Zum Forum springen
Auf ein Neues - "fr...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Auf ein Neues - "from the scratch" xD

423 Beiträge
29 Benutzer
438 Reactions
17.5 K Ansichten

Pommes – Verzicht? Keine Chance!
Das ist doch der beste Part! Schön fettige, salzige Pommes in Heinz Tomatenketchup tunken – einfach genial.

Bankroll: 963$
Der Upswing ist einfach zu krass. Das Volumen der letzten drei Wochen war nicht besonders hoch, dafür habe ich aber mehr Study gemacht – beziehungsweise überhaupt mal wieder richtig gelernt.

Wie oben beschrieben, habe ich mir meine eigenen Stats angeschaut und sie mit einem „Soll-Stat“ oder einem Traum-Stat verglichen:
Was hätte ein guter Reg in diesem Stat?
Wie spiele ich den Spot?
Wie spielt der GTO Wizard den Spot?
Was kann ich daraus lernen?

Dann habe ich mit Flopzilla versucht, in bestimmten Spots ähnliche Frequenzen wie der Wizard zu erreichen, und mir so einen einfachen Gameplan niedergeschrieben.

Es hat sich gezeigt, dass es nicht reicht, nur gelegentlich bestimmte Hände in den Blinds zu defenden oder zu 3betten. Man muss fokussiert bleiben und um die Spots kämpfen. Sonst passiert es schnell, dass man aus Faulheit oder Stress – sei es durch zu viele Tische oder Ablenkungen wie YouTube, Twitch oder Chats – einfach foldet und zwar im Großen und Ganzen ab und an die grenzwertigen Hände spielt, aber nicht oft genug. Und das sieht man sehr gut an den Preflopstats.

Dasselbe gilt am Flop: Auf bestimmten Boards muss man etwas weiter defenden als nur mit Pairs und direkten Draws. Das fühlt sich manchmal unangenehm an, aber später in der Hand kann man vielleicht noch Runner-Runner treffen, ein Second Pair zum Board machen oder die Hand einfach auf eine andere Weise gewinnen. Oder der Gegner gibt auf, und man sackt den Pot mit einem Bluff ein. Man hat am Flop gegen weite Ranges und kleine Bets einfach oft viel mehr Equity mit grenzwertigen Händen als man ohne Study jemals erkennen würde.
Fazit: Fokus behalten, mehr um die Spot kämpfen und nicht in alte Muster verfallen!


Ich c-bette auf vielen Boards immer noch mit meiner gesamten Range für 25 % Potsize in Position als Aggressor.
Auf rund 5.500 Händen, die in den Filter passen, habe ich damit eine durchschnittliche Success Rate von 39,9 %!
Das bedeutet 40 % Fold vs. 25 % C-Bet Size.

Selbst die schlechtesten Boards mit der geringsten Fold Equity bringen im Schnitt noch 30 % Fold Equity – insbesondere Ten-High oder niedrigere Boards mit möglichen Flushdraws oder monotone Boards.

Wie oft werde ich geraist?
5.693 C-Bets

691-mal ein Raise kassiert
➡ 12 % Raise vs. 25 % Range-Bet

Das ist viel zu wenig – sowohl als Exploit gegen meine Strategie als auch allgemein. Wie bereits einige Seiten zuvor erwähnt, ist der Pool zu passiv und raist nicht genug.

Warum habe ich nachgeschaut?
Mein Gefühl sagte mir bereits, dass die Gegner viel zu viel folden. Gefühlt spielen sich sehr viele Hände einfach so: Preflop → c-bet → Gegner foldet.

Größere Sizings:
Ich spiele teils auch größere Sizings, von 70 % bis 90 % Potsize – mit einer durchschnittlichen Fold Equity von 53 %.
Ich nutze 70 % Potsize als meine Standardsize in den Spots. Mehr als die Hälfte der Zeit wird gefoldet gegen eine 70 % Potsize Bet.

Fazit:
Das "C-bet Range in Position als Aggressor heads-up auf dem Flop", was im "Einsteigerkurs" empfohlen wird, ist das letzte, was ich ändern würde, wenn ich als Einsteiger hier spiele und lese. Und auch kein Grund warum man eventuell nicht weiter kommt im Game.


Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Schöne Analyse. Dann macht es wirklich gar keinen Sinn die Rangebet vs 1 IP aufgrund der Flopstruktur wegzulassen, auf den kleinen Limits. Bei 1/3 Potsize brauchen wir 25% FE, mit Rake etwas mehr. Wenn du selbst auf den schlechten Boards mit 1/4 Bet 30% FE hinbekommst, ist das Geld drucken. :f_thumbsup:


bigdog63
Beigetreten: 24.10.2011

Das ist wo ein HUD eben gut zur Hilfe genommen werden kann. Wenn Villain eine entsprechend hohes Reis% hat, kann man eben von der Range Bet absehen, bzw. Strategie und Sizing der Textur anpassen. Wobei man für Villain einige k Hände bräcuhte damit das halbwegs konwergiert. Trotzdem ob jemand 0 für 20 oder 5 für 20 ist macht schon einen Unterschied.
Wenn ich mir meine Reg LIste anschaue paßt es schon....


Kurzes Update:

Es hat jetzt eine Phase begonnen mit viel Mehrarbeit, Überstunden – whatever – und ich merke schon, dass mich das einiges an Kraft kostet. Wenn ich abends noch Poker spiele, bin ich nach 30 Minuten geistig komplett durch. Mir fällt es schwer, mich länger zu konzentrieren. Selbst Pokervideos kann ich mir nicht mehr anschauen – es ist einfach zu anstrengend, mit dem Kopf noch irgendwo aktiv dabei zu sein.

Diese Woche bin ich jeden Abend gegen 22:30 ins Bett gefallen. Vorher war es eher 23:30 bis 00:30, was kein Problem war. Ich hoffe, ich gewöhne mich schnell an den neuen Workload.

Diät und Krafttraining laufen weiter, was natürlich zusätzlich für Erschöpfung sorgt. Ich fand die Texte oben schön und inspirierend – sich einfach mal etwas gönnen und sich gut fühlen. Ich bin eher der verbissene Typ, sehr streng zu mir selbst. Aber nüchtern betrachtet denke ich, dass es mehr bringt, milder mit sich umzugehen und sich ab und zu bewusst etwas zu gönnen – und das dann auch zu 100 % zu genießen. Viel besser, als sich trotzdem was zu gönnen (nennen wir es Ausrutscher / gesellschaftlicher Druck) und danach sauer auf sich selbst zu sein, weil man nicht knallhart durchzieht.

Trotzdem will ich das jetzt weiter machen – das Arbeitspensum plus den Sport, plus leichtes Kcal Defizit. Die zusätzliche Arbeit wird entsprechend vergütet, und zum 4. Quartal hin soll es wieder ruhiger werden.

Ich habe neulich ein Vorher-Nachher-Foto von jemandem gesehen, der sechs Monate konsequent Sport und Ernährungsumstellung durchgezogen hat – danach sah er aus wie ein neuer Mensch. Wenn erst mal das ganze unnötige Fett und Wasser aus Gesicht und Bauch verschwunden sind …

Das hat jetzt Priorität, und Poker wird nun erst mal etwas weniger.


Tak3r
Beigetreten: 30.07.2007

Danke dass du dennoch mal kurz im stream vorbei geschaut hast! Ja sind halt alles phasen, sie kommen und gehen. Spielst halt bissl weniger jetzt, die Tische rennen dir ja nicht weg. Gibts von dir auch vorher-nachher photos? :f_biggrin:


Woche fast rum → erst 2.500 Hände gespielt.
BR: 993 :f_cool:

Gestern habe ich mir als PDF "The Ultimate Diet 2.0" von Lyle McDonald heruntergeladen.

Den Autor kannte ich vorher gar nicht, aber in den letzten Tagen wurden mir über den YouTube-Algorithmus einige Podcasts mit ihm vorgeschlagen. Sein Buch über die ketogene Diät war mir allerdings schon bekannt – nur sein Name war mir wohl entfallen.
Als ich jünger war und eine Form von "Hobby-Bodybuilding" betrieb, waren Themen wie anabole Diät, Keto und Low-Carb in meiner Bubble schon präsent – lange bevor Fitness-Influencer diese über Social Media gepusht haben, oder überhaupt bevor es Trendy wurde ins Gym zu gehen.

Früher hatte ich mit dieser Diätform tatsächlich gute Erfolge. Sie lag mir besser als das klassische „einfach Kalorien reduzieren + ein bisschen Cardio“, da ich schon damals gerne min/max betrieben hatte.

