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Fixed-Limit-Hold'em Einsteigerkurs

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Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Original von Mahlzahn
Kannst du den Flop-Chart auch als Download verfügbar mchen? Danke :)

Habs mal eben selber als pdf erstellt: Download

Ja klar, kein Ding! Darf ich Deinen Link verwenden?


Antwort
Zitat
Mahlzahn
Joined: 21.05.2006

Original von Sendrafreak

Original von Mahlzahn
Kannst du den Flop-Chart auch als Download verfügbar mchen? Danke :)

Habs mal eben selber als pdf erstellt: Download

Ja klar, kein Ding! Darf ich Deinen Link verwenden?

Klar, lass es dann ne Weile in der Cloud. Aber auch nicht für immer. Wenn dir n paar Wochen reichen, gerne :)


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Ja egal, ich werds wohl doch noch mal selber als pdf hochladen und dann verlinken. Ich muss dann aber weg, erledige es später. Bis dann


Antwort
Zitat
Schnicker
Joined: 03.03.2006

FLOP-MADEHANDREGELN

1. Monster (Two Pair oder besser):

Du bettest und erhöhst, so oft es nur geht!

FLOP-DRAWREGELN

1. Monsterdraws:

Du bettest und erhöhst, so oft es nur geht!

Das stimmt so ja aber nicht. Standard IP in HU-Situationen ist am Flop als PFA zu betten und einen evtl checkraise dann nur zu callen.

Edit: Ok, sehe gerade, dass weiter unten die Standardlinien für HU-Situationen erklärt werden

Edit2:

5. Unraised Pot out of Position (ooP): Du bettest immer.

6. Unraised Pot in Position (iP): Wird zu Dir gecheckt, bettest Du immer.

Ist mMn nicht mehr zeitgemäß, kann aber sein, dass man es auf den Micros noch so handhaben sollte und die Gegner tatsächlich oft genug folden.


Antwort
Zitat
Django3
Joined: 16.10.2009

Ist halt 'ne Anfängerstrategie. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das nicht optimal ist, aber es ist eben auch sehr einfach zu merken und man macht damit zumindest keinen großen Fehler.


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Original von Django3
Ist halt 'ne Anfängerstrategie. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das nicht optimal ist, aber es ist eben auch sehr einfach zu merken und man macht damit zumindest keinen großen Fehler.

Genau!


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

So, SHC und Flopchart stehen jetzt als D o w n l o a d l i n k s in Form von pdf-Dateien auf der Startseite zur Verfügung. Bis nachher!


Antwort
Zitat
Fox999
Joined: 04.04.2007

cooles coaching!!!1:f_cool:


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Original von Fox999
cooles coaching!!!1:f_cool:

Jou, hat richtig viel Spaß gemacht!! Man muss aber auch sagen, dass Ihr super mitgemacht habt, so muss das sein. Interaktives Coaching at its best!


Antwort
Zitat
MyLady17
Joined: 11.03.2007

Ich war am Anfang sehr skeptisch als ich hörte, dass du jetzt Coach bist. Aber ich muss sagen, dass du das wirklich gut machst. Sehr strukturiert und professionell aufbereitet. Für Anfänger sicherlich empfehlenswert.


Antwort
Zitat
TobiasNRW
Joined: 21.09.2006

Original von MyLady17
Ich war am Anfang sehr skeptisch als ich hörte, dass du jetzt Coach bist. Aber ich muss sagen, dass du das wirklich gut machst. Sehr strukturiert und professionell aufbereitet. Für Anfänger sicherlich empfehlenswert.

Ja er bereitet den Content gut auf und im Coaching erklärt er es verständlich.
Für Anfänger daher gut, da diese mit Cornholios Coaching nichts anfangen können.


Antwort
Zitat
TobiasNRW
Joined: 21.09.2006

Original von Schnicker

5. Unraised Pot out of Position (ooP): Du bettest immer.

6. Unraised Pot in Position (iP): Wird zu Dir gecheckt, bettest Du immer.

Ist mMn nicht mehr zeitgemäß, kann aber sein, dass man es auf den Micros noch so handhaben sollte und die Gegner tatsächlich oft genug folden.

