Ich denke es gibt beim Staking halt genauso unterschiedliche Intentionen/Ausführungen wie beim Poker selber.
Am einen Ende die, die Staking voll professionell aufziehen und da mit jeder Hinterkommastelle rechnen (also bischen überspitzt: für MU 1,1488 kaufe ich, für 1,15 nicht mehr) genauso wie Sie es beim Poker selber sehen.
Die wollen einfach Longterm einen Profit in nem gewissen Prozentbereich und schielen nicht auf einen einzelnen großen Gewinn mal.
Das ist wohl auch das, worum es hier im Thread den Meisten geht.
Am anderen Ende sind aber halt auch noch die "Gambler" und "Freizeitstaker" die einfach mal auf nen glücklichen Shot hoffen, beim Poker genauso wie beim Staking. Die kaufen dann natürlich auch mal Angebote bei denen die Ersteren nur den Kopf schütteln
Dazwischen gibts dann natürlich auch noch Einiges.
Zur MU Diskussion muss ich sagen, da sehe ich halt einen Unterschied zwischen nem Fullstaking und einem Anteilkauf.
Bei nem Fullstaking wird dem Spieler ja das ganze Kapital gestellt, also ist hier eine Teilung des ROI ok.
Wenn jemand aber nur gewisse Prozente von sich verkauft, sehe ich das nicht zwingend. Wie Leute da auf die Idee kommen gar kein MU wäre fair ist mir ein Rätsel.
Einer der Spieler z. B. der meine Stakingaktivitäten ins Plus gebracht hat, hat immer selber zwischen 50 und 70% gehalten und den Rest verkauft. Dadurch hatte er halt den Vorteil einer Glättung seiner Varianz, aber er hätte die Turniere auch so spielen können. Wieso sollte er also sein spielerischen Können (plus den Zeitaufwand) komplett ohne Gebühr den anderen zur Verfügung stellen?
Ich mein, während ich mirs auf der Couch bequem gemacht habe, hat ein Turnier geshippt. Hätte ich mit dem Geld selber gespielt, hätte ich die Zeit aufbringen müssen und das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wesentlich geringerem Erfolg!
Deswegen zahle ich da gerne halt ein MU von 1,3 auch wenn der ROI in der Buy in Klasse bisher keine 60% war.
Ich sehe mich da halt eher als stiller Teilhaber und bei nem Full Staking eher als Arbeitgeber 
Gar kein MU sehe ich eigentlich nur wenn einer ein Sat für ein Turnier weit ausserhalb seines normalen Buy ins geshippt hat.
Für mich ist aber auch die Verläßlich- und Vertrauenswürdigkeit eines Spielers ein großes Kriterium. Was bringts mir wenn ich z. B. nen Microspieler auf nen Cut von 92/8 bei seinem MM Shedule runtergepresst habe, aber dann bei nem 20k ship von ihm keine Kohle bekomme, weil er natürlich feststellt ups, 8% is gar ned mal soviel für mich!