Wie Gurkha schon angeführt hat, eine UTG-Range, die 3-bet/call spielt, hat kaum eine 4. Es geht mehr darum, ob der Gegner das top Pair getroffen hat und es mit einer dünnen Valuebet versucht.
Eine Frage, die uns der Antwort näher bringt, ist, welche Hände der Gegner am Flop callen würde. Der Flop Axy mit relativ kleinen x und y ist gut für den preflop Aggressor, der die besseren Kicker für das Ass hat und auch mehr Ax in seiner Range hat. Am Flop hast du einen klaren Rangevorteil, denn deine 3-bet Range gegen UTG ist ca. JJ+, AQs+, AKo. Seine Callrange ist in etwa QQ-99, AQs-ATs, KQs, vielleicht KJs, AQo. (Die Solverrange für UTG ist deutlich weiter. Für deine 3-bet Range auch.)
Offensichtlich bringt es ihm nicht viel, am Flop TT und 99 zu callen. Also callt er AQs-ATs, AQo, QQ. Flush Draws gibt es nicht.
Die Konsequenz ist, am River zu folden, denn er hat keine grosse Bluffrange. Selbst wenn er am River QQ bluffen würde (fraglich), dann hat er 24 Kombos Valuebets und 6 Kombos Bluffbets, was Odds von 4:1 ergibt. Da seine Bet > 1/3 ist, gibt er dir schlechtere Odds als 4:1.
GTO-Wizard hat noch andere Hände bei dir und beim Gegner in der Range. GTO-Wizard hat daher mehr Bluffs und deshalb callt GTO-Wizard dann auch.
Wegen der Contibet am Flop: Zunächst mal ist die Bet einfach die Einsteigerstrategie. Da wird jeder günstige Flop gebettet und als günstige Flops gelten die mit A oder K auf dem Board.
Auch fortgeschritten kommt eine Bet am Flop sehr in Frage, schliesslich hast du einen grossen Rangevorteil und auch den Nutvorteil am Flop. Du kannst daher die Range betten. Das darf sogar ziemlich gross sein, weil der Gegner eine sehr unelastische Range hat. Er wird von deinen Ax heftig dominiert. Alle seine Ax sind nur Bluffcatcher.
In der Praxis darf man allerdings nicht damit rechnen, dass irgend ein top Pair foldet. Daher vielleicht doch nicht so gross mit den Bluffes und AA, AQ (das blockt seine Callingrange) und vor allem mit AK gross betten (kann auch potsize sein). Der zu AK gehörige Bluff ist merkwürdigerweise am besten QQ. Das liegt daran, dass QQ sein mutmasslich stärkstes Ass extrem gut blockt. (Der Solver macht das nicht, aber wir spielen nicht gegen Solver.)
Vergleichen wir JJ und QQ: hast du QQ, dann hat er 8 Kombos AQ, 4 AJs, 4 ATs, 1 QQ, 18 JJ-99, 2 KQs, 4 KJs. Callt er Ax und QQ, dann ist deine Foldequity 24 aus 41 = 58%.
Hast du JJ, dann hat er 16 Kombos AQ, 2 AJs, 4 ATs, 6 QQ, 1 JJ, 12 TT-99, 4 KQs, 2 KJs. Er foldet 19 aus 45 für eine Foldequity von 42%.
Hast du KK, dann hat er 16 Kombos AQ, 4 AJs, 4 ATs, 6 QQ, 18 JJ-99, 4 2 KJs+. Die Foldequity ist dann 22 aus 52 = 42%.
Das ist doch schon ein gewaltiger Unterschied! Offensichtlich ist QQ der beste Bluff für eine grosse Bet, obwohl nicht die schlechteste Hand!
Die anderen Pockets sind mit kleineren Bluffs besser aufgehoben.
Ich möchte bezweifeln, dass der Gegner auf einen Check viel blufft. Typischerweise haben die Gegner mächtigen Respekt vor einer 3-bet Range auf einem Axy Board und befürchten slow Plays. Sie wissen, dass du ausser Ax fast nur hohe Pockets hast und geben sich dann nicht viel Foldequity.