Die ganze Dopinggeschichte sehe ich eigentlich so, dass unser Körper einfach evolutorisch nicht auf die heutige Zeit eingestellt ist. Es fehlt einfach an Möglichkeiten sein ganzes Potential dann abzurufen, wenn es nötig ist, weil die daran gekoppelten Auslöser früher nun mal ganz andere waren, als sie es in unserer heutigen Gesellschaft sind.
Wer kommt denn heutzutage noch dazu seine volle psychische und physisische Leistungsfaehigkeit abrufen zu können, weil er Hunger oder Angst hat (2 der wohl größeren Motivatoren unseres Metabolismus)? mal nur als kleines Beispiel...unnötig hier auf ganz andere Motivationsgründe einzugehen, da fällt sicher jedem was ein.
Anders herum hindern uns oftmals äußere Einflüsse daran konzentriert zu arbeiten. (Stress, Lärm, Müdigkeit, Zeitdruck)
Nun bietet uns aber die heutige Zeit auch diverse Möglichkeiten unseren Koerper in den entsprechenden Situationen so effektiv wie möglich zu nutzen. (Ich meine hier geht es leidiglich darum Potential voll auszunutzen und NICHT darum Dinge zu erreichen, die man ohne diese Hilfsmittel nicht erreichen KANN.) Hier geht es mir auch nicht ausschließlich um Medikamente/Drogen/ (die Übergänge sind sicher fließend), sondern auch Sachen wie autogenes Training oder Meditation.
Alle diese Dinge sind eine Möglichkeit für uns, unseren Körper den anstehenden Belastungen anzupassen. Bei Prüfungen hat man nun mal nicht die Möglichkeit auf einen Tag zu warten, an dem man mal gut drauf ist. Wenn die Freundin einen Abend vorher schluss gemacht hat muss man genauso hin, wie wenn man die ganze Nacht nicht schlafen konnte, weil vor der Tür Erdbeben waren.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist mit Sicherheit auch, dass gewisse Menschen hier rein genetisch Vorteile haben können, die vielen anderen verschlossen bleiben. Seien es ein physiologisch höherer EPO oder Testosteron Spiegel bei Sportlern oder ein standardmäßig höherer Dopamin Spiegel bei dem Ritalin Beispiel. Auch circadian schwanken diese Werte stark...
Sicher sind die Einnahmen irgendwelcher Präparate mit Vorsicht zu genießen und sollten keinesfalls zur Gewohnheit werden, aber ich finde es legitim solche Möglichkeiten bei Bedarf auszuschöpfen.
Im Grunde sind auch viele der Drogen, die für uns heute als bedenklos gelten (Nikotin, Alkohol, Coffein), lediglich aus historischen Gründen legal und viele Dinge die als verschreibungspflichtig gelten einfach nur deshalb verboten, weil entsprechende Langzeitstudien fehlen.
Eine Überdosis Paracetamol kann genauso schädlich sein, wie Ritalin.
So, bevor es "tl;dr" hagelt beende ich hier mal meine kleine Standpunktsdarstellung.
Ich hoffe man versteht einigermaßen worum es mir geht 
Grüße Praep