Original von AyCaramba44
Weil es einfach völlig logisch ist. Viele Jüngere bekommen die Erkrankung ja kaum mit oder sind nach einer Woche wieder komplett fit. Dann gibt es Ausnahmen die auch ins Krankenhaus müssen. Aber selbst der Aufenthalt ist deutlich kürzer bei den Wenigen auf der Intensivstation.
Natürlich stehen die schweren Verläufe und Krankenhausaufenthalte in Relation zu den Todesfällen und beides zum Alter. Müssen wir darüber wirklich diskutieren?
Und wie erklärst Du Dir, dass die Krankenhäuser in den Hotspots etwas vollkommen anderes behaupten? Lügen die?
Uniklinikum Essen, Intensivstation: 16 Patienten mit der Diagnose Covid-19 liegen derzeit hier in den Krankenbetten. Der Verlauf ihrer Infektion ist derart schwer, dass sie beatmet oder besonders überwacht werden müssen. Nicht nur alte und Menschen mit Vorerkrankungen, sondern auch junge und zuvor gesunde Menschen landen dort. „Durch die Bank alle Alterskassen müssen intensivmedizinisch behandelt werden“, sagt Jochen Werner, ärztlicher Direktor der Klinik. „Auch junge und gesunde Menschen können einen schweren Verlauf haben.“ Im Durchschnitt seien die Patienten derzeit Anfang 50. Im Sommer lag das Durchschnittsalter sogar bei 44.
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Drosten hat das auch mal kurz angeschnitten in einer Folge. Die ganz Alten und Gebrechlichen schaffen es eher nicht auf die Intensivstationen. Auf den Intensivstationen liegen fitte Alte und Jüngere.
Aus der von der AOK veröffentlichten Studie (stützt Drosten):
In der Studie sind die Daten der Covid-19-Patienten mit und ohne Beatmung getrennt ausgewertet
worden. Insgesamt wurden 1.727 (17 Prozent) der 10.021 stationär behandelten Covid-19-Patienten
künstlich beatmet. Etwas mehr als drei Viertel der beatmeten Patienten erhielt eine invasive
Beatmung. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 68 Jahren – sowohl in der Gruppe der
beatmeten als auch der nicht beatmeten Patienten. Der Anteil der beatmeten Patienten unterschied
sich zwischen den Altersgruppen (Abbildung 2): Bei den 60- bis 69-Jährigen sowie bei den 70- bis 79-
Jährigen lag er bei 24 beziehungsweise 25 Prozent, in der Gruppe der 18- bis 59-Jährigen jedoch nur
bei 15 Prozent und bei den Patienten ab 80 Jahren bei 12 Prozent. „Der Anteil der älteren Patienten
mit Beatmung liegt zwar relativ niedrig, aber wir können davon ausgehen, dass in Deutschland alle
Patienten beatmet werden konnten, bei denen das therapeutisch notwendig erschien. Denn
bundesweit standen zu jedem Zeitpunkt der Pandemie genügend freie Intensivbetten zur Verfügung
und die Kapazität der Intensivstationen war zum Glück nie voll ausgelastet“, so Christian Karagiannidis,
Sprecher der DIVI-Sektion „Lunge – Respiratorisches Versagen“ sowie Leiter des ECMO-Zentrums der
Lungenklinik Köln-Merheim. „Der internationale Vergleich ist wegen unterschiedlichen Stichproben
der Studien schwierig. Aber es gibt Hinweise darauf, dass in anderen Ländern tendenziell weniger
hochaltrige Menschen mit Covid-19 beatmet wurden – vermutlich auch aus Kapazitätsgründen.“
Die Beatmungsdauer ist bei Älteren Leuten im Übrigen lt. dieser Studie auch viel, viel kürzer als bei Jüngeren (7 vs 12 Tage im Schnitt). Dürfte daran liegen, dass viele relativ schnell sterben.
Aus Belgien haben die Ärzte berichtet, dass Sie sich zwischen 30- und 50jährigen bei der Aufnahme entscheiden müssen. Warum sollte das hier anders sein, wenn wir das Virus laufen lassen?