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Two Pair check raise

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Undercat
Beigetreten: 05.07.2023

Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass man auf einem AK + low card board nicht check raisen soll. Auf so einem AQ board gilt das dann wohl auch.
Am turn bin ich mir unsicher ob ich jetzt check raisen kann.
Am river ist mein two pair counterfited und ich checke.

GGPoker, Hold'em No Limit - $0.02/$0.05 - 5 players
Replay this hand on Pokeit

71cbbd78 (UTG): $9.03 (181 bb)
d50ad468 (CO): $6.48 (130 bb)
408bd206 (BU): $7.26 (145 bb)
86deed15 (SB): $5.60 (112 bb)
Hero (BB): $5.00 (100 bb)

Pre-Flop: ($0.07) Hero (Hero) is BB with Q♦ 7♦
1 fold, d50ad468 (CO) raises to $0.15, 2 players fold, Hero (BB) calls $0.10

Flop: ($0.32) Q♣ A♥ 7♥ (2 players)
Hero (BB) checks, d50ad468 (CO) bets $0.16, Hero (BB) calls $0.16

Turn: ($0.64) 4♦ (2 players)
Hero (BB) checks, d50ad468 (CO) bets $0.32, Hero (BB) raises to $0.94, d50ad468 (CO) calls $0.62

River: ($2.52) 4♠ (2 players)
Hero (BB) checks, d50ad468 (CO) checks

Total pot: $2.52 (Rake: $0.17)

Spoiler

Showdown:
Hero (BB) shows Q♦ 7♦ (two pair, Queens and Sevens)
(Equity - Pre-Flop: 40%, Flop: 69%, Turn: 82%, River: 0%)

d50ad468 (CO) shows T♥ A♣ (two pair, Aces and Fours)
(Equity - Pre-Flop: 60%, Flop: 31%, Turn: 18%, River: 100%)

d50ad468 (CO) wins $2.35


Antwort
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5 Antworten
D4niD4nsen
Beigetreten: 15.11.2007

Diese Boards sind speziell dadurch das BB einen Nutnachteil hat ( Kein AA QQ AQs. Der Computer bettet in Position zu 50% - benutzt dann gerne ein großes Sizing von 75%-125%, 50% sind aber auch möglich.

Es ist sehr schwierig jetzt KJ KT JT QX und einen Flushdraw weiterzuspielen, wenn wir das alles check/raisen dann ist unser check/raise einfach viel zu schwach und wenn sich die Ranges verdünnen bleibt am Ende der IP-Spieler immernoch mit dem Nutsvorteil und macht uns fertig.

Wenn wir check/callen wird viel gebarrelt und runtercallen macht auch keinen spaß wenn er einfach ein gesundes Bluffverhältniss nimmt ( Daher bettet er auch nicht Range IP ) Wenn jetzt z.B. ein K J T am Turn kommt kann IP immer sagen : Es kommt ein Set/Straight dazu, ja klar die hab ich jetzt auch in der Range ... Während der OOP-Spieler sie halt entweder gefoldet hatte oder viel Geld am Flop bezahlt hat aber zu 90% den Turn verfehlt hat. Es kommt z.B. der König und der OOP-Spieler improved mit JTs zur Straight, der Preis ist aber das er für die Straight zwangsläufig auch KJ KT hat was wiederum Barrelanfällig ist.

Was ich auch nicht gecheckt habe ist das ich immer dachte : Jetzt bette ich 125% mit meinem AQ oder so und der Gegner foldet sein KQo A2o oder sowas das ist doch Mist ... Der Gedanke ist aber eher das das OK ist dafür das wir jetzt einfach mit unserer Pure-Air diese hände rausfolden und dafür den Weg frei machen.