Du wirst ja auf deinen Limits auch kaum solche Gegner haben
Da ich ja zur Zeit auf BR Gründen 0,10/0,20 - 0,25/0,50 spiele kann ich dir sagen es geht mit Einschränkungen.

Was oft geht ist wenn SB completed und er zu dir checkt. Dann immer betten, es sei denn man merkt, er spielt "immer" c/c. Die muss ja auch nur jedes 3. mal funktionieren. Es geht häufiger.
OOP würde ich nicht random jeden Flop betten sondern da schon auswählen.
Betten würde ich halt immer Pairs, Draws, den random Bluff je nach Board und Gegner.
Auch hier kommt es auf den Gegner an, foldet er nie, bringt es nichts. Dies merkt man ja recht schnell.
Zudem kann man mit TP auch gut gegen viele Gegner c/r spielen.


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

P o d c a s t vom letzten Coaching ist online.


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Lektion 3: 12.02.2015 Das Spiel am Turn und River

Nach Preflop und Flop geht es diesmal um die letzten beiden Streets, den Turn und den River. Ab hier wird es ernst, denn jetzt werden die Betsizes verdoppelt (aus Small Bets werden Big Bets) und man muss Farbe bekennen. Die Gegner folden auf den Micros so gut wie nie, also wird man fast immer eine ordentliche Hand haben müssen, um spätestens am Showdown als Sieger dazustehen.

Was lernst Du hier?

• In welcher Situation Du Dich am Turn befindest
• Wie Du Madehands am Turn spielst
• Wie Du Draws am Turn spielst
• Wie Du Trashhands am Turn spielst
• Wie Du Heads-Up am Turn spielst
• In welcher Situation Du Dich am River befindest
• Wie Du Madehands am River spielst
• Wie Du Draws am River spielst
• Wie Du Trashhands am River spielst

In welcher Situation befindest Du Dich am Turn?

In welcher Situation Du Dich am Turn und River befindest, hängt davon ab, ob Du am Flop bzw. Turn als Letzter Stärke gezeigt, also gebettet, geraist, ge3bettet oder gecallt hattest. In diesem Falle spricht man davon, dass Du die Initiative hast. Hattest Du als Letzter nur gecallt, hast Du nicht die Initiative. In Abhängigkeit dieser beiden grundverschiedenen Situationen gestaltet sich Dein Spiel an Turn und River.

Wie spielst Du Madehands am Turn?
Es gelten folgende Regeln:

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Turn-Madehandregeln:

1. Mit Initiative continuationbettest Du immer, wenn Du first to act bist!

2. Wird in Dich reingedonkt, raist Du mit Two Pair oder besser, callst mit Top Pair oder Overpair
und foldest alle anderen Hände.

3. Hast Du die Initiative und nach Dir wird geraist, 3bettest Du mit Two Pair oder besser, callst
nur noch mit Top Pair oder Overpair und foldest alle anderen Hände.

4. Hast Du die Initiative und nach Dir wird geraist und ge3bettet, cappst Du mit Two Pair oder
besser, wenn keine Straight oder kein Flush möglich ist, callst mit Two Pair oder besser, wenn
eine Straight oder ein Flush möglich ist und foldest alle anderen Hände.

5. Ohne Initiative donkst und 3bettest oder raist und cappst Du mit Two Pair oder besser,
checkst und callst oder callst maximal eine Bet mit Top Pair oder Overpair und foldest alle anderen
Hände.
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Beispiele folgen im Coaching!

Wie spielst Du Draws am Turn?
Es gelten folgende Regeln:

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Turn-Drawregeln:

1. Mit Initiative continuationbettest Du immer first to act, wenn Du maximal 2 Gegner hast.

2. Wird in Dich reingedonkt oder reingedonkt und geraist, callst Du mit einem
Monsterdraw, Flushdraw, OESD oder Double Belly Buster. Mit einem Gutshot callst Du nur
bei 10:1 Odds, alle anderen Hände foldest Du.

