die Umsetzung. Zyniker "die ignorieren meinen Vorschlag doch eh".
  • Mitarbeiter / Teams, welche Vorschläge ignorieren, können identifiziert werden. Man kann bspw aus der "Vorschlags-Pipeline" messen, wo besonders wenig oder langsam umgesetzt wird & dann genauer hinschauen / nachfragen.
  • Es lässt sich später besser die Veränderung der Performance eines Prozesses mit dem Log an Optimierungen vergleichen. Eine "Optimierung" kann ja auch negative Effekte haben.

Im Detail hängt viel von der Art der Prozesse ab, und wie flexibel die Firma dann tatsächlich ist.
Man könnte existierende Prozesse bspw plotten auf den Dimensionen "est. Maturity" (also ob geschätzt wird, ob der Prozess schon sehr optimiert ist -- könnte der Fall bei absoluten Standardprozessen sein, für die es viel Benchmarks gibt) "est. Cost of change" (also ob eine Prozessänderung teuer wäre -- bspw Industrieprozess vs Prozess mit simplen digitalen Tools wie Mail, Office).

Persönlich würde ich nicht direkt zu irgendwelchen Frameworks wie Lean Six Sigma gehen -- finde das Risiko da, dass man nicht mehr über das konkrete eigene Problem nachdenkt, sondern sich in solchen Frameworks & ihrem Ökosystem verliert.


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p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Doofe Frage vielleicht, aber in wieweit sind die Arbeitsschritte/Prozesse dokumentiert? und wie wurden Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern bisher gehandhabt, also sind die Mitarbeiter aktuel überhaupt motiviert Verbesserungen vorzuschlagen? Weil wenn dies jetzt nicht machen, dann kann ich mir kaum vorstellen, dass das dann funktioniert, wenn es vom Arbeitgeber vorgegeben wird...


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nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010

Es gibt natürlich Prozessbeschreibungen, ob sich die Mitarbeiter dran halten, ist eine Frage.
In der Regel werden Einzelprozesse gemessen, indem MA bei ihrer Arbeit ihre Arbeit für einen Beobachtungszeitraum von 4 Wochen mit einem Tool tracken.

Abteilung Prozessoptimierung führt die Messungen durch und gibt dann Empfehlungen, welche Prozesse wohl Probleme verursachen, zu lang sind oder zu oft aufschlagen.


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