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MrRaise007
Beigetreten: 05.09.2013

Hallo zusammen,

Interessantes Thema & interessante Meinungen.

Ich selber bin jemand, der gerne Trinkgeld gibt, weil es meiner Meinung nach einfach Branchen gibt, die hier zahlreich genannt wurden, wo es schlicht und ergreifend dazugehört.

Ich bin klar der Meinung, das man gerade durch dieses System eher Geld spart, aus folgenden Grund:

Nehmen wir das Beispiel "Pizzafahrer": Die netten Jungs, die bei Wind und Wetter fahren, verdienen wirklich nicht viel. Es ist nicht unüblich, das es Fahrer gibt die gerade mal 4-5 Euro die Stunde verdienen. Doch warum ist dem so ? Der Kunde zahlt bei seiner Bestellung für die Lieferung teilweise gerade mal zwischen 1,50 - 4,00 €. Ich gehe daher einfach davon aus, das der Pizza-Lieferdienst so gesehen nicht mal die Möglichkeit hat, die Löhne für die Pizzafahrer anzuheben, da es so oder so schon sehr knapp bemessen ist.

Da aber die wenigsten Menschen heutzutage für diesen Hungerlohn arbeiten ( wollen ) dient das Trinkgeld als zusätzliche Motivation jedes Fahrers.

Da jegliche Trinkgeldzahlung somit steuerfrei ist haben auch wir gespart, und zwar aus folgender Begründung:

Man stelle sich vor in Deutschland würde das "Trinkgeld-geben" mir nichts dir nichts auf einmal gestoppt werden, keiner gibt mehr freiwillig was. Und nun beginnt der Domino-Effekt:

Die Fahrer sind aufgrund ihren mageren Verdienstes immer unzufriedener, kündigen Ihre Jobs. Nun steht die Pizzeria wieder im Zugzwang - Sie müssen Ihren Fahrern mehr Geld bezahlen um diese halten und zufriedenstellen zu können.

Das Problem: bei den aktuellen Zahlen rentiert sich das Modell "Ausliefern" nicht mehr und wird zum Minusgeschäft bzw. drückt die Gewinnspanne der Pizzen. Resultierend daraus müssen die neuen Kosten, Erhöhung der Gehälter, an die Kunden weitergegeben werden. Statt der üblichen Lieferkosten steigen diese mal locker um weitere 2-3 € pro Fahrt, und jetzt der Punkt: brutto.

Nun zahlen wir die "Extrabezahlung" nicht mehr netto, sondern brutto und haben somit im Enddefekt mehr ausgegeben als wie das bisherige Modell.

imo zahlen wir Trinkgeldgeber so gesehen auch die knausrigen Mitbürger leider mit... X(

Und nun bin ich gespannt wie der o.g. letzte Satz hier Anschlag im Forum findet _love:

bytheway: Nur wer im Leben gibt - der kriegt auch :) Charma Baby :f_p:


Antwort
Zitat

Original von MrRaise007
Und nun bin ich gespannt wie der o.g. letzte Satz hier Anschlag im Forum findet _love:

der Satz ist einfach blödsinn, denn das was wir Brutto draufzahlen fließt ja auch wieder an die Gesellschaft zurück und wird dem Wirtschaftskreislauf nicht entzogen oder löst sich in Luft auf


Antwort
Zitat
Subt4l1ty
Beigetreten: 25.11.2007

Original von MrRaise007
Hallo zusammen,

Interessantes Thema & interessante Meinungen.

Ich selber bin jemand, der gerne Trinkgeld gibt, weil es meiner Meinung nach einfach Branchen gibt, die hier zahlreich genannt wurden, wo es schlicht und ergreifend dazugehört.

Ich bin klar der Meinung, das man gerade durch dieses System eher Geld spart, aus folgenden Grund:

Nehmen wir das Beispiel "Pizzafahrer": Die netten Jungs, die bei Wind und Wetter fahren, verdienen wirklich nicht viel. Es ist nicht unüblich, das es Fahrer gibt die gerade mal 4-5 Euro die Stunde verdienen. Doch warum ist dem so ? Der Kunde zahlt bei seiner Bestellung für die Lieferung teilweise gerade mal zwischen 1,50 - 4,00 €. Ich gehe daher einfach davon aus, das der Pizza-Lieferdienst so gesehen nicht mal die Möglichkeit hat, die Löhne für die Pizzafahrer anzuheben, da es so oder so schon sehr knapp bemessen ist.

