auszug aus nem sz interview mit wormuth:
SZ: Viele haben den Dortmunder Hochgeschwindigkeits-Fußball vermisst. Ist der in der Nationalmannschaft überhaupt möglich?
Wormuth: Es stimmt, die Mannschaft hat eher gespielt wie der FC Bayern: mit geduldigem Passspiel, auf der Suche nach den Schnittstellen in der Abwehr oder einem Passfenster, das sich auftut. Dabei würde das Trainerteam gerne mehr wie Dortmund spielen, aber es gibt dazu nicht viele Möglichkeiten.
SZ: Wieso nicht?
Wormuth: Dortmund kommt ja über das schnelle Umschalten nach Ballgewinn. Bevor der Gegner dazu kommt, in die Verteidigung zurückzulaufen, ist Dortmund schon in Aktion. Das hat mit der Nationalmannschaft nicht so gut geklappt, weil der Gegner trotz eigener Offensive immer mit sechs Mann hinter dem Ball stand. Außerdem braucht man vorne dazu einen Stürmer, der den ersten Pass festhält und verteilt, wie es Didier Drogba beherrscht. Mario Gomez hatte da seine Schwierigkeiten, aber er spielt beim FC Bayern auch einen ganz anderen Fußball. Es geht gar nicht, dass er sich in der Kürze der Zeit so extrem umstellen kann. Außerdem hat er andere Qualitäten. Er schießt Tore und mit Verlaub, dass ist am Ende das Salz in der Suppe.