3. Hast Du die Initiative und nach Dir wird geraist, callst Du mit einem Monsterdraw,
Flushdraw, OESD oder Double Belly Buster. Mit einem Gutshot callst Du nur bei 10:1 Odds,
alle anderen Hände foldest Du.

4. Hast Du die Initiative und nach Dir wird geraist und ge3bettet, callst Du mit einem
Monster- oder Flushdraw. Mit einem OESD oder Double Belly Buster callst Du nur bei
maximal 2-suitedem Board, alle anderen Hände foldest Du.

5. Ohne Initiative checkst und callst oder callst Du mit einem Monsterdraw, Flushdraw,
OESD oder Double Belly Buster. Mit einem Gutshot callst Du nur bei 10:1 Odds, alle
anderen Hände foldest Du.
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Beispiele folgen im Coaching!

Wie spielst Du Trashhands am Turn?
Es gelten folgende Regeln:

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Turn-Trashhandregeln:

1. Mit Initiative checkst Du und foldest auf eine Bet.

2. Wird in Dich reingedonkt, foldest Du.

3. Ohne Initiative checkst Du und foldest auf eine Bet.
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Beispiele folgen im Coaching!

Wie spielst Du Heads-Up am Turn?
Es gelten folgende Regeln:

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Turn-Heads-Up Sonderregeln für Madehands und gute Draws:

1. Out of Position (ooP) mit Initiative
Du continuationbettest immer! Wirst Du geraist, spielst Du nach o.e. Turnregeln weiter.

2. Out of Position (ooP) ohne Initiative:
Du spielst nach o.e. Turnregeln weiter.

3. In Position (iP) mit Initiative:
Du continuationbettest immer! Wirst Du gecheckraist, spielst Du nach o.e. Turnregeln
weiter.

4. In Position (iP) ohne Initiative:
Checkt oder continuationbettet der Gegner, bettest oder raist Du 2nd Pair oder besser
sowie jeden Monsterdraw, Flushdraw, OESD oder Double Belly Buster. Alle anderen
Hände foldest Du.
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Beispiele folgen im Coaching!

In welcher Situation befindest Du Dich am River?
Eine der wesentlichen und offensichtlichen Veränderungen am River ist, dass sich Dein Blatt nicht mehr weiter verbessern kann. Draws sind daher auch relativ wertlos. Hast Du beispielsweise am Flop und am Turn gebettet und ein Gegner ist den Einsatz stets mitgegangen, so ist die Chance gering, dass Du ihn nun am River aus der Hand bluffen kannst.

Die Strategie für den River ist kompakt und unterscheidet wieder in die beiden Fälle, ob Du die Initiative hast oder nicht, also ob Du am Turn als Letzter gebettet, geraist, ge3bettet oder gecappt hast.

Wie spielst Du Madehands am River?
Es gelten folgende Regeln:

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River-Madehandregeln:

1. Mit Initiative continuationbettest Du immer, wenn Du first to act bist!

2. Wird in Dich reingedonkt, raist Du mit Two Pair oder besser, wenn keine Straight
oder kein Flush möglich ist. Ansonsten callst Du nur.

3. Hast Du die Initiative und nach Dir wird geraist, 3bettest Du mit Two Pair oder
besser, wenn keine Straight oder kein Flush möglich ist. Ansonsten callst Du nur.

4. Hast Du die Initiative und nach Dir wird geraist und ge3bettet, cappst Du mit
Two Pair oder besser, wenn keine Straight oder kein Flush möglich ist, callst mit
Two Pair oder besser, wenn eine Straight oder ein Flush möglich ist und foldest
alle anderen Hände.

5. Ohne Initiative donkst Du ein gerivertes Top Pair sowie Two Pair oder besser,
wenn keine Straight oder kein Flush möglich ist. Auf einen Raise 3bettest Du nur
Two Pair oder besser, wenn keine Straight oder kein Flush möglich ist. Ansonsten
callst Du nur. Hast Du mit Top- oder Overpair am Flop oder Turn nur gecallt,
callst Du wieder nur.
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Beispiele folgen im Coaching!