Da aber die wenigsten Menschen heutzutage für diesen Hungerlohn arbeiten ( wollen ) dient das Trinkgeld als zusätzliche Motivation jedes Fahrers.

Da jegliche Trinkgeldzahlung somit steuerfrei ist haben auch wir gespart, und zwar aus folgender Begründung:

Man stelle sich vor in Deutschland würde das "Trinkgeld-geben" mir nichts dir nichts auf einmal gestoppt werden, keiner gibt mehr freiwillig was. Und nun beginnt der Domino-Effekt:

Die Fahrer sind aufgrund ihren mageren Verdienstes immer unzufriedener, kündigen Ihre Jobs. Nun steht die Pizzeria wieder im Zugzwang - Sie müssen Ihren Fahrern mehr Geld bezahlen um diese halten und zufriedenstellen zu können.

Das Problem: bei den aktuellen Zahlen rentiert sich das Modell "Ausliefern" nicht mehr und wird zum Minusgeschäft bzw. drückt die Gewinnspanne der Pizzen. Resultierend daraus müssen die neuen Kosten, Erhöhung der Gehälter, an die Kunden weitergegeben werden. Statt der üblichen Lieferkosten steigen diese mal locker um weitere 2-3 € pro Fahrt, und jetzt der Punkt: brutto.

Nun zahlen wir die "Extrabezahlung" nicht mehr netto, sondern brutto und haben somit im Enddefekt mehr ausgegeben als wie das bisherige Modell.

imo zahlen wir Trinkgeldgeber so gesehen auch die knausrigen Mitbürger leider mit... X(

Und nun bin ich gespannt wie der o.g. letzte Satz hier Anschlag im Forum findet _love:

bytheway: Nur wer im Leben gibt - der kriegt auch :) Charma Baby :f_p:

Grundproblematik an der ganzen Trinkgeldgeschichte ist eben immernoch, dass X Trinkgeld (der Sitte nach) zu bekommen hat und Y hingegen nicht. Das ist doch total dumm.

Das Ganze dann mit dem geringen Lohn des zum Beispiel Taxifahrers zu begründen, hinkt, da es genug Berufe/Branchen gibt, wo noch weniger verdient wird. Hier gibt aber keiner ein Trinkgeld.

Wenn du die für die Volkwirtschaft positiven Seiten des Trinkgeldes wirklich ernst meinst, dann sollte es einfach in ALLEN Berufen Trinkgelder geben.

Aufjedenfall muss gelten: Entweder alle oder keiner.Von daher bin ich persönlich dafür, dass Trinkgelder komplett abgeschafft werden (und dann auch nicht mehr angenommen werden dürfen). Lieber zahle ich dadurch im Endeffekt mehr als jetzt, wenn ich dafür endlich diesen sozialen Druck und das Rumgerechne, wieviel ich wo und wie zu geben habe, los bin :)

Hier übrigens interessant zu lesen, warum Trinkgelder abgeschafft werden sollten und wie diese überhaupt entstanden sind http://de.wikisource.org/wiki/Das_Trinkgeld


Antwort
Zitat
Django3
Beigetreten: 16.10.2009

Da gerade das Beispiel des Pizzalieferanten gebracht wurde:

Viele Lieferdienste bieten ja inzwischen auch Onlinezahlung z.B. via PayPal an. Prinzipiell mache ich davon gerne Gebrauch, da ich oft kein Bargeld dabei habe, sondern meist mit EC-/Kreditkarte zahle. Stellt sich nun die Frage des Trinkgelds... wenn das Essen geliefert wird, ist es ja bereits bezahlt. Drückt ihr dem Pizzaboten dann noch n bisschen Kleingeld in die Hand oder nicht?
Bei einigen Seiten kann man sogar schon bei der Bestellung auswählen wieviel Trinkgeld man geben will und es wird dann zusammen mit dem Bestellwert vom PayPal-Konto abgebucht. Das habe ich bisher allerdings noch nicht genutzt, da ich kein Trinkgeld unabhängig von der Leistung im Voraus geben möchte. Wenn mein Essen erst nach 3 Stunden ankommt und dann auch noch kalt ist (was bei mir diesen Sonntag vorgekommen ist), dann will ich auch kein Trinkgeld geben.


