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So wars im Osten
 
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So wars im Osten

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fu4711
Beigetreten: 29.06.2007

Original von olebowle
Also die Konsumbroetchen waren schon der Knaller.Manchmal gingen die nur mit einstippen in Kaffee(imNu ;) Aber wat will man verlangen fuer 5 Pfennig das Stueck....
Allerdings gabs bei uns im Nest damals schon einige Privatbaecker.Da musste man sich immer fruehzeitig anstellen,sonst gab's Konsumbroetchen zum Fruehstueck.

Lol Kaffee

Am geilsten find ich immer noch die Geschichte des Ostmarzipans. Denn Mandeln waren rar, genauso Pfirsichkerne für das eh schon nicht so hochwertige Persipan.

Also erfand man u.A. "Resipan" aus Maisgrieß mit Zucker und Aroma, dann auch wegen Maismangels "Nakapan" aus Kartoffelgrieß mit Zucker und Aroma. Es gab auch noch "Legupan", hergestellt aus Erbsenbrei und Zucker. Und vermutlich noch eine handvoll anderer improvisierter Ersatzprodukte.

Empfehlenswert ist es übrigens mal auf http://www.memoro.org/de-de nach "DDR" zu suchen. Da sind richtig nette Anekdoten bei! Ist insgesamt eine tolles Projekt wie ich finde.


Antwort
Zitat
KorW
Beigetreten: 23.05.2007

jakschemaaasch!

Dann hol ich den toten thread mal wieder hoch, weil ich eh nix zu tun hab grad.

Komme selbst gebürtig nicht aus der ehem. DDR sondern aus Oberschlesien und bin Jahrgang 1983. Kann mich aber erstaunlicherweise noch an vieles erinnern.

Hier mein kleiner "tripreport"

Erstmal: Als Oberschlesier hatte man quasi die doppelte/dreifache/over9000 Arschkarte, denn:

1. Oberschlesien war zum Großteil (von ist kann heute eigentlich nicht mehr geredet werden) sozusagen das Ruhrgebiet Polens. Also sehr dreckig und noch grauer und verranzter als der rest Polens es eh schon war.

1. Durch den geschichtlichen "deutschen" Hintergrund (meine Großeltern haben alle eine deutsche Geburtsurkunde und lernten obv. deutsch und polnisch in der schule) war Oberschlesien der "Polandball in Poland" wenn man so will.
Von den Russen und anderen Polen gleichermaßen schickaniert.

Nun aber zu den eigentlichen wie-war-das-doch-damals-im-osten-cliffs

- Im gegensatz dazu was die DDR-Kinder hier erzählen, gab es nicht immer nicht alles, sondern es gab fast immer genau so gut wie nix.
Über lange Zeit gab es Wertmarken für so ziemlich alles, denn im Laden um die Ecke gab es nur zwei sachen im überfluss: kartoffeln und diverse Milchprodukte.

- Wer beim hiesigen Bergbauunternehmen des Volkes beschäftigt war, wie glücklicherweise mein Vater, konnte sich aber über einige Privilegien freuen:

Einem Bergarbeiter standen so 2000 gramm Fleischwaren monatlich(!) zu anstelle von 1400. (Frau 1200 gramm; kind bis 18 Jahre 800 gramm) "Fleischwaren" beinhaltet hier jedes tierische Produkt von Schmalz bis zum zähen "Sonntagsbraten"

Wer 25 jahre unter Tage "geschafft" hat war Renter mit einer beachtlichen Rente. Negativer Nebeneffekt ist, das fast alle von denen heute entweder an Staublunge gestorben sind/krank sind oder Alkoholiker wurden. Mein Vater lebt noch weil er "nur" Elektriker war und nicht jeden tag runter musste. Das Saufen mit Ausreise nach Deutschland hat dann auch humane Formen angenommen.

- Wenn man im sozialistischen Polen geheiratet hat, gab es 0,5 Liter Wodka pro Gast auf Wertmarken vom Staat (ololol)

- Fernseher gab es irgendwie recht viele. Lief aber den halben tag nur Propaganda...

