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Golf Turnier simulieren

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Izzet
Joined: 27.03.2006

Moin,
ich möchte gerne das Ergebnis eines Golfturniers mit 150 Teilnehmern simulieren. Als Grundlage möchte ich die implizierten Gewinnwahrscheinlichkeiten von Buchmachern nehmen. Ich weiß also, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Spieler das Turnier gewinnt, ich weiß aber nicht, wie wahrscheinlich es ist, dass er 7., 38. oder 150. wird. Zusätzlich könnte man noch die Wahrscheinlichkeiten für Top5, Top20 etc. nehmen.
Hat jemand eine Idee wie man da vorgehen könnte oder wie man eine sinnvolle Verteilung findet?


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19 replies
bambTTcha88
Joined: 13.09.2009

erst Beste Quote = Platz 1
siebt beste Quote = Platz 7

?


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Onken
Joined: 29.06.2007

Wirklich auf die anderen Plätze schließen kannst du nicht, wenn du nur die Wahrscheinlichkeiten des Sieges hast.

Es kann ja z.B. sein, dass Spieler A eine Siegquote von 50% hat. Die hat er, weil er immer einen schweren Schlag macht, den er zu 50% hingebekommt und dann meilenweit vorne ist, falls er klappt, aber falls nicht, er ziemlich sicher verliert.


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Izzet
Joined: 27.03.2006

@bambTTcha88
Das ist das wahrscheinlichste Ergebnis, aber passiert eben nicht jedesmal. Ich möchte nicht nur eine Simulation eines möglichen Ausgangs machen, sondern viele.

@Onken
Ich will ja das Endergebnis eines Turnieres simulieren, das wird ja nicht durch einen Schlag entschieden, sondern durch 260+ Schläge. Dadurch sind die Spieler mit einer hohen Siegwahrscheinlichkeit viel häufiger vorne zu finden, als die mit einer niedrigen Siegwahrscheinlichkeit.


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Rho0
Joined: 20.10.2008

Original von Onken
Wirklich auf die anderen Plätze schließen kannst du nicht, wenn du nur die Wahrscheinlichkeiten des Sieges hast.

Es kann ja z.B. sein, dass Spieler A eine Siegquote von 50% hat. Die hat er, weil er immer einen schweren Schlag macht, den er zu 50% hingebekommt und dann meilenweit vorne ist, falls er klappt, aber falls nicht, er ziemlich sicher verliert.

sehe ich genauso.


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Izzet
Joined: 27.03.2006

Original von Rho0

Original von Onken
Wirklich auf die anderen Plätze schließen kannst du nicht, wenn du nur die Wahrscheinlichkeiten des Sieges hast.

Es kann ja z.B. sein, dass Spieler A eine Siegquote von 50% hat. Die hat er, weil er immer einen schweren Schlag macht, den er zu 50% hingebekommt und dann meilenweit vorne ist, falls er klappt, aber falls nicht, er ziemlich sicher verliert.

sehe ich genauso.

Hast du denn eine Begründung warum man nicht auf andere Platzierungen schließen kann? Die von Onken ist auf jeden Unsinn, denn die Quote eines Sieges kommt nicht wegen eines bestimmten Schlags sondern durch eine erwartete Edge über hunderte von Schlägen zustande.


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Qinii
Joined: 03.01.2012

.


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Rho0
Joined: 20.10.2008

Original von Izzet

Original von Rho0

Original von Onken
Wirklich auf die anderen Plätze schließen kannst du nicht, wenn du nur die Wahrscheinlichkeiten des Sieges hast.

Es kann ja z.B. sein, dass Spieler A eine Siegquote von 50% hat. Die hat er, weil er immer einen schweren Schlag macht, den er zu 50% hingebekommt und dann meilenweit vorne ist, falls er klappt, aber falls nicht, er ziemlich sicher verliert.

sehe ich genauso.

Hast du denn eine Begründung warum man nicht auf andere Platzierungen schließen kann? Die von Onken ist auf jeden Unsinn, denn die Quote eines Sieges kommt nicht wegen eines bestimmten Schlags sondern durch eine erwartete Edge über hunderte von Schlägen zustande.

nominell hast du nur die siegwahrscheinlichkeiten, also kannst du aus dieser information nur die wahrscheinlichkeit für sieg und nicht-sieg ableiten. die abstufungen des ereignisses nicht-sieg werden durch keine information, die du hast, modellierbar. du kannst also nicht sagen, dass der, der die höchste sieg-wahrscheinlichkeit hat, wenn er denn nicht siegt, die höchste wahrscheinlichkeit für den zweiten platz hat, etc.

du kannst es annehmen, aber dann stellt sich die frage, wie gut die annahme begründet ist.

onkens beispiel mit dem meisterschlag funktioniert so wie er es formuliert hat für ein turnier mit nur einem einzigen loch. wenn man aber die wahrscheinlichkeit des meisterschlages anpasst, dann funktioniert es auch mit allen löchern. nehmen wir an, es sind 20 löcher, und die wahrscheinlichkeit des meisterschlages ist 96,5%. nehmen wir an, der meisterschlag ist hole in one bei erfolg, und irgendwo in den wald geschlagen und man braucht 400 schläge bei misserfolg. dann hast du bei 20 löchern fast 50:50, dass es jedesmal der meisterschlag wird, und dann gewinnt der spieler. in den anderen 50% verhaut er mindestens einmal den ball so sehr, dass er die 400 schläge braucht, und damit außer jeder konkurrenz ist.