Diese BigBet-Strategie ist also eher eine Polarisierte zwischen 3 Teilen : A8+ als Value , den Draws die am Turn zu den Nuts Improven können, und absolutem Trash. Der mittlere Part landet in den 50% Checkbehind

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Der BigBlind reagiert gegen eine 50% Betting-Strateige schon mit check/raises 6-10%, 77 AQo sollten wir schon fast immer check/raisen und A7s Q7s kann halt beides machen. Das ist für Solververhältnisse schon wenig check/raise, normal nimmt er oft auch unser bestes TPTK z.B. hier AJo das sieht man aber auch diesen Strukturen garnicht weil die Hand einfach zu schwach ist. Es ist auch anzunehmen das der Gegner nicht wie vorgeschlagen 50% Contibet spielt sondern viele Spieler werden das Board natürlich auch einfach erstmal Range-Bet spielen was einen check/raise begünstigt weil dann natürlich auch dieser ganze mittlere Part der eigentlich gut Behind checken kann und sollte dabei ist.

Fazit : Wir Valueraisen 77 AQo, die Bluffraises sind imer Kern 7X was auch unintuitiv ist kombiniert mit einigen guten Bluffs die aber im Kern Flushdraws sind oder ein Herz beinhalten sollten. So reine Straightdraws wie KJs sind am Flop indifferent und erzielen mit Fold/Call/Raise einen ähnlichen EV, mit der Annahme das der Gegner zuviel Contibettet finde ich es nicht verkehrt sie auch alle Agressiv zu spielen

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Turn ist möglich mit jeglichen 2Pair-Kombinationen zu check/raisen. Auch hier wird der Gegner zu weit mit seinen weaken Valuehänden betten das ein Raise möglich ist. Der Exploit sollten dann aber auch so Konsequent sein das wenn wir hier den Spieler ausmachen das er sehr weit sehr dünn Valuebettet wir alle Flushdraws ohne Showdownvalue dann mit dazu raisen, der Solver macht es manchmal dann dürfen wir das mit dem Read pure machen.

Ansonsten ist check/call natürlich auch möglich und erst einmal der einfach zu spielende Weg. Der Solver hat 2 Raisesizings am Turn. Einmal das was du verwendet hast um etwa das 3fache der Bet, das andere wäre schon so Richtung 1.30-1.50$ zu gehen.

Gerade wenn wir sagen er bettet oft einfach jedes Ace weiter dann finde ich das sehr große Sizing auch interessant. Den ein wenig sieht seine 50% Sizing Flop+Turn ja schon danach aus das es eher weniger ein Purebluff ist und eher ein mittelstarkes Ass ist, also wäre auf jedenfall das natürliche Sizing was man mit der Handklasse wählen möchte

Fazit : Kann man check/raisen. Ingame bin ich dann oft auch viel im check/call Modus unterwegs aber gerade mit einem guten Flushdraw wenn wir am Flop nur gecallt haben finde ich das eigentlich interessant mit dem großen Raisesizing sein AX vor die Frage zu stellen ... Gleichzeitig ist es halt NL5 und ich glaube das die Leute einfach den Spot nicht verstehen, sehen da liegt auch irgendwie nen Draw und dann mit ihrem AT ohne Nachzudenken runtercallen weils ja Toppair ist ... Muss man also schon eher Thinking-Player angreifen mit der Line

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River ist relativ klar, wir Valueshoven A7+ und Counterfitted Q7 wird inuitiv natürlich klar gecheckt. Bluffs in der Theorie KhXh.


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Wieder super Analyse von Dani. Nach Range- und Nutvorteil zu fragen ist genau der richtige Weg. Wenn der Gegner den klaren Nutvorteil hat, dann darf man ihn nur sehr selektiv (also sehr polarisiert) checkraisen. Ich glaube, bottom 2-Pair ist dafür bereits zu schwach.

Viele Gegner werden aber ihre Ax meistens durchbetten, so dass man in der check/call Linie eine Menge Value bekommt. Sobald der Gegner mal behind checkt ändern sich die Dinge. Dann hat man in der folgenden Street eine klare Valuebet, wenn einem die Karte keinen Strich durch die Rechnung macht, weil sie die Checkrange des Gegner häufig verbessert.