Lyles "Ultimate Diet 2.0" – das Konzept:
Die Diät besteht aus Zyklen, die sich jede Woche wiederholen:
Tag 1–3: Low-Carb & Kaloriendefizit
sehr Starkes Kaloriendefizit (low-carb, high-protein, moderate fat). Er schreibt etwas von 50% des Tagesbedarfs, wobei nicht weniger als 1200 Kcal.
3 Trainingseinheiten:
Tag 1: Volumen-Training (moderate Gewichte, viele Wiederholungen, viele Sätze) → Torso (Brust, Rücken, Schultern)
Tag 2: Volumen-Training → Beine & Arme + Bauch (klassischer Oldschool-2er-Split)
Tag 3: Leichtes Cardio
Tag 4–5: Kohlenhydrate laden & Schweres Krafttraining
Bis zum Abend von Tag 4 weiterhin low-carb, dann beginnt das Carb-Loading. Er schreibt davon, alle 2,5h Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Notfalls in Form von Kaffeestückchen. Hauptsache die Speicher werden wieder voll. Plus eine schwere Ganzkörper-Krafteinheit mit niedrigen Wiederholungen.
Tag 5: Extreme Kohlenhydratzufuhr und Kcal Plus. Kein Kraftraining, wenn dann leichtes Cardio.
Tag 6–7: Nur leichtes Kaloriendefizit, keine extreme Low-Carb-Phase mehr. Plus 2 Sporteinheiten: Slow & Steady Cardio und eine weitere Ganzkörper-Einheit mit schweren Gewichten & niedrigen Wiederholungen.

Dann beginnt die nächste Woche, und der Zyklus startet von vorne.

Fazit:
Das Konzept klingt schlüssig und macht Sinn, wenn man sich mit Ernährung, Diäten und Stoffwechsel auskennt. Ich denke, das könnte mir gut liegen. Wie bereits erwähnt, habe ich kein Problem damit, unter der Woche hart zu beißen.


Pat2025
Beigetreten: 17.04.2019

Auszeiten sind wichtig, einen Tag Mal nichts machen bringt schon einiges. Sonst endest im Burnout irgendwann, kenn genug.
Reicht auch schon, wenn man sich zum Beispiel ein Limit am Tag setzt, zum Beispiel alles erledigen und ab 20 Uhr wird nur noch gechillt. Bewusste Auszeiten setzen, Mal im Wald spazieren und so ;)


Über die Hälfte ist geschafft.


Was ein Sunrun. BR bei 1060 nun. :f_wink:


bigdog63
Beigetreten: 24.10.2011

Krasser Scheiß, weiter so!:f_drink::f_thumbsup:


Fasteddie70
Beigetreten: 07.09.2005

Hast du Tipps für eine BR Nit ?

Ich sehe du bist mit 1k auf NL25 aufgestiegen und ich habe immer noch Probleme mit 1.4k 4 Tische NL25 zu spielen.

Fühle mich aktuell nur wohl mit 2 x NL25 und 2 x NL10.


grindmore
Beigetreten: 09.11.2023

Glückwunsch zum BR Peak :f_drink:


Mancher würde sagen, ich bin immer noch eine BR-Nit – mit meinen 30 Buy-ins für das nächste Limit, als aufstrebender Freizeitspieler, der das Geld vom Pokern gar nicht braucht.

Letztes Jahr bin ich mit jeweils 15 Buy-ins ins nächste Limit aufgestiegen und habe 2–3 Buy-ins als Shot genommen – mit dem Ziel, so schnell wie möglich in die Small Stakes aufzusteigen, also NL100+.

Warum?

Das wurde von PokerDetox und Nick Howard empfohlen.

Er – und sicherlich auch andere – haben viele Argumente dafür:

Erstens: Du wirst trotzdem nie broke gehen, wenn du ein solides Mindset hast und in der Lage bist, tilt-frei abzusteigen und neu zu grinden. Du wirst niemals auf NL2 oder NL5 broke gehen. Nur weil du mit 3 Buy-ins NL50 shottest und sie verlierst, hast du für die niedrigeren Limits immer noch genügend Buy-ins.

Solange man Microstakes spielt, spielt man nicht um relevantes Geld. Fakt ist: Wir alle spielen in Cent-Beträgen. Es geht im ersten Schritt nicht darum, Geld zu gewinnen oder zu verlieren – sondern darum, besser zu werden, das Spiel zu verstehen, die Spots zu analysieren und schnellstmöglich das Level zu erreichen, auf dem eine gute Winrate wirklich zählt.

Viele Shots stumpfen einen ab – man gewöhnt sich schneller an die absoluten $-Swings. Außerdem merkt man früher oder später, dass höhere Limits nichts Besonderes sind. Man bekommt ein Gefühl für das nächste Limit, anstatt sich erst mit 100 Buy-ins hochzugrinden und dann upzumoven.