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Izzet
Joined: 27.03.2006

So funktioniert Golf aber einfach nicht. Auf der PGA gibts 72 Löcher und je nach Loch braucht ein Spieler in der Regel zwischen 2-7 Schlägen. Am Ende entscheidet die Gesamtsumme über die Platzierung. Dass die Endplatzierung stark mit der Buchmacherquote auf Sieg korrelliert, ist Fakt.


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Onken
Joined: 29.06.2007

na, wenn man alles von den siegwahrscheinlichkeiten ableiten kann, was willst du dann wissen?
simulier es halt mit den wahrscheinlichkeiten


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Tanzhase
Joined: 14.02.2006

Hauptproblem hier ist doch die Möglichkeit des Gleichstandes zwischen verschiedenen Spielern. Das kann man gar nicht aus den Quoten lesen. Hängt ja auch stark von den gespielten Löchern ab. Ich sag mal Daten sammeln über die Ergebnisse bei den einzelnen Löchern und den Spielern dann entsprechend der Quote eine Verteilungsfunktion für jedes Loch geben. Die Verteilungsfunktionen in der Simulation dann anpassen, bis man das gewünschte Ergebnis erreicht.


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semmel81
Joined: 18.01.2007

Ich fuchs mich auch grad etwas beim Golf rein hinsichtlich Draftkings. Ich denk man kann es schon simulieren, aber um es SINNVOLL zu machen, muss man eigentlich extrem viele Daten zusammentragen.

Das geht von recht einfachen prozentualen Wahrscheinlichkeiten wie jemand bei 200 Yard Par3 das Grün trifft. Sind die Grüns schwer...also Kurslayout etc.
Letztes Wochenende beim Travellers war das eher nen Turnier was schlagstarke Spieler bevorteilte, da nicht so viele "Gefahren" auf dem Weg lagen.

Ich empfehle dir mal bei Youtube in den Kanal DFS Tavern reinzuschauen. Da kannst du erahnen was man so braucht. Schlimm wirds wenn Amateure und Europäer dann auf der PGA Tour aufkreuzen, die normal in einem ganz anderen Playerpool spielen,

Aber da du eher es anhand der Odds ablesen möchtest empfehl ich dir deine Simulation mit den Ergebnissen und den Pre-Tournament Odds zu füttern. http://www.golfodds.com/archives.html
Aber echt...die Arbeit müsste unfassbar aufwendig sein...


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Izzet
Joined: 27.03.2006

Hey Semmel. Klar kann man die Statistiken eines Spielers für einen course auch selber analysieren, aber ich denke man sollte sich da nichts vormachen. Du wirst kaum genauere Vorhersagen treffen können als die Buchmacher, denn ähnlich wie bei Aktienkursen sind nahezu alle Informationen in der Quote bereits eingepreist ("wisdom of the crowd"). Ansonsten wären Buchmacher nicht profitabel und du könntest dir den varianzreichen Weg von draftkings sparen und direkt Geld setzen.
Wenn du die Durchschnittswerte der Buchmacher, oder besser noch der Wettbörsen nimmst und den overround abziehst, hast du einen ziemlich fairen Preis. (z.B. https://www.oddschecker.com/golf/rocket-mortgage-classic/winner)
Die DFS Industrie möchte natürlich ihre Daten, Artikel und Researchtools verkaufen, ich spar mir das Geld und die Zeit.

Die golfodds.com Seite hatte ich auch schon entdeckt, aber da sind leider nur die Daten von einem Buchmacher, der anstelle einer Spielerbewertung lieber einen exorbitant hohen overround raushaut und damit viel zu unpräzise.

Da du dich auch für das Thema DFS interessierst: Ich würde gerne versuchen große GPPs auf Draftkings komplett zu simulieren. Also im ersten Schritt ein realistisches Teilnehmerfeld anhand der erwarteten Ownership% erstellen, dann im zweiten Schritt tausende unterschiedliche Ergebnisse des Golfturniers simulieren um dann im dritten Schritt mir anzugucken, welche Teams am häufigsten overperformt haben, bzw. in den Top10 gelandet sind.


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semmel81
Joined: 18.01.2007

Ich schau selbst nicht mal Golf. Aber mit bisschen Hilfe kann man gute Schlussfolgerungen ziehen. und da ich Statistiken Liebe....

Ich würd dir empfehlen erstmal von Yahoo und Draftkings die CSV-Dateien ausliest. Evtl bekommt man die auch aus historischen Databases. Hab jetzt aber nur was gefunden wo die Knete wollten.

