Hallo zusammen,
ich habe schon länger nichts gepostet, aber da das neue Jahr anfängt bietet sich wieder eine gute Gelegenheit anknüpfend an Vorsätze für das(/die) kommende(n) Jahr(e) ein Plan aufzustellen, der es mir ermöglicht meinem Traumberuf Pokerpro näher zu kommen.
Ja, klar, eigentlich ist es egal, was für ein datum es ist und eigentlich könnte ich schon morgen anfangen, aber ich denke, dass da mein unterbewusst sein quasi den "reset" knopf sucht und der 1.1. natürlich ein schönes datum dafür ist
so zum plan wie schon vorher geschrieben möchte ich bis zu meinem 35. lebensjahr genug geld zusammen gespart zu haben, damit ich mir gewisse dinge anschaffen kann. ziel ist es im zeitraum vom 01.01.2016 - 31.12.2020 durchschnittlich jeden monat 15.000 japanischen yen zu verdienen, damit ich bis zum 1.1.2021 750.000 belarus rubel zur seite gelegt hab und meine lebensunterhaltungskosten im dem zeitraum gedeckt sind.
bis zum 1.1.16 sind noch 2 jahre (startend vom 1.1.2014), in diesen jahren müssen natürlich auch meine lebensunterhaltungskosten gedeckt werden UND ich will zumind. für ein Jahr meine LUK (also für 01.01.16 - 31.12.16) gedeckt haben, so dass ich quasi stressfrei zocken kann. ich denke, dass in der hinsicht 1 jahr ausreichend wird. meine derzeitigen ausgaben betragen 1.400 zloty. dazu kommen 900 zloty, die jeden monat zurück gelegt werden müssen (für die 1jahres-LUK).
also kurz gesagt, meine monetären ziele sind:
1) bis zum 31.12.2015 55.200 Won verdient zu haben und dieses will ich mit pokern erreichen.
2) vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2020 monatlich 15.000 Yen zu verdienen
3) ab 01.01.2021 professionell poker spielen
warum gerade mit pokern? ich habe wie man unten irgendwo lesen kann, für mich festgellt, dass pokern für mich persönlich mein traumberuf ist. zudem bin ich mir sicher, dass ich mir die nötigen skills aneignen kann.
wie kann ich es schaffen? ich denke mal, dass es offensichtlich ist, dass ich zur zeit zu schlecht bin (spiele atm NL10SH) und es noch an vielen stellen hapert. wo ich genau ansetzen muss, bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, daher möchte ich, verzichtend auf eine ausführliche analyse (, bei der ich definitiv hilfe von äußen bräuchte, im sinne von jemanden, der viel mehr skill als ich hat), meine basis nochmal neu schaffen und zu überdenken. dafür eignet sich am besten meines erachtens einen soliden gameplan zu schaffen
ich hab mal ein Vorabzieldiagramm entworfen, woran ich noch arbeiten werde, so das wars erstmal fürs erste
stay tuned!
Spoiler

so, da der "masterplan" bis 2012 steht, geht es jetzt darum die ersten beiden "vorbereitungsjahre" auf folgenden fünf vorbereitungsjahre vorzuereiten großes Grinsen
ausgangssituation
feststeht, dass ich, monetär gesehen, durchschnittlich 2.300 Won pro Monat in den ersten beiden jahren erwirtschaften will. feststeht auch, dass ich zur zeit ne hourly von maximal ~15 Rubel verdiene (inkl. rakeback), das wären dann ~154h, die ich pro monat grinden müsste, das wäre schon ziemlich hart, sinnvoller wäre es dagegen natürlich in den blinds aufzusteigen, um dann auf höheren limits eine höhere hourly zu spielen.
bei 6 Tischen, die ich zur zeit anpeile, spiele ich schlecht gerechnet 500hands pro Stunde. wenn ich pro tag 4h grinden WÜRDE, dann wären das pro Tag 2.000 Hände, was ~60.000 Händen entsprechen würde. wenn ich nl100 mit einer winrate von 4bb/100 (inkl. rb) schlagen würde (was an sich doch recht realistisch ist), wären das winnings i.h. von 2.400 Rubel pro Monat, was ugf. dem entspricht, was ich erreichen möchte.