- "fun fact": In Oberschlesien - wie in ganz polen auch... und zwar bis heute- lebt die Kirche einzig von Spenden.
Merke: Kirchen sind die schönsten gebäude in Polen und unser Priester fuhr damals schon nen benz... zu gottesfürchtig die menschen ... und dum

- Wer connections und das nötige Kleingeld hatte fuhr sowas.
Die Budget-version war übrigens das hier (geiles teil übrigens^^)

- Erstaunlicherweise kamen mir als Polenkind eine 3-zimmer Wohnung aufgeteilt auf ~50 m² riesig vor.
Es hat auch niemaden die Schieflage des 10stöckigen hauses gestört (yeah bergbau!!)
So eine Wohnung gab es aber für umgerechnet 2000 Euro zu kaufen.

btw.: das haus steht immernoch und da wohnen leute drin... 2013!!
Man stelle sich das mal hier in D vor

- Phasenweise war Klopapier purer Luxus. ( Ja, arsch wischen mit Zeitung)

- Trotzdem erinnere ich mich nicht wirklich daran dass es mir wirklich schlecht ging. Hängt wohl mit meinem alter zusammen. Ausserdem wurde - wie schon erwähnt- einfach alles geteilt.

Kurz nach dem die Mauer fiel gings auch richtig ab bei uns und meine Eltern sind abgehauen(Mai '90) . Das wünscht man keinem 6-jährigen. man hat echt
keinen Plan was abgeht und kommt nach 20(!) Stunden Busfahrt total versifft im NimmerNimmerland an wo Milch und Honig fließen und alle reden nur "Butterblume Butterblume marrrrrrgarine".

Puh, jetzt ein bisschen wall of text hier nech :coolface:

war übrigens letzen sommer wieder mal drüben das erste mal seit 10 jahren.
Eindrücke

[x] Polen mittlerweile paar jahre in der EU
[x] Polen hat jetzt Autobahn bezahlt von der EU
[x] Polen hat echt heisse Weiber :megusta:
[x] Klischee vom besoffen Polen der alles klaut hat sich erfüllt
[#( mssus jtez zur grichtvserhndulng

Spoiler

:coolface:

do widzenia!


Antwort
Zitat
fu4711
Beigetreten: 29.06.2007

- so, jetzt noch ne Story von jemandem, der noch tiefer im Osten gewohnt hat. Ukraine oder so. Oder gleich Kasachstan!


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Zitat
Hausierer
Beigetreten: 10.05.2005

War auch mal im Osten, muss so 1988 gewesen sein und ich war dann wohl so 6-7yo.

Wie die Familie da hingekommen ist? Es gab damals wohl so ein Programm oder was auch immer wobei sich Familien mit gleichen Nachnamen Briefe schreiben konnten inklusive Ostbesuch. Also sind meine Eltern mit ihren 4 Kindern im Peugeot 505 Richtung Wismar gebrettet. Kann mich an ein paar Dinge erinnern:

- Grenzgebiet sah aus wie ne Mondlandschaft, lange Wartezeiten

- Zum Mittag gab es Bratwurst mit irgendwas. Warum ich mich noch so gut an die Wurst erinnern kann? Ich habe bis dahin in meinem ganzen Leben noch nie so ne ekelhafte Wurst gegessen.

- Lotteriestände an jeder Ecke wo man sich für eine Mark nen Los holen konnte.
War auch nicht so rigged wie deutsche Anbieter, ich kann mich gut erinnern, dass wir da auch was gewonnen haben.

- Der Sohn von der Familie hatte nen Fitzebogen. War ein Spielgerät für Kinder imo. Den hätte Rambo auch benutzt. Die Pfeile dazu hatten auch echte Spitzen, auch wenn sie abgestumpft waren ein reinstes Mordgerät. Meine Mutter wollte mir keinen kaufen, da war ich echt traurig drüber _cry:


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Zitat
Jackknife398
Beigetreten: 02.05.2011

Ja die DDR Gummibratwurst :f_love: als Wessi war das absolut ekelhaft!


