Lang nix gepostet, es wird also wieder Zeit.
Diesmal ein sehr grafiklastiges
(soll heissen, es sind Grafiken vorhanden)
Update - KW47
Wir schreiben das Jahr, 2010, es ist Freitag nachmittag, der 19.11.2010. Die Auenlaender sagen hierzu: Trewstag, 30 Blotmath, aber das nur am Rande.
Ein angehender Poker-Regular schaut sich die Gewinne der letzten Tage an und ihm rutscht das Herz in die Hose:
FULL TILT

POKERSTARS

Das muss ja eine aufregende Woche gewesen sein, denkt er sich.
Und hat recht...
...zu diesem zeitpunkt ist die Bankroll soweit zusammengeschrumpft, dass ein weiterer Abstieg (auf 0.25$/0.50$) in greifbarer Naehe ist.
Um dem vorzubeugen, entschloss er sich, nicht laenger auf den 250€-Gutschein zu warten, sondern ersteinmal 3x 50€ zu verkaufen.
Desweiteren kamen noch 75$ Rakeback von Full-Tilt hinzu, was ihm summasummarum/allesinallem einen kleinen Puffer verschaffte (welcher auch sogleich noch an die Fische verfuettert wurde...).
tiltresistance vs creeping tilt
Ein schlechter Lauf wirkt sich meist negativ auf das Spiel aus!
Auch wenn ich der Meinung bin, tiltresistent zu sein, so habe ich gegen diese Art des -schleichenden- Tilts auch keine Handhabe, was mir bei einem Coaching zugleich bestaetigt wurde (zu schwaches Spiel, zu viele folds, immer gleich die Nuts erwarten wenn der Gegner raist...).
Wie geht man damit um?
Dafuer gibt es leider kein Patentrezept!
was hilft:
- Videos schauen (Cornholio!)
- Sessions objektiv analysieren
- mit anderen Menschen ueber gespielte Haende reden
- sich nicht an Suckouts aufgeilen (Stichwort positives Denken)
was nicht hilft:
- verzweifeln
- sich aufregen
- quitten
- alles nur auf die Varianz schieben
Die Sache mit der Varianz ist meiner bescheidenen Meinung nach ein nicht zu verachtender, gefaehrlicher Punkt fuer downswinggeplagte Gestalten.
Es ist leicht, alles auf die boese boese Stochastik zu schieben und sich einzureden, dass nach dem Gesetz der grossen Zahl ja in spaetestens droelfzig Haenden wieder eine positive Gewinnrate zu erwarten ist.
Was man dabei aber gern vergisst, ist der -weiter oben erwaehnte Fakt- des schleichenden Tilts (ich nenne es creeping tilt, denn das klingt scheisse professionell... ♠_evil: ), die Verschlechterung des eigenen Spiels und eine damit einhergehende Verstaerkung des Swings.
Man sollte also im Downswing einerseits nicht verzweifeln und einem sein eigenes Koennen in Abrede stellen, andererseits aber auch nie aufhoeren, sein Spiel zu hinterfragen und herauszufinden, wo es momentan haengt.