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ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007

Original von AyCaramba44
Besonders abwegig ist es aber auch nicht. In den ganzen Diskussionen geht es auch weiterhin immer nur um die Anzahl an Infizierten. Was die Maßnahmen an Menschenleben kosten und an Kosten verschlingen ist irgendwie für viele nicht interessant. Wahrscheinlich auch, weil man es schwer beziffern kann. Da es im Moment immer noch schwer ist und die meisten Maßnahmen innerhalb von Stunden beschlossen wurden, ist es für mich naheliegend, dass man sich damit nicht beschäftigt hat. Einfach weil es nicht möglich war in der Zeit.

So langsam sollte man aber genau die Fragen genauer unter die Lupe nehmen.

Du behauptest das fett markierte immer wieder, aber hast du da irgendwelche belastbaren Zahlen oder ist das nur ein Bauchgefühl? Du sagst ja selbst, dass es schwer zu beziffern sei - warum beharrst du dann auf dieser These? Darauf wurdest du hier im Thread schon mehrfach angesprochen - auch von mir - und dann kam gar nichts mehr.

Ich persönlich frage vor allem deshalb, weil du einige Tote vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung und Situation billigend in Kauf nehmen möchtest. Warum ist es auf einmal doch wichtig, dass Menschen geschützt werden?


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Gibt nun eine Ruhepulskarte von der RKI Datenspende App:

https://corona-datenspende.de/science/reports/pulse/

Bin mal gespannt ob die App wirklich helfen kann "Corona-Hot-Spots" zu erkennen. Ich verstehe zwar den Zusammenhang zwischen Fieber-Ruhepuls-Datenspendeapp aber ist die Auswirkung tatsächlich groß genug? Sind die Daten von der Qualität wirklich ausreichend um zB Sportaktivitäten rauszufiltern oder "Fehlmessungen?".

Aber jetzt mal weg von Corona... Theoretisch kann die App auch anderen Krankheiten (die sich auf den Ruhepuls auswirken) so erkennen. Was man mit diesen Infos dann halt anfängt? Wäre theoretisch möglich lokale (Radio-)Werbung zu schalten dass es hier aktuell einen Erkältungshotspot gibt und die Leute bitte mehr Hände waschen sollten... Aber will ich das eig immer mitgeteilt bekommen?


Antwort
Zitat
Dielemma
Beigetreten: 07.12.2006

Ich bin dafür, die Überlegungen bzgl. Zukunftsfolgen/-schäden der Maßnahmen, u.a. auch Tote, in die Überlegungen einzubeziehen. Allerdings sollte man dabei eines berücksichtigen: gerade kann man Sterben konkret verhindern, alles in fernerer Zukunft kann theoretisch immer noch verhindert werden. Also könnten beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen in einer großen Initiative nachgeholt oder Angebote zur psychischen Betreuung ausgebaut werden. Abschätzungen in diese Richtung sind neben ungenau also vor allem sehr abstrakt und nicht zwingend gegenrechenbar.


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Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

@nbchiller:
Jeder Mensch hat einen individuellen Ruhepuls. Es geht darum, dass dieser individuelle Ruhepuls temporär bei einer Infektion/Fieber höher ist. Das Gewicht ist spielt dabei gar keine Rolle.


Antwort
Zitat
nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010

Original von topspit
@nbchiller:
Jeder Mensch hat einen individuellen Ruhepuls. Es geht darum, dass dieser individuelle Ruhepuls temporär bei einer Infektion/Fieber höher ist. Das Gewicht ist spielt dabei gar keine Rolle.

Oh je, ich sehe schon, ihr seid richtige Jecken, die gerne mal lachen und einen Spaß verstehen. :f_thumbsup:

Und @Dielemma

Hoffe, du findest dann auch einen guten Weg begangene Suizide im Nachgang noch theoretisch zu verhindern, ebenso wie nicht erkannte Krebserkrankungen sowie die Pleite generationenalter Familienbetriebe mit anschließendem Familienstreit, Scheidung und Sorgerechtsstreit über die Kinder.