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Zitat
Hacke79
Beigetreten: 27.09.2010

was manche hier fürn scheiß schreiben hahahha

wenn man keine ahnung hat und so nicht wahr^^

btw war das eis vom becker für 10 pfennig hammer - das war unten und oben so wie ein bonbon zu gedreht

oder das geile softeis - sowas gibts nicht mehr :(

oder holt euch mal ne zuckerwatte - kein vergleich zu früher. da wird einem nus schlecht ;)


Antwort
Zitat
Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009

ja... flitzebogen war must-have-accessoire, weil indianer vool cool waren

kann das jemand erklären ? ^^


Antwort
Zitat
Trixi85
Beigetreten: 10.01.2007

Original von Bierb4ron
ja... flitzebogen war must-have-accessoire, weil indianer vool cool waren

kann das jemand erklären ? ^^

Gojko Mitic


Antwort
Zitat
Hacke79
Beigetreten: 27.09.2010

Original von Trixi85

Original von Bierb4ron
ja... flitzebogen war must-have-accessoire, weil indianer vool cool waren

kann das jemand erklären ? ^^

Gojko Mitic

<33333333333333333333333333


Antwort
Zitat
BrEaKdOwNpG
Beigetreten: 21.01.2005

Original von Hacke79
was manche hier fürn scheiß schreiben hahahha

wenn man keine ahnung hat und so nicht wahr^^

btw war das eis vom becker für 10 pfennig hammer - das war unten und oben so wie ein bonbon zu gedreht

oder das geile softeis - sowas gibts nicht mehr :(

oder holt euch mal ne zuckerwatte - kein vergleich zu früher. da wird einem nus schlecht ;)
das softeis früher war wirklich ein traum. warum das keiner kopiert?! :megusta:


Antwort
Zitat
fu4711
Beigetreten: 29.06.2007

Original von BrEaKdOwN[pG]

Original von Hacke79
was manche hier fürn scheiß schreiben hahahha

wenn man keine ahnung hat und so nicht wahr^^

btw war das eis vom becker für 10 pfennig hammer - das war unten und oben so wie ein bonbon zu gedreht

oder das geile softeis - sowas gibts nicht mehr :(

oder holt euch mal ne zuckerwatte - kein vergleich zu früher. da wird einem nus schlecht ;)
das softeis früher war wirklich ein traum. warum das keiner kopiert?! :megusta:

Weil das lebensmittelrechtlich vermutlich keinen westlichen Standards entspricht? Und die VEB Chemie Bitterfeld gibt es auch gar nicht mehr. Schätze mal, das Rezept ist dem ABC-Waffen-Sperrvertrag zum Opfer gefallen. Oder dem Krebserregend-Wahn. Wie so manche Leckerei aus den 70/80ern :(


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semmel81
Beigetreten: 18.01.2007

Ich kenn meine Softeisbuden. :P Sind aber tatsächlich seltener geworden.


Antwort
Zitat
slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

Thread nur überflogen und weiß nicht ob einige hier nur BBV-Slang raushauen. Aber dieses System bzw. die Lebenssituation nur im Ansatz zu verteidigen, zeugt imo von mangelnder Auseinandersetzung.

Alleine wenn ich das hier lese:

Sowas wie mein Vater war nicht systemtreu und im Knast ist bedauerlich, keine Frage, wenn man aber sowas hier zum besten gibt sollte man vielleicht die ganze Geschichte erzählen, es kam niemand ins Gefängnis nur weil er nicht in der Partei war. Wäre schon interessant was da war, finde es aber unfair das man gleich schreibt "kann zu der scheiss hier" nur weil man daran keine guten Erinnerungen hat.

War weder zu der Zeit geboren, noch habe ich deswegen private Schicksalschläge erfahren. Nur hatte ich im Fach Geschichte die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Bin auch keine Moralfag und mein Kumpel aus dem ehemaligen Ostdeutschland, darf sich fast täglich Ossi-Sprüche gefallen lassen. Dennoch weiß er ganz genau, dass ich dieses System im ernsten Kontext niemals verharmlosen würde.

Bei einigen kommt es mir aber so vor als sei es doch gar nicht so schlimm. Und sie können doch nichts dafür. Schließlich waren sie noch Kinder und haben die ganzen schlimmen Sachen nicht mitbekommen.

Alles schön und gut. Und von mir aus kann man diese kindlichen und naiven Stories gerne erzählen. Finde es ja selbst sehr interessant. Nur sollte man imo nicht in eine Verharmlosung übergehen. Denn einige schreiben hier auch: "Ach so schlimm war es doch gar nicht. Wir hatten doch fast alles. Und nur weil wir vielleicht weniger Kaffee als im Westen hatten, muss man das System doch nicht gleich verteufeln."

