sicke farben bei den fotos. irgendwelche speziellen einstellungen oder besondere kamera?
btw gz zu den monatswinnings
sicke farben bei den fotos. irgendwelche speziellen einstellungen oder besondere kamera?
btw gz zu den monatswinnings
Wie ich das letzte Bild liebe :heart:, leider können sie nur andeuten, wie geil es wirklich war ♦
Original von pappenheimer
sicke farben bei den fotos. irgendwelche speziellen einstellungen oder besondere kamera?
ist diese kamera. probiere immer noch etwas rum bei jedem motiv mit den verschiedenen modi, das war letzte zB dann farbintensiv. das erste bild hab ich glaub im sunset-modus (oder so ähnlich heißt der) mit gegenlichtblende geschossen. wenn ich alles individuell einstelle kommen allerdings meistens noch nich so gute sachen bei raus^^
Original von babaa
Ist das nur nl400 im September, wenn man fragen darf?
so 18k von den winnings sind nl400, der rest verteilt sich etwa gleichmäßig auf nl600 - nl2k
da ist man ja schon fast neidisch ^^ aber spielst ja einfach konstant gut und machst fast immer alles richtig. von daher: dicke gratz, simon
Original von konsti110
da ist man ja schon fast neidisch ^^ aber spielst ja einfach konstant gut und machst fast immer alles richtig. von daher: dicke gratz, simon![]()
haha ty
grüße nach neuseeland, darauf bin ich ja tatsächlich neidisch![]()
Human vs Machine

(links im Bild Coke1337)
Eines schönen Tages stand bei einer unserer Frühstücksdiskussionen wieder das Thema künstliche Intelligenz auf dem Plan.
Es begann mit:
Sim87: "Mich kann niemals ein Bot schlagen im NLHE, weil es mathematisch nicht gelöst ist"
Me:"Welchen Deiner Gedankengänge kann eine Maschine denn prinzipiell nicht nachbilden?"
und endete in zwei Sidebets. Dazu später mehr.
Einleitung:
Dass Maschinen dem Menschen in vielen stupiden körperlichen Aktivitäten den Rang abgelaufen haben, ist hinlänglich bekannt: Niemand versucht mehr ein Wettrennen gegen einen Ferrari zu gewinnen oder höher zu springen als eine Rakete fliegen kann.
Doch betrachtet man "intelligente" Vorgänge, so ist es nicht ersichtlich, wo die Grenze verläuft, ab wo Menschen übertroffen werden können. Eine Aufgabe die Kreativität erfordert, kann zur Zeit nicht trivial an einen Computer deligiert werden.
"Schreibe einen spannenden Roman", "Tröste meine Freundin" oder "Entwerfe eine Staatsform, die dem menschlichen Wesen am meisten entspricht"
sind zur Zeit weit außerhalb dessen, was ein autonomes nicht menschliches System zu leisten vermag.
Im Folgenden werden jedoch 3 Beispiele gegeben, wo der Kampf Mensch vs Maschine zur Zeit stattfindet und wie sich dort die Grenzen verschieben:
Schach
Im Schach ist das Kräfteverhältnis gekippt! Das wirkt auf den ersten Blick nicht besonders erstaunlich, da Schach für den Außenstehenden doch sehr berechenbar wirkt, was es praktisch jedoch nicht ist.
In einer Schachstellung sind durchschnittlich 30 Züge möglich und eine Partie dauert sowas um 60 Züge, d.h. es gibt 30^60 verschiedene Züge als relativ gute Approximation für die Komplexität um Schach komplett zu lösen.
Diese Zahl ist so riesig, dass alle Rechner dieser Welt nicht ausreichen um das zu bewerkstelligen und es wird niemals Festplatten geben auf denen man das Ergebnis dieser Berechnung dann auch noch speichern könnte.
Also mussten die Jungs von der IT das Problem anders angehen und von der Lösung mit dem Hammer (wir nennen das Brute Force) Abstand nehmen.
Es mussten Schachprogramme her die "denken", d.h. die Varianten betrachten und dann schließlich etwas tun müssen, wie das Ergebnis der Variante zu bewerten:
Trival zu Lösen ist das Zählen von Figuren am Ende einer Variante, doch wenn es darum ging wirklich strategisch zu denken und sich Gedanken um langfristigen Angriff, die eigene Königssicherheit oder das Schaffen von positionellen Schwächen zu machen, dann wirds schon recht schwierig das einem Computer zu erklären und ja: Die Computer sahen am Anfang kein Land.
Die ersten Gehversuche der Schachcomputer wirkten auf den damaligen Schachweltmeister Kasparow so putzig, dass er sich in den 80er Jahren zu der Äußerung hinreißen ließ, er werde niemals von einem Computer im Schach geschlagen werden.
Der Rest der Geschichte ist bekannt: Unter großem medialen Interesse verliert Garry K. 1997 ein Match gegen Deep Blue.
Obwohl ich im allgmeinen kein Freund von großen Verschwörungstheorien bin, so glaube ich persönlich jedoch, dass das Match 1997 noch irgendwie geschmiert war und Kasparow absichtlich verlor.
Der Gute stand einfach so neben sich wie es für ihn nicht typisch ist. In der entscheidenden Partie lief er in eine wohl bekannte Eröffnungsfalle und verliert die Partie in 19 Zügen. Hätte er sonst auch so Partien verloren, wäre er wohlmöglich nichtmal Bonner Stadtmeister geworden.
Deep Blue verschwand anschließend von der Bildfläche und die Schachprogramme sortierten sich irgendwo hinter der Weltelite, aber vor random Dorfgrößen (der Fachausdruck dafür ist IM - internationaler Meister) ein.
Der Stil der Spitzenprogramme war sehr taktisch geprägt und dafür hatten sie ein paar Leaks im positionellen Bereich.
Ein schönes Beispiel ist folgender Partieverlauf zwischen Junior (leistungsstarkes Schachprogramm) und dem Großmeister Jereon Piket in Dortmund:
http://www.worldchesslinks.net/ezpa11.html Partie 39, einfach durchklicken
Der Computer weiß gar nicht, was er in solchen Stellunge zu tun hat und bekommt volle Kanne von der menschlichen Intelligenz eins auf die Mütze.
So what next: Einmal mehr haben die Computer Anschluss gefunden, aber wenn es um wirklich strategisches und langfristiges Denken geht, was die Rechentiefe des Computers übersteigt, dann haben wir die Nase vorn.
Schließlich sollten die Menschen aber doch noch völlig überfahren werden und da sind vor allem zwei Namen wichtig:
Der Megavollnerd Vasik Rajlich