Wie spielst Du Draws am River?
Es gelten folgende Regeln:

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River-Drawregeln:

1. Mit Initiative checkst Du und foldest auf eine Bet, falls Dein Draw gebustet ist.

2. Wird in Dich reingedonkt, foldest Du, falls Dein Draw gebustet ist.

3. Ohne Initiative checkst Du und foldest auf eine Bet, falls Dein Draw gebustet ist.
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Beispiele folgen im Coaching!

Wie spielst Du Trashhands am River?
Es gilt folgende Regel:

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River-Trashhandregel:

1. Du checkst und foldest auf eine Bet.
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Beispiele folgen im Coaching!

Zusammenfassung aller Regeln im Turn- bzw. Riverchart:


Antwort
Zitat

heute das erste mal dabei gewesen.
good Job,gut verständlich und nice rüber gebracht :f_thumbsup:

bin das nächste mal (hoffentlich) wieder dabei


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Original von Tabs71
heute das erste mal dabei gewesen.
good Job,gut verständlich und nice rüber gebracht :f_thumbsup:

bin das nächste mal (hoffentlich) wieder dabei

Hallo Tabs71,

freut mich, dass Dir das Coaching gefallen hat :)

Nachdem nun für alle Streets Charts vorliegen und unsere Basisstrategie für das Spiel in den ganz kleinen Limits feststeht, habe ich mich entschlossen, die Ergebnisse der Hände, die ich seit dem letzten Coaching gespielt habe (Coachinghände inclusive), in meinen privaten Blog auszulagern (dazu bitte j e t z t klicken). Dort finden sich dann Graphen und auch einige Hände. Ich habe das so gemacht, um den Hauptthread nicht mit Graphen zuzumüllen und denke, das sollte so in Ordnung gehen. Den Link zu dem Blog findet Ihr auch im Eingangspost dieses Coachings. Im Moment habe ich ca. 87 Dollar aus Stars und werde versuchen, in den nächsten Tagen und Wochen, mit unserer Basisstrategie auf 100 Dollar zu kommen. Dann hätte ich 1000 BB für das Limit $0,05/$0,10 zur Verfügung. Sollte ich dies schaffen, werde ich dann nochmals neu evaluieren (bzgl. des BRM), aber gut, zunächst mal muss das Ziel erreicht werden. Es sollte machbar sein, schau'n wir mal. Ich werde immer 5-tablen, so ist es auch für das nächste Coaching geplant (Liveplay am 19.02.2015).

Jo, dann wünsche ich allen Usern, die in entsprechenden Regionen wohnen, eine närrische Zeit, und man sieht sich nächsten Donnerstag!


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Lektion 4: 19.02.2015 Liveplay

In den letzten vier Coachings wurden die wichtigsten Preflop- und Postflopstrategien erklärt, diesmal, möchte ich das Ganze intensiv in der Praxis umsetzen. Damit Ihr möglichst viel vom Coaching habt, solltet Ihr vorbereitet ins Coaching kommen und Euch die von mir zur Verfügung gestellten Charts runterladen und ausdrucken, um nachvollziehen zu können, was sich an den Tischen abspielt. Ich werde versuchen, mich so genau wie möglich an die Charts zu halten, d.h. so wenig wie nur möglich davon abzuweichen. Gegebenenfalls werde ich Notes erstellen und mein Play an extreme gegnerische Tendenzen anpassen. Letzteres sollte sich aber in engen Grenzen halten, denn das Hauptaugenmerk soll auf dem mechanischen, konsequenten Durchspielen einer vorgegebenen, auf den Micros erwiesenermaßen profitablen Strategie liegen.

Infos zum Liveplay:

• Pokerraum: PokerStars
• Variante: Fixed Limit Texas Hold'em
• Tischformat: Fullring (maximal 10 Spieler am Tisch)
• Limit: $0,02/$0,04
• Tischeanzahl: 5

Ich wünsche Euch viel Spaß und freue mich auf Euer Kommen!


Antwort
Zitat
TobiasNRW
Joined: 21.09.2006

Hier mal ein Bsp. an alle Anfänger warum man Preflop raisen sollte:

Preflop: Hero is BB with 7:h, 2:d.
MP3 calls, CO folds, BU calls, SB calls, Hero checks.

