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Kneipendiskussion

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daberndl
Beigetreten: 24.03.2008

https://www.kicker.de/dfl-plan-gescheitert-klubs-votieren-gegen-investoren-einstieg-953001/artikel

heul leise watze


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Zitat
stefeu
Beigetreten: 10.01.2007

Die Abstimmung fand auf Antrag des VfL Bochum geheim statt.

Das ist echt nochmal anders widerwärtig.


Antwort
Zitat
quirrel77
Beigetreten: 12.08.2007

was findest du widerwärtig?


Antwort
Zitat
Moderator
Eem01ofEEnGe
Beigetreten: 02.05.2011

Original von quirrel77
was findest du widerwärtig?

Danke, habe gerade schwer darüber nachgedacht wie er das meinen könnte und komme immer noch nicht auf den wiederwärtigen Punkt.

Oder war es Ironie, alla das hat den watzke bestimmt nicht geschmeckt?


Antwort
Zitat
stefeu
Beigetreten: 10.01.2007

Es gab massive Kritik an dem Vorschlag der DFL, vorallem aus den organisierten Fanszenen. Den einzelnen Vereinen wurde klargemacht, dass man diesen Investoreneinstieg nicht möchte, teilweise haben die Vereine auch zugesichert dagegen zu stimmen.
Eine anonyme Abstimmung macht es diesen Leuten offensichtlich deutlich einfacher ihr Wort, ohne Kosequenzen befürchten zu müssen, zu brechen. Genrell sollte Transparenz bei solch einschneidenden Änderungen oberstes Gebot sein.
Deswegen finde ich solch einen Antrag eines Vereins der FÜR den Einstieg stimmt zu tiefst verwerflich.


Antwort
Zitat
chas0r
Beigetreten: 01.06.2007

Richtig so, nein zu solchen Investoren Deals. Interessiert mich sowieso nicht ob deutsche Vereine international mithalten können. Ich schaue Fussball, weil Fussball, Fussball ist.


Antwort
Zitat
cybergnom
Beigetreten: 11.04.2007

Original von chas0r
Richtig so, nein zu solchen Investoren Deals. Interessiert mich sowieso nicht ob deutsche Vereine international mithalten können. Ich schaue Fussball, weil Fussball, Fussball ist.

Wenn ich wegen Fußball Fußball schaue, geh ich am Sonntag zu meinem Dorfverein in der Kreisklasse.
Wenn ich geilen Fußball sehen will, schalte ich den TV ein.
Auf Grund einer solch mittelalterlichen Einstellung wie bei dir, dann halt ohne deutsche Beteiligung...


Antwort
Zitat
Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Ich bin tatsächlich froh drüber, dass das nun vom Tisch ist, da diese Diskussion im letzten halben Jahr viel Kraft und Nerven kostete.
Was ich am Prozess gut finde:
- Fast die Hälfte der DFL-Clubs haben dem Deal nicht zugestimmt.
- Fans haben gemeinsam mit den Vereinen Widerstand geleistet, es ist ein gemeinsamer Erfolg.
- Es gab auf lokaler Ebene sehr gute inhaltliche Diskussionen von Vereinen mit ihren Fans, die zu diesem Erfolg maßgeblich beigetragen haben.
Das Ergebnis zeigt: Transparenz ist in diesen Prozessen essenziell. Hinterzimmer-Politik wird zum Bumerang und Fragen müssen beantwortet werden.
Offensichtlich setzt ein Umdenken ein: Nur mehr Geld alleine löst die Probleme des Fußballs nicht.


Antwort
Zitat
daberndl
Beigetreten: 24.03.2008

Original von cybergnom

Original von chas0r
Richtig so, nein zu solchen Investoren Deals. Interessiert mich sowieso nicht ob deutsche Vereine international mithalten können. Ich schaue Fussball, weil Fussball, Fussball ist.

Wenn ich wegen Fußball Fußball schaue, geh ich am Sonntag zu meinem Dorfverein in der Kreisklasse.
Wenn ich geilen Fußball sehen will, schalte ich den TV ein.
Auf Grund einer solch mittelalterlichen Einstellung wie bei dir, dann halt ohne deutsche Beteiligung...

na wir sind immer noch ein land mit 4 cl startplätzen und so schnell wird sich das nicht ändern. sogar frankfurt hats durch die gruppenphase geschafft. die einzige liga die finanziell krass voraus ist ist die englische und das würde sich auch mit diesem investorendeal nicht großartig ändern. also ganz so schwarz/weiß wie du das darstellst ist das auf jeden fall nicht.

und ich finde sowas kann man machen, solange die investoren 0,0 zu sagen kriegen, was halt so gut wie nie der fall sein wird. ich meine wie beschissen war bitte der 33 spieltag, dass da nicht alle am samstag um 15:30 gleichzeitig gespielt haben? und so gedöns brauchen wir sicher nicht noch mehr, sondern weniger.


