Original von paraumbrella
Bloggen, ein Mysterium
- Ueberschriften, ein Strukturelement.
Danke DasMike und Epitaph, dem einen für die netten Worte, dem anderen für die Handbewertung, aber beiden vor allem für den Post und die Beteiligung an diesem Blog.
- sehr gern
Ich gebs zu, ich bin Blogger-Neuling.
Unerfahren und dazu noch nicht mal bereit der Leserschaft Einblicke in mein Privatleben zu gewähren.
- Niemand sagt, dass man in einem Blog sein Privatleben ausbreiten muss. Nur weil 90% der privat-Blogger dies tun, ist es noch lang kein notwendiges Kriterium fuer einen Blog.
(boeses deutsch, wird aber nachfolgend etwas besser...)
Das Problem ist, ich verstehe das Bloggen nicht.
<epic txt>
Prima!
[...]
Ein Forum ist ein Ort der lebendigen Diskussion. Warum sollte jemand Spaß daran finden den Alleinunterhalter zu spielen?
- Diese Frage stellte ich mir erst vor kurzem in aehnlicher Art und Weise: Warum blogge ich, warum bloggen Andere und was gibt es fuer Blogger-Typen? Letztendlich, nach regem Gedankenaustausch zwischen mir und meiner Wenigkeit, kam ich zu dem Schluss, ich werde wohl am besten in meinem Blog darueber schreiben.
Darueberhinaus nahm ich mir vor, diese Frage waehrend des Schreibens naeher zu beleuchten um einen Einblick in das Mysterium des Bloggens zu erhalten.
Und da sind wir beim Punkt; ich kann dieses Raetsel sicher nicht fuer dich aufloesen, aber ich kann dir zumindest sagen, warum Ich blogge: Um meine Gedanken sortiert zu strukturien, sie zu archivieren und aus meinem Wirrwarr an Ideen ein Gesamtbild zu konstruieren, dessen Betrachtung mich dazu bringt, neue Ideen zu spinnen. - Quasi als Hilfsmittel zur Selbstfindung.
Wie andere das handhaben, weiss ich nicht, aber das bedeutet das Bloggen fuer mich im Moment.
Dies bringt einen aber berechtigterweise zu der Frage: - Muss das oeffentlich sein und wenn ja, warum?
Da stecke ich noch fest. Ich mutmaße, diese Erscheinung zielt mindestens unterschwellig auf das eigene Ego ab. Ob bewusst oder nicht, ich denke, nahezu jedes Menschlein hat einen Hang zur Selbstdarstellung oder wuenscht sich zumindest, auf die eine oder andere Art und Weise gehoert und/oder respektiert zu werden. Dies kann aber logischerweise nur geschehen, wenn man etwas mitzuteilen hat. - Hier bietet sich der Blog an.
Weiter bin ich noch nicht.
Aber wie sich zeigt, sind auch "fremde" Blogs (wir koennen sie auch elektronische Tagebuecher nennen) dafuer geeignet, genau den oben beschriebenen Effekt auszuloesen.
Den letztendlich wollte ich nur eine kurze Antwort zu deinen Gedanken bringen, um eine eventuelle Diskussion anzustossen und nun verliere ich mich auch schon im Vorgang des Weiterspinnens dessen, was mich beschaeftigt.
Warum sollte sich jemand finden, die Posts des Alleinunterhalters zu lesen, allerdings kein Bedürfnis verspüren auf diese Posts zu antworten?
- Warum nicht? Wenn ein Blog schoen geschrieben ist, behandle ich ihn wie ein Buch und vertreibe mir damit die Zeit, interessiert in ihm zu schmoekern. (holprig zu lesender Satz, das gebe ich zu)
Wie sich hier gezeigt hat, muss es aber nicht dabei bleiben. Die Kommentarfunktion im gemeinen Blog oder die Moeglichkeit, direkt zu antworten in einem Forum, gibt dem geneigten Leser doch schliesslich die Chance, aus einer 1-Mann-Show ein interaktives Buehnenstueck zu gestalten. - Und somit ist es immer auch ein Stueck weit Kunst...
Ich verstehe das Bloggen nicht, aber ich tue es trotzdem.
- ich verstehe Facebook nicht, aber es macht mir einen Heiden-Spass, es zu benutzen. So ist es wohl auch manchmal mit dem Blog (e-Tagebuch, eDiary, ε-διάρροια)
Ich tue es einfach weiterhin. Entweder werde ich es eines Tages verstehen, enttäuscht aufgeben, oder aus dem Blog entwickelt sich eines Tages eine rege Diskussion.
Ja, ich tippe stark aufs aufgeben![]()
- Hoffen wir, dass es nicht darauf hinauslaeuft. Moege sich eine rege Diskussion entwickeln und/oder dieser Blog dazu beitragen, ein Verstaendnis fuer das Bloggen an sich herbeizufuehren
[...]
Über Tilt wollte ich reden. Der Zeitpunkt scheint mir günstig. Immerhin runne ich katastrophal. Naja, das wird sicher noch länger andauern![]()
- Als Vorschlag haette ich zu unterbreiten, dass wir Themen, welche sich in der Schnittmenge unserer Blogging-Interessen befinden, gelegentlich gemeinsam eroerten koennten (inwiefern das bei zwei "Selten-aber-ausfuehrlich-Bloggern" funktioniert muesste sich natuerlich erst zeigen
).
Ich denke, dies kann einerseits zu interessanten Ergebnissen fuehren, andererseits dazu beitragen, uns beiden die Motivation am Bloggen zu erhalten.Beispielhaft 2 potentiell diskussionswuerdige Themen:
kurzer Gedanke zum Stop-Loss-Limit
Die Sache mit dem Tilt (untere Haelfte des Posts) - Natuerlich besteht die Moeglichkeit, dass dies eine gaenzlich ungeeignete Kombination zweier Existenzen fuer solch ein Vorhaben ist, da es denkbar ist, dass wir dazu neigen, uns eher in den eigenen geistigen Erguessen zu verlieren als eine philosophische Kollaboration zu etablieren.
Bis man es versucht hat, bleibt dies allerdings Spekulation. - Ich denke, ich muss mich nicht dafuer entschuldigen, dein eTagebuch als Flussbett fuer mein eigenes geistiges Gewaesser benutzt zu haben, immerhin sagst du ja selber, du verstuendest das Bloggen noch nicht, wuesstest nicht wohin dieser Blog fuehrt, weswegen sicherlich die Pforten fuer groeberen langatmigen Input momentan noch offenstehen sollten.
Hoffe ich.
Falls dies doch der falsche Platz fuer solch ausfuehrliche Fremdtexte waere, baete ich natuerlich trotzdem um Entschuldigung und wuerde diesen auf Wunsch in andere Gefilde verschieben. - An dieser Stelle muss ich nun stoppen, ich sehe nur noch °o(Blog)o° vor meinem Auge, ich denke, ich kann dieses Wort fuer die naechsten Tage nicht mehr sehen

(das haette ich nun wirklich nicht gedacht, dass ich jemals diesen haesslichen Troll nutzen wuerde, aber scheinbar gibt es fuer jeden Topf einen Deckel, somit auch fuer jedes Gesicht eine Wand, an die man es klatschen kann)
Mit bestem Gruss
M
& Einen schoenen Tag noch!