Antwort
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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von ThePope111

Original von AyCaramba44
Besonders abwegig ist es aber auch nicht. In den ganzen Diskussionen geht es auch weiterhin immer nur um die Anzahl an Infizierten. Was die Maßnahmen an Menschenleben kosten und an Kosten verschlingen ist irgendwie für viele nicht interessant. Wahrscheinlich auch, weil man es schwer beziffern kann. Da es im Moment immer noch schwer ist und die meisten Maßnahmen innerhalb von Stunden beschlossen wurden, ist es für mich naheliegend, dass man sich damit nicht beschäftigt hat. Einfach weil es nicht möglich war in der Zeit.

So langsam sollte man aber genau die Fragen genauer unter die Lupe nehmen.

Du behauptest das fett markierte immer wieder, aber hast du da irgendwelche belastbaren Zahlen oder ist das nur ein Bauchgefühl? Du sagst ja selbst, dass es schwer zu beziffern sei - warum beharrst du dann auf dieser These? Darauf wurdest du hier im Thread schon mehrfach angesprochen - auch von mir - und dann kam gar nichts mehr.

Ich persönlich frage vor allem deshalb, weil du einige Tote vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung und Situation billigend in Kauf nehmen möchtest. Warum ist es auf einmal doch wichtig, dass Menschen geschützt werden?

Du hast es immer noch nicht verstanden. Ich nehme Tote nicht billigend in Kauf, auch wenn mir das wiederholt unterstellt wird. Ich versuche aber auf das Gesamte zu schauen und insgesamt mehr Leben zu retten. Und ja, dass kann auch bedeuten, dass mehr alte Leute JETZT sterben. Die Wirtschaft hat einen direkten Effekt auf die Lebenserwartung. Fehlt Geld im Gesundheitssystem in den nächsten Jahren und kann weniger modernisiert und geforscht werden, dann geht für ALLE Lebenserwartung verloren. Auch die Bildung spielt eine wichtige Rolle. Aber dafür war vor der Krise kein Geld da wegen der schwarzen Null und wird noch weniger nach der Krise da sein.

Ich habe das schon mehrmals ausführlich erläutert. Auch habe ich schon mehrmals Links dazu geteilt. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht wie man sich davor verschließen kann. Gefühlt warnen soviele Bereiche vor den Folgen. Sei es von den Grünen in Bezug auf Kinder, von der FDP in Bezug auf die Wirtschaft und Experten allgemein auf die Auswirkungen in den nächsten Jahren. Glaubst du nicht das es viele Leute und auch Kinder belastet? Glaubst du nicht das Geld für wichtige Dinge in den nächsten Jahren fehlt? Glaubst du das Arbeitslosigkeit keine Menschen und Familien zerstört?

Hunderttausende Kinder könnten den Vereinten Nationen zufolge dieses Jahr weltweit infolge von Corona-Krise und globaler Rezession sterben.

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-un-hunderttausende-kinder-koennten-als-corona-folge-sterben-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200416-99-727860

Du kommst dann wieder mit "Bauchgefühl" an, einfach traurig wie du billigend sehr viel Tote in Kauf nimmst! Nur weil dir keiner konkrete Zahlen nennen kann wie "7000 Tote 80-Jährige durch Corona - die jeweils 3 Lebensjahre verlieren".


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Gibt doch schon ne Studie dazu, wieviel Lebensjahre verloren gehen.


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007

Original von AyCaramba44

Original von ThePope111

Original von AyCaramba44
Besonders abwegig ist es aber auch nicht. In den ganzen Diskussionen geht es auch weiterhin immer nur um die Anzahl an Infizierten. Was die Maßnahmen an Menschenleben kosten und an Kosten verschlingen ist irgendwie für viele nicht interessant. Wahrscheinlich auch, weil man es schwer beziffern kann. Da es im Moment immer noch schwer ist und die meisten Maßnahmen innerhalb von Stunden beschlossen wurden, ist es für mich naheliegend, dass man sich damit nicht beschäftigt hat. Einfach weil es nicht möglich war in der Zeit.

So langsam sollte man aber genau die Fragen genauer unter die Lupe nehmen.