Antwort
Zitat
cybergnom
Beigetreten: 11.04.2007

Original von daberndl

Original von cybergnom

Original von chas0r
Richtig so, nein zu solchen Investoren Deals. Interessiert mich sowieso nicht ob deutsche Vereine international mithalten können. Ich schaue Fussball, weil Fussball, Fussball ist.

Wenn ich wegen Fußball Fußball schaue, geh ich am Sonntag zu meinem Dorfverein in der Kreisklasse.
Wenn ich geilen Fußball sehen will, schalte ich den TV ein.
Auf Grund einer solch mittelalterlichen Einstellung wie bei dir, dann halt ohne deutsche Beteiligung...

na wir sind immer noch ein land mit 4 cl startplätzen und so schnell wird sich das nicht ändern.

Kurzfristig gedacht.
In keinem Land wird dieser "Traditionskäse" so heiß gekocht.
Das Geschäft verändert sich, deal with it.

Und da geht's gar icht nur um diesen Deal hier... Dieses ganze "määähhhhh, böse Investoren" ist heutzutage einfach lächerlich.
Gibt doch genug Vereine, wo man als Fan nur wegen der Tradition hingehen könnte...

Weißt... Ich war mal in Mexiko. Diese Maya-Ruinen waren echt beeindruckend und damals sicherlich state-of-the-art. Aber wohnen wollen würde ich jetzt nur weil wegen Tradition da nicht drin.


Antwort
Zitat
chas0r
Beigetreten: 01.06.2007

Original von cybergnom

Original von chas0r
Richtig so, nein zu solchen Investoren Deals. Interessiert mich sowieso nicht ob deutsche Vereine international mithalten können. Ich schaue Fussball, weil Fussball, Fussball ist.

Wenn ich wegen Fußball Fußball schaue, geh ich am Sonntag zu meinem Dorfverein in der Kreisklasse.
Wenn ich geilen Fußball sehen will, schalte ich den TV ein.
Auf Grund einer solch mittelalterlichen Einstellung wie bei dir, dann halt ohne deutsche Beteiligung...

Wie gesagt, mir egal ob mit oder ohne deutsche Beteiligung. Interessiert mich null.


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Zitat
cybergnom
Beigetreten: 11.04.2007

Original von chas0r

Original von cybergnom

Original von chas0r
Richtig so, nein zu solchen Investoren Deals. Interessiert mich sowieso nicht ob deutsche Vereine international mithalten können. Ich schaue Fussball, weil Fussball, Fussball ist.

Wenn ich wegen Fußball Fußball schaue, geh ich am Sonntag zu meinem Dorfverein in der Kreisklasse.
Wenn ich geilen Fußball sehen will, schalte ich den TV ein.
Auf Grund einer solch mittelalterlichen Einstellung wie bei dir, dann halt ohne deutsche Beteiligung...

Wie gesagt, mir egal ob mit oder ohne deutsche Beteiligung. Interessiert mich null.

Ist doch ok.
Aber warum echauffierst du dich dann überhaupt?
Als Sympathisant eines Teams ohne Ambitionen kann es dir doch wurscht sein, ob die erste oder drölfte Liga spielen?


Antwort
Zitat
chas0r
Beigetreten: 01.06.2007

Ja


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Zitat
daberndl
Beigetreten: 24.03.2008

Original von cybergnom

Original von daberndl

Original von cybergnom

Original von chas0r
Richtig so, nein zu solchen Investoren Deals. Interessiert mich sowieso nicht ob deutsche Vereine international mithalten können. Ich schaue Fussball, weil Fussball, Fussball ist.

Wenn ich wegen Fußball Fußball schaue, geh ich am Sonntag zu meinem Dorfverein in der Kreisklasse.
Wenn ich geilen Fußball sehen will, schalte ich den TV ein.
Auf Grund einer solch mittelalterlichen Einstellung wie bei dir, dann halt ohne deutsche Beteiligung...

na wir sind immer noch ein land mit 4 cl startplätzen und so schnell wird sich das nicht ändern.