Antwort
Zitat
MrRaise007
Beigetreten: 05.09.2013

Da hast du sicher recht, trotzallem ist es erstmal DEIN Geld was dem Wirtschaftskreislauf zugeht, was nichts daran aber ändert das bei der weniger in der Geldbörse ist.

Nach deiner Argumentation könnte man ja die MwSt einfach auch auf 30 % erhöhen - geht ja auch in dem Wirtschaftskreislauf und löst sich nichts in Luft auf...


Antwort
Zitat
MrRaise007
Beigetreten: 05.09.2013

@Subt4l1ty

Ich sehe ein, das die Grundsatzdiskussion wem man wann Trinkgeld geben sollte, wirklich komplex und schwer ist, insbesondere in welcher Branche es angebracht ist und in welcher nicht. Und sicherlich ist dein "System" das wohl einfachste, aber ob es das fairste ist, mag ich mit Stand heute nicht beurteilen. Genau so wenig ich heute sagen würde, das dass Trinkgeldsystem jetzt auch fair momentan wäre...


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Zitat
michimanni
Beigetreten: 03.08.2006

Original von DemolationDieter
Ja und nein, lieber SuperModerator ?( wenn man Trinkgeld versteuern müsste, würden die die schon wenig Geld haben noch mehr Steuern zahlen.

Ich habe mich ja schon hier zu deiner "interessanten" Arbeitseinstellung geäußert und bin nicht verwundert, dass du an der Essenz meiner Frage glatt vorbeigegangen bist.
Noch einmal: Wäre es nicht im Sinne aller gerechter, wenn man auf Trinkgeld in der Gastronomie verzichten würde? Mit welcher Berechtigung bekommt die Bedienung im Cafe Tip, aber die ebenso beschissen verdienende Bächereifachverkäuferin nicht? Unmittelbar finde ich den Ansatz auf Trinkgeld zu verzichten langfristig durchaus positiv: Personal müsste besser verdienen, weil der Ansatz ansonsten in der Gastro gar nicht da wäre -> es würden mehr Steuern etc. gezahlt werden -> gut für alle - und nicht nur einen Bruchteil der Gesellschaft. Klar, das wäre ein Prozess und nicht von heute auf morgen umsetzbar, aber wenn ich keinen gewaltigen Denkfehler mache, leisten wir als Trinkgeldgeber im Grunde nur dem Vorschub, was in der Gastro und in anderen Branchen falsch läuft. Oder?

Die Gehälter müssen angehoben werden ohne Ausnahmen!

Fakt, es wird in fast allen Branchen zu schlecht bezahlt!!!

Finde ich auch. Ich will auch eine Gehaltserhöhung. Und überhaupt sollte jede(r) viel mehr verdienen! Mal ehrlich, was sollen solche Stammtischphrasen? Das bringt die Diskussion einfach null weiter... :rolleyes:


Antwort
Zitat
hanratty
Beigetreten: 18.02.2008

Alle Gehälter zu erhöhen ist Blödsinn. Dann kostet ja einfach alles mehr und keiner profitiert ...

Diese komische Domino-Geschichte ist auch Quatsch weil falschrum gedacht. Die Pizzeria sollte dem Auslieferer von vorn herein mehr bezahlen weil durch diesen Service auch mehr Aufträge reinkommen. Er ist nicht nur die 2€ wert die man für seine Lieferung bezahlt. So ist das auch in jedem Business Plan enthalten .. Auslieferungen lohnen sich NIE.

Und schließlich zum Steuerspareffekt:
Das ist auch zu einfach gedacht. Denn weil der Staat sowieso reguliert könnte er auch x% Steuerersparnis für die Gastronomie einführen. Dann wäre der Vorteil der Ersparnis durch Trinkgeld abgedeckt, der Arbeitgeber könnte ganz normal bzgl. des EV des früheren Trinkgeldes den Bruttolohn erhöhen und gut ist.