Du behauptest das fett markierte immer wieder, aber hast du da irgendwelche belastbaren Zahlen oder ist das nur ein Bauchgefühl? Du sagst ja selbst, dass es schwer zu beziffern sei - warum beharrst du dann auf dieser These? Darauf wurdest du hier im Thread schon mehrfach angesprochen - auch von mir - und dann kam gar nichts mehr.

Ich persönlich frage vor allem deshalb, weil du einige Tote vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung und Situation billigend in Kauf nehmen möchtest. Warum ist es auf einmal doch wichtig, dass Menschen geschützt werden?

Du hast es immer noch nicht verstanden. Ich nehme Tote nicht billigend in Kauf, auch wenn mir das wiederholt unterstellt wird. Ich versuche aber auf das Gesamte zu schauen und insgesamt mehr Leben zu retten. Und ja, dass kann auch bedeuten, dass mehr alte Leute JETZT sterben. Die Wirtschaft hat einen direkten Effekt auf die Lebenserwartung. Fehlt Geld im Gesundheitssystem in den nächsten Jahren und kann weniger modernisiert und geforscht werden, dann geht für ALLE Lebenserwartung verloren. Auch die Bildung spielt eine wichtige Rolle. Aber dafür war vor der Krise kein Geld da wegen der schwarzen Null und wird noch weniger nach der Krise da sein.

Ich habe das schon mehrmals ausführlich erläutert. Auch habe ich schon mehrmals Links dazu geteilt. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht wie man sich davor verschließen kann. Gefühlt warnen soviele Bereiche vor den Folgen. Sei es von den Grünen in Bezug auf Kinder, von der FDP in Bezug auf die Wirtschaft und Experten allgemein auf die Auswirkungen in den nächsten Jahren. Glaubst du nicht das es viele Leute und auch Kinder belastet? Glaubst du nicht das Geld für wichtige Dinge in den nächsten Jahren fehlt? Glaubst du das Arbeitslosigkeit keine Menschen und Familien zerstört?

Hunderttausende Kinder könnten den Vereinten Nationen zufolge dieses Jahr weltweit infolge von Corona-Krise und globaler Rezession sterben.

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-un-hunderttausende-kinder-koennten-als-corona-folge-sterben-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200416-99-727860

Du kommst dann wieder mit "Bauchgefühl" an, einfach traurig wie du billigend sehr viel Tote in Kauf nimmst! Nur weil dir keiner konkrete Zahlen nennen kann wie "7000 Tote 80-Jährige durch Corona - die jeweils 3 Lebensjahre verlieren".

Ich sag es mal so: Deine Kritik richtet sich vor allem an deutsche Politiker und Entscheidungsträger, dann sollte man auch in diesem Bereich bleiben. Klar sind es weltweit hunderttausende - und das ist schlimm. Aber man kann das deutsche Vorgehen, welches du hier ja hauptsächlich kritisierst, nicht auf die ganze Welt anwenden.
Dass Kinder - vor allem in Entwicklungsländern - schon seit Jahren elendig verrecken müssen, weil es niemanden interessiert ob die genug Nahrung haben oder an Malaria oder anderen Krankheiten sterben war auch schon vor Corona so. Das war damals schlimm und ist es jetzt. Warum interessiert es dich jetzt auf einmal?
Und Kinder in prekären Familen- und Lebenssituationen gab es auch schon vorher - ich bin an so was beruflich näher dran, als du glaubst. Manche Schicksale von Kindern kann man wirklich nicht anders als grausam bezeichnen. Das gibt es auch schon immer und die Politik redet viel und macht nichts. Deshalb: Warum interessiert es dich jetzt auf einmal?
Ich nehme dir das bei deinem Auftreten im Forum einfach nicht ab. Ich habe dir als einer der wenigen deine Maskenaktion auch nicht übel genommen - weil es in meinen Augen völlig okay ist, solch eine Meinung und solch ein Vorgehen zu vertreten. Sich hinterher aber zum Menschenfreund aufzuschwingen ist peinlich. Dann könntest du das gemachte Geld ja spenden, wenn dir so viel an den Menschen liegt. Das ist doch bloß ein Vehikel, um deine rabulistische Kritik zu transportieren. Du bist hauptsächlich ein Contrarian, der grundsätzlich gegen die allgemeine Meinung gehen will.
Sollte die Lockerung der Maßnahmen Erfolg bringen, wirst du wieder etwas finden, was alle anderen nicht beachten und deine Meinung wahrscheinlich wieder ändern.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Ich bin grundsätzlich erstmal ein sehr sozial eingestellter Mensch und sehe viele kapitalistischen Dinge negativ. Ich würde mich freuen, wenn das Coronavirus weg wäre. Ebenso würde ich mich freuen, wenn niemand stirbt. Nur weil man bei bestimmten Themen gegen die allgemeine Meinung ist, ist es bei vielen anderen Themen nicht so. Wenn ich aber bei einem Thema mit allen anderen der gleichen Meinung bin, dann gibt es für mich deutlich weniger zu diskutieren. Wenn man sich nicht kennt, dann ergibt das ohne Frage ein völlig verzehrtes Bild.