Kurzfristig gedacht.
In keinem Land wird dieser "Traditionskäse" so heiß gekocht.
Das Geschäft verändert sich, deal with it.

Und da geht's gar icht nur um diesen Deal hier... Dieses ganze "määähhhhh, böse Investoren" ist heutzutage einfach lächerlich.
Gibt doch genug Vereine, wo man als Fan nur wegen der Tradition hingehen könnte...

Weißt... Ich war mal in Mexiko. Diese Maya-Ruinen waren echt beeindruckend und damals sicherlich state-of-the-art. Aber wohnen wollen würde ich jetzt nur weil wegen Tradition da nicht drin.

na ja die frage is doch trotzdem ob man von den mayaruinen direkt ins luxusloft mit 50 meter yacht im meer gehen muss oder obs da auch noch was dazwischen gibt. das geht auch nicht immer so toll aus, frag mal hertha, 1860 münchen, chelsea etc. wenn geld in diesem sport so viel ausmachen würde, wären freiburg und union nicht auf platz 4 und 5 der bundesliga und hsv und hertha nicht in der zweiten liga(hsv mit aufstiegsoption).

und ich meine es ist auch nicht ganz richtig das nur auf "tradition" runterzubrechen. das gehört natürlich zu dieser debatte dazu, aber es geht einfach auch um macht, um mitbestimmung, um demokratie. und jeder investor will mit seinem geld einen teil dieser macht haben und die wird dann nicht einfach addiert, die wird der breiten masse entzogen. ich wüsste nicht wie man auf die aktuelle welt in ihrer gesamtheit blickt und auf die idee kommt, dass es eine gute idee ist einzelnen wenigen mehr macht über irgendwas zu geben.

kontext ist dass sie die besitzerin eines fußballclubs ist, der zu privaten verhandlungen über die gründung einer super league eingeladen wurde.


Antwort
Zitat
Sn0fru
Beigetreten: 07.12.2011

Der seit Monaten forcierte Investorenplan sah im nächsten Schritt vor, die nationalen und internationalen Medienrechte in eine Tochtergesellschaft namens "DFL MediaCo GmbH & Co. KGaA" auszulagern. Der strategische Partner hätte 12,5 Prozent für eine Laufzeit von 20 Jahren an dem neuen Unternehmen erworben. Von den ursprünglich sechs Bewerbern waren zuletzt noch die drei Beteiligungsgesellschaften Advent, Blackstone und CVC im Rennen.

Die DFL hatte sich durch einen Investoreneinstieg einen Erlös von bis zu zwei Milliarden Euro versprochen. 40 Prozent davon sollten für die Digitalisierung verwendet werden, 45 Prozent den Klubs für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung stehen. Über die restlichen 15 Prozent hätten die Vereine frei verfügen können.

klingt doch eigentlich nach nem guten deal - mehr kohle für alle! wo war der haken?


Antwort
Zitat
NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005

Sehe auf den ersten Blick auch keine negativen Effekte eines solchen Deals? Wovor hat man Angst? Dass die Bundesliga einen Sponsornamen erhält? Dass die Spieltage noch mehr gesplittet werden, was eh kaum geht?

Oder ist man gegen Investoren, weil so gehört sich das in Deutschland einfach und erst wenn alle nur noch Samstag 15:30 spielen, sind die "wahren" Fans zufrieden? :f_rolleyes:

Allein dass die Vereine relativ viel Geld geschenkt bekommen, um in ihre Infrastruktur zu investieren ist doch super, oder verstehe ich hier irgendeinen tiefen Zusammenhang nicht :thinking:


Antwort
Zitat
Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Sie bekommen das Geld nicht geschenkt sondern vielmehr teuer geliehen.
Vorsichtig gerechnet, bei momentan 1,3 Mrd TV-Einnahmen pro Jahr (Tendenz steigend) zahlt man in 20 Jahren 3 Mrd € an den/die Investoren zurück.
Wir geben also nur das Geld aus, welches wir in Zukunft verdienen müssen.
Für mich und viele andere Fans und zum Glück auch Vereine gibts da mehrere Haken.
Schon mal Sorry für die WoT aber in 6 Monaten kommt einiges zusammen.

Vorweg: Die internationale Vermarktung muss vorangebracht werden. Das ist ein riesen Markt und der hat sicher auch Platz für die Bundesligen.
Sich von diesem Kuchen ein Stück zu holen, ist nicht verwerflich.
Nur der Weg dahin, muss gut geplant werden.