wie komme ich dahin
d.h. ich müsste, mit den oben genannten parametern und annahmen nl100 mit einer winrate von 4bb schlagen und durchschnittlich 4h pro Tag grinden. wie kann ich das erreichen? ich denke, dass auch bekannt sein sollte, dass es nicht nur aus motivationstechnischer sicht, nicht gut ist (bzw. bei den wenigsten klappt), seine ziele an monetäre ziele zu knüpfen. weiterhin habe ich ja auch in einem vorherigen beitrag geschrieben, dass man sich nich auf "ziele" (im sinne von: ich will xyz erreichen) fokussieren soll, sondern eher sich an prozesse (ich will jeden tag abc machen [und dann erreiche abc automatisch]) orientieren soll. daher muss eine verknüpfung von "ich schlage nl100 mit 4bb/100 und spiele jeden monat 60k hands" und den dingen, die direkt unter meinem einfluss stehen erstellt werden, was implizit schon ein prozess ist ("ich stehe jeden tag 8 uhr" oder "ich gehe jeden tag 1h joggen" --> ich kann entscheiden, ob ich das tue oder nicht => es steht unter meinem einfluss + es ist ein prozess).
"prozesse statt ziele"
die frage ist dann natürlich, welche prozesse bzw. handeln führt dazu, dass ich genau das erreiche? klar: pokereducation und jetzt wirds schwierig: da ich zur zeit in der unkenntnis bin, welche skills nötig wären um nl100 zu schlagen, man verschiedene "skillsets" (ansammlung von fähigkeiten) haben kann, um das limit zu schlagen (d.h. es gibt nicht EIN spielstil, der nl100 schlägt, sondern verschiedene möglichkeiten) und außerdem das gegnerfeld sich ständig weiterentwickelt. ist es mir unter gesichtspunkten des aufwandes, der dafür nötig wäre, nicht möglich zu sagen: "ich muss abc lernen".
eine andere möglichkeit wäre es aus vereinfachungsgründen mit zeit, die ich in pokerlernen und zocken investiere abzuwiegen. klar ist es nicht genau und schwierig vorauszusagen wie viele stunden ich investieren muss, um das limit zu schlagen, aber aus den schon genannten gründen, ist es imo die beste möglichkeit: 1. dahin zu kommen wo ich hin will (s.o.) und 2. mein fokus auf einen prozess zu richten, der unter meinem einflussbereich steht ("ich investiere 2h/pro Tag in pokereducation").
planungsbarrieren
bevor ich nun meine grobe jahresplanung vorstellen will, will ich noch kurz auf einige barrieren eingehen, die dieses jahr anstehe. barrieren heißt, dass entweder etwas ansteht, was dem pokern vorgezogen werden muss oder etwas, was es unmöglich macht einigermaßen genau zu planen:
1. habe ich im januar klausurphase, das geht leider vor, mein lernplan steht auch einigermaßen, darauf werde ich gleich noch weiter eingehen
2. bin ich ab mitte februar im auslandssemester, geil ist, dass meine noten egal sind, so dass ich pokern fast vor alles ziehen kann, scheiße ist, dass ich trotzdem noch keinen "routine" plan aufstellen kann, weil ich nich weiß wie mein tagesablauf dort sein wird und wie viele stunden ich frei habe
deshalb werde ich zunächst nur für januar und mitte februar planen können, eine folge planung wird, dann mitte/ende februar kommen bis dahin kann ich nur ganz grob abschätzen wie die planung ist
the jahresplän
bei der planung muss ich leider bottom up vorgehen, d.h. von der tagesplanung in die wochenplanung in die monatsplanung in die quartalsplanung in die jahresplanung in die 2jahres planung. warum leider? ich plane lieber topdown ^^. bottom up deshalb, weil ich schaue wie viel zeit ich pro tag für poker(education) zur verfügung hätte und rechne es einfach hoch
also: jeder tag hat 24h, davon:
- 8h schlaf
- 2h essen
- 1h duschen, waschen, etc.
- 1,5h sport
- 1h wege, warten, etc.
das sind quasi die "musts", die ich mir erlege, also bleiben noch 11,5h für "optionals", ich schätze, dass:
- 6h Uni
- 5,5h Pokern
d.h. dass ich denke, dass ich durchschnittlich pro Tag 5,5h für Pokern zur Verfügung habe, sagen wir 5h, damit es glatt is und die planung ein klein wenig pessimistischer ist. 2014 hat 364 Tage, ziehen wir davon 2 wochen ab, damit es glatt is und die planung nochmal pessimistischer, also 350T * 5h sind 1.750h, die ich mit education und zocken verbringen kann.
ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass jemand geschrieben hat ~ 1/3 theorie und 2/3 zocken bzw. session review, sagen wir nochma zocken und session review 50:50. also 583h jeweils für theorie, zocken und session review. ich veränder mal ein wenig willkürlich die verteilungen und sage: 550h für theorie, 550h für session review und 600h für zocken.
Mein Ziel 2014 ist es 550h in Pokertheorie, 550h in Sessionreviews zu investieren und 600h Poker zu spielen
wie gesagt will ich dieses ziel nochmal in quartals, monats, wochenziele runterbrechen. die ausgestaltung der wochenziele folgt dann in tagesplanungen. das runterbrechen der ziele dient nicht nur der motivation, sondern auch der kontrollierbarkeit, so dass auch eine abweichungsanalyse durchgeführt werden kann.
quartals- und monatsziele
quartals(01/14 - 03/14; 04/14 - 06/14; 07/14 - 09/14; 10/14 - 12/14) ziele werden zunächst einfachtshalber durch teilung der jahres ziele in 4 errechnet, d.h.: pro quartal: 137h pokertheorie, 137h sessionreview, 150h pokern. Monatsziele nach der gleichen systematik: pro Monat 45h Pokertheorie, 45h sessionreview, 50h pokern.
das erste problem ist nun direkt der januar, weil ich, wie gesagt, hier klausurphase habe und bisher sieht es so aus, dass ich im januar deshalb nur 50h-60h zeit habe in pokern zu investieren, was ne abweichung von knapp 40h darstellt, was es nicht grade wenig ist. aaaaberr da ich im februar quasi nichts zu tun habe (!! ♠_biggrin: ♠_biggrin: ) will ich die 40h fehlenden stunden im januar in den ersten beiden wochen im februar kompensieren. d.h. im januar werden 50-60h investiert und im februar dafür 220h-230h (280h - 60h/50h).
kontrollierbarkeit
so, wie gesagt, soll die geschichte auch kontrolliert werden, eine abweichungsanalysedurchgeführt werden und darauf ggfs. eine änderung an der planung durchgeführt werden. dabei ist zu beachten, dass 1. januar ein spezialfall ist und 2. mir der tagesablauf zwischen 03/14 - 08/14 noch nicht konkret bekannt ist, womit ich sagen will, dass es mit hoher wahrscheinlichkeit der in planung der zeitintervalle zu veränderungen im plan kommen wird.
zeitpunkt der kontrollen&planung sind für die wochenziele, das jeweilige kalendarische ende der woche (d.h. der 7., 14.,...). für die monatsziele: jeweils nach 3/4 des monats (d.h. im jan: der 23.; im feb. der 21.; ...), quartalsziele jeweils nach dem 2. monat es quartals (q1: ende feb, q2: ende mai; ...)
alter, falter, wieder viel zu viel text, haha du idiot hast bis hier hin gelesen
:f_biggrin:
old stuff:
2. Intro
Spoiler
Arbeitstitel: I am the Champion
Einführung:
Ich habe mir als Vision gesetzt NL1k+ zu schlagen. Die dazugehörige Mission ist es, der Beste Spieler auf dem Limit zu sein, das ich spiele. D.h. dass ich besser als meine Competition sein muss.
Ich will meinen Gegner das Gefühl vermitteln, dass sie ungern gegen mich spielen bzw. schlechter sind als ich und es nicht einsehen wollen/können, dass sie es sind.
Eckdaten:
Ziel: Der Beste Spieler auf dem jeweiligen Limit zu sein, an dem ich mich am ende des Projektes befinde.
Start: 01.08.2013
Ende: 30.09.2013
Start Limit: NL20SH
Regeln für Limit Aufstieg: 25+ Stacks & über jeden Reg eine Edge haben
Fahrplan:
Die Projektzeit wird in 2 Monate unterteilt, die Monate jeweils in 7 Tagesblöcke bis auf den letzten Block, der dann bis zum Ende des Monats geht). Für jeden Tag werden mind. 6h für Pokern festgelegt. Davon werden 4h gespielt & Sessions gereviewt und 2h in Theorie investiert.
Die 7-Tages-Blöcke werden jeweils am letzten Tag der vorherigen Woche mit Maßnahmen für jeden Tag ausgeplant, die der Zeilerreichung dienen. Konkret soll festgelegt werden wann was getan wird und wie die erfolgreiche Durchführung gemessen werden kann.