Es geht auch nicht darum, dass es Kindern auf der Welt schon immer schlecht ging oder es auch vielen Kindern in Deutschland schlecht geht. Es geht darum um welchen Faktor sich das durch die Coronamaßnahmen nochmal verschlechtert. Wenn Kinder über Monate zu Hause mit der alkoholkranken Mutter eingesperrt sind und keinen Ansprechpartner mehr haben (Lehrer, Arzt, Freunde), dann ist die Situation eine schlechtere, als wenn das Kind am Tag 8 Stunden woanders ist. Viele Kinder beeinflusst das auch ein Lebenlang.

Durch die Folgen der Pandemie könnten laut dem von Guterres vorgestellten Bericht "die Fortschritte der letzten zwei bis drei Jahre bei der Verringerung der Kindersterblichkeit in nur einem Jahr" umgekehrt werden.

Steht ja auch in der Bericht. Klar war es auch vor Corona schlimm, dass es vielen Menschen deutlich schlechter geht und zum Teil von Dir und Mir ausgebeutet werden. Durch die Coronamaßnahmen wird aber nochmal vieles schlechter. Die Frage wäre dann z.B. ob man nicht nur hier direkt helfen sollte, sondern auch mit einem deutlich kleineren Betrag auch in der Welt helfen sollte. Hier bezahlt man schnell über 1000€ für Kurzarbeit. In anderen Ländern kommen Menschen mit 30€ im Monat aus. Aber da wird hier in Deutschland auch wieder aufgeschrien, dass wird selbst genug Probleme haben.


Antwort
Zitat
ThePope111
Beigetreten: 21.05.2007

Original von AyCaramba44
Ich bin grundsätzlich erstmal ein sehr sozial eingestellter Mensch und sehe viele kapitalistischen Dinge negativ. Ich würde mich freuen, wenn das Coronavirus weg wäre. Ebenso würde ich mich freuen, wenn niemand stirbt. Nur weil man bei bestimmten Themen gegen die allgemeine Meinung ist, ist es bei vielen anderen Themen nicht so. Wenn ich aber bei einem Thema mit allen anderen der gleichen Meinung bin, dann gibt es für mich deutlich weniger zu diskutieren. Wenn man sich nicht kennt, dann ergibt das ohne Frage ein völlig verzehrtes Bild.

Es geht auch nicht darum, dass es Kindern auf der Welt schon immer schlecht ging oder es auch vielen Kindern in Deutschland schlecht geht. Es geht darum um welchen Faktor sich das durch die Coronamaßnahmen nochmal verschlechtert. Wenn Kinder über Monate zu Hause mit der alkoholkranken Mutter eingesperrt sind und keinen Ansprechpartner mehr haben (Lehrer, Arzt, Freunde), dann ist die Situation eine schlechtere, als wenn das Kind am Tag 8 Stunden woanders ist. Viele Kinder beeinflusst das auch ein Lebenlang.

Durch die Folgen der Pandemie könnten laut dem von Guterres vorgestellten Bericht "die Fortschritte der letzten zwei bis drei Jahre bei der Verringerung der Kindersterblichkeit in nur einem Jahr" umgekehrt werden.