Flop: (4 SB) 2:h, K:d, 2:s (4 players)
SB checks, Hero bets, MP3 folds, BU raises, SB folds, Hero calls.

Turn: (4 BB) T:c (2 players)
Hero checks, BU bets, Hero raises, BU calls.

River: (8 BB) 4:s (2 players)
Hero bets, BU calls.

Final Pot: 10 BB.
Results follow:

Hero shows three of a kind, twos(7:h 2:d).
BU shows two pairs, kings and twos(K:s Q:h).

Hero wins with three of a kind, twos(7:h 2:d).

Ich wäre ja nie in der Hand, wenn er raist.


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

P o d c a s t vom letzten Live-Coaching ist raus. War ein bisschen enttäuscht von der Teilnehmerzahl, hoffe, dass es nächstes Mal mehr werden.


Antwort
Zitat
Sendrafreak
Joined: 31.05.2011

Lektionen 5/6: 26.02./05.03.2015 Odds & Outs

In diesem Coaching geht es um das Thema Odds & Outs, eines der wichtigsten im Poker. Oft haben wir eine Hand, die aller Wahrscheinlichkeit nach momentan nicht die beste ist, die sich jedoch auf den weiteren Streets noch verbessern kann - wir haben eine Drawing Hand. Wie solche Hände zu behandeln sind, wann wir weiterspielen können und wann wir folden müssen, zeigt Euch Sendrafreak in der fünften Episode des Texas Hold'em Fixed Limit Einsteigerkurses.

Was lernst Du hier?

• Was Outs, Odds und Pot Odds sind
• Welche Karten Dir weiterhelfen
• Wie Du Risiko und Nutzen richtig abwägst
• Dass nicht jede hilfreich erscheinende Karte es auch ist

Was sind Outs, Odds und Pot Odds?
Es gibt drei zentrale Begriffe, die Du Dir unbedingt einprägen musst, um Deine Draws profitabel spielen zu können:

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1. Outs:
Als Outs bezeichnet man alle Karten, die Deine Hand verbessern können.
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2. Odds
Die Odds geben an, wie hoch die Chancen stehen, dass eines Deiner Outs auf den weiteren Streets
noch fällt.
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3. Pot Odds
Die Pot Odds geben das Verhältnis von dem möglichen Gewinn zu dem Einsatz wieder, den Du zu
bringen hast. Anders ausgedrückt geben sie das Risiko-Nutzen-Verhältnis wieder. Wenn man
sie nun mit den Odds vergleicht, kann man sagen, inwiefern es sich lohnt, einen Einsatz für seinen
Draw zu bezahlen.
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Outs - Welche Karten helfen Dir weiter?
Deine Outs sind alle Karten, die Deine Hand verbessern und nach Möglichkeit zur besten Hand machen, wenn sie noch als Gemeinschaftskarte ausgeteilt werden sollten. Die Betonung liegt hierbei auf "zur besten Hand machen", was wir später noch näher besprechen werden.

Beispiel 1:

Deine Hand: 3♣:2♣: Board: 4♠:5♥:K♦:

Du hast eine zunächst wertlos scheinende Hand. Mit ihr kannst Du keinen Showdown gewinnen. Andererseits hast Du aber die Chance, eine starke Hand zu bilden, nämlich eine Straight, wenn am Turn oder River ein Ass oder eine Sechs fallen.

Diese Karten, das Ass und die Sechs, sind deine Outs (sie sind noch draußen). Nun stellt sich die Frage, wie viele Outs das sind. Die Antwort fällt relativ einfach, wenn Du überlegst, wie viele Asse und Sechsen es im Kartenstapel gibt. Das sind jeweils vier Karten eines Wertes, was insgesamt acht Outs macht. Es muss nur eine dieser acht Karten ausgeteilt werden, um Dir zu einer starken Hand zu verhelfen.