Vor dem Turnier kannst du dir die Spielerliste mit den Preisen ranbeziehen; und dann müsste man die CSV-Dateien nach dem Turnier mit der Ownership und den Punkte nehmen. Zusätzlich wahrscheinlich noch von unterschiedlichen GPP-Turnieren. Ich spiel jetzt erstmal nur das 1$ Single Entry und das $0.25 [20max]. Aber die haben bestimmt durchaus unterschiedliche Ownership.
Ich hatte jetzt auch paar Leute daraufhin angespielt, weil es mich nervte, dass die die Woche zuvor Woodland als heißes Eisen bei den US Open gesehen haben.
Jetzt hat ich Streelman Top20@3.50 und Casey Top10@3.10 getroffen; Munoz Top 20@6.00 und Grillo Top10@5 rum gingen baden...Aber Grillo war tatsächlich der Spieler den die meisten dann auch bei Draftkings genommen haben...

Für die letzten 30 Tage könnt ich bei Draftkings die Listen noch exportieren...müsste man sich mal hier per PN und dann irgendwie bei Discord austauschen falls du die benötigst.


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Izzet
Joined: 27.03.2006

Danke für die angebotene Hilfe. Historische draftkings Daten hab ich schon gefunden.
Jo, dass die Spieler mit den Besten Siegchancen, bzw. den besten Value haben am meisten gepickt werden ist in der Regel so. Das ist eben die kontroverse, picke ich Spieler mit gutem Value und dafür hoher Ownership% oder nehm ich Spieler mit schlechterem EV dafür aber geringerer Ownership%. Da man diese Frage schlecht analytisch lösen kann, möchte ich versuchen über Simulationen näher zu kommen.


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semmel81
Joined: 18.01.2007

Die Mischung machts...in der Regel reicht ein einziger Spieler unter 10% Ownership um ein Turnier zu shippen. Aber in der Regel ist erstmal Value wichtig...sonst geht die Knete aus.

Was mir bisschen aufgefallen ist:
Bei den Majors (mehr schlechte Spieler die erstmal oben wild rumpicken (Tiger Woods als Paradebeispiel) und dann hinten mit 6000er auffüllen. Da ist es tendentiell ratsamer sich auf das mittlere Preissegment zu konzentrieren.

Bei den normalen Turnieren muss man glaub irgendeinen im Bereich 6,5 - 7,2k halt hitten. Oder man nimmt halt einen rein, der momentan grad underperformed und eigtl zu teuer ist... das kommt dann eine gewisse Philosophie zum Vorschein.


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Izzet
Joined: 27.03.2006

Ich will dir da nicht widersprechen. Dass bei den meisten Winningteams eine gute Mischung vorhanden ist und dass man die Bottomrange eher meiden sollte, entspricht auch meinen Beobachtungen.
Aber das ist eben so präzise wie die Beobachtung, dass AA meistens gewinnt und 98s auch mal ganz gut ist. Das sind so Dinge, die jeder Spieler nach n paar Runden drauf hat. Ich denke wenn man sich aber wirklich eine Edge erarbeiten möchte und nicht einfach nur gamblen will, muss man schon irgendwie präzisere Annahmen machen können.


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semmel81
Joined: 18.01.2007

...und dann kommt einer wie Lashley, von dem es nahezu keine Quoten gab als Nachrücker. :f_drink:

Hab diese Woche 6 Lineups und zwei haben Topplatzierungspotential. Sind auch beide Lineups Unique. Muss hoffen dass nachher Lebioda den Cut übersteht.

Denke ich werd mich zusätzlich etwas auf die Top 20 Quoten konzentrieren. Vielleicht sogar ausschließlich und Fantasy nur 4 Fun dazunehme.

Was mir diese Woche aufgefallen ist: Sepp Straka wurde von zwei Podcasts hochgehandelt, weil er die letzten Turniere unter den Topleuten bei GIR (Greens in Regulation) war. Anschließend allerdings extrem schlecht puttet...da wird ausgegangen, dass der an einem guten Wochenende auch mal nen Turnier zerstören kann...das sind so Dark Horses, die dann auch nur wie diese Woche bei 3,7% Ownership sind. Das ist super für nen alternatives Fantasy Lineup, aber eher schlecht für Top20.
Andererseits: Kevin Streelmann...absolut solider Spieler...sehr gut für Top20, allerdings bei Draftkings recht teuer und durchaus schlechterer Punktelieferant bei gleicher Schlagzahl weil weniger Birdies/Bogeys.


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Izzet
Joined: 27.03.2006

Wünsch dir viel Glück das du n lucky run hast. Ich hab nur ein lineup für doubleups gebaut (Streelman is drin), sieht bisher nach cash aus.


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semmel81
Joined: 18.01.2007

Nur nochmal kurz...

Bei DFS-Tavern gibts jetzt auch die Sheets https://sites.google.com/view/dfstavern/pga

Das ist schon ziemlich geil.

ich war letzte Woche btw geteilter 8ter für 9$ im 25 Cent Turnier... Sabbatini, Horschel, Hovland, Reed, An und Straka wars glaub. Nach dem ersten Tag, selbst nach dem zweiten Tag war das Lineup noch unter fernerliefen. Es gab aber bei dem Turnier viele prominente Busts. Macht Straka am dritten Tag ne 69er Runde gewinn ich das Turnier sogar für 200$


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