Steht ja auch in der Bericht. Klar war es auch vor Corona schlimm, dass es vielen Menschen deutlich schlechter geht und zum Teil von Dir und Mir ausgebeutet werden. Durch die Coronamaßnahmen wird aber nochmal vieles schlechter. Die Frage wäre dann z.B. ob man nicht nur hier direkt helfen sollte, sondern auch mit einem deutlich kleineren Betrag auch in der Welt helfen sollte. Hier bezahlt man schnell über 1000€ für Kurzarbeit. In anderen Ländern kommen Menschen mit 30€ im Monat aus. Aber da wird hier in Deutschland auch wieder aufgeschrien, dass wird selbst genug Probleme haben.

Ich gehe jetzt mal nur darauf ein, weil ich bei dem Rest deines Beitrages eigentlich keine groß andere Meinung habe:
Ich bin deshalb so stinkig, weil das Argument gefühlt immer angeführt wird, wenn etwas im Argen liegt, dass man selber nicht mag.
Quasi als Referenzrahmen. Doch selbst wenn man ausschließlich im finanziellen Rahmen denkt, sollte man diesen Kindern helfen. Wenn man das Leid schon nicht als Grund sieht, dann die Kosten, die auf die Gesellschaft deshalb zukommen. Auch gänzlich ohne Corona.
Ich sag es jetzt mal ganz krass: Wenn die Kinder jahrelang nur Abends sehen mussten, wie sich die Eltern, die beide Alkoholiker sind, anschreien und attackieren, wird es langfristig keinen großen Unterschied machen, ob sie das auch tagsüber mitbekommen. So traurig das klingt. Versteh mich nicht falsch: Ansprechpartner sind für Kinder wichtig. Aber die Lage ist bei vielen Kindern und Haushalten so verfahren und im Arsch, die werden so oder so traumatisiert fürs Leben sein. Da hätte man eher was machen müssen und das ist auch eigentlich nicht so schwer. Corona zeigt bloß eben, wo sowieso schon lange Handlungsbedarf bestand.
Und hinterher wird so oder so nichts gemacht werden, das kotzt mich halt an.
Wenn gerade ein Lindner über Kindeswohl und Sozialpolitik redet, kann ich nur mit den Augen rollen. Das meint der Mann doch nicht ernst.

Edit: Ich ziehe mal einen Vergleich und meine damit explizit nicht dich: Das hat alles was von der AfD-Masche mit den Rentnern, denen es schlecht geht. Denen ging es nicht um die Rentner. Das war bloß dafür nützlich, gegen die Migration nach Deutschland vorzugehen.


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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von AyCaramba44
Du kommst dann wieder mit "Bauchgefühl" an, einfach traurig wie du billigend sehr viel Tote in Kauf nimmst! Nur weil dir keiner konkrete Zahlen nennen kann wie "7000 Tote 80-Jährige durch Corona - die jeweils 3 Lebensjahre verlieren".

Ich gebe dir Recht, dass man versuchen sollte, die Krise allumfassend zu sehen. Bei dir ist das aber für mich gefühlt sehr schwarzweiss zwischen öffnen der Wirtschaft und dem Lockdown.

In dem von dir genannten Artikel steht, dass die Toten durch Sparmaßnahmen von Familien im Bereich Gesundheit und Ernährung entstehen und dass manche Länder Impfprogramme gegen Polio und Masern einstellen. Hier könnte neben der Öffnung der Wirtschaft aber auch eine Lösung sein, auf die Staaten Einfluss zu nehmen und insbesondere sozialschwachen Familien zu helfen. Egal ob Lockdown oder nicht.

Davon ganz abgesehen wird die Wirtschaft so oder so nicht in 4 Wochen wieder da sein, wo sie im März war. De facto werden Leute weniger reisen, weniger konsumieren und vorsichtiger sein. Ein großer Teil der Bevölkerung wird von sich aus auch über die Lockdownzeit hinaus den Kontakt mit anderen Menschen so gut es geht vermeiden. Es ist nicht so, dass alle finanziellen Einbußen auf den Lockdown zurückzuführen sind. Angenommen es gäbe weltweit keinen Lockdown, meinst du, dass Tourismus und Gastgewerbe weiter so laufen würden wie vorher, wenn Infektionswellen über die Länder schwappen?