Gibt es Alternativen zu einem Investor? Diesen Weg hat man z.B. wenig bis gar nicht verfolgt.
Eine Fremdfinanzierung über einen klassischen Bankkredit oder Anleihen wäre z.B. eine. Die NFL und die NBA in den USA haben ihr Wachstum z. B. über einen solchen Weg finanziert. Die Kosten für eine Kreditfinanzierung wären (exklusive Tilgung) bei aktuellen Marktgegebenheiten nur etwa halb so hoch wie die des Private-Equity-Modells. Für die DFL wäre aktuell ein Zinssatz von etwa 6,5 % realistisch, Private-Equity-Investoren haben in der Regel Rendite-Erwartungen von zwölf bis 15 Prozent.

Ohne eine intensive Prüfung möglicher Alternativen darf eine Maßnahme, die den deutschen Profifußball in den nächsten 20 Jahren prägen würde, aber keinesfalls umgesetzt werden. Hier braucht es Ruhe und keinen Zeitdruck. Ein aufgebautes Narrativ, wonach nur jetzt die einmalige Chance auf eine Beteiligung eines Private-Equity-Investors bestehen würde, ist falsch.

Was will ein Private-Equity-Investor?

Ein Private-Equity-Investor wird immer auch bestimmte Mitbestimmungsrechte einfordern, um so die Rendite seines Investments zu schützen und aktiv zu steigern.
Die von der DFL viel zitierten „roten Linien“, die eine zu starke Mitbestimmung des Investors verhindern sollen, werden bereits zum Einstieg kaum haltbar sein. Im Laufe der Zeit werden sie definitiv aufweichen. Ein Anteil an den Einnahmen bedeutet unabhängig von der vertraglichen Gestaltung immer auch eine Mitsprache des Investors.

Es ist zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Private-Equity-Investoren, dass sie ihre Unternehmensbeteiligungen aktiv beeinflussen und verändern – direkt oder über Lobbyarbeit im Hintergrund. Deshalb würde ein Private-Equity-Investor auf allen Feldern versuchen, seine Erträge zu maximieren. Er würde eigene Vertreter in Geschäftsführung und Aufsichtsgremien entsenden. Er würde sich Vetorechte sichern. Er würde vor allem die Punkte beeinflussen, die das größte Ertragspotenzial haben – also z. B. die Spieltagsplanung. Auch Spielverelgungen ins Ausland wären eine Möglichkeit.

So sehr sich mancher das auch wünschen mag: Es entspricht schlicht und ergreifend nicht der Realität, dass ein Private-Equity-Investor der DFL bis zu zwei Milliarden Euro gibt, ohne dass er entscheidende Mitbestimmung verlangt.

Das Ziel muss sein, das DFL-Geschäftsmodell selbstbestimmt aus eigener Kraft weiterzuentwickeln. Bei der Beteiligung eines Private-Equity-Investors über 20 Jahre würden die beiden Bundesligen einen Teil ihrer Entscheidungsfreiheit verlieren.
Die Erfahrung aus anderen Ligen und dem ein oder anderen Verein zeigt, dass waghalsige Finanzierungsmodelle langfristig nicht zum Ziel führen. Ganz im Gegenteil. Wenn die DFL langfristig 100 % ihrer Einnahmen behält und die Einnahmen durch Investitionen aus eigener Kraft ausbaut, ist das ein wichtiger Treiber, um weiterhin im Wettbewerb der europäischen Top-Ligen auf den vorderen Plätzen zu agieren. Eigenständigkeit zahlt sich langfristig immer aus.

Private-Equity-Investoren verfolgen ganz klar einen anderen Interessen-Mix als die 36 Bundesliga-Clubs. Für die Investoren geht es primär um die Steigerung der Rendite. Auch die Clubs sollten natürlich das Ziel verfolgen, erfolgreich zu wirtschaften. Aber gleichzeitig müssen sie die Interessen der Fans berücksichtigen und vertreten. Für einen Private-Equity-Investor ist die Aufrechterhaltung der Fußballkultur keine Zielsetzung. Auch außerhalb der allseits bekannten Negativbeispiele im Fußball gibt es weitere Beispiele, die zeigen, wie die unterschiedlichen Zielsetzungen aufeinanderprallen können.

