Original von Play4forlife
Es rüttelt halt derzeit alles an unserem Selbstverständnis des friedlichen Miteinander.
Man muss aber dazu sagen, dass wir schon arg in unserer “westlichen“ Blase des Wohlstands groß geworden sind und viele Krisen und Probleme nur als Randnotiz wahrgenommen haben. Der eine mehr, der andere weniger.Das die Auswüchse verschiedener Konflikte nun hier rüberschwappen erhöht allerdings auch objektiv die Bedrohungslage. Auch wenn hier der Täter eventuell keine andere Motivation hatte, als Rache die Verfehlungen anderer ihm gegenüber, so gibt es derzeit ein sehr hohes Potential für Menschen zum Mörder zu werden.
An erster Stelle kommt da natürlich der IS, der jedem verkorksten Dasein die Möglichkeit bietet etwas von vermeintlicher Bedeutsamkeit zu tun. Dahinter der rechts-links-Konflikt, wo einzelne Idioten auch sehr schnell gewaltätig werden können. Das ganze ist aber lange noch nicht so akut.Die ersten Twitterkommentare waren grausam mit anzusehen - ein Kampf zwischen “der Islam mal wieder“ und Muslimen, die um jeden Preis klarstellen wollen, dass IS nicht gleich Islam. Dazu der Auftritt hier von longdistancerunner, der offensichtlich selbst nicht meekt, wie sehr er Teil des Problems ist.
Im Chaos besonnen und selbstreflektiert zu bleiben ist unfassbar schwierig und die derzeitige Entwicklung ist nunmal leider sehr chaotisch. Jedenfalls wirkt sie durch alle Taten, Probleme und der damit einhergehenden medialen Aufbereitung so.
Ich kann hier kein Patentrezept liefern, aber meine Intuition rät mir ruhig zu bleiben. Nach den Vorgaben der Nächstenliebe zu leben und diese an meine Kinder, Verwandten und Bekannten heranzutragen. Gleichzeitig rät sie mir aber genauso zur Achtsamkeit, die eigene Umwelt intensiv zu beobachten um eventuell Tendenzen zu eekennen.
Die Frage die ich mir auch stelle, ohne hier irgendwie vorwurfsvoll oder heroisch klingen zu wollen - wenn der Amoklauf in einem McDonalds startet, beatünde dort nicht auch die Möglichkeit sich gegen den Täter zu verbünden, oder ist man dort zu stark seinem Überlebenstrieb ausgeliefert?
Nochmal, ich habe keine Ahnung wie ich in dem Moment reagieren würde, sehr wahrscheinlich würde ich instinktiv auch um mein Leben rennen; aber wenn ich mir vorstelle wie der Typ auf Kinder oder Jugendliche schießt fühlt es sich hier auf der Couch irgendwie richtiger an, alles zu versuchen ihn aufzuhalten.Meinungen?
Stimme dir bis auf den letzten Punkt komplett zu. Wir alle sollten vorallem ruhig bleiben und uns mehr an Fakten halten, als in Hysterie zu verfallen.
Laut Terror/Amokexperten, gibts 3 mögliche Handlungsoptionen wenn man in so eine Situation gerät. Kämpfen, Verstecken und Fliehen. Kämpfen sollte immer die letzte Option sein gegen einen bewaffneten. Solange die Möglichkeit zur Flucht besteht , sollte man immer in die Gegensätzliche Richtung fliehen und Hilfe anfordern. Kann man nicht fliehen(Zug), sollte man versuchen sich zu verstecken und zu verbarrikadieren, weil die Zeit für einen spielt. Die Täter haben meist nur ein sehr kleines Zeitfenster das ihnen zur Verfügung steht. Hat man überhaupt keine Optionen zur Flucht oder zum verstecken, was zum Beispiel für FLugzeuge gilt, sollte man wohl oder übel kämpfen, auch wenn die Chancen gering sind.
Es gab zwar schon erfolgreiche Überwältigungsversuche, meistens aber von Leuten die Kampferfahrung hatten (Thalis-Zug) und in Situationen in denen fliehen schwierig war.