Im Endeffekt musst du extrem viele einzelne Faktoren gegeneinander abwiegen und vorsichtig bei der Analyse von Ursache und Wirkung sein.

Nicht zuletzt geht es in dem Artikel um weltweite Effekte. Ich wage zu bezweifeln, dass der im Artikel genannte negative gesundheitliche Impact in Deutschland relevant ist. Also muss es dir eigentlich darum gehen, dass die Länder weltweit übergreifend kooperieren und eine gemeinsame Linie finden, was - leider - sehr utopisch ist. Und abgesehen davon, kann man dann tatsächlich einmal anfangen, ethisch zu hinterfragen, wieso wir uns jetzt um die Ernährung auf anderen Kontinenten kümmern, wenn uns verhungernde Kinder dort vorher egal waren.

Wenn du mal Quellen und klare Aussagen dafür hast, wie Deutschland anders verfahren könnte mit insgesamt positiver gesundheitlicher Bilanz, würde ich mich sehr darüber freuen. Bisher habe ich nur sehr isoliert betrachtete oder reine "Hättewärekönnte" Szenarien gefunden, aber keine wirkliche Alternative zu dem jetzigen Szenario.

Edit:

Original von AyCaramba44
Steht ja auch in der Bericht. Klar war es auch vor Corona schlimm, dass es vielen Menschen deutlich schlechter geht und zum Teil von Dir und Mir ausgebeutet werden. Durch die Coronamaßnahmen wird aber nochmal vieles schlechter. Die Frage wäre dann z.B. ob man nicht nur hier direkt helfen sollte, sondern auch mit einem deutlich kleineren Betrag auch in der Welt helfen sollte.

Jetzt erst gesehen. Ich finde diesen Punkt sehr gut und richtig. Allerdings hat er nichts damit zu tun, dass die Wirtschaft in Deutschland schnellstmöglich wieder hochgefahren werden muss, egal ob Menschen sterben oder nicht.


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

@ ThePope111:

Es ist ein Unterschied ob das Kind nur abends 16-20 Uhr etwas verdrängen/aushalten muss oder von 8-20 Uhr. Das sind halt 8h mehr am Tag die dem Kind Schaden zufügen.

Aber anyway, die Kinder dürfen jetzt sowieso wieder raus auf den Spielplatz und sich mit anderen Freunden treffen, Schule läuft langsam auch wieder an. Denke für 8 Wochen war das jetzt OK. Und wenn nicht? Dann kann man das jetzt auch nicht mehr rückgängig machen. Die Entscheidungsträger haben ihren Job einfach gemacht dafür bezahlen wir die ja. Klar schmeckt das nicht jedem. Aber wenn sich ein Virus so schnell ausbreitet dann hat man da nicht wochenlang Zeit für Entscheidungen. Hätten sie die Lockerungen früher gemacht oder die Maßnahmen später hätte das halt wieder irgendwem nicht geschmeckt. Ich glaube nicht dass es hier überhaupt ein Richtig/Falsch gibt so lange man sich in einem bestimmten Korridor bewegt. (z.B.: Zwangsapp wäre außerhalb des Korridors oder Verbot von Demonstrationen)


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meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Und wenn das R wieder steigt? Dann werden Spielplätze und Schulen wieder dicht gemacht? Dieses Hin und Her ist noch viel gefährlicher für die Psyche. Man sieht ja, wie schnell gewisse Grenzen wieder gerissen werden und man jetzt auch nicht ewig Zeit zum Reagieren hat. Hätte man die Massnahmen länger aufrecht gehalten, dann hätte man jetzt noch mehr Puffer.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von meistermieses
Und wenn das R wieder steigt? Dann werden Spielplätze und Schulen wieder dicht gemacht? Dieses Hin und Her ist noch viel gefährlicher für die Psyche. Man sieht ja, wie schnell gewisse Grenzen wieder gerissen werden und man jetzt auch nicht ewig Zeit zum Reagieren hat. Hätte man die Massnahmen länger aufrecht gehalten, dann hätte man jetzt noch mehr Puffer.