Das die Folgen dieses Systems, aber nicht nur aus zu wenig Kaffee und Bananen bestanden, wird imo etwas vernachlässigt. Ich denke viele Mitleser wissen diesen Umstand auch. Nur scheint es hier auch einen gewissen Teil zu geben, der dies entweder nicht weiß, vergessen hat oder gar verdrängt.

Cliffs:
-gerne mehr Stories
-spart euch aber solche Sprüche wie: "Im Osten war es gar nicht so schlimm."


Antwort
Zitat

Die West-Propaganda hat bei dir ja schonmal gut gewirkt


Antwort
Zitat
noelte
Beigetreten: 13.05.2007

Original von slevink23
Thread nur überflogen und weiß nicht ob einige hier nur BBV-Slang raushauen. Aber dieses System bzw. die Lebenssituation nur im Ansatz zu verteidigen, zeugt imo von mangelnder Auseinandersetzung.

Alleine wenn ich das hier lese:

Sowas wie mein Vater war nicht systemtreu und im Knast ist bedauerlich, keine Frage, wenn man aber sowas hier zum besten gibt sollte man vielleicht die ganze Geschichte erzählen, es kam niemand ins Gefängnis nur weil er nicht in der Partei war. Wäre schon interessant was da war, finde es aber unfair das man gleich schreibt "kann zu der scheiss hier" nur weil man daran keine guten Erinnerungen hat.

War weder zu der Zeit geboren, noch habe ich deswegen private Schicksalschläge erfahren. Nur hatte ich im Fach Geschichte die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Bin auch keine Moralfag und mein Kumpel aus dem ehemaligen Ostdeutschland, darf sich fast täglich Ossi-Sprüche gefallen lassen. Dennoch weiß er ganz genau, dass ich dieses System im ernsten Kontext niemals verharmlosen würde.

Bei einigen kommt es mir aber so vor als sei es doch gar nicht so schlimm. Und sie können doch nichts dafür. Schließlich waren sie noch Kinder und haben die ganzen schlimmen Sachen nicht mitbekommen.

Alles schön und gut. Und von mir aus kann man diese kindlichen und naiven Stories gerne erzählen. Finde es ja selbst sehr interessant. Nur sollte man imo nicht in eine Verharmlosung übergehen. Denn einige schreiben hier auch: "Ach so schlimm war es doch gar nicht. Wir hatten doch fast alles. Und nur weil wir vielleicht weniger Kaffee als im Westen hatten, muss man das System doch nicht gleich verteufeln."

Das die Folgen dieses Systems, aber nicht nur aus zu wenig Kaffee und Bananen bestanden, wird imo etwas vernachlässigt. Ich denke viele Mitleser wissen diesen Umstand auch. Nur scheint es hier auch einen gewissen Teil zu geben, der dies entweder nicht weiß, vergessen hat oder gar verdrängt.

Cliffs:
-gerne mehr Stories
-spart euch aber solche Sprüche wie: "Im Osten war es gar nicht so schlimm."

Schön das du den Ossi's hier erzählst, was du in der Schule gelernt hast.... Dir ist schon klar, dass die in der DDR gelebt haben!? Und nun lass die mal erzählen, die wissen, wovon sie reden.


Antwort
Zitat
e2e4e5
Beigetreten: 02.05.2007

Nur hatte ich im Fach Geschichte die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema.

:facepalm:


Antwort
Zitat
TribunCaesar
Beigetreten: 29.04.2007

Schöner thread!

Dann will ich auch mal. Ich war 8 beim Mauerfall. Die Ferienlager für Kinder wurden ja schon erwähnt. Ich erinnere mich noch an mein Ferienlager ( ja, nur an eins, keine Ahnung, ob ich auf anderen war). ICh spielte eigentlich jeden Tag den ganzen Tag Tischtennis mit nem Holzbrett gegen anderen Jungs mit Holzbrettern. Dort habe ich meine Liebe zum Tischtennis entdeckt. Aber nicht nur zum Tischtennis, auch zu Mädchen :) . Es gab dort ein paar ältere Mädchen, die auf uns aufgepasst haben und uns abends ins Bett gesteckt haben. Ich hab mir eingebildet, dass die eine mit mir geflirtet hätte und hab mir dann vorgestellt wie es wäre, wenn die mich küssen würde.