Deine Outs:
A♣:A♠:A♥:A♦:6♣:6♠:6♥:6♦:

Beispiel 2:

Deine Hand: 3♣:2♣: Board: 4♣:5♣:K♦:

Die Situation ist für Dich nun ungleich besser geworden. Nicht nur, dass Dir jedes Ass und jede Sechs zu einer Straight verhelfen, auch jede weitere Karte in Kreuz bringt Dir einen Flush, also fünf Karten von einer Farbe.

Die Anzahl deiner Outs hat sich somit erhöht. Einerseits kannst Du Dir alle noch im Deck verbliebenen Kreuz-Karten als Outs anrechnen. Da es insgesamt 13 Karten von je einer Farbe gibt, vier Kreuz schon ausgeteilt wurden, ergibt das 13-4=9 Outs auf den Flush. Hinzu kommen die schon im Beispiel zuvor genannten acht Outs auf die Straight, von denen jedoch zwei Karten abgezogen werden müssen, nämlich das Ass und die Sechs in Kreuz, die schon bei den Outs auf den Flush mitgezählt wurden. Das macht insgesamt 9+6=15 Outs:

Deine Outs:
6♣:7♣:8♣:9♣:T♣:J♣:Q♣:K♣:A♣:
A♠:A♥:A♦:6♠:6♥:6♦:

Beispiel 3: Flushdraw - 9 Outs

Deine Hand: 4♠:8♠: Board: 2♠:K♠:A♥:

Es gibt 13 Karten einer Farbe im Deck. Vier sind schon ausgeteilt. Damit verbleiben 9 Outs, die den Flush vervollständigen.

Beispiel 4: Open Ended Straight Draw (OESD) - 8 Outs

Deine Hand: 7♣:6♥: Board: 8♥:5♣:A♦:

Jede 4 und jede 9 vervollständigen den OESD zur Straight. Ein OESD hat damit immer 8 Outs.

Beispiel 5: Zwei Overcards - 6 Outs

Deine Hand: A♦:Q♥: Board: 6♣:J♥:2♠:

Es sind noch 3 Asse und 3 Damen im Deck, die Dir zu einem Top Pair verhelfen würden. Daher hast Du mit 2 Overcards 6 Outs.

Beispiel 6: One Pair mit der Chance auf Trips oder Two Pair - 5 Outs

Deine Hand: 8♥:K♠: Board: 8♠:Q♦:2♣:

Es sind noch 2 Achten im Deck, die Dir zu Trips verhelfen würden. Einer der drei verbliebenen Könige würde Dir Two Pair bringen. Zusammen macht das 5 Outs, wenn Du ein kleineres Pair hast.

Beispiel 7: Gutshot - 4 Outs

Deine Hand: A♦:4♦: Board: 8♣:5♠:3♠:

Bei einem Gutshot-Draw hast du Aussichten auf eine Straight, wenn die fehlende "innere Karte" Deiner Straße ausgeteilt wird. Es gibt genau vier Karten, die das leisten, hier jede 2. Du hast bei einem Gutshot damit 4 Outs.

Odds - Mit welcher Wahrscheinlichkeit komplettiere ich meinen Draw?
Was sind nun die Odds (engl. für Gewinnchancen)? Sie sind schlicht und einfach eine im Pokern gebräuchliche Form, die Wahrscheinlichkeiten für das Komplettieren deiner Hand anzugeben.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Odds = nicht hilfreiche Karten : hilfreiche Karten
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Man nennt diese Schreibweise auch Odds against, da sie die Wahrscheinlichkeit dafür angeben, dass man seine Hand nicht macht. Wie oft werde ich meinen Draw nicht komplettieren und wie oft werde ich ihn komplettieren - Wie sieht das Verhältnis aus? Das sind die Odds.

Diese Schreibweise ist eine Konvention, die es Dir erleichtert, festzustellen, ob es sich lohnt, Deine Hand weiterzuspielen, wie Du im nächsten Kapitel noch sehen wirst.