Warte doch erstmal ab wie das "R" sich entwickelt. Vor 4 Tagen hatten wir ein R von 0,65. Insgesamt sind wir auch nicht wieder bei einem R von > 1. Wir sind jetzt bei täglich ca. 1000 Infizierten. Wenn nun ein Herd (Fleischfabrik) an einem Tag entdeckt wird und dort 250 dazukommen, dann springt das R direkt. Danach springt es dann genau so wieder zurück.

Das R hat bei so wenig Infizierten eine immer schwächere Aussagekraft und man sollte die 1) den Zeitraum größer wählen und 2) regionaler die Zahlen betrachten. Wenn in München 200 dazukommen und man das unter Kontrolle hat, dann spielt das für Bremen keine Rolle.

Original von shaddiii

Allerdings hat er nichts damit zu tun, dass die Wirtschaft in Deutschland schnellstmöglich wieder hochgefahren werden muss, egal ob Menschen sterben oder nicht.

Weil mir auch häufiger schwarz/weiß-Sichtweise vorgeworfen wird. Am Anfang war ich für sanfte Maßnahmen, da wurde aber gar nichts gemacht. Dann kamen ganz viele harte Maßnahmen auf einmal. Das fand ich zu dem Zeitpunkt richtig, weil man erstmal evaluieren musste wo man stand. Nun haben wir Lockerungen und ich würde mir etwas mehr Lockerungen wünschen. Ich habe nie gesagt, dass ich alles wieder aufschließen möchte.

Ich bin nur der Meinung, dass die Leute mittlerweile mit Hände waschen, Masken tragen, mehr Distanz, weniger ÖPVN, besseres Wetter und einer fehlenden Grippewelle (krank -> Corona) einen viel besseren Umgang entwickelt haben. Dazu kommt hoffentlich bald noch eine sinnvolle App. Zusätzlich dazu bin ich bei einem höheren R-Wert in manchen Gebieten für regionale Maßnahmen. Keine Ahnung warum dann ganz Deutschland mitmachen muss. Wenn 90% der Firmen und Schulen ständig aufhaben ist es doch besser als wenn 100% zu haben.

Was wird daraus gemacht? Ich wollte im Januar ganz harte Maßnahmen und jetzt alle Maßnahmen auflösen.


Antwort
Zitat
KittenKaboodle
Beigetreten: 29.01.2006

Original von Gofa
Ausgangspunkt dieser Diskussion war ja der Vorwurf von BradNitt, dass die "Maskengeschichte" (von "bringt nix" zu Maskenpflicht) ein Beispiel für Fakenews sei. Mir ging es darum aufzuzeigen warum ich denke, dass es keine Fakenews war, sondern das Umschwenken seitens der Politik wesentlich an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen lag

Hast Du die von Dir erwähnte Studie Satz für Satz durchgelesen? Was die Verbreitung durch Aerosole angeht, scheinen mir die Resultate eher durchwachsen als eindeutig. Als Spukschutz taugt eine Maske natürlich, aber da kann man sich auch durch Abstand halten schützen.

Original von Gofa
Ich bin halt nach wie vor nicht überzeugt, dass die Politik von "bringt nix" zu Maskenpflicht gekommen ist, ohne das an irgendeiner Stelle neue Erkenntnisse eine Rolle gespielt hätten (Das war das Argument von BradNitt).

Ich glaube Du traust unseren Politikern zuviel zu.
Wenn RKI und Politiker wirklich glauben würden, dass Aerosole ein nennenswerter Übertragungsweg von Corona sind, dann sollten sie auch für Pressekonferenzen und Bundestag den Mundschutz zur Pflicht machen.


Antwort
Zitat
Tartarus
Beigetreten: 29.10.2006

Original von KittenKaboodle
Als Spukschutz taugt eine Maske natürlich, aber da kann man sich auch durch Abstand halten schützen.