kam durch einen Wink des Schicksals mit der Schachspielerin Iweta Rajlich

zusammen und das war das erste mal, dass die Jungs von der IT sich mit Schachspielern unterhielten. Vorher dachten die ITler, dass die Menschen ihnen nur Tipps gaben, die nicht maschinengerecht und damit wertlos waren.
Doch jetzt drehte sich der Spieß. Die Tussi macht ihm klar wie man konstruktiv über Schach nachdenkt und er nahm sich das zu Herzen und schuf:
RYBKA

Rybka rechnet ungefähr 10x so wenig wie alle anderen Spitzenprogramme und nutzt die Rechenzeit lieber um sich strategische Gedanken zu machen. Da es dabei immernoch recht gut Varianten berechnen kann, ist es ein absolutes Monster und zerhackt uns alles jeden gnadenlos am Brett.
Game solved: Menschen abgehängt. Rybka triumphiert und wenn es irgendwann geschlagen werden sollte, dann nur von einem anderen Programm, programmiert von einem noch nerdigeren ITler mit vielleicht einer noch stärkeren Schachspielerin.
Sidebets
Sim87 ist sicherlich ein überdurchscnittlich talentierter Pokerspieler, doch sein Sachverstand im Schach ließ ihn zu der Aussage hinreißen, dass ich (KTU) gegen Rybka auch verlieren würde, wenn ich eine Figur mehr hab.
Snappcall. Ne Figur ist zu viel Holz, da kann auch der Computer nix machen...
Rybka 3

KTU
Die ersten Züge führten zu:

und hier dachte ich mir, dass ich den Materialvorteil ein Bisschen verringere aber dafür ne Stellung bekomme, wo der Computer keinen Angriff mehr besitzt und nur noch auf den Tod warten kann. Ich schlug auf g5, Sim87 hörte auf auf seinem iPhone herumzuspielen.

Alles schön. Der Computer ist geschlagen und ich musste es nur noch zu Ende grinden.
Kleiner Achtungserfolg für die Menschheit imo.
Jetzt war es so dass der Beobachter Coke1337 auch gegen Rybka spielen wollte. Da Coke zwar ganz gut spielen kann, aber doch noch ziemliche technische Leaks hat, einigten wir uns auf 4:1 (ich bekam 1:1 von Sim87, dem Coach aus dem Forum).
Coke schlug sich passabel und stand erst völlig auf Gewinn, machte dann einen Fehler, kam in die Defensive und verlor, auch hier die Bilder:
RYBKA

Coke

coke spielt die ersten Züge sehr sauber und steht glatt auf Gewinn.

Mit etwas wenig Zeit auf der Uhr entschließt er sich für Db4 um die Dame zu aktivieren, doch dann kommt es Faustdick für ihn:

Coke zieht Sg5 und streicht zwei Züge später die Segel.
KTU > Rybka(-Läufer) > Coke 1337.
Wenn es euch einigermaßen interessiert hat, dann kommt nächstes mal dran: Warum in dem Brettspiel Go die Computer keinen Anschluss finden und mit vielen Bildern und Youtube Videos, wie an der Uni Bonn Robotor gebaut werden die Fußball spielen und gegen andere Roboterteams auf der ganzen Welt antreten.
Respekt KTU für die sehr interessanten Ausführungen, freue mich schon auf die Go- & Fussballartikel!
dürfte das meiste sein was ich je über schach gelesen hab. aber KTU schreibt einfach göttlich
Ich ärger mich grade, dass ich keine Ahnung von Schach hab, sonst würd ichs sicher noch besser finden. Aber gute Arbeite KTU!
[x] in before Scooop-Kommentare zu den Schachpartien.
good work, KTU! geilomat 3000!
Original von CMBurns104
[x] in before Scooop-Kommentare zu den Schachpartien.good work, KTU! geilomat 3000!
schöner Beitrag, endlich mal ein bisschen Kultur hier im Forum. ![]()
Für alle die es nicht so mit dem Schach haben, Rybka ("kleiner Fisch") ist einfach ein Monster, das deutlich besser spielt als die besten Spieler der Welt und dagegen mit nem Läufer mehr zu gewinnen ist trotzdem auch für geübte Spieler alles andere als einfach.^^
Daher ist auch der Zug Lxg5 von KTU so exzellent, weil er etwas von dem materiellen Vorteil zurückgibt, aber dafür die Stellung stark vereinfacht und in ein (auch gegen den Rechner) relativ einfach gewonnenes Endspiel überleitet.
Sehr stark gemacht, nur weiter so