Es geht aber bei 2G nicht nur um die Unterbindung der Verbreitung. Es geht auch darum, wer sich infiziert, also ob Geimpfter oder Ungeimpfter. Eine geimpfte Person kann sich idR ohne großen Folgen infizieren, während ein Ungeimpfter mit einer viel höheren Wahrscheinlichkeit zum Hospitalisierungsfall wird. Die generelle Verbreitung, gerade in den Wintermonaten, ist ohnehin kaum zu stoppen.
Jetzt kann man mit "Eigenverantworung" und "eigenes Risiko" der Ungeimpften argumentieren - dies wäre in der Theorie richtig, wenn die Anzahl der Ungeimpften keinen großen Einfluss auf die Intensivauslastung hätten bzw. eine Überlastung sehr unwahrscheinlich wäre. Da sind wir aber - der geringen Impfquote sei dank - noch nicht angekommen. Und so lange ist es mMn auch richtig an 2G festzuhalten.
1G (also Tests only) halte ich nicht für durchsetzbar und zielführend + deutlich teurer. Ziel sollte sein, die 2G Gruppe so lange kontrolliert zu erweitern (durch Impfung und leider auch, da es viele nicht anders wollen, gebremst durch natürliche Infektionen), bis wir uns leisten können, wirklich "mit dem Virus zu leben" (also bei einer entsprechend hohen Impf + Genesenenquote). Dies sollte dann hoffentlich im Frühjahr sein, wo dann die letzten Maßnahmen fallen könnten.