Was ein guter Teil der Bevölkerung allerdings nicht hinbekommt. Vorallem in den öffentlichen Verkehrsmitteln und in engen Geschäften.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Das RKI hat reagiert. :f_thumbsup:

Bei geringen Fallzahlen veränderten einzelne Ausbrüche wie an Schlachthöfen die Ansteckungsrate schnell. Generell unterliege der R-Wert Schwankungen – unter anderem, weil einzelne Ausbrüche den Wert stärker beeinflussen als bei insgesamt größeren Infektionszahlen. Daher werde das RKI künftig einen sogenannten geglätteten R-Wert mitteilen, bei dem solche Schwankungen besser ausgeglichen würden. Dieser sogenannte stabile R-Wert liege derzeit unter eins.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/coronavirus-robert-koch-institut-teilt-geglaetteten-r-wert-mit-16765889.html?xtor=EREC-7-%5BCorona%5D-20200512&utm_source=FAZnewsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter_FAZ_Corona&campID=OMAIL_REDNL_n/a_n/a_n/a_n/a_n/a_n/a_n/a_Corona


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von AyCaramba44
Ich bin nur der Meinung, dass die Leute mittlerweile mit Hände waschen, Masken tragen, mehr Distanz, weniger ÖPVN, besseres Wetter und einer fehlenden Grippewelle (krank -> Corona) einen viel besseren Umgang entwickelt haben. Dazu kommt hoffentlich bald noch eine sinnvolle App. Zusätzlich dazu bin ich bei einem höheren R-Wert in manchen Gebieten für regionale Maßnahmen. Keine Ahnung warum dann ganz Deutschland mitmachen muss. Wenn 90% der Firmen und Schulen ständig aufhaben ist es doch besser als wenn 100% zu haben.

Was wird daraus gemacht? Ich wollte im Januar ganz harte Maßnahmen und jetzt alle Maßnahmen auflösen.

Für mich lesen sich viele deiner Postings nicht wie das, was du über dem letzten Satz schreibst. Vielleicht ist es einfach eine Frage der Kommunikation, die dich anders wirken lässt.

Eine Aufteilung und Entscheidungen basierend nicht nur auf Länderebene sondern je 100k Einwohner haben wir doch jetzt und damit was du gut findest, oder?


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Na klar finde ich das gut und richtig.


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

Original von nbchiller

Original von topspit
@nbchiller:
Jeder Mensch hat einen individuellen Ruhepuls. Es geht darum, dass dieser individuelle Ruhepuls temporär bei einer Infektion/Fieber höher ist. Das Gewicht ist spielt dabei gar keine Rolle.

Oh je, ich sehe schon, ihr seid richtige Jecken, die gerne mal lachen und einen Spaß verstehen. :f_thumbsup:

Und @Dielemma

Hoffe, du findest dann auch einen guten Weg begangene Suizide im Nachgang noch theoretisch zu verhindern, ebenso wie nicht erkannte Krebserkrankungen sowie die Pleite generationenalter Familienbetriebe mit anschließendem Familienstreit, Scheidung und Sorgerechtsstreit über die Kinder.

Unabhängig wie sinnvoll es ist mögliche Tote durch andere Faktoren gegenzurechnen... Bei der Argumentation fehlt mir immer komplett die Einsicht, dass es das Szenario "keine Maßnahmen" nie gegeben hat. Wir sehen, dass an vielen Orten trotz (später) Maßnahmen, die Situation zu kritisch geworden ist, als das man auf Maßnahmen verzichten könnte. Und auch hier wurde in allen Regionen noch in einem eher frühem Stadium der Pandemie eingegriffen.

Der Anteil der erkrankten in Madrid, Bergamo und New York ist auch aufgrund der Maßnahmen immer noch verhältnismäßig niedrig und trotzdem gab es Zustände die keiner haben will. Eine freie Verbreitung des Viruses würde alle noch deutlich härter treffen. Und ich denke, dass das auch zu mehr Suiziden oder Toten aufgrund schlechter Versorgung geführt hat, als die aktuelle Situation.


Antwort
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