Trinkgeld ist einfach nur etwas für Arbeitnehmer die unzufrieden mit ihrem Lohn oder ihrer Arbeit sind (das könnten natürlich viele sein kA). Es ist eine Art Dank der die Stimmung hebt. Aber ob das wirklich nötig ist!?

Ich persönlich würde nicht wollen dass mein Gehalt vom Gemütszustand der Kunden abhängt und ich quasi keinen richtigen Einfluss habe. Von daher ... auch als Bedienung oder Taxifahrer wär ich klar für eine Abschaffung des Trinkgeldes.

Ihr solltet euch davon lösen Trinkgeld als eine Form von freiwilliger Spende zu sehen.
Trinkgeld ist eine bei uns übliche Sonderzahlung die von allen Beteiligten im Prozess fest eingeplan und evaluiert wird, mit allen Konsequenzen.

Ergo: Gäbe es kein Trinkgeld würde die Branche ca. den EV des Trinkgeldes mehr verdienen .......


Antwort
Zitat

Stimme hanratty voll zu und möchte noch ergänzen, dass somit der gesamte Lohn transparenter wäre.

Mir ging es mit meinem Eingangspost vor allem um einen ganz besonderen Gedanken, der in mir aufkommt, seit ich grundsätzlich gar kein Trinkgeld mehr gebe: Muss ich ein schlechtes Gewissen haben?

Einerseits natürlich 'nein', schließlich ist Trinkgeld freiwillig.

Muss ich in meinem Stammrestaurant befürchten, dass der Kellner dem Koch sagt, er kann ruhig mal auf meine Pizza rotzen? Vielleicht!

Muss ich damit rechnen, dass ich an der Bar meines Lieblingsclubs immer als letzter bedient werde? Wahrscheinlich schon?

Ist das fair? Ich meine nein, denn wenn es so wäre, dann wäre Trinkgeld nur oberflächlich "freiwillig"!!!


Antwort
Zitat
nairolf83
Beigetreten: 03.09.2006

Und das kann passieren, wenn man (praktisch) kein Trinkgeld gibt:

Football-Millionär gibt 20 Cent Trinkgeld – aber Rache ist süß!


Antwort
Zitat

Das hat sich in den USA abgespielt, dort herrschen andere Sitten.

Aber reproduzieren wir das trotzdem mal auf Deutschland. Warum soll der Typ, unabhängig von seinem Einkommen, mehr Trinkgeld geben, wenn er doch offensichtlich mit dem Service nicht zufrieden ist. Das widerspricht doch deutlich dem eigentlichen Sinn von Trinkgeld.


Antwort
Zitat
Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Verpflichtend ist das in den USA doch trotzdem nicht.
Klar ist ein hohes Trinkgeld dort noch tiefer verwurzelt, einen "gesetzlichen" Anspruch hat die Bedienung darauf aber doch auch in den USA nicht?


Antwort
Zitat
derpokerpasha
Beigetreten: 13.11.2010

Ich arbeite nebenbei als Kellner bei größeren Veranstaltungen im Hotel. Teilweise "Galaabende" etc..
Ich gehe eig nie davon aus Trinkgeld zu erhalten und würde es auch niemanden übel nehmen, wenn ich nichts bekomme.
Ist einfach freiwillig und ich kann nicht davon ausgehen was zu bekommen, zumal die Preise eh schon super hoch sind.
Aber es ist nunmal mein job die teller/gläser rumzutragen dafür werde ich auch bezahlt, wenn man damit n problem hat sollte man sich was anderes suchen.

Gebe allerdings selber auch gerne trinkgeld wenn ich mich gut behandelt fühle.


Antwort
Zitat

Bei dieser Diskussion fällt mir ein, ich war mal in einem Berliner Mittelklasse-Hotel und wollte dem Liftboy, der sich um meine Koffer kümmerte, Trinkgeld geben, weil es aufgrund einer Veranstaltung besuchte, deutlich mehr zum Schleppen war.

Seine Reaktion: "Danke, aber wir nehmen hier kein Trinkgeld an. Wenn Sie mit meinem Service zufrieden sind, kommen Sie bald wieder oder empfehlen Sie uns weiter."