In der Formel 1 z. B. ist seit ein paar Jahren die Gesellschaft Liberty Media der Rechtehalter für den Weltverband FIA. Saudi-Arabien war zuletzt interessiert an der Übernahme dieser Rechte. Nach kritischen Äußerungen des FIA-Präsidenten drohte Liberty Media umgehend mit juristischen Schritten, weil sie ihren Börsenkurs durch diesen Widerstand bedroht sah.

Kaum ein Private-Equity-Investor bleibt zwanzig Jahre in einem solchen Projekt. In der Regel halten sie ihre Beteiligungen weniger als zehn Jahre. Die Gewinne aus dem Weiterverkauf sind ein wesentlicher Teil des Business-Plans. Dabei kann die DFL nur begrenzt Einfluss nehmen (beispielsweise über eine sogenannte Black List), dass die Anteile nicht an einen ungewollten Investor wie Saudi-Arabien verkauft werden. Aus vergleichbaren Fällen weiß man, dass diese Investoren deutlich mehr zahlen als andere, weil es ihnen vor allem um die weltpolitische Wirkung geht und nicht nur um den wirtschaftlichen Ertrag. Darum sind für die Zukunft ähnliche Diskussionen wie in der Formel 1 also auch in der DFL nicht auszuschließen.

Der Deal würde auch bestehende Ungleichheiten verstärken.
Die im sportlichen Wettbewerb bereits bestehenden Ungleichheiten würde nicht nur zementiert, sondern weiter verstärkt, weil die absoluten Beträge viel höher sind. Die Schere würde durch die an der TV-Tabelle ausgerichtete Verteilung des Investorenkapitals an die Clubs noch einmal weiter auseinandergehen. Gemeint ist die Schere zwischen den Topclubs und den anderen zwei Dritteln der 1. Bundesliga, die Schere zwischen 1. Bundesliga und 2. Bundesliga und die Schere zwischen den oberen beiden Ligen und der 3. und 4. Liga. Gerade die 3. und die 4. Liga wären die großen Verlierer. Schon heute gehen manche Clubs aus Liga 3 und 4 große wirtschaftliche Risiken ein, um den Sprung nach oben zu schaffen. Das dürfte sich noch mal verschärfen, wenn sich der Schritt nach oben finanziell noch mehr lohnt.

Der von der DFL angestrebte Prozess setzte darauf, nach der Mitgliederversammlung heute möglichst schnell über den Sommer einen Abschluss mit einem Investor herbeizuführen. Das ist ein falscher Ansatz, weil er künstlich Zeitdruck erzeugt – in einem Umfeld, das voller Unsicherheiten steckt.

Die DFL wird derzeit in der Geschäftsführung bekanntlich von zwei Club-Vertretern übergangsweise geführt (Leki/Hellmann).
Nachdem das heute gescheitert ist, werden beide nun in dieser Position zum 30.06. ausscheiden.
Eine Nachfolge-Geschäftsführung ist bislang noch nicht einmal ausgewählt. Das größte „Restrukturierungsprojekt“ in der Geschichte des deutschen Profifußballs ausgerechnet in einer solchen Übergangsphase ohne etablierte Geschäftsführung zu starten, wirkt geradezu absurd. Außerdem ist die Finanzierung der DFL-Weiterentwicklung nur ein erster Schritt. Der viel entscheidendere Schritt ist die zielführende Verwendung des Kapitals. Einen Mittelverwendungsplan auf der Ligaebene hat die DFL bereits gut ausgearbeitet. Aber es braucht auch die richtigen Strukturen und das richtige Personal. Beides besteht aktuell aber nicht und muss erst noch geschaffen werden.

Ein Kernproblem des Profifußballs liegt darin, dass oft nur bis zur nächsten Saison, zur nächsten Amtszeit, zur nächsten Vertragsverlängerung gedacht wird. Aber Fan eines Clubs bist und bleibst Du ein Leben lang.


Antwort
Zitat
NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005
Sn0fru
Beigetreten: 07.12.2011

Danke für die erklärung kleeblatt! :f_thumbsup:
Das kommt halt in dem artikel überhaupt nicht rüber.


Antwort
Zitat
daberndl
Beigetreten: 24.03.2008

https://millernton.de/2023/05/24/dfl-vereine-scheissen-auf-solidaritaet-und-zwei-milliarden/

hier nochmal ein artikel zur entscheidung. wobei man sagen muss, dass die erklärung von kleeblatt eh besser ist


Antwort
Zitat