Um die Wendezeit rum hatte sich einiges getan. Mein Vater hatte einen CD-Player gekauft. Undzwar hatte er einem Nachbarn aus unserem Dorf 1200 Mark gegeben.....ja, er dachte das wäre eine gute Idee gewesen _cool:

Nach der Wende kamen geschäftstüchtige Westdeutsche um im Osten alte Westautos zu horenden Preisen zu verkaufen - ja, wie hatten auch so einen - einen roten Fort Sierra. Wieviel mein vater für den bezahlt hat, weiß ich nicht. Jedenfalls hatte mein Vater das Glück, dass er von einem solchen geschäftstüchtigen Wessi als autoverkäufer eingestellt wurde. Wie er dazu kam?? - ich habe keine Ahnung - vor der Wende war er Gartenbaumeister bei der LPG
Na jedenfalls muss es dem Wessi bei uns nicht so gut gefallen haben, nach nem Jahr oder so war er plötzlich weg. Vielleicht lags aber auch an den krummen Geschäften die er so gedreht hatte... :rolleyes:

Ich hatte eine Brieffreundin aus dem Westen, die uns dann mitsamt ihren Eltern besuchen kam. Wenig später fuhren wir in den Westen um sie zu besuchen. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube das die erste Fahrt in den Westen. Das Mädel hatte mir 2 Mickey Mouse Hefte geschenkt. Undzwar handelte es sich um Kopien der Ausgaben 1 und 2. Ich war der Überzeugung, die seien echt und ich wäre jetzt reich.
Na jedefalls löste das meinen Mickey Mouse Sammelwahn aus. Die foldegenden Jahre musste ich jedes MIckey Mouse Heft und Buch haben. Die lagern noch immer auf dem Boden meiner Eltern.

Da fällt mir glatt noch die Anekdote ein, wie ich ich denn zu dieser Brieffreundin kam. Also eines Tages war der kleine Tribun mit Eltern und Großerltern mal wieder im Wald Pilze suchen - ja, das war damals VOlkssport, neben dem Angeln - und dort fand ich ihn. Einen bunten Luftballon. An jenem Ballon hing ein Brief - ihr dürft raten von wem der war. Meine zukünftige Briefreundin nahm an einem Wettbewerb teil - wesseb Ballon wird am weitesten weg gefunden - dazu musste man natürlich einen Brief des Finders bekommen - gewonnen hat sie leider nicht. X(

Nagut, das soll erstmal reichen

edit: achja, als Kind hatte ich eine sehr serh schöne Zeit im Westen. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich eine bessere Kindheit hatte als 99% aller Kinder heutzutage.


Antwort
Zitat
Jackknife398
Beigetreten: 02.05.2011

die Sache mit den Ballons schien es ja oft zu geben :f_eek: Meiner landete in Treuen und wurde von Susanne gefunden :megusta: nettes Mädel war das!


Antwort
Zitat
slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

Original von e2e4e5

Nur hatte ich im Fach Geschichte die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema.

:facepalm:

Mag vielleicht nicht mit der Auseinandersetzung, wie beim Schreiben einer Doktorarbeit gleichkommen, aber ich denke 1 Halbjahr in der Mittelstufe + 1 Halbjahr in der Oberstufe reichen aus um zumindest einen gewissen Überblick zu haben.

@njaa und oelte:
Ihr wart genau die Leute die ich ansprechen wollte. Wer hier tatsächlich davon spricht, dass es nicht so schlimm war und es eine Dramatisierung des "Westens" sei, was die Vorfälle in der DDR angeht, sollte sich vielleicht doch noch einmal intensiver damit auseinandersetzen.

Erinnert mich ein bisschen an gewisse Nazi-Gruppierungen die den Holocaust für erfunden halten.


Antwort
Zitat
fu4711
Beigetreten: 29.06.2007

Original von noelte
Schön das du den Ossi's hier erzählst, was du in der Schule gelernt hast....

pure gold :heart:


Antwort
Zitat