Hi,
ja, also die Vorgeschichte lässt sich ja im Frustforum nachlesen. Nachdem ich auf NL200 SH etwas looser spielte, hatte ich viel verloren ($5,5k -> $4k). Danach spielte ich halt NL100 SH, verlor dort wiederum ein wenig und wurde halt wieder normal-tight, was dann auch break-even brachte. Dann habe ich testweise HU NL50 gespielt, hatte da aber extrem große non-sd-losses, weil ich wohl einfach viel zu weak gespielt habe (dachte, das wäre gegen Fische gut, weil man allein durch sehr gute Hände genügend Geld erhält) ($4k -> $3k). Nachdem das alles Humbug war, beschloss ich halt NL100 SH mit tightem BRM zu spielen (bei $2k wieder runter). Da verlor ich dann aber einfach Mal 10 Stacks ($3k -> $2k), was zu einem großen Teil auch einfach miserables Pech war. Auf NL50 angekommen, ging es zunächst kurz hoch, dann aber bergab. Mittlerweile war ich zwei Mal während der NL50-Zeit im Urlaub und hatte wirklich gute Erholung, Ruhe und Abstand vom Pokern. Bzw. im letzten Urlaub (bin seit vorgestern zurück), hab ich mir nochmal Sklansky & Millers " No Limit Hold 'em: Theory and Practice" durchgelesen, was imo mein Spielverständnis nochmal einen guten Schub gegeben hat.
Folgendes habe ich während der letzten zwei Monate gemacht:
- viele CR-Videos gesehen
- 2 Coachings genommen (cYde, atuerke), wobei ich von beiden positive Rückmeldung bekam: es gab zwar einige Leaks, im Großen oder Ganzen müsste ich NL50 aber locker schlagen
- zahlreiche Leute über mein Spiel schauen lassen, die es großteils als solide eingeschätzt haben
- besagtes Buch von Sklansky und Miller zum zweiten Mal durchgelesen, dabei mein Theorie- und EV-Verständnis geschult und jetzt einen viel besseren Blick für die gegnerischen Leaks und ein breiteres Verständnis dafür, diese zu exploiten
- Artikel gelesen
- EV-Rechnungen durchdacht, Überlegungen zu bestimmten Lines in bestimmten Situationen gemacht
- mich von Stats losgelöst und mich mehr auf Reads konzentriert, diese dann auch vermehrt gesammelt
uvm.
Bisher spiele ich wohl ganz eindeutig immer noch zu loose, das werde ich die nächste Zeit natürlich einfach rapide ändern, auch wenn ich dadurch sehr viele Situationen fallen lassen muss, in denen ich eine große Postflopedge sehe. Hier Mal der Graph von NL50 SH seit Anfang Juni:
das Problem ist, dass tighteres Spiel auch dazu führen wird, dass ich mehr non-SD-losses habe und diese machen ja offensichtlich mehr aus als die SD-losses.
Hier noch Stats:
SOLID WINRATE !
Mein Management ist jetzt wie folgt. Bei $1k steige ich wieder auf NL25 ab und quittiere mein Handbewerterdasein auf PS.
Da ich keine Ahnung mehr habe, was ich tun soll außer weiterzuspielen und abzuwarten, ob ich irgendwann mehr Glück habe, werde ich auch kein Coaching mehr nehmen. Denn das würde mich zum gegebenen Zeitpunkt einen empfindlichen Teil der BR kosten und nützen würde es wohl wie bereits vorherigeres Drübersehen wenig. Ich bin auch recht überzeugt davon, dass ein Begutachten meines Spieles zum jetzigen Zeitpunkt nichts bringen würde.
Werde dann hier weiter berichten, bis ich dann bei $10000000 bin.
Lg