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006

Ich versuch's mal:

"Es kommt z.B. der König und der OOP-Spieler improved mit JTs zur Straight, der Preis ist aber das er für die Straight zwangsläufig auch KJ KT hat was wiederum Barrelanfällig ist."

Das bedeutet: hat man JTs in der Range (Gutshot), dann hat man auch KTs und KJs in der Range (auch Gutshots). Kommt der K, dann hat JTs die Straight, aber KTs und KJs nur ein Pair mit Gutshot. Der Gegner hat auf dem Board mit K aber eine Range, die er gerne bettet. Ich denke, mit barrelanfällig ist gemeint, dass die Wahrscheinlichkeit gegnerischer Bets hoch ist. Je nachdem, wie hoch die Bet dann ist, muss man KTs/KJs dann folden. Damit würde Equity aufgegeben, was Anfälligkeit gegen Angriffe bedeutet. Möglicherweise ist auch das mit barrelanfällig gemeint.

Der Preis für die Möglichkeit, die Straight zu treffen, ist, dass man mit einem anderen Teil der Range, den man auch spielt, anfällig für Angriffe wird.

Ich persönlich würde das nicht überbewerten. Dieser andere Teil gewinnt dafür an Value und implied Odds, wenn statt dem K eine T oder J fällt. Jede dieser Hände lebt für sich selber.

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"Was ich auch nicht gecheckt habe ist das ich immer dachte : Jetzt bette ich 125% mit meinem AQ oder so und der Gegner foldet sein KQo A2o oder sowas das ist doch Mist ... Der Gedanke ist aber eher das das OK ist dafür das wir jetzt einfach mit unserer Pure-Air diese hände rausfolden und dafür den Weg frei machen."

AQ ist in der Tat nicht pure Air, sondern eine Valuehand. Wenn man balanciert spielt, dann gehört zu der Valuerange auch eine Bluffrange. Das heisst, es wird nicht nur AQ für Value gebettet, sondern auch ein paar Bluffs und diese sind dann pure Air (oder können es sein). Für den anderen Spieler bedeutet das: entweder er bezahlt mit sehr grenzwertigen Händen (schlagen ausschliesslich Bluffs) hohe Valuebets oder er foldet sie gegen die Bluffrange. Er kann nicht gleichzeitig gegen die Valuerange folden und die Bluffrange fangen. Für die Gesamtrange ist es daher egal, was der Gegner macht. Auf irgendeiner Ebene macht die Gesamtrange Gewinn.

Falls der Gegner jedoch seine Bluffcatcher immer foldet, dann hat das möglicherweise Auswirkungen auf unsere Range. Als Exploit würde man dann weniger bluffen. Möglicherweise verschiebt sich der Angriffspunkt für die Valuebets nach oben. Um eine Valuebet zu sein, muss die Hand überwiegend von schlechteren Händen gecallt werden. Wenn der Gegner seine Bluffcatcher foldet, dann foldet er den unteren Teil seiner made Hände und die durchschnittliche Qualität seiner Callrange steigt. Dann muss auch die durchschnittliche Qualität der Valuebets steigen.

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Die Gesamtrange des Spieler in Position zerfällt in drei Teile: Valuerange (bet), Bluffrange (bet), alles andere (check). Wenn die Gesamtrange zu 50% check behind gespielt wird (scheint Dani nach so zu sein), dann sind die mittelguten Hände weder Teil der Valuerange noch Teil der Bluffrange und fällt daher in den Teil, der gecheckt wird.

Der Gegner ist der Spieler in Position. Um dessen Range geht es. A5 z. B. hat eine Menge Showdownvalue, wird aber vielleicht nicht überwiegend von schlechteren Händen gecallt, ganz sicher nicht jedenfalls über zwei oder drei Streets und gehört daher nicht in die Valuerange. Aber auch nicht in die Bluffrange, denn dessen Gegner (du) wird kein top Pair folden. Die meisten davon haben einen besseren Kicker als eine 5.


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