Werfen wir jetzt noch einmal einen Blick auf unser Beispiel von zuvor:

Deine Hand: 3♣:2♣: Board: 4♠:5♥:K♦:

Am Flop kennst Du schon 5 Karten, Deine beiden eigenen und die drei Flop-Karten. Es kann also am Turn noch jede der 47 Dir unbekannten Karten ausgeteilt werden (52 Karten sind ingesamt im Deck). 8 von diesen 47 Karten helfen Dir weiter und komplettieren Deinen Draw, sind also hilfreich, während 47 - 8=39 es nicht tun und somit nicht hilfreich für dich sind. Daher betragen deine Odds vom Flop zum Turn 39:8, also etwa 5:1.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Nicht hilfreiche Karten = Unbekannte Karten - hilfreiche Karten
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Da Du am Flop 5 Karten kennst, deine beiden und die drei Gemeinschaftskarten, gibt es 52 - 5 = 47 unbekannte Karten. Am Turn sind es dementsprechend 46. Die hilfreichen Karten sind Deine Outs. Daher ergibt sich u.a. folgende Rechnung:

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Odds Flop zum Turn = (47 - Outs) : Outs
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Odds & Outs-Chart:

Pot Odds - Kann ich meine Hand profitabel spielen?
Da Du nun mit Hilfe der Odds die Wahrscheinlichkeit feststellen kannst, mit der Du deinen Draw komplettierst, bleibt nur noch die Frage nach der praktischen Anwendung im Spiel.

Nehmen wir auch hier wieder das altbekannte Beispiel zur Hand:

Deine Hand: 3♣:2♣: Board: 4♠:5♥:K♦:

Betrachten wir jetzt eine konkrete Spielsituation aus einem Fixed-Limit-Spiel um Echtgeld. Du hältst die oben gezeigten Karten und befindest dich am Flop mit einem Gegner. Der Pot beträgt zu diesem Zeitpunkt $5. Dein Gegner setzt $1. Lohnt es sich für dich, diesen Einsatz zu callen und $1 zu bezahlen, um die Turn-Karte zu sehen?

Pot vor dem gegnerischen Einsatz: $5
Einsatz des Gegners: $1
Möglicher Gewinn für dich: $6
Einsatz, den Du dafür bringen musst: $1

Die Odds, wie wir nun wissen, dass Du am Turn deine Straße triffst, liegen bei ca. 5:1 gegen Dich. Das heißt, dass Du in einem von sechs Fällen Deine Hand komplettieren wirst. Nehmen wir an, dass Du in diesem Falle auch unter allen Umständen die Hand gewinnst, so bedeutet das, dass Du in einem von sechs Fällen $6 gewinnst. In den anderen fünf der sechs Fälle wirst du jeweils $1 verlieren, immer unter der Annahme, dass Du am Turn deine Hand aufgeben musst, falls Du sie nicht verbessern kannst.

Wenn Du den Einsatz von $1 mitgehst, heißt das, dass Du im Schnitt nach sechs Versuchen fünfmal je $1 verloren hast, insgesamt $5, und einmal $6 gewonnen hast. Der Reingewinn, der sich aus Gewinn – Verlust errechnet, liegt damit bei $6 - $5 = $1. Aus diesem Grunde lohnt es sich langfristig, wenn Du in dieser Situation den gegnerischen Einsatz mitgehst.

Und an dieser Stelle kommen die so genannten Pot Odds, die Pot-Chancen, ins Spiel. Sie geben das Verhältnis wieder von möglichem Gewinn zum zu zahlenden Einsatz, sind also ein Ausdruck für das Nutzen/Kosten-Verhältnis.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Pot Odds = möglicher Gewinn : zu zahlender Einsatz
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In der beschriebenen Situation enthält der Pot $5. Hinzu kommen die $1, die der Gegner setzt, was einen Gesamtpot und möglichen Gewinn von 6$ macht. Du musst $1 zahlen, um im Spiel zu bleiben und die Turn-Karte zu sehen. Die Pot Odds betragen daher $6 : $1 oder auch 6:1

Wie die Zahlen 6:1 und 5:1 schon vermuten lassen, gilt eine einfache Regel:

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sind die Pot Odds günstiger als die Odds einer unfertigen Hand, macht man langfristig Gewinn.
Sind sie schlechter, macht man langfristig Verlust.
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6:1 sind größer 5:1, daher ist diese Situation profitabel.

