Übrigens bin ich jetzt Sonntag meinen zweiten Marathon gelaufen. Leider hab ich das Rennen nicht so gut gemeistert (4:17h) wie bei meinem Debüt letztes Jahr (3:53h).
Ab der Hälfte wurde ich im 80% max HF immer langsamer. Nach 25km hat mich der 4 Stunden Ballon eingeholt. Da mein Ziel natürlich bei unter 4Stunden lag, hab ich versucht das Tempo der Paceläufer zu halten. Musste dabei meinen Puls schon auf 85% hochjagen (wollte ich erst ab km 32 ). Obv hab ich es 4km später aufgegeben. Danach hab ich mich echt nur noch durchgequält, an den Verfplegungspunkten immer längerer Gehpausen eingebaut, zwischen km 33 und 34 bin ich sogar fast n halben KM nur gegangen. War richtig frustrierend und ich dachte ernsthaft ans Aufgeben. Aber lief dann weiter und hab ich mich ins Ziele gekämpft…zum Glück haben kurz darauf mein Bruder an der Strecke Gesellschaft begleitet und ab km 39 bis 42 noch ein Kumpel, der mit dem Skateboard nebenher fuhr und fleißig fotografiert hat.
Danach war trotzdem überhappy, dass ich mich noch so zusammenreissen konnte. Trotzdem suche ich jetzt nach möglichen Ursachen, denn das überraschende ist: Ich hab jetzt sogar einen KM Plan durchgezogen, der für 3:45h angelegt war und ich hab demnach ein paar mehr KM im Training abgerissen, als letztes Jahr.
Allerings hab ich komplett auf die Radfahr-und Schwimmeinheiten verzichtet. Es sind nur Regenerative Einheiten, aber kann es sein dass es vielleicht daran lag. Die Verfasser der Plans meinte zwar, dass das die Einheiten sind auf die man am ehesten verzichten kann. Von daher dachte ich, es passt schon.
Ansonsten hab ich aber nichts anders gemacht im Rennen. Gleich Pulsbereich, Gels und Wasser hab ich auch reichlich zu mir genommen und auch das Wetter war ähnlich. Auch war ich ähnlich schnell wie das Jahr davor (10km in 47 Minuten mal als Masstab genommen) , also ich hab nicht an Geschwindigkeit zugelegt, sonder musste nach 3-4 Monaten Larifari Training, wieder ziemlich lange auf meine alte Form hintrainieren.
Größter Fehler war wohl, dass ich versucht hab ein bestimmtes Tempo zu halten, anstatt mir einzugestehen, dass ich es so nicht bis zum Ziel durchhalten kann.
Naja, in Berlin im September kann es dann eigentlich nur besser laufen. Werd bis dahin auf jeden Fall wieder das Ausgleichstraining ernster nehmen. Keine Ahnung wie viel das wirklich ausmacht.