Ein konkreter Fahrplan besteht im moment noch nicht.
Zielerreichung & Maßnahmen:
Um das Ziel zu erreichen muss ich besseres theoretisches Wissen, bessere praktische Anwendung, bessere mentale Skills als meine Gegner verfügen. D.h. dass ich mir 1. praxis relevantes Wissen aneignen muss, 2. das Üben muss und 3. mir mentale Stärke aneignen muss.
Maßnahmen um die oben genannten 3 Punkte zu erreichen sind:
- Hand Postings
- Besuchen von Coachings
- Diskussionen mit Pokergruppe/Pokerbuddy
- Anschauen von Videos (ps.de/deuces cracked)
- Lesen von Artikeln
- Drill Übungen (Hand Range Übung, EV-Bestimmung, etc.)
- Meditieren
- Sweat Sessions
- ...
Zielerreichungsmessung:
Quantitativ messbar kann man dies anhand der Anzahl der Fehler, die meine Gegner gegen mich machen bzw. visa versa und Größe der Fehler in S- oder G-Bucks. Dass heisst, dass ich die Häufigkeit und vor allem Größe der Fehler gegen meine Gegner minimieren muss. Ein Fehler ist definiert wie er von WiltonTilt definiert worden ist (Sklanskys Fundamental Theorem of Poker "Hand" durch "HandRange" ersetzt).
Relativ gesehen will ich weniger Fehler machen als mein Gegner gegen mich und absolut gesehen will ich grundsätzlich in <5% der Hände, die ich spiele, Fehler machen. Natürlich wird es anfangs schwierig sein, korrekte Ranges zu bestimmen, zunächst muss mit Vermutungen gearbeitet werden, aber mit steigender Handanzahl dürfte das konkrete festlegen der Handranges kein Problem sein.
Dokumentation der Ergebnisse erfolgen hier im Blog.
so das wars erstmal fürs erste, morgen folgen weitere Details. Stay Tuned!
FAILED
1. Intro
Spoiler
Ich bin gerade eben (Freitag Abend) wieder einmal zu Fuss vom Gym nach Hause gegangen und war ziemlich in meinen Gedanken vertieft. Auf dem Weg bin ich an verschiedenen Menschen, Sachen, etc. vorbei gelaufen.
Ich hab vier ältere (~40-50) Alkis gesehen, die über irgendeine sinnlose Scheiße diskutiert haben, während der eine plötzlich ziemlich ekelhaft gekotzt hat. Ein paar Meter weiter war ein Dönerladenbesitzer (~50), der mit irgendwelche asozialen Kiddies (~16-18) vor seiner Ladentür am streiten war, weil diese wohl die (nichtvorhandenen) Kunden vergraulen würden. Während dessen fuhr ein Masseratti die Straße runter, Ortskennzeichen, der Fahrer sah so aus, als ob er 91er Jahrgang war. Mir kam auch eine Jungere Frau (~21) entgegen, die eigentlich ganz hübsch aussah, aber schwanger und ihren Klamotten zu urteilen, nicht gerade reich war.
Jedenfalls hat mir das einiges über mein eigenes Leben zu bedenken gegeben: Werde ich auch so enden, wie einer von diesen Menschen, die ich getroff...r einen Plan, aber der war nicht gut genug. UND das schlimmste von allen: ich war ein großer BLA-BLA-BLA-Mensch, d.h. ich hab viel erzählt, aber nicht wirklich was getan.
Weiterhin habe ich auch mein Leben nicht ausreichend strukturiert, systematisiert und geplant. Ich habe "vor mich hingelebt". Ich hab mir zwar ab und zu Gedanken gemacht, wie z.B. es wäre ziemlich geil, wenn ich reich wäre, aber nie wirklich Gedanken darüber: 1. warum ich reich sein will und viel wichtiger: 2. wie ich dahin komme.. Ich bin aufgestanden, habe irgendwelche "pseude-produktive.zielführende" Dinge getan, weil andere sagen, dass es gut ist (Uni, Sport, etc...)
Das soll sich ändern, ich möchte, nein: ich WILL und WERDE mein Leben ändern, denn sonst werde ich NIE dort hin kommen, wohin ich möchte, auch nicht mit Glück! Und wie ich das tun werde und wie mein Fortschritt ist. Wird man ab heute in diesem Blog lesen können.
Ich musste mir einfach nur mal meine Gedanken grob runterschreiben. Mehr wird folgen.