Was wäre, wenn Du statt am Flop am Turn spielen und der Gegner statt $1 den doppelten Betrag von $2 setzen würde? Der mögliche Gewinn stiege einerseits auf $5 + $2 = $7. Deine Pot Odds für das Mitgehen des Einsatzes betrügen andererseits aber $7 : $2, was einem Verhältnis von 3,5:1 entspräche. Somit wäre es unprofitabel, wenn Du den Einsatz mitgehen würdest, denn 3,5:1 sind kleiner als 5:1. Du wärst an dieser Stelle gut beraten, Deine Hand aufzugeben, da Du ansonsten langfristig Verlust machen würdest.

Oder um es noch einmal genau zu berechnen: In einem von sechs Fällen machst du $7 Gewinn. In fünf von sechs Fällen machst du je $2 Verlust. Nach sechs Versuchen hast du im Schnitt also $7 Gewinn gemacht und $2 * 5 = $10 Verlust, was einem Gesamtverlust von $3 entspricht. Im Durchschnitt verlierst Du also bei jeder Wiederholung dieser Spielsituation $3.

Discounted / Modified Outs
Kommen wir noch einmal zum Thema Outs zurück und modifizieren wir das Eingangsbeispiel ein wenig:

Deine Hand: 3♣:2♣: Board: 4♥:5♥:K♦:

Im Abschnitt zum Thema Outs haben wir festgestellt, dass Du in dieser Konstellation acht Outs besitzt, jedes Ass und jede Sechs, die Dir eine Straight verschaffen.

Deine Outs:
A♣:A♠:A♥:A♦:6♣:6♠:6♥:6♦:

Was ist aber, wenn Du einem Gegner gegenüberstehst, der folgende Karten hält:

Q♥:J♥:

Sowohl das Herz Ass als auch die Herz Sechs würden Dir zwar eine Straight bringen, deinem Gegner aber einen Flush und somit die bessere Hand. Diese beiden Karten sind nicht länger wertvoll für dich. Du hast somit nur noch sechs statt der ursprünglichen acht Outs. Diese nennt man auch discounted oder modifizierte Outs.

Deine discounted Outs:
A♣:A♠:A♦:6♣:6♠:6♦:

Es ist zwar so, dass Du die Karten deines Gegners nicht kennst, jedoch besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass dieser tatsächlich zwei Herz-Karten auf der Hand hält. Du kannst in dieser Situation also nicht davon ausgehen, in jedem Falle acht so genannte saubere Outs auf die Straße zu halten, sondern musst sie discounten, nämlich um die Zahl an Karten verringern, welche Deine eigene Hand verbessern, jedoch eine noch bessere Hand beim Gegner ermöglichen.

In diesem Beispiel ist es umso wahrscheinlicher, dass Du dir nicht mehr die vollen acht Outs geben kannst, je mehr Gegner Du hast. Zudem kann die Spielweise der Gegner Rückschluss darauf geben, ob sie einen Flushdraw halten.

Ein anderer Grund, die Outs hier zu discounten, ist, dass beim Gegner auch Karten der folgenden Art liegen können:

8♠:7♦:

Damit fallen gleich vier Karten, alle Sechsen, weg, da sie dem Gegner eine bessere Straight ermöglichen würden. Es bleiben in diesem Falle nur noch vier Outs übrig.

Deine discounted Outs in diesem Fall:

A♣:A♠:A♥:A♦:

Das realistische Discounten der Outs ist zwingende Voraussetzung, um eine korrekte Annahme über die Odds einer unfertigen Hand zu treffen. Es ist relativ häufig nicht der Fall, dass man sich alle Outs anrechnen darf, insbesondere wenn man gegen mehrere Gegner spielt. Es kann sein, dass sie eine bessere unfertige Hand halten. Es kann sein, dass sie die gleiche Hand halten. Es kann vieles geschehen, was dazu führt, dass man die Hand verliert, obwohl man eines seiner Outs trifft. Nur selten kannst du davon ausgehen, Dir tatsächlich alle Outs anrechnen zu dürfen.


Antwort
Zitat