Langfristig gesehen, statistisch betrachtet, verlierst du für jeden Buy-in, den du dir für einen Shot ergrindest, langfristig Geld. Der Reg, der am schnellsten und aggressivsten aufsteigt, wird auf lange Sicht mehr in seiner Karriere verdienen. Beispiel: Mit einer 3bb-Winrate und einem 30-Buy-in-BRM sowie 15-Buy-in-Shots sollte ich im Schnitt alle drei Monate aufsteigen können. Mit einem 60-Buy-in-BRM würde das bereits sechs Monate dauern. Was bringen einem also drei zusätzliche Monate auf NL2, NL5, NL10 oder NL25? Das Spiel dort ist etwas anders, der Rake ist höher, die Regs sind schwächer – vielleicht gewöhnt man sich sogar schlechte Angewohnheiten an, die auf NL100 oder NL200 nicht mehr funktionieren (Stichwort: zu passiv und zu nittig spielen).

Mit 3 buy ins Shot habe ich mir auch schwer getan. Aber recht hatte der gute Nick Howard schon irgendwo.


Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

KTU hatte doch auch mal einen Artikel zu so einem aggressiven BRM rausgehauen. Leider weiß ich nicht mehr wie der hieß. Aber den gibt es hier noch.


Pat2025
Beigetreten: 17.04.2019

Hab das gleiche vor 2 Jahren auch gemacht bis NL100 und habe es nicht bereut, hat viel Spaß gemacht.

Aktuell versuche ich es mit der Einsteiger Strategie, steige aber langsamer auf.

Kann das alles so bestätigen, bin der Meinung, dass es besser ist, nicht zu lange auf den unteren Levels zu bleiben. Da nimmt man dann eventuell schlechte Gewohnheiten mit. Das hat mir damals dann ab NL25/NL50 anfangs große Schwierigkeiten bereitet.


Fasteddie70
Beigetreten: 07.09.2005

OK , überzeugt . Das Nick Howard Argument hat gezogen weil ich ihn schon seit fast einem Jahrzent verfolge ;)

Am Freitag streamt der Professor also NL50 :D


Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Original von Superior1712
https://de.pokerstrategy.com/strategy/bss/blitz-bankroll-management-150-1000//blockquote >

Genau. Auch gerade gefunden. KTU wusste also 2014 schon, dass das sehr gut sein kann, für bestimmte Spieler. #Vordenker
Hier das Video dazu:
https://de.pokerstrategy.com/video/34248/

KTU hat dann auch noch ein Video zu einem "Holiday BRM" veröffentlicht. Da geht es um die BR von 1k-3k:
Holiday BRM
https://www.pokerstrategy.com/news/content/Enjoy-a-dream-vacation-with-our-Holiday-BRM!_91217/

Er erzählt da auch was zu den verschiedenen Varianten, Turniere, SnGs, Jackpots und Cash Game. Cash Game geht dann so ab ~11min im Video los.

Und hier der Blogeintrag, der ihn zu dem Video inspiriert hatte: https://forums.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=15174482#post15174482


Nach all dem Gerede über aggressives Shot-Taking bin ich diese Woche tatsächlich hoch auf NL50. Die BR liegt aktuell bei rund 1.100 €.
Gespielt habe ich allerdings nicht besonders viel.

Thema Live Improvement / Self Improvement:
Ich habe Reddit und Discord von meinem Handy gelöscht – damit habe ich jetzt gar keine Social-Media-Apps mehr. Insta, TikTok und was es sonst noch so gibt, hatte ich vorher sowieso nicht. Facebook und Twitter sind schon seit Jahren deaktiviert und gelöscht.

Diät:
Die Diät lief wie im Buch beschrieben: drei Tage Low Carb mit starkem Kaloriendefizit. Wirklich Hunger hatte ich keinen, aber ich war ziemlich müde und hatte Kopfschmerzen.
Heute ist der erste Tag mit Kohlenhydrat-Laden. Dazu stand auch die schwere Trainingseinheit an. Irgendjemand hatte ja mal geschrieben, ich solle mich melden, wenn ich einen sauberen Klimmzug schaffe.
Hab ich gemacht.
War selbst überrascht.

Ich hatte vorher für den Latissimus mit Überzügen trainiert und mit schweren Gummibändern Latzüge gemacht. Dazu viel vorgebeugtes Rudern in allen möglichen Variationen.
Aktuell wiege ich 87 kg, gestartet bin ich bei 92 kg – und konnte heute einen sauberen Klimmzug im neutralen Griff machen. Ein zweiter ging dann nicht mehr. Also hab ich 3x1 gemacht. Ich bin mir sicher, dass es mit der Zeit mehr werden, und ich mir dann die Arbeit mit den Seilzügen und Bändern sparen kann – das ist ja alles andere als optimal.


Teilen: