Original von killercrush3
Deutschland müsse sich auf beide Szenarien einstellen, sagte er. "Wir brauchen Impfstoff gegen beide Varianten. Das wird sehr teuer. Aber ein weiterer verpasster Herbst wäre für die Wirtschaft unbezahlbar." Die Bundesregierung rechnet im September mit einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante.
Lauterbach machte der Union in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe. "Die Impfpflicht hätte alles einfacher gemacht. Die Union trägt die Schuld, wenn die Impflücke zu vermeidbaren Toten und Beschränkungen führt", sagte er. "Ohne ihre parteitaktische Blockade wäre die Impfpflicht gekommen."
Dieser Typ ist einfach nur wahnsinnig und hat offensichtlich keinerlei Interesse daran wieder zur Normalität zurückzukehren. Stattdessen stimmt er schonmal auf die kommenden, angeblich unausweichlichen herbstmaßnahmen ein und schiebt vorsorglich den schwarzen Peter allen zu, nur nicht denen die die Maßnahmen beschließen.
Ich würde mir wünschen, dass die Regierung nicht von einem Extrem ins nächste wechselt und obejktiv gute Prävention betreibt, die maximal auf wissenschaftlichen Ergebnissen beruht.
Man muss schon bedenken, dass "wir" aktuell eine "Scheiss egal Haltung" haben (zurecht!), da Deutschland gerade frisch durchseucht mit einer relativ harmlosen Variante ist und auch noch der Sommer vor der Tür steht.
Im Herbst wird sowohl Impfschutz als auch Schutz nach Infektion abgeschwächt oder gar verflogen sein und eine neue Welle ist imo wohl das wahrscheinlichste Szenario.
Im schlimmen Fall kommt eine Variante, die wieder mehr schwere Verläufe erzeugt als Omicron.
Meiner Meinung nach sollte die Regierung jetzt im Sommer folgendes tun:
- Weiter Impf-Kampagne für Risikogruppen fahren. Es braucht keine Impfpflicht, um weiter auch zur Viert-Impfung aufzurufen
- Für den schlechten Fall, dass wir eine tödlichere Variante im Herbst bekommen, die auch jüngere schwer nerven kann, soll eine Infrastruktur geschaffen werden, die es ermöglicht, bei Bedarf die gesamte Bevölkerung relativ zügig erneut durchzuimpfen
- Ich würde mir maximale Förderung von Studien wünschen, die vor allen Dingen den Schutz vor schwerem Verlauf analysieren. Wie lange hält er nach Impfung? Wie lange nach Infektion? Was ist die optimale Impfstrategie, um Risikogruppen zu schützen?
Maßnahmen in den Vordergrund zu stellen, ist halt in der Tat Quatsch, weil Maßnahmen nur Symptombekämpfungen sind. Die (mutmaßlichen) Symptome sind:
1. Risikogruppen nicht geimpft
2. Gesundheitssystem nicht belastbar genug
--> Gegen diese beiden Symptome macht man Maßnahmen zwecks "flatten the curve".
2 hat sich bisher als nicht relevant gezeigt (Gesundheitssystem wird nicht überlastet) und anstelle mit Maßnahmen Zeit zu schinden, um 1 zu erreichen, sollte man lieber die ruhigen Monate nutzen, um überhaupt keinen Zeitdruck für 1 haben zu müssen.
Aber das sehe ich halt leider immer wieder kommen. Der Sommer wird vertrödelt. Im Herbst heißt es "Wir müssen die ganze Bevölkerung Viertimpfen (Wenn es eine neue, böse Variante geben sollte) und dann ist wieder nichts vorbereitet, Impfzentren sind irreversibel geschlossen und müssen von Scratch neu aufgebaut werden, und man fängt wieder mit Maßnahmen an, um Zeit dafür zu schinden, was man im Sommer in Form von Untätigkeit verschlafen hat.
Hoffentlich nicht, aber es wurde in den letzten 2 Jahren nicht das Vertrauen geschaffen, dass man blind drauf hoffen kann, dass die Basics richtig gemacht werden.