Antwort
Zitat
idude
Beigetreten: 12.08.2006

Original von hanratty

Ergo: Gäbe es kein Trinkgeld würde die Branche ca. den EV des Trinkgeldes mehr verdienen .......

...aber nur, wenn die Steuervergünstigugnen von denen du sprichst, eingeführt werden, was jedoch recht unwahrscheinlich ist.

Und ausserdem wird der Sevice qualitativ nachlassen. Zwischen "unmotiviert arbeiten" und "so einen miesen Service bieten, dass es ein Kündigungsgrund darstellt", besteht halt noch ein Riesenunterschied.


Antwort
Zitat
cherubium
Beigetreten: 09.06.2009

letztendlich schadet das Trinkgeld den Angestellten und begünstigt den Arbeitgeber.

Trinkgeld wird, wie ja ausführlichst geschrieben wurde, nicht mit Sozialabgaben belastet.

1) Schön für den AG. Er zahlt weniger Lohn, kann so die Preise drücken und/oder seine Gewinne maximieren.
2) Gut (auf den ersten Blick) für den Angestellten. Er hat mehr Kohlen in der Tasche und freut sich, mehr Kohlen nutzlos in irgendwelchen Modeboutiquen ausgeben zu können

Aber tatsächlich wirkt sich jeder Cent Trinkgeld und weniger Lohn auf dem Lohnzettel auf die Rente aus. Bei irgendwelchen Studenten, die sich nebenbei ne Mark verdienen, ist das wurscht. Aber wer so blöd ist, Festangestellt als Servicepersonal zu arbeiten, wird schon sehen, was er davon hat. Nicht mein Problem

Und wie viel weiter vorne geschrieben, gebe ich angemessenes Trinkgeld.
Aber letztendlich, wenn ich ehrlich zu mir selber bin, nur aus gesellschaftlichem Zwang.
Eigentlich müsste man Trinkgeld gesetzlich verbieten. Schwarzarbeit ist ja auch nicht erlaubt. Imo ist es unterm Strich nichts anderes. Nämlich Schwarzgeld. Nur eben legal.

Wäre es auch gesetzlich untersagt, gäbe es das Argument der Gastronomen nicht mehr, sie müssten ja die Preise erhöhen, was evtl. zu Wettbewerbsnachteilen und weniger Gästen führen würde. Na und? Jeder müsste das. Genau so wie beim Mindestlohn. Wenn keiner mehr ausgebeutet werden kann, kann es auch keine 10€ Frisöre mehr geben, dann verlangen eben alle Billigheimer 20€ für den Männerkurzhaarschnitt.
Nichts anderes wäre es bei einem Verbot des Trinkgeldes.
Dann kostet das Wiener mit Pommes eben keine lausige 7,90€, sondern 10€.


Antwort
Zitat
Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Muss man halt privat Vorsorgen. Das Argument stimmt imo nur für Leute, die ihre x € im Monat komplett verbraten und nix sparen oder anderweitig anlegen.
Längere Arbeitsausfälle oder Arbeitslosigkeit sind natürlich auch eher unschön.
Meine Perle arbeitet fest angestellt (in gehobener Position) in der Gastro. Neben dem ohnehin ordentlichen Fixgehalt gibts halt einfach mal ~50€ pro Tag an Trinkgeld on top. Das macht mal eben 1k bis 1,5k € extra im Monat. Netto! Das hätte ich auch gerne on top...


Antwort
Zitat

Das Trinkgeld wird doch nicht besteuert, wenn ich richtig informiert bin, oder?

Warum eigentlich nicht?


Antwort
Zitat
michimanni
Beigetreten: 03.08.2006

Original von nareion
Warum eigentlich nicht?

Gegenfrage: Wie würdest du das auch nur ansatzweise realisieren wollen?


Antwort
Zitat
beni
Beigetreten: 17.10.2006

Original von michimanni

Original von nareion
Warum eigentlich nicht?

Gegenfrage: Wie würdest du das auch nur ansatzweise realisieren wollen?

wo ist da das problem? der kellner gibt an wieviel er bekommen hat und versteuert das. wenn er nichts angibt wird geschätzt und wenn er verdächtig wenig angibt dann setzt das amt einen vernünftigen wert an.

du unterschätzt unsere steuerbeamten.


Antwort
Zitat